Pädophile/37 Grad im ZDF/ Eindrücke u. Entsetzen

Hallo,

Deine Bemerkungen muß ich kommentieren:

Deine Feststellung, daß die in DSM-IV-TR aufgeführten Merkmale bei Pädophilen nicht vorhanden sind, halte ich für einen ziemlichen Schnellschuß. Außerdem scheinen sich bei Dir Mißverständnisse entwickelt zu haben. Der Begriff „Leiden“ bezieht sich sowohl auf körperliches wie auch auf psychisches, nicht nur auf körperliches, wie Du den Begriff benutzt hast. „Funktionale Beeinträchtigung“ bedeutet nicht, daß die Betroffenen behindert oder so etwas sein müssen, sondern daß sie Probleme in alltäglichen Lebensbereichen haben, z.B. daß ihr Sexualleben erhebliche Schwierigkeiten mit sich bringt. Genau das ist bei Pädophilen der Fall. Die Mißverständnisse, denen Du erliegst, sind wahrscheinlich darauf zurückzuführen, daß Du mit den von mir zitierten Texten und ihren Begrifflichkeiten nicht vertraut bist. Deshalb solltest Du vorsichtig mit Beurteilungen sein.

Daß Du die Kriterien für Pädophilie auf Homosexualität überträgst und sinngemäß „Da kann etwas nicht stimmen, denn beides müßte doch dann als Störung eingestuft werden“ sagst, funktioniert so nicht. Das Ausleben von pädophilen Bedürfnissen / Phantasien führt in der Regel zur Schädigung von Kindern und zu Menschenrechtsverletzungen (u.a. sexuelle Selbstbestimmung, körperliche Unversehrtheit), daß von homosexuellen zwischen Erwachsenen führt in der Regel nicht zu Schädigungen. Wie ich Dir schrieb, sind die Leiden, die Homosexuelle ertragen müssen, nicht primär auf die Homosexualität zurückzuführen, die von Pädophilen aber primär auf die Pädophilie. Denn Pädophile können ihre Sexualität nicht mit gleichberechtigten Partnern ausleben. Das Ausleben ihrer Sexualität wird immer Schwierigkeiten mit sich bringen, denn Eltern werden immer ihre Kinder lieben und aus natürlichem Antrieb heraus verhindern wollen, daß z.B. ihr 3jähriges Kind als Lustobjekt erwachsenen Männern zur freien Verfügung steht. Das ist keine rein kulturelle oder gesellschaftliche Angelegenheit, sondern auch eine evolutionsbiologisch / genetische. Solch ein ideologischer Kulturabsolutismus, wie Du ihn hier propagierst, geht schlicht an den Realitäten des Lebens vorbei.

Wenn Du die Antike ansprichst, so ist es falsch, daß Pädophilie und Homosexualität damals generell als „gut“ angesehen wurden. Im Gegenteil. Bei Petronius Arbiter lese ich, daß ein Jugendlicher seinem Lehrer drohte, den Eltern vom sexuellen Verhältnis zu erzählen. Damit hätte der Jugendliche wohl kaum drohen können, wenn die Eltern den Sex mit dem Lehrer als „gut“ fürs Kind angesehen hätten. Kaiser Hadrians Verhältnis zu einem Knaben wurde auch nicht besonders geschätzt.

Zum Abschluß frage ich mich, was dieses Statement hier soll:

JETZT zu sagen, Homosexualität wäre abstoßend, schädlich,
krank und gehörte verboten, sichert dir einen Platz in der
Ecke der Faschisten, religiöser Fundamentalisten und anderer
netter Zeitgenossen.

Ich habe nichts von dem gesagt, was Du anführst. Argumentierst Du etwa für eine sexuelle Liberalität, indem Du Begriffe wie „Faschismus“ und „Fundamentalismus“ herausholst? So etwas ordne ich unter „Pervertierung der Forderung nach sexueller Liberalität“ ein. Du darfst Dir nicht angewöhnen, Personen mit einer anderen Meinung als der Deinen, so schnell in die Nähe solcher Begriffe zu rücken, nur weil Du die andere Meinung für nicht nachvollziehbar hältst.

Gruß,

Oliver Walter

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gay pride…
Hi Vixen!

In Germany not only the chosen people were gassed but also gays…

Ich bin hete.
Ich frage mich aber wirklich ob nur ich wütend werde wenn Kifis und Homosexuelle in einem Topf geworfen werden.
Pädophile finde ich ekelhaft und kriminell.

Aber: Was 2 Erwachsene miteinander anstellen interessiert mich nicht- solange
BEIDE es wollen und mögen.

Es gibt Heterosexuelle Pädos und Homosexuelle Pädos…
Beides lehne ich ab.

„genervt“
Siân

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Moin,

Ich lese hier nur Zirkelschlüsse und bisher ist fast niemand
auf meine Frage wirklich eingegangen.

War deine Frage vielleicht missverständlich formuliert ?

Ich denke, es geht hier um zwei unterschiedliche
Problembereiche. Der eine ist „sexuelle Spielarten“, der
andere ist „Sozialverhalten und Empathie“.

In Ordnung. Mir gings ums erstere.

Wie ich bereits sagte. Wenn du Pädophilie lediglich als „sexuelle Spielart“ einstufst, wirst du mit einer Bewertung nicht weit kommen. Hier kann im Grunde jeder beliebig, willkürlich und nach seinen eigenen Vorstellung definieren, was für ihn krank und normal ist, da es keinen allgemeingültigen Wertmaßstab gibt. Man kann einen Padophilen nach diesem Ermessen genau so für krank halten, wie jamenden, der beim Sex das Licht ausmacht. Dieser Aspekt ist also für die Bewertung des Verhaltens nach psychologischen Gesichtspunkten unbrauchbar.

