Pädophile/37 Grad im ZDF/ Eindrücke u. Entsetzen

Hallo,

ich weiss jetzt nicht, ob ich im richtigen Brett bin.
Ich habe mir heute früh 37 Grad von dieser Woche aus dem ZDF angeschaut. Ich habe mich darüber so entsetzt. Eigentlich dachte ich, dass sowas eher eine Ausnahme ist. Dem Bericht zufolge gibt es aber eine richtige Szene. Mit versteckter Kamera wurden dort Menschen aufgenommen, ich fand das so schlimm und finde gar keine Worte dafür. Dass die z.B. Bundestreffen veranstalten, weil sie sich diskriminiert fühlen bzw. in die Leaglität kommen wollen.

Ganz besonders entzetzlich fand ich die Aussage einer Person, die sich wünschte ein Mädchen im Alter von 3 Jahren! kennenzulernen, damit die Beziehung recht lange dauern kann.

Mir hat es die Fussnägelhochgeklappt. Wie kann man ein kleines Kind nur so sehen?
Außerdem habe ich heute noch die Zeitung gelesen, mit Bericht über die zwei Markusse, die die Geschwister ermodet haben. Das hat mich wirklich total entsetzt, wozu sind Menschen nur fähig? sind das überhaupt Menschen?

Im Prinzip muss ich sagen, ich bin heilfroh, dass ich einen mittlerweile erwachsenen Sohn habe, und ich möchte wirklich heute kein Kleinkind mehr haben. Selbst in einer Kleinstadt ist man doch heute nicht mehr sicher. Ist das neu? oder hat man früher nicht drüber geredet. Ich würde mir wirklich wünschen, dass es drastischere Strafen für diese Täter gibt. Zumal… bei 37 Grad… die haben das so dargestellt, als ob die Kinder dies freiwillig täten.

Es beschäftigt mich sehr, weil ich mir denke, dass diese armen gequälten Kinderseelen noch ganz viele Probleme vor sich haben.
Woher kommt das? Warum tuen Erwachsene sowas Kindern an?
Ich finde das wirklich so megaheftig. Eigentlich bin ich kein Befürworter der Todesstrafe, aber in diesen Fällen bin ich doch geneigt zu sagen, dass man die Gesellschaft und unsere Kiddies vor solchen Subjekten schützen muss.

Ist es angeboren oder durch Sozialisierung? Ich persönlich tendiere dazu, es ist angeboren (wie z.B. Homosexualität, die ja nicht schlimm ist, an und für sich, wenn es unter Erwachsenen ist) wenn es so ist, dann sind diese Menschen doch auch nicht therapierbar? Ist meine Meinung. Was tun mit solchen Menschen?
Ich möchte sie auf immer weggeschlossen wissen. Auch ohne Wasser und Brot.

Die zwei Markusse wollten einen Kinderhändlerring aufziehen. Ich bin darüber so erschüttert und heilfroh, dass sie quasi noch vor der Umsetzung aufflogen.

Aber die Darstellung (mit versteckter Kamera) im ZDF fand ich auch nicht gelungen, im Prinzip hätte man noch mitleid mit Tätern kriegen sollen.

Pädophilie
Hallo, Sarah.

Anscheinend ist das Thema gerade wieder auf einem Höhepunkt der medialen Diskussion angelangt. Im STERN dieser und letzter Woche sind zwei lange Artikel von Manfred Karremann abgedruckt. Er hat sich für einige Monate in der Pädophilen-Szene bewegt und berichtet über seine Beobachtungen. Ob es gerechtfertigt ist, dass gerade jetzt Pädophilie so intensiv diskutiert wird, kann ich nicht beurteilen.

Dass die z.B. Bundestreffen veranstalten, weil sie sich diskriminiert fühlen
bzw. in die Leaglität kommen wollen.

Das ist ein absurder und indiskutabler Gedanke, sicher. Möglicherweise liegen diese Bestrebungen daran, dass es Pädophile „in allen Gesellschaftsschichten“ gibt und dass der Anteil der Pädophilen, die sonst das rechtsstaatliche System schätzen, sehr hoch ist. Daher wünschen sie sich wohl eine gesetzliche Legitimierung, um mit weißer Weste ihre Perversitäten betreiben zu können.

Karremann schreibt im Stern: „In der deutschen Pädo-Szene habe ich Sozialhilfeempfänger und Mathematiker kennen gelernt, Lehrer und Ärzte, Erzieher und Sporttrainer. Nicht zufällig ist sicher der hohe Anteil an Berufen, die mit Kindern zu tun haben. […] Monatlicher Treff der Gruppe München in Schwabing. […] Weil polizeiliche Zugriffe gefürchtet sind, spricht man auf dem Treff stets in der dritten Person, wenn von sexuellen Erlebnissen oder „Anekdoten“ berichtet wird. „Es könnte ja immer mal sein, dass da ein Spitzel ist“, sagt Thorsten, um die 30, der auf Jungs steht.
Nur nach dem Treffen redet man offen miteinander, beim Italiener nebenan. Oder bei den geheimen Treffen, zu denen nur „geprüfte“ Pädos zugelassen werden. Die Kriterien für eine Zulassung sind zuvor schon diskutiert worden: „Das entscheiden drei Leute mit Menschenkenntnis, und die bestätigen der Gruppe: Ja, der ist sauber.“ Man will sich in Ruhe austauschen in den so genannten Selbsthilfegruppen. Über das, was das Leben eines Pädophilen nun mal bestimmt: Einsamkeit und Depression, Umgang mit Polizei und Justiz, Erfahrungen und Probleme, die die Beziehung zu Kindern betreffen. Um „Selbsthilfe“ im Sinne der Anonymen Alkoholiker geht es in den Städtegruppen nicht, weil hier Pädophilie nicht als Krankheit gilt. Es geht darum, „dass wir zusammenrücken, uns gegenseitig stärken, denn Leute mit unserer Veranlagung sind nur dann stark, wenn wir viele Leute kennen, die genau gleich denken“. In den Gruppen tauscht man Tipps aus, wie man möglichst unbehelligt von Polizei und Justiz leben kann. […]
Bundesweit organisiert sind die meisten Pädo-Selbsthilfegruppen, die es in fast jeder größeren deutschen Stadt gibt, unter dem Dach der „Arbeitsgemeinschaft Humane Sexualität (AHS)“ mit Sitz im hessischen Gießen. Die „AG Pädo“ in der AHS will mehr Verständnis für die Pädophilen in der Gesellschaft wecken und kämpft gleichzeitig für die Straffreiheit sexueller Beziehungen zwischen Erwachsenen und Kindern - wenn die damit „einverstanden“ sind. Gefordert wird nicht das Recht, Kinder zu missbrauchen, sondern das Recht der Kinder auf sexuelle Selbstbestimmung.“

Ich würde mir wirklich wünschen, dass es drastischere Strafen für diese Täter
gibt. Zumal… bei 37 Grad… die haben das so dargestellt, als ob
die Kinder dies freiwillig täten.

Ob bei 37° tatsächlich schlecht gearbeitet wurde oder nicht, kann ich nicht beurteilen, da ich die Reportage nicht gesehen habe, aber ich möchte anmerken: Wenn Du den Karremann-Artikel liest, wirst Du auch Passagen finden, in denen die hanebüchene Argumentation der Pädophilen 1:1 übernommen ist. Ich stelle, auch anhand Deiner Reaktion, immer wieder fest, dass dieser reine Reportage-Stil allzuoft falsch verstanden wird. Reportage im eigentlichen Sinne bedeutet nunmal, völlig unreflektiert die Geschehnisse und Argumentationen zu zeigen, um dem Zuschauer zu ermöglichen, ein vom Autor unbeeinflusstes Bild zu erlangen. Auch wenn sich die Kinder nicht äußern können, müsste man gerade bei derartigen Themen annehmen, dass die Bewertung der Zuschauer homogen ausfällt und dem Autor keine Identifikation mit den Handelnden vorgeworfen wird. Entgegen den Erwartungen geschieht dies leider doch recht oft. Vielleicht sollte man die Art der Darstellung überdenken.

