Hallo,
ich haben nach einer Grundsanierung im Wohnzimmer unseres Hauses Echtholz-Klick-Pakett gelegt. Nachdem alles fertig war, musste ich feststellen, dass der Fußboden im Bereich der großen Terassentür auf einer Breite von gut 3 Meter ca. 10mm abfällt. Das Pakett liegt also hier nicht auf. Da dies der Ausgang zur Terasse ist, wird der betroffene Bereich reichlich begangen. Wenn man darüber geht federt der Bereich deutlich nach unten. Ich habe die Befürchtung, dass das Pakett das nicht lange mitmacht.
Was kann ich tun um die Stellen zu unterfüttern. Eine Aufnahme des kompletten Bereichs ist leider nicht mehr möglich. Die Seite kann eventuell aber etwas angehoben werden.
Für geniale Ideen vielen Dank im Voraus
Michael
Hallo!
Vielleicht hättest Du statt Pakett lieber P A R K E T T verwenden sollen ?
Mal im Ernst , was erwartest Du denn ? Man hätte den unebenen Boden vorher auf Ebenheit prüfen und ggf. spachteln und schleifen müssen.
Da kann man nachträglich nichts machen. Das muss wieder aufgenommen werden.
Wenn man vom freien Ende her etwas anheben kann, dann könnte man versuchen dort dünne Plattenstreifen unterzuschieben. Also z. B. Sperrholz 8 mm zu Streifen von ca. 10 cm x 100 cm zuschneiden.
dann quer unter das angehobene Parkett untertreiben und weiter unterschieben. Immer wieder prüfen ob es noch federt. Dann weitere Streifen nachschieben.
Geht es nicht anders, dann versuchen die Streifen auch längs, also mit schmaler Seite voraus einzuschieben.
Problem wird sein, es ist ungleich uneben. Mal hebt die Fläche sich zu stark mal wird es nicht genug unterstützt.
Spachteln wäre die Methode der Wahl !
MfG
duck313
Hallo,
leider wird dies nicht so einfach sein.
Ich kann nur Dringend dazu raten die Methode von Duck nicht zu nutzen.
(Sorry Duck, normal kommen immer gute Beiträge von dir, aber diesmal muss ich wiedersprechen).
Wenn man den Boden mit 8 mm unterlegt, dann gibt es irgendwo eine Stelle an der der Boden 8 mm höher steht als 1cm weiter. Denn dort schwebt er immernoch.
Diese stelle ist dann Arg anfällig für Schäden.
Wenn unterlegen, dann müsste der Boden gleichmäßig von 1 mm an der höchsten stelle bis 10 mm an der niedrigsten Stelle des unterbodens unterlegt werden.
Dies ist in der Praxis nicht machbar.
Eine fachgerechte Lösung ist hier leider nicht machbar ohne den Boden aufzunehmen und den unterboden zu bearbeiten.
Eine nicht perfekte aber machbar Lösung wäre den Boden zu verkleben.
Sockelleisten abnehmen, Boden beschweren, dass er auf dem unterboden aufliegt und dann die Fuge zur Wand mit einem Dauerelastischen Material wie z.B. Silikon auffüllen.
Dann würde der Boden aufliegen und halten.
Es kann passieren, dass der Boden dann nicht mehr ausreichend Arbeiten kann. Dadurch kann er evtl. hochkommen.
Aber eine andere Lösung fällt mir auch nicht mehr ein.
Viel Erfolg!
Gruß
Marcel
Moin,
Die
Seite kann eventuell aber etwas angehoben werden.
keine Ahnung ob das realisierbar ist:
Perlite unterblasen. Wenn an beiden Seiten etwas angehoben werden kann, kann man ev. mit einem dünnen Schlauch Perlite einblasen, die wenn man Glück hat flächig zu liegen kommen. Firmen, die Isolierungen einblasen können da ev. weiterhelfen.
Gandalf
Hallo,
ich haben nach einer Grundsanierung im Wohnzimmer unseres Hauses Echtholz-Klick-Pakett gelegt.
Schon klar, das Klickzeugs und die schwimmende Verlegung wird einem als sooo praktisch verkauft. Dass man dafür einen perfekten Untergrund braucht, wird dabei gerne übersehen.
Ein Fließestrich wäre die erforderlich Vorarbeit gewesen.
Nachdem alles fertig war, musste ich feststellen, dass der Fußboden im Bereich der großen Terassentür auf einer Breite von gut 3 Meter ca. 10mm abfällt. Das Pakett liegt also hier nicht auf.
Na hoffentlich ist das die einzige unebene Stelle, nicht dass im Laufe der Monate überall die Fugen aufplatzen.
Da dies der Ausgang zur Terasse ist, wird der betroffene Bereich reichlich begangen. Wenn man darüber geht federt der Bereich deutlich nach unten. Ich habe die Befürchtung, dass das Pakett das nicht lange mitmacht.
Die Nuten werden irgendwann einmal brechen und hässliche Fugen zu sehen sein.
Was kann ich tun um die Stellen zu unterfüttern.
Gar nicht, raus mit dem Zeug und die Unebenheit beseitigen, auch wenn es noch so lästig ist.
Eine Aufnahme des kompletten Bereichs ist leider nicht mehr möglich. Die Seite kann eventuell aber etwas angehoben werden.
Entschuldigung, das ist tatsächlich aussichtslos. Die Fußbodenleisten und die Möbel müssen weg.
Für geniale Ideen vielen Dank im Voraus
Idee 1: Vor der Terassentür würden Fliesen als Übergang nach draußen Sinn machen, wenns mal schräg reinregnet leidet das Parkett. Also den federnden Bereich aussägen und fliesen.
Idee 2: An der Stelle, wo das Parkett anfängt in der Luft zu hängen, einen elastischen Übergang aus Silkon oder einer Messingleiste schaffen.
Viel Erfolg
Hallo Michael.
Es wird Dir zwar weder helfen, noch Dich trösten, doch der von Dir beschriebene Fall ist vom Grundsatz her (leider) kein Einzelfall.
Dem technischen Laie (damit dem Nicht-Fachmann) obliegen die gleichen Prüfungspflichten am Material und auch am Untergrund wie dem Fachbetrieb.
Egal, ob ich einen Estrich herstelle, Parkett einbringe oder eine Elektroleitung verlegen will.
Wer die Regeln nicht kennt, muss sich darüber informieren und nach diesen vorgehen.
In dem beschriebenen Fall gibt es keine Rettung, außer der Aufnahme des Parketts und eine Ausgleichsspachtelung des Untergrundes.
Alle anderen Empfehlungen schlagen in die gleiche Kerbe wie der von Dir bereits fehlerhaft vorgenommene Aufbau!
Bedenke bitte auch, dass die seitlichen Verriegelungen der Parkettelemente nur auf Zug ausgelegt sind, nicht aber auf Biegung.
Das bedeutet: wenn sich die Elemente weiter bewegen können „leiert“ die Passform aus, es gibt erst Fugen, dann brechen die Fräswangen und letztendlich liegen die so betroffenen Elemente lose zwischen ihren Genossen.
Gruß: Klaus