Ist es krank, z.B. Sekt in den Bauchnabel zu
schütten und anschließend auszuschlürfen oder ist das normal ?
Was ist „kranker“, bei Sex das Licht anzulassen oder
auszulassen ?

Das ist nicht der Punkt. Im common sense wird dann etwas als
„sexuell eigenartig“ definiert, wenn sich das Verlangen
(*nicht* die Art des Aktes!) auf ungewöhnliche *Objekte*
bezieht, also auf Objekte, mit denen eine Sexualität von Natur
wegen gar nicht vorgesehen ist.

Das was du als „common Sense“ hier bezeichnest, ist die Verknüpfung von Sexualität und Fortpflanzung. Dies ist aber in unserer Gesellschaft schon lange kein „common sense“ mehr, nicht mal bei Katholiken :smile:. Insofern handelt es sich dabei auch nicht um ein psychologisches, sondern um ein gesellschaftliches Phänomen.

Und bitte nochmal: Es geht hier um die Argumentation. Ich
will weder Homosexuelle diffamieren noch Straftaten
billigen. Ich sehe da einen Widerspruch. Hier im Thread
ist man angewidert, sprachlos, entsetzt und kotzt sich aus
über Pädophile. Vor ein paar Jahrzehnten sprach man so über
Homoesexuelle!

Mag sein, jedoch nicht aus den gleichen Gründen. Der Konsens hier scheint mir durchaus zu sein, dass Pädophilie abgelehnt wird, weil es Menschen betrifft, die nicht sexuell selbstbestimmt (re)agieren können weil sie Kinder sind.

Über Sex mit Schuhen regt sich z.B. hier kein Mensch auf :smile:

Die Gründe für Ablehnung von Homosexualität sind jedoch andere und dürften eher in die gleiche Kathegorie fallen wie Leute, die sich über Sex mit Schuhen aufregen :smile:

Im antiken Griechenland litten die Kindern dann nicht.

Warum glaubst du das ?
Im Antiken Griechenland dürften Kinder genau so wenig in der Lage gewesen sein, sexuell selbstbestimmt zu re(agieren), wie unsere Kinder heute und auch entsprechend gelitten haben.

Damit waren die damaligen Päderasten weder krank

doch, sicher. Nur wird das damals niemand so vormuliert haben, weil sich niemand für das Leiden der Kinder interessiert haben dürfte. Mir sind zumindest diesbezüglich keine antiken Untersuchungen bekannt.

noch
kriminell?

Das kommt auf die jeweilige Rechtssprechung an. In der Antike war vieles nicht kriminell, was heute als kriminell gilt und umgekehrt.

„In diesem Sinne kann also auch ein Erwachsenensexueller oder
kindersexueller „krank“ sein, muss aber nicht.“ So sprach man
wohl im alten Griechenland. Stimmte das Kind nicht zu, war es
krank, wenn schon, war alles ok.

Nein, das Kind ist aufgrund seiner sexuellen Unreife und emotionalen Abhängigkeit gar nicht in der Lage, hier eine selbstbestimmte und verantwortungsvolle Entscheidung für sich zu treffen. Deshalb genießt es ja auch den besonderen Schutz.

sinnvolles dabei herauskommen wird, wenn man einen 8-jährigen
fragt, wo seine Grenzen liegen, was sexuelle Praktiken
angeht), und selbst wenn Kinder das könnten, sie emotional
kaum in der Lage wären, diese für sich zu reklamieren (zum
Beispiel wenn der Erwachsene, der sexuelle Übergriffe begeht,
ansonsten eine Vertrauensperson ist). Somit wären Kinder
generell schutzwürdig und ein Pädophiler, der seine Phantasien
auslebt,

Natürlich, das ist der juristische Aspekt.

Dieser Aspekt ist keineswegs juristisch. Er sagt etwas über die Psyche und Reife eines Kindes im Gegensatz zu einem Erwachsenen aus. Diese Fähigkeit zur sexuellen Selbstbestimmung ist nicht von juristischen Aspekten abhängig, bedingt aber in ihrer Konsequenz unter Umständen juristische Aspekt (oder wie in der Antike eben nicht).

[Prostitution]

ich bin genau derselben Meinung. Hier ist es aber wieder nur
der juristische bzw. ethische Aspekt und nicht der
medizinische.

Sex mit Prostituierten, selbst wenn sie dazu gezwungen werden, ist meines Wissens nicht strafbar und danach, wie unsere Gesellschaft mit diesem Phänomen umgeht, auch nicht ethisch geächtet.

Die medizinieschen Aspekte kann ich bei dieser ganzen Problematik jedoch nicht ausmachen. Zumindest hab ich auch bei dem, was du oben bezeichnest:

[(*nicht* die Art des Aktes!) auf ungewöhnliche *Objekte*
bezieht, also auf Objekte, mit denen eine Sexualität von Natur
wegen gar nicht vorgesehen ist"]

umgekehrt ja auch keine medizinisch/wissenschaftlich fundierte Begründung. Wer sagt denn, welche Art Sexualität von der Natur vorgesehen ist und wer hat den entsprechenden Beweis geführt ?

