ohne Beitrag zur Diskussion
Hallo,
danke für deinen Beitrag,
ein Artikel ohne Polemik,
und mit den Worten von http://www.manufactum.de
„Es gibt sie noch, die schönen Artikel.“
Gerhard
ohne Beitrag zur Diskussion
Hallo,
danke für deinen Beitrag,
ein Artikel ohne Polemik,
und mit den Worten von http://www.manufactum.de
„Es gibt sie noch, die schönen Artikel.“
Gerhard
Hallo,
wann fällt endlich das Zölibat?
Hallo !
Warum das?
Viele Feuerwehrleute gehen zur Feuerwehr, um zu zündeln!
Wo ist ein Homosexueller besser aufgehoben?
Wieder stellt sich die Frage : Wer war zuerst da, das Ei oder die Henne?
mfgConrad
Pädophile Priester werden auch verurteilt!
Hallo,
In der Regel werden Menschen der normalen Bevölkerung
nach Übergriffen auf Kinder bestraft und landen im Knast.
Bei der Kirche wird vertuscht und gekramt und im schlimmsten
Falle wird der betroffene Priester versetzt.
Ich weiß zwar nicht wie du auf diesen Trichter kommst, aber ein Priester der sich an Minderjährigen vergeht, wird verhaftet und verurteilt wie jeder andere Bürger dieses Landes auch.
Strafversetzt wird er vielleicht wenn er im Priesterseminar irgendwelche homosexuellen Kontakte hatte, aber das ist ja weder strafbar noch sonstwas, also bleibt es dort der Kirche vorbehalten ob sie ihn rauswerfen oder nicht.
Auf jeden Fall wenn es Vorwürfe gegen einen Priester gibt, dass er sich an jugendlichen Ministranten vergangen hat, dann MUSS die Staatsanwaltschaft Ermittlungen einleiten (Straftat), da kann die Kirche im Fünfeck springen. Also wenn sich ein Priester einmal nachweislich an einem Kind vergangen hat, kommt er in den Knast wie jeder andere auch.
Ansonsten hast du in vielen Dingen wohl irgendwie Recht, ich finde es aber eher bedenklich, dass du das mehr oder weniger nur auf Vorurteilen und Klischees aufbaust.
mfg
deconstruct
…wenn man sie erwischt!
Hallo,
Ich weiß zwar nicht wie du auf diesen Trichter kommst, aber
ein Priester der sich an Minderjährigen vergeht, wird
verhaftet und verurteilt wie jeder andere Bürger dieses Landes
auch.
Lies nochmal genau hin: René unterstellte, dass in der Kirche mehr vertuscht wird, als woanders, woraus wiederum eine geringere Aufklärungs-/Ermittlungsquote folgt.
Ob das nun richtig ist oder nicht, ist eine andere Frage (die zumindest ich nicht beurteilen kann).
Grüße,
Anwar
Hallo Morrighan,
Ich habe zwei Links zu einem früheren Skandal gefunden. Kann
mir jemand sagen wo das Kloster in das Groer geschickt wurde
liegt? Laut zweitem Bericht ist er in St. Pölten verstorben
Marienfeld, Maria Roggendorf, Bezirk Hollabrunn, NÖ
GPS Koordinaten (WGS84): N 48°37´06.8" - O 16°08´13.3"
http://www.denkmalprojekt.org/deutschland/maria_rogg…
http://stephanscom.at/edw/groer_ll.html
http://www.hildebrand.at/Projekte/Sakralbau/Marienfe…
Gruss Harald
Hallo Morrighan,
die ‚Causa Groer‘ ist lehrreich genug, um sie einmal kurz im Zusammenhang zu erzählen - zumal auch der im Zentrum des jetzigen Skandals stehende St. Pöltener Bischof Krenn dort eine ‚rühmliche‘ Rolle gespielt hat.
Im März 1995 wurden gegen den Erzbischof von Wien und Vorsitzenden der österreichischen Bischofskonferenz Kardinal Hermann Groer im Nachrichtenmagazin „profil“ Anschuldigungen wegen sexueller Übergriffe auf Minderjährige erhoben. Die Vorfälle sollen in den sechziger Jahren stattgefunden haben, so dass sie strafrechtlich bereits verjährt gewesen wären.* Es wurden daher keine polizeilichen Ermittlungen eingeleitet. Der Vatikan bestellte jedoch den Wiener Weihbischof Christoph Schönborn zum Koadjutor Groers, der als Vorsitzender der Bischofskonferenz zurücktrat und dann auch im September Schönborn die Leitung der Diözese übergab. Angeblich war das Rücktrittsgesuch Groers bereits ein Jahr vorher beim Vatikan eingereicht worden und hatte mit den Vorwürfen nichts zu tun … Schönborn wurde als Nachfolger Groers Erzbischof (und später Kardinal); Groer (er gehörte dem Orden der Benediktiner an) wurde 1996 von seinem Abt Clemens Lashofer zum Prior des Benediktinerklosters in Maria Roggendorf (etwa 50 km nordöstlich von Wien) ernannt, das zum Stift Göttweig gehört, dem Lashofer als Abt vorsteht. Und - er blieb Kardinal.
