Hallo,
habe das Wort hier im Küchenwörterbuch Französisch-Deutsch" gefunden: http://www.gastlichkeit.at/KWB-fr-de-PQ.htm . Da steht die Übersetzung „geräucherte Schweineschulter“.
„la Schiffala“ ist bloß eine (ziemlich verzwungene) verzwungene phonetische Umschrift ins Frz. In Bootzheim heißt es genau wie in Achkarren „es Schiifele“.
Bloß im nördlichen Elsaß, wo man eine curiose Mischung von alemannisch eingefärbtem Fränkisch oder fränkisch eingefärbtem Alemannisch schwätzt, klingt es ein bissle in Richtung „Schüfala“, mit der typischen fränkischen Diminuitiv-Endung, die eigentlich mit -a auch nicht richtig geschrieben werden kann, aber halt benutzt wird, weil Schlenkerla sich Schlenkerla aufs Etikett schreibt.
Bonus Track: Ein Beispiel für das nordelsässische Fränkisch-Alemannische zeigt eine Sonnenuhr in Reichshoffen, in memoriam der verheerenden französischen Niederlage 1870, die nach deutscher Lesart bei Woerth, nach französischer bei Reichshoffen, und realiter bei Froeschwiller stattgefunden hat (Erläuterung: „Honne“ = „Hunnen“, bis etwa 1918 Übername für die ungeliebten deutschen Schlagetöter):
Dabei zwei interessante Elemente: In Fraktur lässt sich „H“ und „S“ gleich schreiben, wenn man beide ein wenig aneinander anpasst - lesbar wäre auch „D’ Sonne und Zît“, aber das Bild zeigt, dass „D’ Honne und Zît“ gemeint ist. Und die Elsässerinnen verabschieden sich von einem geschlagen abziehenden Zouaven, der der Uniform nach wahrscheinlich nicht „us em Innere“ (= die genauso ungeliebten französischen Herren) daheim ist…