Woher kommt das? Warum tuen Erwachsene sowas Kindern an?

Ich bin kein Psychologe, meine aber unlängst gelesen zu haben, dass noch unklar ist, ob Pädophilie eine erworbene oder eine angeborene Störung ist.

Ich finde das wirklich so megaheftig. Eigentlich bin ich kein
Befürworter der Todesstrafe, aber in diesen Fällen bin ich
doch geneigt zu sagen, dass man die Gesellschaft und unsere
Kiddies vor solchen Subjekten schützen muss.

Wenngleich ich der Meinung bin, dass die Bestrafung für straffällig gewordene Pädophile deutlich härter sein müsste, halte ich diese Straftaten für keine Rechtfertigung für die Todesstrafe. Die Nicht-Existenz der Todesstrafe für jedes Verbrechen in Deutschland ist für mich ein Fakt, der nicht angetastet werden darf. Es muss klar sein, dass ein deutscher Rechtsstaat keine Menschen tötet, also Unrecht begeht, um für Recht und Ordnung zu sorgen. Das wäre paradox.

Ich möchte sie auf immer weggeschlossen wissen. Auch ohne Wasser und Brot.

Lynch- oder Rachejustiz sind meines Erachtens keine geeigneten Mittel für einen Rechtsstaat. Wie kannst Du es rechtfertigen, dass Du Dich unmenschlich verhältst – und nichts anderes ist es, einen Menschen verhungern zu lassen –, weil sich dieser Mensch unmenschlich verhalten hat? Wenn der Staat so etwas durchführt, stellt er sich auf eine, sehr niedrige, Stufe mit den Straftätern. Es muss immer die Möglichkeit geben, Irrtümer zu korrigieren. Die Wut und Hilflosigkeit, die (betroffene) Eltern gegenüber solchen Tätern verspüren, sind mir verständlich. Ernsthaft und ohne selbst betroffen zu sein die Wiedereinführung der Todesstrafe zu fordern, ist mir nicht verständlich.

Gruß!
Christopher

Hallo Christopher

Ich stelle,
auch anhand Deiner Reaktion, immer wieder fest, dass dieser
reine Reportage-Stil allzuoft falsch verstanden wird.
Reportage im eigentlichen Sinne bedeutet nunmal, völlig
unreflektiert die Geschehnisse und Argumentationen zu zeigen,
um dem Zuschauer zu ermöglichen, ein vom Autor unbeeinflusstes
Bild zu erlangen.

Ich habe diese Reportage gesehen und fand sie exzellent. Es wurde tiefe Einblicke in diese Kinderschänderszene gegeben und die Denkweise dargestellt.
Ich finde es grausig, wenn mir ein Reporter erläutern muss, welche Meinung ich habe muss. Solche Reportagen haben wir insbesondere in den Privatsendern zu hauf.
Ein Betroffner/Täter/Sonstwas kommt für 20 Sekunden zu Wort und der Reporter erzählt dann 2 Minuten, wie das Gesagte zu befinden ist; vorverdaute Meinungsbildung halt.

Was hierbei verloren geht ist die Fähigkeit sich die Argumente eines Andersdenkenden anzuhören, zu überdenken und zu beurteilen.

Übrigens, was das Thema „Kindersex“ betrifft, so gibt es in unserer Gesellschaft ein schizophrenes Verhältnis dazu. Die Mehrheit der Bevölkerung verurteilt eine sexuelle Beziehung zwischen einem 13jährigen Mädchen und einem 20jährigen Mann (ganz klar ein Verbrechen). Wenn das gleiche Mädchen sexuelle Beziehungen zu einem 14jährigen Jungen hat, ist das schon in Ordnung und dient der freien Entwicklung des Mädchens.
Schon mal darüber nachgedacht?

Gruß
Carlos

Hallo Sarah,

klar bist Du im richtigen Brett. Ich weiß gar nicht, warum es oft solche Schwierigkeiten gibt, Themen als fürs Psychobrett geeignet einzuschätzen. Alles, was mit menschlichem Verhalten und Erleben zu tun hat, ist Thema der Psychologie und gehört deshalb hierher.

Leider habe ich die Sendung, von der Du sprichst, verpaßt. Schade. Hätte ich interessiert geschaut. Aber zufälligerweise habe ich gestern und heute über das Thema gelesen. Daß es eine Pädophilen-Szene gibt, ist bekannt. Vor einiger Zeit - als wir schon einmal hier im Brett das Thema Paraphilien diskutierten - hörte ich dabei im Radio von der Gründung eines Pädophilen-Vereins in Hamburg, der sich für die Legalisierung dieses Sexualverhaltens einsetzen wollte. In den USA gibt es solche Bewegungen schon seit längerem. Dort u.a. unter dem Motto: „Sex by eight, else it´s too late.“ Eine Argumentation, die von den Befürwortern dieses Mottos vorgebracht wird, bezieht sich darauf, daß Kinder ein Recht auf Sexualität (!) hätten. Ich meine, daß auf diese Weise die Forderung nach Liberalität im Umgang mit der Sexualität auf das Übelste mißbraucht wird. Daran sind aber nicht nur Pädophile beteiligt. Es gibt sogar Autoren, die die _Hetero_sexualität (kein Verschreiben meinerseits - Heterosexualität ist wirklich gemeint) als Perversion darstellen, von ihrer „pathologischen Bedingtheit“ sprechen und sich für eine „Erweiterung“ der Sexualität durch andere Formen aussprechen. Größeren Schwachsinn habe ich noch nicht gelesen.

Du fragst, wie man ein kleines Kind von 3 Jahren so sehen kann, wie es Pädophile tun? Als reines Objekt zur Befriedigung eigener Bedürfnisse. Mit Liebe, bei der die Bedürfnisse des Mitmenschen / Partners berücksichtigt werden, hat das absolut nichts zu tun. Natürlich wird solches Verhalten von interessierter Seite beschönigt und verniedlicht - auch das ist nichts Neues.

Natürlich sind Pädophile Menschen. Sie kommen in allen Gesellschaftsschichten vor. Ich weiß aber nicht, warum dieser Hinweis, daß es so ist, so häufig gebracht wird. Soll damit darauf hingewiesen werden, daß Pädophilie normal sei? Das kann kein Argument sein. Fieber kommt ja auch in allen Gesellschaftsschichten vor, ist aber ein Merkmal von Krankheit. Insofern kann das Vorkommen von Pädophilie in allen Gesellschaftsschichten kein Argument dafür sein, daß sie normal sei.

Du schreibst, daß Du froh bist, daß Du einen erwachsenen Sohn hast und Du kein Kleinkind mehr haben möchtest, weil Du Dir selbst in einer Kleinstadt nicht mehr sicher bist. Ich kann das nachvollziehen. Aber nicht nur wegen der manchmal anzutreffenden Pervertierung der Forderung nach sexueller Freiheit, sondern auch aufgrund der Gegenreaktion mit der Folge der totalen Verunsicherung, was erlaubt und was nicht erlaubt ist, was o.k. und was nicht mehr o.k. ist. Ich denke an die Diskussion von Kindesmißbrauch und an die Hetzjagden, die es bisweilen auf Eltern gibt, die einfach ihre Kinder gern hatten und deshalb in den Verdacht gekommen sind, sie mißbraucht zu haben. Ich denke in diesem Zusammenhang z.B. an die Montessori-Prozesse, in denen falsche Anklagen erhoben wurden. Irgend etwas stimmt in unserem Umgang mit der Sexualität nicht, wenn solche Dinge - sowohl das eine, als auch das andere - geschehen. Und beides hängt meiner Meinung nach zusammen.