Anfang 1998 gibt es erneute (wiederum strafrechtlich bereits verjährte) Vorwürfe wegen sexueller Belästigung von dem Benediktinerpater Udo Fischer - der daraufhin prompt vom St. Pöltener Bischof Krenn abgesetzt wird. Fischer hatte bereits 1985, also noch vor Groers Ernennung zum Erzbischof 1986, seinen Abt Clemens Lashofer von den Vorkommnissen unterrichtet. Lashofer hatte damals nichts Offizielles (oder doch nichts, was Groers Ernennung zum Erzbischof verhindert hätte) unternommen, sieht aber nun einen ungerechtfertigten Übergriff Bischof Krenns in interne Belange des Benediktinerordens. Lashofer spricht nun von neuen klosterinternen Vorwürfen gegen Groer und bittet in Rom um eine apostolische Visitation seines Stiftes. Groer war ja immer noch Kardinal - was ihn vor jeder offiziellen innerkirchlichen Untersuchung außer einer Visitation durch den Papst schützte. In welchen Geiste diese Visitation (zu der auch eine Privataudienz beim Papst gehörte) geführt wurde, macht ein Zitat des apostolischen Nuntius Squicciarini deutlich: „Man kann, obwohl die Sache verjährt ist, den Fall aus anderer Sicht prüfen. Die Causa Groer kann man auch christlich sehen. In bestimmten Fällen tilgt nämlich eine Beichte alles.“
Nach Abschluss der Visitation im April 1998 zieht sich Groer „auf Bitte des Heiligen Vaters“ in das von ihm selbst gegründete Zisterzienserinnenkloster Marienfeld bei Maria Roggendorf zurück und bittet „Gott und die Menschen um Vergebung, wenn ich Schuld auf mich geladen habe“. Eine merkwürdige Entschuldigung - jedenfalls kein Eingeständnis irgendeiner Verfehlung … Groers Nachfolger, der bereits erwähnte Wiener Kardinal Schönborn, hatte bereits Ende Februar in einer Art ‚stellvertretender Entschuldigung‘ zusammen mit einigen anderen Bischöfen erklärt: „Wir sind nun zur moralischen Gewissheit gelangt, dass die gegen Alterzbischof Kardinal Hans Hermann Groer erhobenen Vorwürfe im wesentlichen zutreffen.“ Bischof Krenn profiliert sich erneut in der Angelegenheit, indem er sich über die Opfer wie folgt äußert: "Ich glaube nicht daß jemand in etwas involviert ist, ohne auch selber ein Sünder zu sein."
Am 24.03.2003 stirbt Hans-Hermann Groer im Alter von 83 Jahren im Krankenhaus von St. Pölten an Krebs und einer Lungenentzündung - als Kardinal der römisch-katholischen Kirche. Die Beisetzung leitet Groers Vorgänger Kardinal König, sein Nachfolger Kardinal Schönborn zelebriert den Gottesdienst, die Predigt hält der Kölner Erzbischof Kardinal Joachim Meisner.
Freundliche Grüße,
Ralf
*In Österreich beginnt die Verjährungsfrist zu laufen, wenn das Opfer 19 Jahre alt ist. Je nach Schwere der Straftat beträgt die Verjährungsfrist in ‚harmloseren‘ Fällen 5 Jahre, in der Regel 10 Jahre und in besonders schweren Fällen (bei schweren Schäden oder wenn es zu einer Schwangerschaft kommt) 20 Jahre. In Deutschland beträgt die Verjährungsfrist bei sexuellem Mißbrauch von Schutzbefohlenen (§174 StGB) 5 Jahre, bei sexuellem Mißbrauch an Kindern (bis 14 Jahren) 10 Jahre. Die Verjährung ruht bzw. wird unterbrochen gem. den Bestimmungen der §§78b und 78c StGB. Sie beginnt auch in Deutschland erst mit der Volljährigkeit des Opfers.
Ich bin mir jetzt nicht sicher, weiter oben gibt es eine Frage
zu Kardinal Groer von mir, verschiedene Artikel sprechen von
Beweisen, aber dann müßte er ja auch vor Gericht verurteilt
worden sein. Tatsache ist: Er wurde von der Kirche versetzt.
