PAL-Testbildgenerator

Hallo liebe Leser,

ich bin dabei einen PAL-Testbildgenerator zu bauen, und stehe vor dem Problem das ich gerne einen Kreis generieren möchte und leider keinerlei Info´s dazu finde. Grautreppe, Gitter, Farbbalken etc. stellen nicht das Problem dar, das lässt sich ja mit einfachen digitalen IC´s realisieren. Aber wie kann ich (auf Analoger basis) einen Kreis generieren ?? Kann mir da jemand weiterhelfen? Ich bin für alle Hinweise und Informationen dankbar.

MfG Mirko

Hallo Mirko,

ich bin dabei einen PAL-Testbildgenerator zu bauen, und stehe
vor dem Problem das ich gerne einen Kreis generieren möchte
und leider keinerlei Info´s dazu finde. Grautreppe, Gitter,
Farbbalken etc. stellen nicht das Problem dar, das lässt sich
ja mit einfachen digitalen IC´s realisieren. Aber wie kann ich
(auf Analoger basis) einen Kreis generieren ?? Kann mir da
jemand weiterhelfen? Ich bin für alle Hinweise und
Informationen dankbar.

Detailiert kann ich Dir das hier natürlich nicht beschreiben, aber das Prinzip ist folgendes:

  1. Man erzeuge je ein H-frequentes und eine B-frequentes Parabelsignal und addiere diese Signale.
  2. Mit einem Fensterkomparator detektiert man, das Summensignal. Der Komparatorausgang liefert dann das Videosignal des Kreises.
    Die Komparatorschwelle bestimmt den Kreisradius (bzw. R²) und die Fensterbreite die Linienstärke.
    Das ist eigentlich nichts anderes als eine elektronische Lösung der Kreisgleichung R²=X²+Y²

Jörg

Ist das eine Prüfungsaufgabe?

Wenn nicht, würde ich alle benötigten Muster in EProm(s) brennen und digital ausgeben, weil das unendlich flexibler ist.

Reinhard

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Auch hallo Mirko (und Jörg),

Detailiert kann ich Dir das hier natürlich nicht beschreiben,
aber das Prinzip ist folgendes:

  1. Man erzeuge je ein H-frequentes und eine B-frequentes
    Parabelsignal und addiere diese Signale.

Genau. Das geht wie folgt: Zuerst wird ein zeilenfrequenter Sägezahn erzeugt, dazu nimmt man (wenn analog) einen Integrator, der einen konstanten Wert (DC-Signal) integriert. Diesen Sägezahn integriert man ein zweites Mal: Das Ergebnis ist eine quadratische Funktion (Parabel). Dabei müssen die Startwerte korrekt gewählt werden: Der Sägezahn muss in der Mitte des Bildes durch Null gehen, dann hat die daraus integrierte Parabel auch in der Mitte ihren Scheitelpunkt.

Das Gleiche geschieht natürlich auch vertikal. Der Rest geht genau wie Jörg sagt: Die Summe beider Parabelsignale mit den Schwellen vergleichen - voila.

  1. Mit einem Fensterkomparator detektiert man, das
    Summensignal. Der Komparatorausgang liefert dann das
    Videosignal des Kreises.
    Die Komparatorschwelle bestimmt den Kreisradius (bzw. R²) und
    die Fensterbreite die Linienstärke.
    Das ist eigentlich nichts anderes als eine elektronische
    Lösung der Kreisgleichung R²=X²+Y²

Jörg

Grüße

Uwe

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Moin!

Aber wie kann ich (auf Analoger basis) einen Kreis generieren ??
Kann mir da jemand weiterhelfen? Ich bin für alle Hinweise und
Informationen dankbar.

Was Jörg und Uwe geschrieben haben, ist natürlich völlig richtig. Aus den H- und V-Synchronimpulsen erzeugst Du mit einem als Integrierer geschalteten OPV den H- und den V-Sägezahn. Der OP hat dazu im Rückkoppelzweig einen Kondensator. Dieser wird über einen Transistor durch H- bzw. V-Sync entladen.