Gruss
Marion

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ein nicht lösbares Problem
Hallo Silke,

Von daher glaube ich aber auch, dass - solange keine
gewaltsame Entführung stattfindet - mann Kinder so
selbstbewusst machen kann, dass sie sich gegen solche
Übergriffe wehren können.

Da habe ich meine Zweifel, die auch der befragte Psychologe in der Sendung mehrmals zum Ausdruck brachte. Denn bis es zu den Übergriffen kommt, laufen auf subtiler Weise ganz viele vorbereitende Aktivitäten ab, die ersteinmal nichts mit Mißbrauch zu tun haben: kleine Jungens haben so einen Art Ersatzvater oder großen Bruder, der alles mit ihnen macht, wovon Kinder und vorallem Schlüsselkinder nur so träumen. Und dann werden Liebesbeweise mit unterschwelliger Androhung von Liebesentzug eingefordert, wahrscheinlich fast wortlos, nur durch schlüssiges Handeln. Dadurch entstehen Abhängigkeiten, die seitens der Männer als eheähnliche Beziehung gesehen wird, und die seitens der Jungens als Alternative zu ihrem einsamen Kinderdasein wahrgenommen wird.
Kurzum: darauf kann man sein Kind nicht vorbereiten. Das ist nicht wie im Fröbe-Film „es geschah am helllichten Tag“.
Davor sind meiner Ansicht nach die Kinder am sichersten, die keinen Mangel an Obhut, Geborgenheit und Ansprache haben.

Bei uns in Baden-Württemberg steht schon seit einer Weile
genau deswegen Sexualerziehung bereits ab Klasse 1 auf dem
Lehrplan. Damit Kinder lernen, nein zu sagen (auch oder gerade
zu Erwachsenen), verfängliche Situationen zu erkennen und
Körperteile bzw. Vorgänge zu benennen. Kommt natürlich auf den
Lehrer an, wie gut das umgesetzt werden kann. Aber vom Ansatz
her ist die Idee gut, finde ich.

Die Idee ist mit Sicherheit gut, aber die Erkenntnisse nützen für diese Situation den Jungens nichts, weil die Männer bei den Kindern geduldig Vertrauen wecken und pflegen, um sie dann auszunützen. Da Kinder in Sachen Sexualität arglos sind, haben nach meiner Einschätzung nach in der Situation auch noch gar keine rechte Meinung dazu, so dass ein spontanes „nein“ selten sofort ausgerufen wird.

Wie gesagt, das Problem ist subtil, und scheint nicht lösbar zu sein.

gruß
grilla

servus,

Ein völlig unnötiges, persönlich beleidigendes und sinnfreies Posting. An deiner Reaktion erkenne ich, daß du meine Argumentationskette und meine Absichten nicht im geringsten verstanden hast und zu abstraktem und sachlichem Argumentieren nicht fähig bist.

mit freundlichem Gruß
datafox

Hi!

Wieso beleidigend?
Das sind leider Fakten.

Gruß
Siân

hallo,

War deine Frage vielleicht missverständlich formuliert ?

Das ist gut möglich, weil ich mich hier auf glattem Eis bewege (wie man an der Reaktion von Sian ja sieht). Manche sind nicht fähig eine Argumentation von der Person zu unterscheiden.

Wie ich bereits sagte. Wenn du Pädophilie lediglich als
„sexuelle Spielart“ einstufst, wirst du mit einer Bewertung
nicht weit kommen. Hier kann im Grunde jeder beliebig,
willkürlich und nach seinen eigenen Vorstellung definieren,
was für ihn krank und normal ist, da es keinen
allgemeingültigen Wertmaßstab gibt.

Was tut dann die Psychologie? Entschuldige diese plumpe Frage, aber ist es nicht deren Aufgebe festzustellen, was krank ist und was nicht und dieses in letzter Instanz zu heilen?

Das was du als „common Sense“ hier bezeichnest, ist die
Verknüpfung von Sexualität und Fortpflanzung.

Ja, Sexualität dient beim Menschen zwar nicht nur der Fortpflanzung, aber sie hat ihren Ursprung wohl darin. Dasselbe gilt für Delphine und ich glaube eine Affenart. Diese Spezies haben Sex auch aus sozialen Gründen und aus Freude.

Dies ist aber in
unserer Gesellschaft schon lange kein „common sense“ mehr,
nicht mal bei Katholiken :smile:

Nun das ist falsch. Nach katholischer Lehre darf ein Sexualakt nur der Fortpflanzung dienen, ansonsten ist es verboten. Dieses ist jedoch eine andere Aussage als zu sagen, das eine stammt aus dem anderen. Also bitte mit vorschnellen Wertungen (geht jetzt in Richtung „Sexualverklemmtheit“ vorsichtig sein!)

Insofern handelt es sich dabei
auch nicht um ein psychologisches, sondern um ein
gesellschaftliches Phänomen.

Auch Kindersex bzw. deren Akzeptanz war ein gesellschaftliches Phänomen. Das ist KEIN Argument.

Mag sein, jedoch nicht aus den gleichen Gründen. Der Konsens
hier scheint mir durchaus zu sein, dass Pädophilie abgelehnt
wird, weil es Menschen betrifft, die nicht sexuell
selbstbestimmt (re)agieren können weil sie Kinder sind.

Ja wie schon gesagt ist das ein völlig anderer Aspekt. Er betrifft nicht die „Normalität“ oder „Abnormalität“ dieses Verhaltens. Diebstahl ist nicht krank, er kann durchaus rational begründet sein, er aber trotzdem ein Verbrechen und geächtet. Demgegenüber steht zb. das sich selbst Geißeln, was m.E. krank und abnormal ist, jedoch nicht verboten.