Hallo Morrighan,
die Vorkommnisse waren bereits verjährt - vergleiche mein Posting zu Kardinal Groer weiter oben.
Freundliche Grüße,
Ralf
Hallo
Also DAS könnte man wirklich Beschränkung auf das Notwendigste nennen … 
Freundliche Grüße,
Ralf
Hallo,
Lies nochmal genau hin:
Done.
René unterstellte, dass in der Kirche
mehr vertuscht wird, als woanders, woraus wiederum eine
geringere Aufklärungs-/Ermittlungsquote folgt.
Er sagte, wenn sich jemand an einem Kind vergreift, wird man als normaler Mensch in den Knast gesperrt, als Priester nicht, weil die das vertuscht.
Dazu sage ich:
Wenn es herauskommt, dass sich jemand an einem Kind vergriffen hat, dann kommt das heraus, weil das Kind zur Polizei, den Eltern, der besten Freundin oder sonst wem gegangen ist, und davon berichtet. Der Priester wird wohl kaum von sich aus sagen, dass er sowas macht.
Und wenn das Kind das sagt, dann wird zwangsweise die Staatsanwaltschaft eingeschaltet und es wird öffentlich, da wird es wohl kaum gelingen, das unter den Tisch zu kehren. Die Kirche hat weder Einfluss auf die Ermittlungen noch sonstwas, also KANN sie auch gar nichts unter den Tisch kehren. Natürlich wird sie erstmal versuchen, das ganze abzustreiten, schließlich ist es ja auch ein großer Imageschaden für die Kirche. Aber das abstreiten nützt alles nichts, wenn in den Ermittlungen herauskommt, dass es wahr ist. Dann kommt er genauso in den Knast wie bei jedem anderen überführten Pädophilen.
Ich sehe hier keinen Unterschied zu einem pädophilen Vorfall z.B. in der Familie. Da ist die Chance dass das Kind was sagt eher noch geringer, schließlich sagt es gegen ein Familienmitglied aus und nicht gegen irgendwen. Oft wissen sogar andere Familienangehörige davon und sagen nichts, weil sie ja irgendwie auch davon betroffen sind, das Kind kann sich hier erst recht keinem anvertrauen.
mfg
deconstruct
hi Datafox,
wann fällt endlich das Zölibat?
a)
er sich nicht dafür rechtfertigen muß daß er keine
freundin/frau hat und er
wenn der Zölibat fiele, wäre diese nicht vorhandene Rechtfertigungsgrund nicht mehr vorhanden. Zudem kann ich mir durchaus vorstellen, daß auch sich selber gegenüber ‚untadelige‘ Männer irgendwann in eine Sexualneurose gedrängt werden, weil sie keinen ‚normalen‘ Sexkontakt (mit erwachsenen Männern oder Frauen - egal) haben dürfen.
b) leichten zugang zu männlichen
kindern und jungen männern hat.
Es gibt auch andere Möglichkeiten an Kinder ‚ranzukommen‘.
Es gibt Untersuchungen (hab jetzt leider die Quelle nicht im Kopf), daß es, je reglementierter die Sexulaität ist, eher häufiger zu ‚Übergriffen‘ kommt. Das hat erst mal nichts mit Pristertum und Zölibat zu tun, sondern mit den Restriktionen, keine normale Sexualität leben zu können.
Gandalf
Hi Gerd,
Ins Zölibat fällt man
nicht und man wird auch nicht dazu überredet oder gar mit
fiesen Tricks dazu gezwungen
ich kenne einige Fälle, wo ein Prister einigen Jugendlichen ein Zölibatsversprechen mehr oder weniger mit psycheischem Druck abgenötigt hat. Bei zweien weiß ich, daß sie nur mit fremder Hilfe es wagten, sich diesem Verprechen zu entziehen. Wie die anderen damit umgingen ist mir nicht bekannt. Sicher haben die meisten irgendwann gesagt ‚LmmA‘, aber ich kann mir vorstellen, daß sich der eine oder andere genötigt sah sich an das Versprechen zu halten. Und daß es ein Einzelfall war, kann ich mir nicht so recht vorstellen.
- Dass die Kirche pädophile Geistliche decken würde (ist
nicht doppeldeutig gemeint), ist zunächst ein Gerücht.
Solange es nur kirchenintern bekannt ist, n´bin ich sicher und es gibt ettliche Fälle, wo solche Fälle nur durch Zfall oder massiven äußerem Druck zugegeben wurden.
Solange nichts öffentlich bekannt ist gilt immer noch, daß nicht sein kann, was nicht sein darf.