Mit diesen Sägezahnspannungen gehst Du auf die zweite Stufe, die im Prinzip dieselben Integrierer enthält. Das Ergebnis ist eine parabelförmige H- und V-Spannung, die Du addierst.

Jetzt noch auf einen, aus zwei Komparatoren aufgebauten Fensterdiskriminator und voila: Ein Kreissignal!

Ich habe die Sägezahn- und die Kreisspannungen noch für einen „Video-Vorhang“ bzw. zum kreisförmigen Ausblenden eines Videosignals verwendet, da mein Testbildgenerator nicht nur Testbilder erzeugt, sondern auch externe Videosignale verarbeitet.

Schaltpläne und Stücklisten dafür sind in älteren ELV-Ausgaben zu finden. Für meinen Generator mußte ich sie ein wenig anpassen, als Elektroniker dürftest Du damit eigentlich klarkommen. Bei Interesse suche ich die Artikel mal 'raus und schicke oder faxe sie Dir zu.

Munter bleiben… TRICHTEX

Hi @all

ich möchte mich an dieser stelle erstmal ganz herzlich bedanken für euere hilfe, damit habt ihr mir sozusagen ne gute „initialzündung“ gegeben. jetzt weiß ich zumindest schonmal welcher ´weg´ in die richtige richtung geht… danke !!

MfG Mirko

Hi,

ob sich so etwas im kommenden Digitalzeitalter noch lohnt?
Analog wird in absehbarer Zeit ausgeknipst.

nicki

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

ob sich so etwas im kommenden Digitalzeitalter noch lohnt?
Analog wird in absehbarer Zeit ausgeknipst.

Genau, laß uns den analogen Baum ausknipsen, auf dem der digitale Ast sitzt.

uwe p.

Hi,

es ist hat so.
Das Übertragungsverfahren wird in absehbarer Zeit auf Digital umgestellt.
PAL, SECAM und (NTSC) stirbt!

nicki

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Nur zur Richtigstellung
Hallo,

es wird wohl immer mehr bei der Signalverarbeitung auf dem digitalen Wege gemacht. Aber sicher nicht alles, es wird immer Bereiche geben, wo es anders als analog nicht geht. Also: Analog wird nicht ‚ausgeknipst‘.

Gruß

Dieter

Moin!

Aus den H- und V-Synchronimpulsen erzeugst Du mit
einem als Integrierer geschalteten OPV den H- und den
V-Sägezahn. Der OP hat dazu im Rückkoppelzweig einen
Kondensator. Dieser wird über einen Transistor durch H- bzw.
V-Sync entladen.

Einen so geschalteten Integrierer nennt man „Miller-Intergrator“ - nur für den Fall, daß irgendeine Suchmaschine mal damit gefüttert werden muß.

Munter bleiben… TRICHTEX

Moin!

Das Übertragungsverfahren wird in absehbarer Zeit auf Digital
umgestellt. PAL, SECAM und (NTSC) stirbt!

Bislang sieht es so aus, daß der überwiegende Teil bezahlbarer TV-Geräte noch immer mit Analogeingängen (SCART) angeboten wird. Da TV-Geräte durchaus 10 Jahre und länger halten und der Euro nicht mehr so locker sitzt, wie ihrerzeit die D-Mark, hat ein analoger Testbildgenerator ganz sicher auch heute noch seine Berechtigung.

Ohne großartig irgendwelche fundierten Studien oder Prognosen heranzuziehen, schätze ich einfach mal, daß TV-Geräte mit analogen Eingängen in 20 bis 25 Jahren wirklich langsam aussterben und in vielleicht 5 bis 10 Jahren vom Markt verschwinden.

Munter bleiben… TRICHTEX