Ja, ich bin auch dafür, daß Kinder und ihre Familien vor Pädophilen geschützt werden. Die Todesstrafe halte ich aus prinzipiellen Gründen für nicht sinnvoll. Aber es gibt andere Möglichkeiten. Z.B. die Sicherungsverwahrung. Gerade in jüngster Zeit sind die Regelungen hinsichtlich der Unterbringung von Menschen, die sich besonders schwerer Delikte schuldig gemacht haben, verschärft worden.

Man weiß bei vielen Paraphilien und auch bei der Pädophilie nicht, welche Ursachen sie haben. Nach den Texten, die ich dazu gelesen habe, werden sowohl biologische als auch Lernfaktoren vermutet. Allerdings fehlen immer noch angemessene Modelle, die uns eine hinreichende Erklärung solchen Verhaltens geben. Die Therapiebarkeit solcher Verhaltensweisen ist schwierig, Angaben dazu sind widersprüchlich. Auf der einen Seite lese ich von Therapieresistenz, auf der anderen davon, daß insbesondere bei Pädophilen erfolgreiche Rückfallpräventionsprogramme vorhanden sind. Ich denke deshalb, daß es noch viel Forschungsbedarf in dieser Richtung gibt. Möglicherweise ist es aber tatsächlich so, daß der Gesellschaft zum Schutz der überwiegenden Mehrheit nichts anderes übrigbleibt, als die Täter wegzusperren (=Sicherungsverwahrung).

Gruß,

Oliver Walter

Hallo Carlos,

oft sind 13jährige Mädchen 14jährigen Jungen in ihrer Entwicklung voraus, 20jährigen Männern aber nicht. Nur so als Hinweis.

Gruß,

Oliver Walter

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ebend.
Hallo Oliver,

ebend. Das dachte ich gerade auch. Es geht ja bei der Empörung gegenüber Pädophilen nicht um das Verbieten von Sex, sondern um das Verbieten eines Missbrauchs von Macht.

Wenn eine 5-jährige und ein 6-jähriger irgendwelche Doktorspielchen machen ist das ja auch gnaz klar etwas anderes, als wenn ein 40-jähriger sich von seiner Tochter einen runterholen lässt und dass dann als Freiheit der Sexualität seiner Tochter verkauft.

grüße,

barbara

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Natürlich sind Pädophile Menschen. Sie kommen in allen
Gesellschaftsschichten vor. Ich weiß aber nicht, warum dieser
Hinweis, daß es so ist, so häufig gebracht wird. Soll damit
darauf hingewiesen werden, daß Pädophilie normal sei? Das kann
kein Argument sein. Fieber kommt ja auch in allen
Gesellschaftsschichten vor, ist aber ein Merkmal von
Krankheit. Insofern kann das Vorkommen von Pädophilie in allen
Gesellschaftsschichten kein Argument dafür sein, daß sie
normal sei.

hallo oliver,

ersetze pädophile durch homosexuelle, dann bekommen wir eine vor einigen jahrzehnten noch gängige einschätzung. wie kams, daß man sich da auf der einen seite geändert hat, hier aber nicht. sind die kriminellen implikationen (schaden an minderjährigen) dafür ausschlaggebend?

disclaimer: ich will auf gar keinen fall hier kinderschänder verteidigen. die frage ist sachlich gemeint!!

gruß
datafox

hallo,

Die
Mehrheit der Bevölkerung verurteilt eine sexuelle Beziehung
zwischen einem 13jährigen Mädchen und einem 20jährigen Mann
(ganz klar ein Verbrechen). Wenn das gleiche Mädchen sexuelle
Beziehungen zu einem 14jährigen Jungen hat, ist das schon in
Ordnung und dient der freien Entwicklung des Mädchens.

Hier geht es mehr um die freie Entscheidung des Mädchens. Bei einem Erwachsenen und einem Kind (auch in umgekehrter Geschlechtskonstellation) besteht ein großer Verdacht, daß diese Beziehung auf einer Ausnutzung des Kindes beruht. Deswegen schiebt der Gesetzgeber hier einen Riegel vor. Natürlich *kann* es Beziehungen zwischen einer 13jährigen und einem 20jährigem geben, die auf völliger Zustimmung beiderseits beruht. Heutzutage wirken viele 13jährige sowieso schon wie 18jährige. Dennoch… besser Vorsicht als Nachsicht, denkt sich der Gesetzgeber. Im übrigen bin ich nicht der Meinung, daß es gut ist, daß 13jährige schon Sex haben, egal mit wem.

Gruß
datafox

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Was mich ganz besonders entsetzt, sind nicht nur die Pädophilen, sondern die Leute, die damit Geld verdienen, also profitabel Kinder abgreifen und für teuer gehandelte Videos missbrauchen etc.! Vielleicht kann ich - so lange meine Kinder nicht betroffen sind und das alles nur andere betrifft - Verständnis aufbringen für Pädophile. Das hört aber mit Sicherheit dann auf, wenn eines meiner Kinder missbraucht wird!!!
Sicherlich berührt mich manche Lebensgeschichte des einen oder anderen „Kinderschänders“ auch, aber die missbrauchten Kinder haben noch ihr ganzes Leben vor sich und m. E. gilt es dieses Leben besonders zu schützen.
Es fällt mir seeeeehr schwer in solchen Fällen gegen die Todesstrafe zu sein! Das hat nichts mit Rache zu tun, sonder damit, dass von diesen Personen NIE wieder Gefahr ausgehen sollte!

was mir gerade auffällt:

Im Falle der Kinderschänder spricht man euphemistisch von „Pädo philen“ - wie es auch Italophile, Francophile und Anglophile gibt - was ja etwas _völlig_ anderes impliziert (nämlich dass sie die Kinder lieben), während man bei gleichgeschlechtlich Liebenden und Lebenden von Homo sexuellen spricht. Und das Thema ganz auf die Sexualität begrenzt.

Dabei geht es in einem Fall (besser gesagt: kann es gehen! Homosexuelle Pädophile gibt es ja auch)um zwei Erwachsene, die wissen, was sie tun und die frei dafür oder dagegen entscheiden können. So frei oder auch nicht frei, wie heterosexuelle Erwachsene (wenn wir jetzt mal von der westlichen Welt reden). Während es bei den Kindern um den Missbrauch eines Machtgefälles geht. Das ist für mich auch der Hauptunterschied. Wir haben in einer anderen Mailingliste über das Thema diskutiert. (aufgrund des gleichen Berichts im Stern.) Ein Opfer hat sich auch geoutet. Das perfide ist ja, dass die Kinder auch in einer sehr ambivalenten Gefühlslage sind. Es ist der Job von Eltern, Kinder zu schützen und ihnen zu zeigen, was ihnen gut tut, ihnen beizubringen, wo Grenzen sind. Diese Grenzen werden hier aber von engsten Vertrauenspersonen gebrochen. Personen, denen das Kind vertraut und die das Kind liebt. Das Kind nimmt diese Grenzen oft deshalb erst gar nicht wahr - das ist dann auch die gute Ausrede der TäterInnen und der Ansatzpunkt, wo sich die TäterInnen wunderbar selbst belügen können.

grüße,

barbara

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Hallo Sarah,

Motto: „Sex by eight, else it´s too late.“ Eine Argumentation,
die von den Befürwortern dieses Mottos vorgebracht wird,
bezieht sich darauf, daß Kinder ein Recht auf Sexualität (!)