Über Sex mit Schuhen regt sich z.B. hier kein Mensch auf :smile:

Früher schon. Mein Rede.

Die Gründe für Ablehnung von Homosexualität sind jedoch andere
und dürften eher in die gleiche Kathegorie fallen wie Leute,
die sich über Sex mit Schuhen aufregen :smile:

Richtig. Das ist auch mein Verdacht. Es geht eher um gesellschaftliche Normen als um wissenschaftliche Kategorien.

Warum glaubst du das ?
Im Antiken Griechenland dürften Kinder genau so wenig in der
Lage gewesen sein, sexuell selbstbestimmt zu re(agieren), wie
unsere Kinder heute und auch entsprechend gelitten haben.

Das ist ein Zirkelschluß. Zu der Aussage kommst du nur, wenn du bereits unterstellst, daß Kindersex per se falsch ist. Damals dachte man eben anders und sah es dementsprechend anders.

doch, sicher. Nur wird das damals niemand so vormuliert haben,
weil sich niemand für das Leiden der Kinder interessiert haben
dürfte. Mir sind zumindest diesbezüglich keine antiken
Untersuchungen bekannt.

Natürlich nicht, weil es normal war. Darum geht es doch.

Das kommt auf die jeweilige Rechtssprechung an. In der Antike
war vieles nicht kriminell, was heute als kriminell gilt und
umgekehrt.

Ja, das Gesetzbuch spiegelt gesellschaftliche Normen bzw. deren Veränderung wider. Man erinnere sich an die Aufgabe des Homosexuellenparagraphen, der Streichung von „Gotteslästerung“ usw.

Nein, das Kind ist aufgrund seiner sexuellen Unreife und
emotionalen Abhängigkeit gar nicht in der Lage, hier eine
selbstbestimmte und verantwortungsvolle Entscheidung für sich
zu treffen. Deshalb genießt es ja auch den besonderen Schutz.

Akzeptiert. Den genießt es auch bei geschäftlichen Transaktionen. Der direkte Zusammenhang zu Sexualität ist nicht gegeben.

Dieser Aspekt ist keineswegs juristisch. Er sagt etwas über
die Psyche und Reife eines Kindes im Gegensatz zu einem
Erwachsenen aus.

Ich korrgiere mich: Der ethische Aspekt.

Sex mit Prostituierten, selbst wenn sie dazu gezwungen werden,
ist meines Wissens nicht strafbar und danach, wie unsere
Gesellschaft mit diesem Phänomen umgeht, auch nicht ethisch
geächtet.

Dann hab ich dich vorhin falsch verstanden. Du meintest vorher, es wäre unethisch, jemanden in einer finanziellen Notlage sexuell zu benutzen.

umgekehrt ja auch keine medizinisch/wissenschaftlich fundierte
Begründung. Wer sagt denn, welche Art Sexualität von der Natur
vorgesehen ist und wer hat den entsprechenden Beweis geführt ?

Ist ein Witz oder? Wenn sich daraus ein KIND ergeben kann, dann ist es „von der Natur aus vorgesehen“. Wenn Homosexualität auch von der Natur vorgesehen war, warum dann auch nicht Pädophilie? (Dünnes Eis, ich weiß. Ich begebe ich in die Nähe des Strafbaren. Deswegen noch einmal: Das war eine rhetorische Frage , die ein Argument als Antwort will, keine Meinung.)

Gruß
datafox

Wieso beleidigend?

Weil du mich in die Nähe von Nazis rückst. Das ist eine Beleidigung. Der Hinweis auf „chosen people“ ist eine persönliche Beleidigung unterster Schublade.

Das sind leider Fakten.

Das sind Unterstellungen und Verleumdungen. Ich habe nirgends behauptet, ich würde Homosexuelle auf die Stufe von Verbrechern stellen. Im Gegenteil, ich habe eher Angst, jemand käme auf die Idee, meine Postings als Rechtfertigung für Verbrechen zu interpretieren.

datafox

Hi!

The chosen people hat für mich nichts mit Nazis zu tun.
Hast du dich nicht in irgendeinem anderen Thread über den Vergleich aufgeregt?

Du bist kein Nazi nur IMHO extrem intolerant.

Best wishes
Siân

Hallo,

sind wahrscheinlich darauf zurückzuführen,
daß Du mit den von mir zitierten Texten und ihren
Begrifflichkeiten nicht vertraut bist. Deshalb solltest Du
vorsichtig mit Beurteilungen sein.

Das ist richtig. Ich lerne gerne dazu! Dein Posting war ein weiterer Schritt.

Daß Du die Kriterien für Pädophilie auf Homosexualität
überträgst und sinngemäß „Da kann etwas nicht stimmen, denn
beides müßte doch dann als Störung eingestuft werden“ sagst,
funktioniert so nicht.

Bzw. umgekehrt, beides als „von Natur aus möglich“. Ja, das waren meine ersten Gedanken.

Denn Pädophile können ihre Sexualität
nicht mit gleichberechtigten Partnern ausleben.

Das ist in der Tat etwas, das ich nicht beachtet habe! Hier ist ein gravierender Unterschied.

Wenn Du die Antike ansprichst, so ist es falsch, daß
Pädophilie und Homosexualität damals generell als „gut“
angesehen wurden.

