Hallo unbekannter Schwarzrock 
Und dennoch: Schwarzröcke stammen aus der ganz normalen
Gesellschaft (sprich: aus der Welt, sidn also sog. nicht
„weltfremd“) udn da gibt es eben auch einen Prozentsatz von
Spinnern, Verbrechern, Alkoholikern etc. - udn so ist es nicht
verwunderlich, dass trotz intensiver Prüfung auch einige in
Priesterseminaren landen.
Ehrlich gesagt, hab ich mittlerweile den Eindruck, daß
gewisse Neigungen erst bei den Schwarzröcken so richtig
zu Tage treten und „gefördert“ werden. Vielleicht ist mittlerweile
ja auch ein Beweggrund Priester zu werden, daß man(n)
dort eine relativ freizügige Gesellschaft vorfindet?!
…Genau so, wie im SEK der Kölner
Polizei eben auch ein paar schwarze Gestalten landen. Genau
so, wie in staatlichen Kinderheimen auch immer wieder
Pädophile eine Stelle bekommen. Das ist den Leuten ja nicht
auf die Stirn tätowiert und somit leider, leider auch immer
unvermeitbar.
In der Regel werden Menschen der normalen Bevölkerung
nach Übergriffen auf Kinder bestraft und landen im Knast.
Bei der Kirche wird vertuscht und gekramt und im schlimmsten
Falle wird der betroffene Priester versetzt.
Zum zweiten Punkt: Die lässt diese Leute nicht ungeschoren
davon kommen. Allerdings hat auch der Bischof gegenüber seinen
Leuten einen Eid geschworen und eine Fürsogepflicht. Konkret:
Feuern kan ner ihn nicht so einfach, dafür aber kalt stellen,
auf einen unbedeutenden Posten versetzen, wo er -
hoffentlich! - nichts mehr anstellen kann. Man kann nicht von
der Kirche erwarten, dass sie für Versöhnung eintritt und dann
gleichzeitig fordern, ihre schwarzen Schafe „zu feuern“.
Soll das heissen, als Priester kann man sich so ziemlich alles leisten,
denn die Kirche hat für ihn die Fürsorgepflicht? Welche Bedingungen
müssen denn eintreten, damit die Kirche einen endgültig rausschmeißt?
Ich meine jetzt rechtsrelevante Punkte, nicht Glaubensfragen.
Ich hoffe ja mal, daß z.B. ein (rein hypothetischer) Drogenbaron
im Schwarzrock ein Grund für einen Rausschmiß darstellt?!
Und zu dem Fakt des Versetzen: Es ist schon mehr als einmal
vorgekommen, daß ein wegen Mißbrauch von Meßdienern versetzter
Priester in seiner neuen Umgebung erneut Mißbrauch betreibt. Und
oftmals dauert es ewig, bis eine Reaktion der zuständigen Stelle erfolgt.
Wenn überhaupt. Meiner Meinung nach dürfte ein Priester, der einmal
für schuldig befunden wurde, nie wieder eine Meßdienergruppe o.ä.
betreuen, geschweige denn eine Gemeinde leiten. Meinetwegen
kann er ja irgendwo in einer stillen Bibliothek Bücher abstauben, damit
wären Jugendliche einigermassen sicher und die Kirche kann ihrer
Fürsorgepflicht nachkommen.
Der dritte Punkt: Zölibat. Der wird immer wieder ins Feld
geführt. Der ist wie immer an allem Schuld. Nur komisch: Der
Dalai Lama und die buddhistischen Mönche leben auch zölibatär.
Das findet keiner verwerflich und da hört man auch nix von
Pädophilie (was nicht bedeutet, dass es keine gibt).
Ich empfinde das Zölibat nicht als verwerflich, aber solange
die Vertreter der Kirche nicht real danach leben, gleichzeitig
aber überhöhte moralische Ansprüche an ihre Gläubigen stellt, solange
ist das Zölibat unglaubwürdig. Und vllt. sind die Buddhisten ja
einfach die besseren „Zölibaten“ (vorsicht, könnte ironisch sein)?
Zölibat hin oder her: Wer schwanzgesteuert und seien Hormone nicht
einigermaßen im Griff hat, der wird auch als verheiratetet (s.
Belgien!) nicht die Hände (und andere Teile) von Kindern,
anderen Frauen etc. lassen können! Tun wir Männer doch nicht
so, als ob zwei- dreimal Sex in der Woche die Welt wirklich
besser machen udn der Mensch ohne Sex gleich zur Bestie würde!
Nein, aber ein klarer Trennstrich zu dem Arbeitsverhältniss würde
einiges gerade rücken. Aber solange der Papst am Petersplatz von
Enthaltsamkeit schwafelt und Homosexuelle diffamiert während seine
liebe Priesterschaft „Bubenspielchen“ nachkommt, solange braucht sich
kein Vertreter der Kirche über eine gewisse Vorverurteilung zu wundern.
So, das schreibt euch jemand, der selber ein Schwarzkittel ist
(verheirateter Diakon, auch so etwas gibt es in der angeblich
so sexfeindlichen katholischen Kirche) und so bedauert, dass
diese verurteilenswerten Mitbrüder soviel Leid in der Welt
verbreiten.
Bedauern ist ja schön und gut, eine Demonstration aller „anständigen“
Priester wäre mal ein schönes Zeichen. Insbesondere an die Eltern
der mißbrauchten Kinder. Vielleicht wird dann einigen wichtigen
Männern der Kirche klar, daß man hier nicht mehr mit Vertuschen
weiterkommt, sondern aktiv gegen Pädophile vorgehen muß.
Viele Grüße!
Grüße, René