Klar, ich finde, man muss Kindern auch das Recht auf ihre Art zugestehen. Es mag wohl eine kindliche Sexualität geben. Ich denke jetzt mal an meinen Sohn. Als der klein war, hatte der einen tierischen Spass in der Badewanne den Badeschwann vollsaugen zu lassen und dann über dem Bauch auszudrücken und das Wasser runterlaufenlassen. Dann hat er immer riesieg gelacht, „dass der groß wird“ ich war damals etwas verwirrt, wusst gar nicht, dass das geht. Aber die Betonung liegt auf Kindlich. Dass Kinder mit sich spielen ist ja wohl irgendwie normal, aber kein Kind will die erwachsene Sexualität.

hätten. Ich meine, daß auf diese Weise die Forderung nach
Liberalität im Umgang mit der Sexualität auf das Übelste
mißbraucht wird. Daran sind aber nicht nur Pädophile
beteiligt.

Da hast Du Recht. Ich bin wirklich für Liberalität im Umgang mit Sexualtät. Aber der Grundsatz muss heissen… was zwei ERWACHSENE im gegenseitigen Einvernehmen miteinander tun ist okay, was immer es auch sei. Aber erwachsen (nicht im gesetzlichen sinne, ich denke 16 muss man schon sein nicht unbedingt 18)

darstellen, von ihrer „pathologischen Bedingtheit“ sprechen
und sich für eine „Erweiterung“ der Sexualität durch andere
Formen aussprechen. Größeren Schwachsinn habe ich noch nicht
gelesen.

Das ist wirklich Schwachsinn. Der Spass hört dann auf, wenn andere zu Schaden kommen, was im Kindesbereich ja ist und die kleinen ja gar keine Chance haben. Das ist ja auch nicht so, dass die dieses Bedürfnis hätten, es wird ja einfach gemacht.

Natürlich sind Pädophile Menschen.

Es fällt mir wirklich schwer, sie so zu sehen. Es sind mir eher Monster.

was erlaubt und was nicht
erlaubt ist, was o.k. und was nicht mehr o.k. ist.

m.E. ist erlaubt, was zwei erwachsene im Gegenseitigen einvernehmen miteinander tun. Die Betonung liegt auf erwachsen und gegenseitig.
:an die Diskussion von Kindesmißbrauch und an die Hetzjagden,

die es bisweilen auf Eltern gibt, die einfach ihre Kinder gern

da hast du natürlich auch recht. Ich habe auch schon Berichte gesehen, wo Eltern zu unrecht beschuldigt wurden. Das mag im Einzelfall wirklich tragisch sein, aber ich denke, im Gegensatz zu früher, es ist gut, einen Fall zuviel zu beobachten, als etwas untern Teppich zu kehren. Andererseits darf es aber auch nicht ins nächste Extrem gehen, wo man noch nicht mehr sein Kind tätscheln darf, ohne dass es missverstanden wird.

Ja, ich bin auch dafür, daß Kinder und ihre Familien vor
Pädophilen geschützt werden. Die Todesstrafe halte ich aus
prinzipiellen Gründen für nicht sinnvoll. Aber es gibt andere
Möglichkeiten. Z.B. die Sicherungsverwahrung.

Wenn sie denn so funktionieren würde. Immer wieder passiert es, dass diese Menschen auf die Gesellschaft losgelassen werden.
Prinzipiell halte ich sowieso die Todesstrafe nicht für eine Strafe, sondern für einen Schutz für die Menschheit. Ich würde jeden Straftäter lieber Lebenslang (aber das auch wirklich) in Haft behalten. Todesstrafe- gut, das sind ein paar Wochen stress und gut ist. Das ist keine Strafe. Aber im Falle der Pädophilen wünsche ich mir, dass die Menschheit sicher vor denen ist, und nicht mehr mit deren Taten rechnen muss. Klingt hart, aber ich wünsche es mir. Ich wünschte, dass diese beiden Markusse, die die Geschwister getötet haben, die Todesstrafe bekämen, es wäre keine grosse Strafe für die Täte, aber eine sicherheit für die Gesellschaft.

Gerade in

jüngster Zeit sind die Regelungen hinsichtlich der
Unterbringung von Menschen, die sich besonders schwerer
Delikte schuldig gemacht haben, verschärft worden.

Was aber auch mehr als notwendig war. Sicher bedingt durch diese ganzen Geschichten in neuester Zeit.

so, daß der Gesellschaft zum Schutz der überwiegenden Mehrheit
nichts anderes übrigbleibt, als die Täter wegzusperren
(=Sicherungsverwahrung).

das ist wohl das mindeste, was wir unseren Kiddies schuldig sind.

Herzlichst

Sarah

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Hallo, Sarah.

Ob bei 37° tatsächlich schlecht gearbeitet wurde oder nicht,

die haben nicht schlecht gearbeitet, ich bezog es auf die heimlich gefilmten Teile, wo die Pädophilen es so darstellten. die wollen das ja so. Kinder aus armen Schichten wurde Kino und Popcorn bereitgestellt, Events halt. Zum glück wurde diese Grube aber noch ausgehoben. Das war einfach eine Begleitung mit Befragung.

reine Reportage-Stil allzuoft falsch verstanden wird.
Reportage im eigentlichen Sinne bedeutet nunmal, völlig
unreflektiert die Geschehnisse und Argumentationen zu zeigen,

Ich verstehe nicht falsch, mein Entsetzen war so groß. Ich finde dafür keine Worte.

keine Identifikation mit den Handelnden vorgeworfen wird.
Entgegen den Erwartungen geschieht dies leider doch recht oft.
Vielleicht sollte man die Art der Darstellung überdenken.

Um gottes willen, nein. Da war keinerlei Befürwortung. Da wurde nur das nächste Wochenede abgewartet, bevor sie zuschlagen konnten (Polizei) Die Reportage hat die Täter (verdeckt) gezeigt. Das alleine hat mich schockiert. Ich wäre da ja gleich rein, Blödsinn. 1/2 Jahr zuvor muss diese Wohnung schonmal kontrolliert worden sein und man konnte nix nachweisen. Verstehe ich ja auch. Man muss es auch beweisen können, sonst landen wir in einem Unrechtsstaat wo blanke Verleumdung reicht. Aber bei dem Thema, es fällt mir schon schwer sachlich zu bleiben.

Verbrechen in Deutschland ist für mich ein Fakt, der nicht
angetastet werden darf. Es muss klar sein, dass ein deutscher
Rechtsstaat keine Menschen tötet, also Unrecht begeht, um für
Recht und Ordnung zu sorgen. Das wäre paradox.

Für mich nicht. Das ist die einzigste Sicherheit für die Kids. Prinzipell lehne ich wirklich die Todesstrafe ab, weil ich sie nicht für eine Strafe halte. Das ist meine einzigste Ausnahme.

Mittel für einen Rechtsstaat. Wie kannst Du es rechtfertigen,
dass Du Dich unmenschlich verhältst – und nichts anderes ist
es, einen Menschen verhungern zu lassen –, weil sich dieser
Mensch unmenschlich verhalten hat? Wenn der Staat so etwas
durchführt, stellt er sich auf eine, sehr niedrige, Stufe mit
den Straftätern.

Das wäre mir ehrlich gesagt egal. Der Täter hat sich auch nicht menschlich gezeigt. Jetzt halt ichs mal mit dem AT - Aug um Auge, Zahn um Zahn- Ich habe wirklich viel Verständnis für die schlimmsten Verbrecher, aber scheinbar nicht therapierbare Pädos… wieder auf die Menschheit loslassen?
Wer schützt denn unsere Kinder?