Möglich daß ich zu dick aufgetragen habe. Bekannt sind jedoch jedem die Darstellungen auf Gefäßen usw., die eindeutig Männer mit Knaben (keine Babies jedoch!) zeigen.

Damit hätte der Jugendliche
wohl kaum drohen können, wenn die Eltern den Sex mit dem
Lehrer als „gut“ fürs Kind angesehen hätten.

Ich lasse mich gerne korrigieren :smile:

Zum Abschluß frage ich mich, was dieses Statement hier soll:

JETZT zu sagen, Homosexualität wäre abstoßend, schädlich,
krank und gehörte verboten, sichert dir einen Platz in der
Ecke der Faschisten, religiöser Fundamentalisten und anderer
netter Zeitgenossen.

Ich habe nichts von dem gesagt, was Du anführst.

Natürlich nicht, es war auch nicht auf dich bezogen, sondern allgemein. Wer heute sagt, Schwule wären pervers, ist ein ganz Böser. Früher war das anders. Da wurde rumgehetzt so wie heute gegen Pädophile. „Todesstrafe“… Daraus schloß ich, daß sich vielleicht dieselbe Entwicklung bei der Einschätzung von Pädophilen anbahnt. Damit sind nicht 3jährige gemeint, sondern Teenager.

Argumentierst
Du etwa für eine sexuelle Liberalität, indem Du Begriffe wie
„Faschismus“ und „Fundamentalismus“ herausholst?

Nein.

So etwas
ordne ich unter „Pervertierung der Forderung nach sexueller
Liberalität“ ein. Du darfst Dir nicht angewöhnen, Personen mit
einer anderen Meinung als der Deinen, so schnell in die Nähe
solcher Begriffe zu rücken, nur weil Du die andere Meinung für
nicht nachvollziehbar hältst.

Das was ich schrieb waren nicht meine Meinungen, sondern Argumente. War wohl mißverständlich geschrieben.

Gruß
datafox

The chosen people hat für mich nichts mit Nazis zu tun.

„In Germany not only the chosen people were gassed but also gays…“ Willst du unterstellen, daß damit nicht Nazis, Juden und Holocaust gemeint waren, sondern ganz was anderes? Hältst du mich für blöd oder einen englischen Analphabeten?

Du bist kein Nazi nur IMHO extrem intolerant.

Du hast es eben nicht kapiert.

datafox

Letzter Versuch…
Hallo Datafox

Wo und wie du lebst interessiert mich nicht.
Ich finde dich extrem intolerant.

Du bist weder Nazi noch Analphabet.

Du hast in einem Recht: Ich verstehe dein Posting hier welches Homosexuelle mit Pädophilen vergleicht wirklich nicht.

Gruß
Siân

Hi grilla,

mit der Annahme, dass man ein Kind „immun“ gegen solche Situationen machen kann, bezog ich mich natürlich nicht auf vereinsamte und vernachlässigte Schlüsselkinder. Dass man solche armen Butzel fast beliebig manipulieren kann, ist ja klar, das sagte ich ja auch bereits.
Dass man einem „normalen“, selbstbewussten Kind aber beibringen kann, laut und deutlich nein zu sagen und einschätzen zu können, wann eine Berührung von einem Erwachsenen nicht mehr okay ist und sich dann auch anderen Leuten mitzuteilen, das glaube ich wohl.

_Da Kinder in Sachen Sexualität arglos sind, haben
nach meiner Einschätzung nach in der Situation auch noch gar
keine rechte Meinung dazu, so dass ein spontanes „nein“ selten
sofort ausgerufen wird.
Genau das sollte aber Sinn eines solchen Unterrichts sein. Wenn ein Kind nicht einmal entsprechende Körperteile oder Handlungen benennen kann, ist es sowieso aufgeschmissen.

Liebe Grüße
Silke_

Du hast in einem Recht: Ich verstehe dein Posting hier welches
Homosexuelle mit Pädophilen vergleicht wirklich nicht.

Das macht nichts. Die Leute von denen ich kompetente Antworten erwartet habe, die haben mich schon richtig verstanden.

datafox

Moin,

War deine Frage vielleicht missverständlich formuliert ?

Das ist gut möglich, weil ich mich hier auf glattem Eis bewege

So ganz hab ich glaube ich auch noch nicht verstanden, worauf du hinauswillst, aber nun denn, versuchen wirs weiter.

Wie ich bereits sagte. Wenn du Pädophilie lediglich als
„sexuelle Spielart“ einstufst, wirst du mit einer Bewertung
nicht weit kommen. Hier kann im Grunde jeder beliebig,
willkürlich und nach seinen eigenen Vorstellung definieren,
was für ihn krank und normal ist, da es keinen
allgemeingültigen Wertmaßstab gibt.

Was tut dann die Psychologie? Entschuldige diese plumpe Frage,
aber ist es nicht deren Aufgebe festzustellen, was krank ist
und was nicht und dieses in letzter Instanz zu heilen?

Das hat O.W. ja an anderer Stelle erläutert. Entscheidend ist hier, ob jemand leidet. Von der Norm abweichendes Verhalten allein ist jedoch nicht behandlungsbefürftig. Warum auch.

Das was du als „common Sense“ hier bezeichnest, ist die
Verknüpfung von Sexualität und Fortpflanzung.

Ja, Sexualität dient beim Menschen zwar nicht nur der
Fortpflanzung, aber sie hat ihren Ursprung wohl darin.
Dasselbe gilt für Delphine und ich glaube eine Affenart. Diese
Spezies haben Sex auch aus sozialen Gründen und aus Freude.

