Pachterhöhung wegen Agrarsubventionen

Hallo liebe Rechtskundigen,

auf Grund der niedrigen Konkurrenzpreise und der hohen Produktionskosten, bekommen die Landwirte ja schon seit längerem die mMn. (außer vll. bei großen Firmen) zu Unrecht umstrittenen Agrarsubventionen.
Nun kommt es aber immer häufiger vor, dass die Verpächter auf die Idee kommen, dass sie ja auch „etwas vom Kuchen abbekommen“ können.
Sie kündigen also die Pachtverträge und bieten die Flächen hinterher, oft um mehr als das dreifache teurer, wieder an.
Die armen Landwirte, die auf ihre Flächen angwiesen sind, müssen den geforderten Preis natürlich bezahlen (dieser wird durch eventuelle Mitbieter sogar noch weiter in die Höhe getrieben), da ihnen sonst wichtiges Grün- oder Ackerland fehlt, welches sie für die Getreide- oder Viehfutterproduktion benötigen.
Besonders betroffen sind hierbei kleinere Betriebe, die ohne die Subventionen gar nicht mehr gewinnbringend wirtschaften können.

Meine Frage an dieser Stelle ist:
könnte man irgend etwas gegen solche plötzlichen, ungerechtfertigten Pachterhöhungen ausrichten? Prinzipiell ist es ja, soweit ich weiß, nicht verboten das Land zu einem neuen Preis wieder anzubieten, doch die Subventionen werden dadurch sinn- und wirklungslos und das Pachtland an sich hat zwischenzeitlich auch keine Wertsteigerung durchgemacht.
Im schlimmsten Fall werden die Subventionen erhöht und das Ganze schaukelt sich hoch. Dann würden nur die Verpächter für völlig überteuertes Land Geld bekommen und die Landwirtschaft hat am Ende doch nichts davon.

Die Lage der Bauern, die nebenbeibemerkt überall ihre Preise diktiert bekommen und sie nicht nach ihren Kosten richten können, sieht hier ziemlich aussichtslos aus… was meint Ihr dazu?

Gruß
Swen

Hallo,

wir leben in einer freien Marktwirtschaft und hier bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis.
Ich bin als Bauer nicht verpflichtet, Ackerland zu einem überhöhten Preis anzupachten und als Verpächter bin ich nicht verpflichtet, einen Pachtzins zu verlangen, der unter dem derzeitigen marktüblichen Zins sich bewegt.

Ein Bauer ist nicht verpflichtet, Bauer zu bleiben und wenn er mit der ungesunden Schweinezucht unzufrieden ist, kann er auf Bio oder Rinderzucht etc. umsteigen.
Zudem sind die Zeiten der Agrarsubventionen schon lange vorbei, wir haben keinen Butterberg mehr, es werden keine Prämien mehr für nicht mehr bewirtschaftete Ackerflächen bezahlt und einen „armen“ Bauern habe ich persönlich noch nicht kennen gelernt, jedoch viele arme Rentner.

Schönen Tag noch.