:zu korrigieren. Die Wut und Hilflosigkeit, die (betroffene)

Eltern gegenüber solchen Tätern verspüren, sind mir
verständlich. Ernsthaft und ohne selbst betroffen zu sein die
Wiedereinführung der Todesstrafe zu fordern, ist mir nicht
verständlich.

Ich bin auch nicht betroffen. Aber es macht mich betroffen. Wäre mein Kind davon betroffen- ich würde es wie dich Bachmaier machen- ist nicht korrekt, aber was ihrem Kind passierte war auch nicht korrekt.

Herzlichst

Sarah

hallo,

Im Falle der Kinderschänder spricht man euphemistisch von
„Pädo philen

nekrophilie und andere sexuelle „abarten“ werden aber auch so gebildet. aber stimmt schon, mit liebe hat das nun wirklich nichts mehr zu tun.

Während es bei den Kindern um den
Missbrauch eines Machtgefälles geht.

natürlich! das ist der juristische aspekt, der pädophile von homosexuellen (erwachsenen) unterscheidet.

nur war das nicht meine frage. ich habe nach medizinischen unterschieden in der bewertung gefragt. bei pädophilen ist der offizielle sprachliche duktus genau derselbe wie bei schwulen vor einigen jahrzehnten: „krank“, „abnormal“, „abartig“, „pervers“. dafür hätte ich gern eine erklärung. im alten griechenland waren sowohl homosexualität als auch pädophilie „normal“ - soviel zur gesellschaftlichen einstellung, die ja auch nicht absolut ist.

nochmal deutlich: ich will hier keine straftaten billigen, was ja wiederum strafbar ist. ich frage sachlich nach medizinischen/psychologischen begründungen, warum pädophile krank sind und homosexuelle eine normale spielart der sexualität.

gruß
datafox

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Hallo,

Deine Frage ist berechtigt, doch weiß ich nicht, warum Du sie in diesem Teil-Thread stellst. Wenn Du mein Posting „Pädophilie“ noch einmal lesen würdest, dann würdest Du feststellen, daß ich die Begriffe „krank“ und „pathologisch“ nicht im Zusammenhang mit Pädophilie verwendete. Die Problematik dieser Begriffsverwendung im Zusammenhang mit sexuellen Verhaltensweisen wurde hier im Forum schon mehrfach diskutiert. Man kann sich darüber IMHO deshalb streiten, weil schon die Begriffe „Krankheit“ und „Störung“ kaum für alle Situationen gültig definiert werden können. So schreiben die Autoren von DSM-IV-TR: „[…] psychische Störungen lassen sich durch eine Vielzahl unterschiedlicher Konzepte definieren (z. B. Leiden, Kontrollstörung, Benachteiligung, Behinderung, mangelnde Flexibilität, Irrationalität, Syndrommuster, Ätiologie, statistische Abweichung). Dies alles sind nützliche Indikatoren für eine psychische Störung, aber jeweils nicht äquivalent zu dem Konzept, und unterschiedliche Situationen erfordern jeweils unterschiedliche
Definitionen“ (DSM-IV-TR, S. 979).

DSM-IV-TR definiert psychische Störung so: „In DSM-IV wird jede psychische Störung als ein klinisch bedeutsames Verhaltens- oder psychisches Syndrom oder Muster aufgefaßt, das bei einer Person auftritt und das mit momentanem Leiden (z.B. einem schmerzhaften Symptom) oder einer Beeinträchtigung (z.B. Einschränkung in einem oder in mehreren wichtigen Funktionsbereichen) oder mit einem stark erhöhten Risiko einhergeht, zu sterben, Schmerz, Beeinträchtigung oder einen tiefgreifenden Verlust an Freiheit zu erleiden. Zusätzlich darf dieses Syndrom oder Muster nicht nur eine verständliche und kulturell sanktionierte Reaktion auf ein bestimmtes Ereignis sein, wie z.B. den Tod eines geliebten Menschen. Unabhängig von dem ursprünglichen Auslöser muß gegenwärtig eine verhaltensmäßige, psychische oder biologische Funktionsstörung bei der Person zu beobachten sein. Weder normabweichendes Verhalten (z. B. politischer, religiöser oder sexueller Art) noch Konflikte des Einzelnen mit der Gesellschaft sind psychische Störungen, solange die Abweichung oder der Konflikt kein Symptom einer oben beschriebenen Funktionsstörung bei der betroffenen Person darstellt“ (DSM-IV-TR, S. 979; Hervorhebungen von mir).

Auf Basis dieser Definition wird pädophiles Verhalten als eine Störung klassifiziert, wenn:

„die Person die sexuell dranghaften Bedürfnisse oder Phantasien ausgelebt hat oder wenn die sexuell dranghaften Bedürfnisse oder Phantasien zu deutlichem Leiden oder zwischenmenschlichen Schwierigkeiten führen“ (DSM-IV-TR, S. 915; Hervorhebungen von mir).

Reine Phantasien pädophiler Art, die nicht ausgelebt werden und die zu keinem Leiden oder zu Problemen im sozialen Kontakt führen, sind also nicht als Störung „Pädophilie“ definiert. Reine Phantasien pädophiler Art sind auch nicht strafbar.

Die Klassifikation von Homosexualität als „Störung“ befand sich auch einmal in diesem Stadium: Nur wenn Homosexualität erhebliches Leiden verursacht, hieß es damals, dann sei es eine Störung. Inzwischen hat sich die Auffassung über die Ursache dieses Leidens an homosexueller Neigung - das Leiden daran gibt es heute noch - dahingehend geändert, daß dieses Leiden nicht primär auf die Homosexualität zurückzuführen ist, sondern auf den Umgang mit derselben in bestimmten Gesellschaften bzw. gesellschaftlichen Teilbereichen. Diese Art von Leiden ist nach der oben zitierten Definition psychischer Störungen ausdrücklich ausgeschlossen, um ein Verhaltensmuster als Störung zu definieren.

Die Frage danach, wodurch Homosexualität oder Pädophilie oder irgend eine andere Form sexuellen Verhaltens verursacht wird, ist getrennt von der Klassifikation als Störung zu sehen und ihr wird weiterhin in der Forschung nachgegangen. So wie bald jedes menschliche Verhalten in den Verhaltenswissenschaften auf seine Ursachen hin untersucht wird.

Gruß,

Oliver Walter

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krank, pervers…
Halo Datafox,

mal von dem, was Oliver geschrieben hat, abgesehen, hier meine laienhafte Erklärung: Ich halte die Bezeichnung als „krank“ einfach für einen Erklärungsversuch der anderen für Dinge, die sie nicht verstehen (können). Als letztes Jahr die Sache mit diesem Kannibalen in Deutschland rauskam, der ja einen Mann mit dessen Einverständnis aufgegessen hat, habe ich auch nur denken können: krank. Einfach weil es völlig gegen alle meine Wertvorstellungen, mein Menschenbild steht. Eine Verhaltenstörung ist das sicher, einfach weil es völlig gegen die Norm verstößt. (Störung in der Definition von Oliver.) Aber wo ist die Grenze zu einer echten Störung? ich vermuet, ein innerer Zwang, etwas tun zu müssen gehört dazu.

Auch dieser Typ, der Pferderipper, der schon über 100 Pferde in den letzten 10 Jahren getötet hat, wird als krank und pervers bezeichnet.

Wir verstehen die Beweggründe nicht, bzw. können nicht nachvollziehen, wieso es jemand sexuell erregend findet, bestimmte Dinge zu tun, die wir abstoßend finden (wie mit Toten Sex haben wollen) oder wo wir durch unseren einen Beschützerinstinkt („Kindchenschema“) auf andere Weise gehindert werden.

viele Grüße,

barbara

P.S. Nochwas: Homosexualität ist ja wie du selbst schreibst, nicht in allen Gesellschaften verpönt gewesen. (In Griechenland waren es ausschließlich junge Männer bzw. Jungen in der Pubertät, die nach ganz bestimmten gesellschaftlichen Regeln einen „Mentor“ bekamen, Sex zwischen alt und alt galt auch als unschicklich…, aber das nur am Rande)

Hi!