Ja, da haben wir Menschen wohl Glück gehabt :smile:

Dies ist aber in
unserer Gesellschaft schon lange kein „common sense“ mehr,
nicht mal bei Katholiken :smile:

Nun das ist falsch. Nach katholischer Lehre darf ein Sexualakt
nur der Fortpflanzung dienen, ansonsten ist es verboten.

„Common sense“ ist jedoch auch bei Katholiker eher, sich nicht dran zu halten :smile:

Insofern handelt es sich dabei
auch nicht um ein psychologisches, sondern um ein
gesellschaftliches Phänomen.

Auch Kindersex bzw. deren Akzeptanz war ein gesellschaftliches
Phänomen. Das ist KEIN Argument.

hm…jetzt hab ich hier irgendwie den Faden verloren…

Mag sein, jedoch nicht aus den gleichen Gründen. Der Konsens
hier scheint mir durchaus zu sein, dass Pädophilie abgelehnt
wird, weil es Menschen betrifft, die nicht sexuell
selbstbestimmt (re)agieren können weil sie Kinder sind.

Ja wie schon gesagt ist das ein völlig anderer Aspekt. Er
betrifft nicht die „Normalität“ oder „Abnormalität“ dieses
Verhaltens.

Richtig. Und wie O.W. ja an anderer Stelle ausführte ist Abweichen von „normalem“ Verhalten allein (zu Recht) noch kein Behandlungsgrund.

Diebstahl ist nicht krank, er kann durchaus
rational begründet sein, er aber trotzdem ein Verbrechen und
geächtet.

Darüber kann man sicher unterschiedlicher Meinung sein. Häufig dürfte es einem Dieb an Mitgefühl für das Opfer mangeln. Hier zeigt sich also durchaus auch ein gestörtes Sozialverhalten und mangelnde Empathie, was man u.U. psychotherapeutisch behandeln kann.

Demgegenüber steht zb. das sich selbst Geißeln, was
m.E. krank und abnormal ist, jedoch nicht verboten.

Hm…warum findest du das krank ?

Im Antiken Griechenland dürften Kinder genau so wenig in der
Lage gewesen sein, sexuell selbstbestimmt zu re(agieren), wie
unsere Kinder heute und auch entsprechend gelitten haben.

Das ist ein Zirkelschluß. Zu der Aussage kommst du nur, wenn
du bereits unterstellst, daß Kindersex per se falsch ist.
Damals dachte man eben anders und sah es dementsprechend
anders.

Einige Erwachsene vielleicht, aber die Kinder dürften damals genau so gelitten haben wie heute.

doch, sicher. Nur wird das damals niemand so vormuliert haben,
weil sich niemand für das Leiden der Kinder interessiert haben
dürfte. Mir sind zumindest diesbezüglich keine antiken
Untersuchungen bekannt.

Natürlich nicht, weil es normal war. Darum geht es doch.

Das kann ich so nicht akzeptieren. Vergewaltigungen in der Ehe sind z.B. auch nicht normal, trotzdem hat es lange Zeit niemanden interessiert und trotzdem haben die Opfer gelitten. Mir scheint, dieser Problemkomplex hängt eher mit dem Status des Opfers in der jeweiligen Gesellschaft zusammen. Jemand der keinen Status hat, hat auch keine Stimme.

Das kommt auf die jeweilige Rechtssprechung an. In der Antike
war vieles nicht kriminell, was heute als kriminell gilt und
umgekehrt.

Ja, das Gesetzbuch spiegelt gesellschaftliche Normen bzw.
deren Veränderung wider. Man erinnere sich an die Aufgabe des
Homosexuellenparagraphen, der Streichung von „Gotteslästerung“
usw.

Das ist richtig. In unserem modernen Strafrecht spielt es z.B. eine Rolle, ob eine Person geschädigt wird oder nicht. Wird niemand geschädigt, braucht man auch kein Gesetz.

Nein, das Kind ist aufgrund seiner sexuellen Unreife und
emotionalen Abhängigkeit gar nicht in der Lage, hier eine
selbstbestimmte und verantwortungsvolle Entscheidung für sich
zu treffen. Deshalb genießt es ja auch den besonderen Schutz.

Akzeptiert. Den genießt es auch bei geschäftlichen
Transaktionen. Der direkte Zusammenhang zu Sexualität ist
nicht gegeben.

? Bei geschäftlichen Transaktionen spielen weder sexuelle Untreife noch emotionale Abhängigkeit eine Rolle, das ist schon richtig. Allerdings geht man bei Kindern davon aus, dass sie auch Geldgeschäfte in größerem Rahmen (ausnahme Taschengeld) nicht überschauen können.

In Grunde dienen all diese Gesetzte (z.B. auch Verbot der Kinderarbeit) dem Schutz des Kindes.

Dieser Aspekt ist keineswegs juristisch. Er sagt etwas über
die Psyche und Reife eines Kindes im Gegensatz zu einem
Erwachsenen aus.

Ich korrgiere mich: Der ethische Aspekt.

hm…ethisch ist allemal der Straftatbestand. Auch in Gesellschaften, in denen es durchaus üblich ist Kinder auszubeuten (z.B. sexuell oder wirtschaftlich) leiden die Kinder. Nur können sie sich nicht dagegen wehren, weil sie keine Macht haben.