Es mag
konkrete Einzelfälle geben, in denen man zulange gezögert hat,
der Wahrheit ins Gesicht zu blicken - aber das ist bei anderen
Institutionen auch nicht anders.
Diese Rechtfertigung ist m.E. ein Hohn.
Die Kirche stellt sich immer als die moralische Institution dar. Da darf sie sich nicht mit einem Jugendwart oder ähnlichem vergleichen.
Gandalf
Super Auskunft - Danke (owT)
owT
wenn der Zölibat fiele, wäre diese nicht vorhandene
Rechtfertigungsgrund nicht mehr vorhanden.
richtig. aber *soll* er deswegen fallen? bzw. soll es ein gesetz geben, das ihn *untersagt*? (wenn die frage eine objektive bedeutung haben soll, dann *nur* diese, denn alles andere wären kircheninterna, die außerhalb dieser kirche einfach nicht gesellschaftlich relevant und deshalb auch nicht diskussionswürdig und -möglich sind.)
Zudem kann ich mir
durchaus vorstellen, daß auch sich selber gegenüber
‚untadelige‘ Männer irgendwann in eine Sexualneurose gedrängt
werden, weil sie keinen ‚normalen‘ Sexkontakt (mit erwachsenen
Männern oder Frauen - egal) haben dürfen.
wahrscheinlich. dann sind sie ungeeignet für diesen job. man sollte schon vorher wissen worauf man sich einläßt.
Es gibt Untersuchungen (hab jetzt leider die Quelle nicht im
Kopf), daß es, je reglementierter die Sexulaität ist, eher
häufiger zu ‚Übergriffen‘ kommt. Das hat erst mal nichts mit
Pristertum und Zölibat zu tun, sondern mit den Restriktionen,
keine normale Sexualität leben zu können.
das stimmt. das trifft auf derartige gesellschaften sicher zu.
aber als priester wird man nicht geboren. es ist eine entscheidung, die ein mann als erwachsener trifft.
sorry aber das ganze geht mir viel zu sehr in richtung entschuldungstendenz. ein krimineller ist ein krimineller. er ist selbst verantwortlich für sein tun. sein selbstgewählter (!) beruf ist keine rechtfertigung und - m.e. - nichtmal eine erklärung für so ein abscheuliches verbrechen.
gruß
datafox
hiho 
keine Sorge, hab mich nicht ausgeklinkt, sammle grade nur Material -
das dauert.
Aber nur soviel in kürze:
Viele Priester, die in den Verdacht von Übergriffen auf Meßdienern
o.ä. Gruppen geraten, werden versetzt. Da den Opfern sicherlich
mit der Entfernung des Täters schon enormer Druck genommen
wurde, sinkt meiner Meinung nach die Quote der offiziellen
Anklagen. Da sich aber in der Regel bei Sexualtätern keine
Besserung einstellt (zumal sie ja im Falle der Priester keine
eingehende Therapie erhalten), sondern sie zu weiteren Taten
tendieren wird auch in der neuen Gemeinde fleißig weiter gemacht.
Darüberhinaus stellt sich die Kirche in Sachen Moral per se als DIE
Instanz dar. Ein Vergleich mit Polizei, Kindergärten, Sportvereinen,
Schule, Betrieb, Firma und und und verbietet sich geradezu, da diese
Einrichtungen allesamt nicht Anspruch auf höchste, höchstgöttliche
Führung und Führungsgewalt stellen. Ein Papst als höchster
Stellvertreter Gottes auf Erden (har har, jedenfalls aus Sicht eines
Gläubigen
), der die gesamte überbevölkerte dritte Welt mehr oder
weniger in Angst und Bange hält indem er Kondome, Spirale, die Pille
etc. pp. als Teufelswerkzeug verdammt, der den Nutzen gegen AIDS und
Überbevölkerung leugnet und den armen „Schweinen“ sagt:"…lebt
enthaltsam, so wie Gott es fordert, habt Sex nur zum Kinderkriegen - aber das bitte reichlich…", so ein Papst und seine Kardinäle und
Bischöfe drücken alle blauen Augen zu, wenn in ihren Kreisen
Übergriffe auf Schutzbefohlene stattfinden. Es wird vertuscht
und verharmlost. Es ist die schamloseste, verlogenste und
heuchlerischste Vorstellung unter Gottes Sonne, sofern es die Dame
überhaupt gibt
Aber ich wollte ja nicht emotional werden,
eigentlich wollt ich nur kurz sagen, daß ich nach Fakten Ausschau
halte, die ich hier zur Untermauerung meiner Meinung poste.
also, bis denne erstmal, rené