Ich habe den Bericht auch gesehen und finde, es kam ganz klar raus, dass die Kinder da manipuliert werden.

Laut Reportage suchen sich diese Männer ganz gezielt Kinder aus, die schon von Haus aus nicht gelernt haben, nein zu sagen und sich abzugrenzen. Und natürlich solche, die von ihren Eltern weder größere Aufmerksamkeit, noch Zuneigung erfahren.

Wenn sie dann von einem Erwachsenen quasi in ein Paradies eingeladen werden - war ja alles da, von Eiscreme und Pommes bis zu Nintendo und Gamecube - kann man ihnen klarmachen, dass es „fair“ ist, wenn dazu irgendwann eine „Gegenleistung“ verlangt wird.
Man hat in dem Bericht tobende, lachende Kinder gesehen, aber auch solche, die ständig den grabschenden Händen der Männer ausgewichen sind. Das fand ich ganz furchtbar.

Von daher glaube ich aber auch, dass - solange keine gewaltsame Entführung stattfindet - mann Kinder so selbstbewusst machen kann, dass sie sich gegen solche Übergriffe wehren können. Es sind wohl nicht generell alle Kinder betroffen.

Bei uns in Baden-Württemberg steht schon seit einer Weile genau deswegen Sexualerziehung bereits ab Klasse 1 auf dem Lehrplan. Damit Kinder lernen, nein zu sagen (auch oder gerade zu Erwachsenen), verfängliche Situationen zu erkennen und Körperteile bzw. Vorgänge zu benennen. Kommt natürlich auf den Lehrer an, wie gut das umgesetzt werden kann. Aber vom Ansatz her ist die Idee gut, finde ich.

Liebe Grüße
Silke

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sexuelle Spielarten - gestörtes Sozialverhalten
Moin,

nochmal deutlich: ich will hier keine straftaten billigen, was
ja wiederum strafbar ist. ich frage sachlich nach
medizinischen/psychologischen begründungen, warum pädophile
krank sind und homosexuelle eine normale spielart der
sexualität.

Ich denke, es geht hier um zwei unterschiedliche Problembereiche. Der eine ist „sexuelle Spielarten“, der andere ist „Sozialverhalten und Empathie“.

Wenn man Pädophilie einzig als „sexuelle Spielart“ ansieht, wird man mit der Betrachtung „krank“ bzw. „normal“ nicht weit kommen. Hier stellt sich nämlich die Frage, wer sowas festlegen soll. Ist es krank, z.B. Sekt in den Bauchnabel zu schütten und anschließend auszuschlürfen oder ist das normal ? Was ist „kranker“, bei Sex das Licht anzulassen oder auszulassen ?

Anders ist es jedoch, wenn man Padophilie (und anderes) unter dem Aspekt „Sozialverhalten und Empathie“ betrachtet. Hier kann man im Allgemeinen davon ausgehen, dass ein Mensch als soziales Wesen bei anderen Menschen verursachtes Leid nachempfinden kann und dass er in der Lage ist, die von anderen Menschen gesetzten Grenzen zu respektieren (nur so kann Gesellschaft funktionieren). Ein Mensch, bei dem dieser Aspekt des Sozialverhalten tiefgreifend gestört ist, den würde ich als „krank“ bezeichnen. Ihm fehlt es an nötiger Empathie, um „nachfühlen“ zu können, was in dem anderen Menschen vorgeht und gesetzte Grenzen zu akzeptieren.

In diesem Sinne „krankhaftes“ gestörtes Sozialverhalten ist nicht auf die Pädophilie begrenzt und hat somit nicht unmittelbar etwas mit „sexueller Spielart“ zutun. Auch ein Vergewaltiger zeigt IMHO die gleiche Form des gestörten Sexualverhaltens, obwohl der Akt an sich, den er ausführt, sich kaum von dem unterscheidet, was viele Leute mit gegenseitigem Einverständnis und viel Freude allenortens ausführen.

In diesem Sinne kann also auch ein heterosexueller oder homosexueller „krank“ sein, muss aber nicht.

Bei Kindern geht man jedoch davon aus, wie Barbara schon schrieb, dass diese nicht in der Lage sind, ihre sexuellen Grenzen zu definieren (zumindest denke ich nicht, dass etwas sinnvolles dabei herauskommen wird, wenn man einen 8-jährigen fragt, wo seine Grenzen liegen, was sexuelle Praktiken angeht), und selbst wenn Kinder das könnten, sie emotional kaum in der Lage wären, diese für sich zu reklamieren (zum Beispiel wenn der Erwachsene, der sexuelle Übergriffe begeht, ansonsten eine Vertrauensperson ist). Somit wären Kinder generell schutzwürdig und ein Pädophiler, der seine Phantasien auslebt, zeigt für diese Problematik der Kinder keine Empathie und ist somit generell in seinem Sozialverhalten gestört. Diese beginnt IMHO bereits bei Photographien, die das Persönlichkeitsrecht des Kindes verletzen.

Etwas erstaunlich finde ich in diesem Zusammenhang, dass Menschen, die sexuelle Spielarten vorziehen, die zwar von der Mehrheit abweichen, aber in vollem Einverständnis und mit Freude von zwei erwachsenen und für sich selbst Verantwortung tragenden Menschen stattfinden, hier sehr schnell ins Scheinwerferlicht „krank“ gezerrt werden, ein anderer Themenkomplex, den ich jedoch viel näher an der Definition „gestörtes Sozialverhalten“ im Sinne von „krank“ sehe, jedoch kaum Beachtung findet. Und ist das meiner Meinung nach ein großer Bereich dessen, was als Prostitution bezeichnet wird. Nach meinem Verständnis ist ein Mensch, der seine sexuallen Phantasien an Kindern auslebt, in seinem Sozialverhalten ähnlich gestört wie ein Mensch, der andere Menschen vergewaltigt oder seine sexuellen Bedürfnisse an Menschen auslebt, die sich lediglich aufgrund einer finanziellen Notsituation oder weil sie dazu gezwungen werden in dieser Position befinden (wobei das sicher nicht für alle Prostituierten zutrifft, aber eben für sehr viele).

Gruss
Marion

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Sprachlosigkeit
Hallo, Sarah!

Vorbemerkung: Mir ist bekannt, dass Pädophilie nichts anderes bedeutet als „Kinderliebe“, die im heutigen Sprachgebrauch als sexuell motiviert verstanden wird und nur in ihrer Ausübung bestraft werden kann.

Ich verstehe nicht falsch, mein Entsetzen war so groß. Ich finde dafür keine Worte.

Entsetzt kann man auch durchaus sein, aber gegen die Sprachlosigkeit muss man etwas machen. Sprachlosigkeit wäre höchstens ein Pluspunkt für die Täter. Man muss sich bewusst sein, welcher Mittel sie sich bedienen, wie sie sich verhalten und seine Kinder darüber aufklären – altersgemäß und so früh wie möglich.

Die größten Vorteile für die Täter entstehen, weil Kinder meinen, sie dürften nicht „petzen“, weil sie sonst ausgeschimpft werden, und weil Kinder noch nicht so gut zwischen schönen, erwünschten und unangenehmen, unerwünschten Berührungen unterscheiden können. In der Tat ist es heute nötiger denn je, seine Kinder darüber aufzuklären. Die Zahl der Pädophilen dürfte konstant sein, aber die Zahl derjenigen, die sich – beispielsweise durch das Internet ermuntert – strafbar machen, ist gewachsen.