Sex mit Prostituierten, selbst wenn sie dazu gezwungen werden,
ist meines Wissens nicht strafbar und danach, wie unsere
Gesellschaft mit diesem Phänomen umgeht, auch nicht ethisch
geächtet.

Dann hab ich dich vorhin falsch verstanden. Du meintest
vorher, es wäre unethisch, jemanden in einer finanziellen
Notlage sexuell zu benutzen.

Richtig, das ist aber meine persönliche Meinung und wohl leider zur Zeit in dieser Gesellschaft nicht mehrheitsfähig :smile:

umgekehrt ja auch keine medizinisch/wissenschaftlich fundierte
Begründung. Wer sagt denn, welche Art Sexualität von der Natur
vorgesehen ist und wer hat den entsprechenden Beweis geführt ?

Ist ein Witz oder? Wenn sich daraus ein KIND ergeben kann,
dann ist es „von der Natur aus vorgesehen“. Wenn
Homosexualität auch von der Natur vorgesehen war, warum dann
auch nicht Pädophilie? (Dünnes Eis, ich weiß. Ich begebe ich
in die Nähe des Strafbaren. Deswegen noch einmal: Das war eine
rhetorische Frage , die ein Argument als Antwort will,
keine Meinung.)

Logischerweise ist der gesamte Mensch mit allen seinen Trieben, Verlangen, Bedürfnissen etc. so von der Natur vorgesehen. Allerdings hat der Mensch als soziales Wesen eine Reihe von Maßnahmen entwickelt, diese Triebe zu kontrollieren, um ein friedliches Zusammenleben erst zu ermöglichen. So lernst ein Kind bereits (oder sollte es lernen), dass es nicht ok ist, ein anderes Kind einfach zu schlagen oder ihm ein Spielzeug wegzunemen, selbst wenn es das momentane Bedürfnis danach hat. Dies gipfelt dann in unserem Rechtssysdtem, wenn die Erziehung z.B. nicht erfolgreich war. Gesetze, die nicht dem Schutz eines anderen Menschen dienen, sind jedoch häufig ideologischer Art und kommen in modernen Rechtssystemen kaum noch vor. Deshalb ist Ausübung von Homosexualität z.B. nicht mehr strafbar, Ausübung von Pädophilie hingegen schon und das wird auch so bleiben, weil bei Pädophilie immer ein anderer Mensch geschädigt wird.

Gruss
Marion

Gruss
Marion

2 „Gefällt mir“

hi,

Ich muß auch Dinge revidieren, da Oliver mich auf einige Irrtümer gebracht hat.

So ganz hab ich glaube ich auch noch nicht verstanden, worauf
du hinauswillst, aber nun denn, versuchen wirs weiter.

Zur Erklärung: Die Reaktionen in diesem Thread auf einen jüngsten Fall von Kinderschändern erinnerten in der Wortwahl an Verleumdern gegen Schwule. So dachte ich hoppla, wenn Schwule erfolgreich gegen ihre Ausgrenzung und Pathologisierung kämpfen mit dem Argument, „nur weil was selten ist, ist es ja noch nicht abnormal“, dann warum nicht auch Pädophile? Es geht natürlich um die Anerkennung dieser Neigung und nicht um die straflose Auslebung selbiger. Man darf eben nicht jegliche Neigung ausleben. Punkt. Soweit meine Gedanken.

Das hat O.W. ja an anderer Stelle erläutert. Entscheidend ist
hier, ob jemand leidet. Von der Norm abweichendes Verhalten
allein ist jedoch nicht behandlungsbefürftig. Warum
auch.

Ja natürlich.

Ja, da haben wir Menschen wohl Glück gehabt :smile:

Allerdings! Obwohl ich auch gern ein Delphin wäre :smile:

„Common sense“ ist jedoch auch bei Katholiker eher, sich nicht
dran zu halten :smile:

Jaja die Diskrepanz zwischen Sein und Sollen. Needless to say.

Diebstahl ist nicht krank, er kann durchaus
rational begründet sein, er aber trotzdem ein Verbrechen und
geächtet.

Darüber kann man sicher unterschiedlicher Meinung sein. Häufig
dürfte es einem Dieb an Mitgefühl für das Opfer mangeln. Hier
zeigt sich also durchaus auch ein gestörtes Sozialverhalten
und mangelnde Empathie, was man u.U. psychotherapeutisch
behandeln kann.

Zustimmung. Hier werden aber zwei Dinge durcheinandergebracht:

  1. Das Fakt der sexuellen Angezogenheit durch XY.
  2. Das Fakt fehlender Empathie beim (kriminellen) Ausleben selbiger.

Bei 1) kommen dann Fragen wie:

a) Da eine theoretische Fortpflanzung nur mit geschlechtsreifen Exemplaren der Gattung Mensch des anderen Geschlechts möglich ist, ist dann jede andere Anziehung „abnormal“?

Mögliche Antworten:

  • Ja, weil Sexualität in ihrer Herkunft was mit Fortpflanzung zu tun hat.

  • Nein, weil das nichts damit zu tun hat, sondern sozial erworben wurde.

Das ist ein simpler Syllogismus. Ich werte hier nicht.
Und jetzt überlege, wo du hier Homosexuelle und Pädophile unterbringen würdest.

bei 2) gibt es nicht viel zu diskutieren. Oliver Walter sagte sehr schön, daß „nicht gleichberechtigte Partner“ bereits ein Fall für das Gesetz sind. Unsere Ethik gebietet es also, daß Kinderschänder verfolgt werden müssen, egal ob schwul oder hetero, während Erwachsene tun dürfen was sie wollen. Das leuchtet ein, und das Beispiel mit dem Alten Griechenland lasse ich jetzt mal.

Demgegenüber steht zb. das sich selbst Geißeln, was
m.E. krank und abnormal ist, jedoch nicht verboten.

Hm…warum findest du das krank ?

Irgendwe schon. Der Mensch strebt im allgemeinen einen schmerzfreien Zustand an. Wer sich selbst schädigt, bei dem stimmt ein ganz elementarer Trieb nicht mehr, der Selbsterhaltungstrieb.

Einige Erwachsene vielleicht, aber die Kinder dürften damals
genau so gelitten haben wie heute.

Ja, kann ich mir vorstellen.

Das kann ich so nicht akzeptieren. Vergewaltigungen in der Ehe
sind z.B. auch nicht normal, trotzdem hat es lange Zeit
niemanden interessiert und trotzdem haben die Opfer gelitten.

Richtig! Ein sehr gutes Beispiel. Es hat einfach niemanden interessiert. Es war „normal“, daß ein Mann „sein Recht einfordert“.

Das ist richtig. In unserem modernen Strafrecht spielt es z.B.
eine Rolle, ob eine Person geschädigt wird oder nicht. Wird
niemand geschädigt, braucht man auch kein Gesetz.

Ja.

? Bei geschäftlichen Transaktionen spielen weder sexuelle
Untreife noch emotionale Abhängigkeit eine Rolle, das ist
schon richtig. Allerdings geht man bei Kindern davon aus, dass
sie auch Geldgeschäfte in größerem Rahmen (ausnahme
Taschengeld) nicht überschauen können.

Der Vergleich hinkt, aber klappt ja doch :smile: Unmündigkeit ist hier der Punkt. Fehlende Selbstbestimmung, nicht Abschätzenkönnen von Gefahren, Folgeschäden.

In Grunde dienen all diese Gesetzte (z.B. auch Verbot der
Kinderarbeit) dem Schutz des Kindes.

Ja.

Richtig, das ist aber meine persönliche Meinung und wohl
leider zur Zeit in dieser Gesellschaft nicht mehrheitsfähig
:smile:

Ich finde deine Meinung und vor allem die Begründung sogar sehr gut. Ob das mehrheitsfähig ist, wäre mir egal. Sagen darf man es.

Gruß
datafox

Grundsätzliches
Hallo,

ich möchte einmal folgendes festhalten:

  1. Pädophilie bedeutet Liebe zu Kindern mit sexuellem Aspekt.

  2. Liebe zu Kindern ohne sexuellen Aspekt ist unproblematisch.

  3. Die Griechen kannten neben der Knabenliebe auch die Sklaverei, was ihr Urteilsvermögen bezüglich der Knabenliebe zwar nicht unbedingt schmälern muss, aber zumindest auch verdächtig macht.

  4. Man muss unterscheiden zwischen Menschen, die einem Trieb nachgehen, und Menschen die diesen Trieb ausnutzen, wohl möglich mit Gewalt.

  5. Aus dem Bauch heraus lässt sich gar nichts sagen - zumindest nicht verantwortungsbewusst.

  6. Der Respekt vor anderen Menschen schließt auch Kinder ein.

Diese Punkte müssen klar sein, bevor man überhaupt ein Urteil zu fällen bereit sein darf. Alle anderen Gesichtspunkte müssen hinter diesen Punkten zurückstehen. Ich habe nicht den Eindruck, dass das immer beherzigt wird.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo Oliver,

oft sind 13jährige Mädchen 14jährigen Jungen in ihrer
Entwicklung voraus, 20jährigen Männern aber nicht. Nur so als
Hinweis.

Und gelegentlich sich 13jährige Mädchen einfach nur Kinder. Das die körperliche Entwicklung beschleunigt ist, ist doch nicht der entscheidende Faktor. Und was die geistige Reife betrifft, so Frage diese 13jährige Mädchen mal, wie sie sich eine Partnerschaft vorstellen, welche Erwartungen sie an ihren Partner haben und was ihren gegenwärtigen Freund auszeichnet.
(Lass dich überraschen.)

Entweder haben Menschen ab einem bestimmten Alter eine freie Bestimmung über ihre Sexualität oder sie haben sie nicht. Das der Reifegrad der Menschen innerhalb einer bestimmten Zeit unterschiedlich ist, lässt sich nicht leugnen.
Momentan ist es gesetzgeberisch und gesellschaftlich so:
Beide sind 14 -> OK
Einer ist 14, der andere 20 -> Pfui

Logisch gesehen ist das völliger Blödsinn. Wenn der hormongetränkte 14jährige Cliquenheld, seine Freudin (sind schon ewig zusammen, 2 Wochen oder so) zum Sex drängt, liegt genauso eine Ausnutzung vor, als wäre ihr Freund 20.
Aber das ganze ist ein Kompromiss. Auf der einen Seiten sollen die Kinder in dieser Gesellschaft möglichst schnell zu selbstbewußten und selbsbestimmten Individuen heranreifen. Auf der anderen Seite ist man sich über die Unreife der Kinder in diesem Alter im klaren und wollte irgendwo noch einen Schutz haben

Der Gedanke einer Partnerschaft zwischen einem 30jährigen Mann und einem 3jährigen Kind, ist das pervese Weiterdenken einer Partnerschaft zwischen einem 14jährigen Jungen und einem 13jährigen Mädchen

Gruß
Carlos