Dazu noch einmal Manfred Karremann:
„Mit dem Internet ist die Szene der Pädos regelrecht explodiert. Von einem ‚Quantensprung, einer anderen Dimension‘ spricht Günther Ilsen, Fahnder bei der Ermittlungskommission Kindesmissbrauch (EK KIM) des Landeskriminalamtes Düsseldorf. ‚Viele, die eine pädophile Neigung bislang unterdrückt haben, haben durch das Internet festgestellt: Aha, da gibt es ja noch viele andere, die so denken wie ich, und sogar Gruppen, in denen man sich trifft.‘
Guntram aus Köln ist ein typisches Beispiel für einen solchen ‚Schläfer‘. ‚Ich war 25 Jahre verheiratet, hab sogar selber Jungs‘, erzählt er mir beim Treff der Kölner Pädo-Gruppe in der Pizzeria ‚Quo Vadis‘. Guntram steht auf ganz kleine Mädchen, so um die vier oder fünf Jahre alt. ‚Da war mal so ein bisschen was mit meiner Nichte, klar, aber insgesamt hab ich die Neigung doch verdrängt. Als ich im Internet gesehen habe, Mensch, da gibt das ja noch viele andere, die so sind wie du, und die treffen sich auch, habe ich mich von meiner Frau getrennt.‘
Bis vor kurzem, so Guntram, habe er eine sehr nette Beziehung zu Melanie gehabt, die sei fünfeinhalb. ‚Das ist Liebe, meine erste richtige, tiefe Liebe‘, sagt er. Sogar mit Puppen haben er und Melanie im Kinderzimmer gespielt, und sie durfte auch schon mal bei ihm in der Wohnung bleiben. ‚Der Vater ist ein Kumpel von mir.‘ Guntram hatte sich gefreut, Melanies Einschulung mitzuerleben. Jetzt hat ihm aber ihre Mutter jeden Kontakt untersagt. ‚Die muss auf meine Beiträge im Pädo-Forum gestoßen sein‘, vermutet er.“

(Quelle: STERN Nr. 46 vom 06.11.2003, ab Seite 78)

Für mich nicht. Das ist die einzigste Sicherheit für die Kids.
Prinzipell lehne ich wirklich die Todesstrafe ab, weil ich sie
nicht für eine Strafe halte. Das ist meine einzigste Ausnahme.

Ich bin der Meinung, dass man hier deutlich weiter denken muss als von zwölf Uhr bis mittags, und das heißt auch über die eigene Lebenszeit hinaus. Es geht mir um keinen konkreten Fall, sondern um das Prinzip von Rechtsstaatlichkeit, das empfindlich angegriffen wäre, wenn die Todesstrafe wieder zugelassen werden sollte. Auch wenn vorerst „nur“ Kindesmissbrauch mit dem Tod bestraft werden könnte, wäre dies ein juristischer Dammbruch, den ich nicht für zulässig und wünschenswert halte. Sobald die Todesstrafe wieder im Katalog der akzeptierten Strafen steht, halte ich es nicht für ausgeschlossen, dass einige Jahre später auch für Mord, vielleicht auch für schwere Körperverletzung dieses Strafmaß zugelassen wäre. Der Weg zu dem Zeitpunkt, an dem einem Dieb die Hand abgeschlagen wird, ist sicher noch sehr weit, aber genau so weit muss man meines Erachtens denken. Das Prinzip wäre in jedem Fall dasselbe.

Das wäre mir ehrlich gesagt egal. Der Täter hat sich auch
nicht menschlich gezeigt. Jetzt halt ichs mal mit dem AT - Aug
um Auge, Zahn um Zahn- Ich habe wirklich viel Verständnis für
die schlimmsten Verbrecher, aber scheinbar nicht therapierbare
Pädos… wieder auf die Menschheit loslassen?
Wer schützt denn unsere Kinder?

Ich habe keinen übertriebenen Respekt vor der Kirche, aber ich bitte darum, dass die Bibel, präzise: der Exodus, nicht falsch zitiert wird. Die Bibel fordert an keinem Punkt, dass dem, der einen Zahn ausgeschlagen hat, auch ein Schaden zugefügt werden soll. Im Gegenteil: Diese, zugegeben extrem griffige Stelle „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ ist nicht der Aufruf zur Rache, sondern – im Gegenteil – eine frühe Konzeption von so etwas wie Schadensersatz:

Wenn Männer miteinander streiten und stoßen dabei eine schwangere Frau, so daß ihr die Frucht abgeht, ihr aber sonst kein Schaden widerfährt, so soll man ihn um Geld strafen, wieviel ihr Ehemann ihm auferlegt, und er soll’s geben durch die Hand der Richter. Entsteht ein dauernder Schaden, so sollst du geben Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß, Brandmal um Brandmal, Beule um Beule, Wunde um Wunde. Wenn jemand seinen Sklaven oder seine Sklavin ins Auge schlägt und zerstört es, der soll sie freilassen um des Auges willen. Desgleichen, wenn er seinem Sklaven oder seiner Sklavin einen Zahn ausschlägt, soll er sie freilassen um des Zahnes willen.
(Quelle: http://www.bibel-online.net/buch/02.2-mose/21.html#2…; Hervorhebungen von mir)

Als Möglichkeit eines dauerhaften Schutzes für Kinder sehe ich eine zuverlässige Sicherheitsverwahrung, die keine Schlupflöcher bietet. Wann diese angeordnet werden sollte, müssen wohl die Juristen beurteilen. Vorteil dieser Methode gegenüber der Todesstrafe ist selbstverständlich, dass Justizirrtümer korrigiert werden können. Dies ist eine essentielle Eigenschaft des Rechtstaats. Es mag Dir im Moment komisch vorkommen, die Möglichkeit offen zu halten, jemanden, der kleine Mädchen missbraucht hat, zu rehabilitieren, aber wer sagt, dass jeder angezeigte Missbrauch auch tatsächlich stattgefunden hat?

Es gibt einen sehr prominenten Fall, der einige Jahre lang die Justiz und die Medien beschäftigte und mit Freisprüchen endete. Dies waren die „Wormser Prozesse“ (bei Google findest Du mit diesem Suchwort recht viel). Es wurden unter zweifelhaften, suggestiv wirkenden Bedingungen die Aussagen von Kindern verfälscht, was dazu führte, dass diese Kinder, zum Teil ohne Grund, jahrelang von ihren Eltern getrennt waren. Die Eltern hatten die Kinder zwar zuvor nicht sonderlich gut behandelt, aber keinen Missbrauch begangen, worauf die Anklage lautete. Man stelle sich vor, Übles im Schilde führende Nachbarn wollten auf Deinen Mann und ihre Kinder einen Fall konstruieren, der nie stattgefunden hat, und es gelingt ihnen, die Justiz zu täuschen. Wärst Du weiterhin für die Todesstrafe?

Ich bin auch nicht betroffen. Aber es macht mich betroffen.

Ich kann gut verstehen, dass viele Eltern einen anderen, sehr viel emotionaleren Zugang zu diesem Thema haben. Dennoch erfordert leider auch das abscheulichste Verbrechen die kühle Ratio, die überlegt, welche Strafe mit den deutschen Gesetzen vereinbar ist und welche Strafe der Grausamkeit der Tat gerecht wird. Wer hier wild um sich schlägt, hat das Messer schneller im eigenen Leib stecken, als er sich versieht.

Beste Grüße!
Christopher

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hallo,

Deine Frage ist berechtigt, doch weiß ich nicht, warum Du sie
in diesem Teil-Thread stellst.

Ganz einfach, weil du mir als der kompetenteste Experte erschienen bist *fg*

Wenn Du mein Posting
„Pädophilie“ noch einmal lesen würdest, dann würdest Du
feststellen, daß ich die Begriffe „krank“ und „pathologisch“
nicht im Zusammenhang mit Pädophilie verwendete.

Ja das stimmt, war also mein Fehler!

"In DSM-IV wird jede psychische Störung als ein klinisch bedeutsames
Verhaltens- oder psychisches Syndrom oder Muster aufgefaßt,

Was bedeutet klinisch bedeutsam?

das bei einer Person auftritt und das mit
momentanem Leiden (z.B. einem schmerzhaften
Symptom) oder einer Beeinträchtigung (z.B.
Einschränkung in einem oder in mehreren wichtigen
Funktionsbereichen) oder mit einem stark erhöhten
Risiko einhergeht, zu sterben, Schmerz,
Beeinträchtigung oder einen tiefgreifenden Verlust an
Freiheit zu erleiden
.

Trifft alles auf Pädophile nicht zu. Sie leiden nicht körperlich, haben keine Schmerzen, sind auch nicht beeinträchtigt oder behindert und Risiko zu sterben oder die Freiheit zu verlieren gibt es auch nicht, denn jetzt die angedrohte Gefängnisstrafe als Risiko einzusetzen wäre ein Zirkelschluß.

Nüchtern betrachtet wäre Pädophilie eben „eine Spielart der Sexualität“, bei der eben dummerweise andere zu Schaden kommen, wodurch diese Spielart verboten ist. Da bei Homosexualität niemand zu Schaden kommt, ist diese nicht verboten.

Auf Basis dieser Definition wird pädophiles Verhalten als eine
Störung klassifiziert, wenn:

„die Person die sexuell dranghaften Bedürfnisse oder
Phantasien ausgelebt hat oder wenn die sexuell
dranghaften Bedürfnisse oder Phantasien zu deutlichem
Leiden oder zwischenmenschlichen Schwierigkeiten
führen“
(DSM-IV-TR, S. 915; Hervorhebungen von mir).

Kann man IMHO 1:1 auch auf Homosexualität übertragen. Ich möchte nicht wissen, was für Leiden und zwischenmenschliche Schwierigkeiten Homosexuelle ein Leben lang ertragen müssen.

Inzwischen hat sich die Auffassung über die
Ursache dieses Leidens an homosexueller Neigung - das Leiden
daran gibt es heute noch - dahingehend geändert, daß dieses
Leiden nicht primär auf die Homosexualität zurückzuführen ist,
sondern auf den Umgang mit derselben in bestimmten
Gesellschaften bzw. gesellschaftlichen Teilbereichen.

Dasselbe kann man auch auf Pädophilie anwenden. Im alten Griechenland verursachte Pädophilie keinerlei soziale Leiden bei den „Ausführenden“. Ebenso Homosexualität. Da wurde nichts kriminalisiert und man war der Meinung, daß dieses Verhalten „gut“ für alle Beteiligten wäre, inklusive der Kinder. Das mag für uns „entsetzlich“ erscheinen, aber wir erinnern uns, genau dasselbe galt vor einigen Jahrzehnten für Homosexualität. JETZT zu sagen, Homosexualität wäre abstoßend, schädlich, krank und gehörte verboten, sichert dir einen Platz in der Ecke der Faschisten, religiöser Fundamentalisten und anderer netter Zeitgenossen.

Diese
Art von Leiden ist nach der oben zitierten Definition
psychischer Störungen ausdrücklich ausgeschlossen, um ein
Verhaltensmuster als Störung zu definieren.

Wir sind wieder beim Anfang. Ich kann keine Unterschiede feststellen.

So wie bald
jedes menschliche Verhalten in den Verhaltenswissenschaften
auf seine Ursachen hin untersucht wird.

Darüber kann ich nichts sagen, weil ich nichts darüber weiß. Es wäre reine Spekulation und wahrscheinlich Unsinn :wink:

Gruß
datafox

hallo,

Ich lese hier nur Zirkelschlüsse und bisher ist fast niemand auf meine Frage wirklich eingegangen.

Ich denke, es geht hier um zwei unterschiedliche
Problembereiche. Der eine ist „sexuelle Spielarten“, der
andere ist „Sozialverhalten und Empathie“.

In Ordnung. Mir gings ums erstere. Fehlerhaftes Sozialverhalten ist Sache des StGB.

Ist es krank, z.B. Sekt in den Bauchnabel zu
schütten und anschließend auszuschlürfen oder ist das normal ?
Was ist „kranker“, bei Sex das Licht anzulassen oder
auszulassen ?

Das ist nicht der Punkt. Im common sense wird dann etwas als „sexuell eigenartig“ definiert, wenn sich das Verlangen (*nicht* die Art des Aktes!) auf ungewöhnliche *Objekte* bezieht, also auf Objekte, mit denen eine Sexualität von Natur wegen gar nicht vorgesehen ist. Das sind neben Damenschuhen, Toten Menschen und Tieren natürlich auch Kinder und Menschen desselben Geschlechts.

Und bitte nochmal: Es geht hier um die Argumentation. Ich will weder Homosexuelle diffamieren noch Straftaten billigen. Ich sehe da einen Widerspruch. Hier im Thread ist man angewidert, sprachlos, entsetzt und kotzt sich aus über Pädophile. Vor ein paar Jahrzehnten sprach man so über Homoesexuelle!

Anders ist es jedoch, wenn man Padophilie (und anderes) unter
dem Aspekt „Sozialverhalten und Empathie“ betrachtet. Hier
kann man im Allgemeinen davon ausgehen, dass ein Mensch als
soziales Wesen bei anderen Menschen verursachtes Leid
nachempfinden kann und dass er in der Lage ist, die von
anderen Menschen gesetzten Grenzen zu respektieren (nur so
kann Gesellschaft funktionieren).

Im antiken Griechenland litten die Kindern dann nicht. D
Damit waren die damaligen Päderasten weder krank noch kriminell?

In diesem Sinne kann also auch ein heterosexueller oder
homosexueller „krank“ sein, muss aber nicht.

„In diesem Sinne kann also auch ein Erwachsenensexueller oder kindersexueller „krank“ sein, muss aber nicht.“ So sprach man wohl im alten Griechenland. Stimmte das Kind nicht zu, war es krank, wenn schon, war alles ok.

sinnvolles dabei herauskommen wird, wenn man einen 8-jährigen
fragt, wo seine Grenzen liegen, was sexuelle Praktiken
angeht), und selbst wenn Kinder das könnten, sie emotional
kaum in der Lage wären, diese für sich zu reklamieren (zum
Beispiel wenn der Erwachsene, der sexuelle Übergriffe begeht,
ansonsten eine Vertrauensperson ist). Somit wären Kinder
generell schutzwürdig und ein Pädophiler, der seine Phantasien
auslebt,

Natürlich, das ist der juristische Aspekt. Dieselben Gedanken gelten z.B. auch bei Geldgeschäften mit Minderjährigen. Ein Minderjähriger gilt nur als bedingt zurechnungsfähig, deswegen darf er zb. Online auch nichts kaufen.

was als Prostitution bezeichnet wird.
Nach meinem Verständnis ist ein Mensch, der seine sexuallen
Phantasien an Kindern auslebt, in seinem Sozialverhalten
ähnlich gestört wie ein Mensch, der andere Menschen
vergewaltigt oder seine sexuellen Bedürfnisse an Menschen
auslebt, die sich lediglich aufgrund einer finanziellen
Notsituation oder weil sie dazu gezwungen werden in dieser
Position befinden

ich bin genau derselben Meinung. Hier ist es aber wieder nur der juristische bzw. ethische Aspekt und nicht der medizinische.

Gruß
datafox

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