Hallo Gemeinde,
Habe mir Palladium beschafft und möchte das mit Wasserstoff aufladen.
Dazu wird Wasser per Elektrolyse zersetzt und an der Kathode, an der sich der Wasserstoff sammelt ist das Palladium angebracht.
Als Anode kann ich Graphit, Platindraht oder Golddraht einsetzen. Das Wasser versetze ich, damit es elektisch leitet, mit Kochsalz. Wenn an der Andoe Chlor statt Sauerstoff entsteht ist das ( hoffentlich ) nicht wichtig. Meine Frage :
Mit welchen Spannungen und Strömen gehe ich an die Sache, und wer-weiss-was, bzw. wann und wieviel Wasserstoff im Palladium ist ?
Meine Palladium-Plättchen wiegen ca. 1 Gramm, sind 9 * 9 * 1 mm groß ( 10 Euro das Stücks ) und ich habe keine Lust, sie alle für Versuche draufgehen zu lassen. Kann ich dann über erhitzen „leeren“, aber das ist für den eigentlichen ( folgenden ) Versuch bestimmt nicht hilfreich.
Wo finde ich ( relativ einfach verständliche ) Literatur zu dem Thema ? Muß nicht super einfach sein, aber so im Ansatz relativ konkret, daß ich eine Chance habe, relevante Daten ableiten zu können.
Genug getextet, jetzt ist die Gemeinde dran
Freundlichst,
Uwe P.
Hallo,
Habe mir Palladium beschafft und möchte das mit Wasserstoff
aufladen.
Dazu wird Wasser per Elektrolyse zersetzt und an der Kathode,
an der sich der Wasserstoff sammelt ist das Palladium
angebracht.
Als Anode kann ich Graphit, Platindraht oder Golddraht
einsetzen. Das Wasser versetze ich, damit es elektisch leitet,
mit Kochsalz. Wenn an der Andoe Chlor statt Sauerstoff
entsteht ist das ( hoffentlich ) nicht wichtig.
Kommt darauf an, was du mit dem Chlor machst 
Meine Frage :
Mit welchen Spannungen und Strömen gehe ich an die Sache, und
wer-weiss-was, bzw. wann und wieviel Wasserstoff im Palladium
ist ?
ich würde so mit 3, 4 Volt anfangen und die Spannung langsam erhöhen (oder den Widerstand der Lösung verrigern), bis du kleine Bläschen auf dem Palladium siehst.
Meine Palladium-Plättchen wiegen ca. 1 Gramm, sind 9 * 9 * 1
mm groß ( 10 Euro das Stücks ) und ich habe keine Lust, sie
alle für Versuche draufgehen zu lassen.
Dann würde ich am Anfang der Strom auf etwa 50mA beschränken. Das ist allerdings ein rein intuitiver Wert - vielleicht können dir die Chemiker noch bessere Anhaltspunkte geben.
Ich vermute, dass es keine einfache Formel gibt, die dir den Wasserstoffgehalt des Palladiums angibt.
Ein erster Ansatz wäre, dass du pro produziertem H2-Molekül 2 Elektron brauchst, d.h. du kannst dir über die Ladungsmenge die Stoffmenge des produzierten Wasserstoffs berechnen - und damit auch Masse und Volumen.
Dann musst du entweder schätzen oder messen, wie viel daneben geht, dabei kann ich dir leider nicht mehr helfen.
HTH,
Moritz
Hallo Uwe,
Wenn an der Andoe Chlor statt Sauerstoff
entsteht ist das ( hoffentlich ) nicht wichtig.
nimm lieber Schwefelsäure (Batteriesäure) als Leitmittel, dann brauchst Du dem Notarzt auch nicht zu erklären, wie es zu Deiner Lungenverätzung kam.
Gandalf
Hallo,
ich würde so mit 3, 4 Volt anfangen und die Spannung langsam
erhöhen (oder den Widerstand der Lösung verrigern), bis du
kleine Bläschen auf dem Palladium siehst.
Also bei 3.0 Volt steigt am Graphit der Sauerstoff in kleinen Bläschen auf, am Palladium bilden sich auch Bläschen, die aber kleben bleiben, dicker sind, und ab und zu steigt eins auf. Bedeutet das, daß der Wasserstoff zum Teil in das Palladium diffundiert ? Sollte ja wohl doppelt so viel H als O aufsteigen. Wäre es nicht besser, wenn es am Graphit sprudelt und am Palladium nichts zu sehen ist ?
Geschieht das Laden langsamer als die H-Erzeugung ?
Ist es vorteilhafter / effektiver, den Vorgang langsamer ablaufen zu lassen ( sprich kleinere Spannung ) ?
Dann würde ich am Anfang der Strom auf etwa 50mA beschränken.
Das ist allerdings ein rein intuitiver Wert - vielleicht
können dir die Chemiker noch bessere Anhaltspunkte geben.
Ich vermute, dass es keine einfache Formel gibt, die dir den
Wasserstoffgehalt des Palladiums angibt.
Ein erster Ansatz wäre, dass du pro produziertem H2-Molekül 2
Elektron brauchst, d.h. du kannst dir über die Ladungsmenge
die Stoffmenge des produzierten Wasserstoffs berechnen - und
damit auch Masse und Volumen.
Dann musst du entweder schätzen oder messen, wie viel daneben
geht, dabei kann ich dir leider nicht mehr helfen.
HTH,
Moritz
Strom liegt bei 10 bis 30 mA ( je nach Abstand der Elektronden und der eingestellten Spannung )
Zum Elektrolyt : Statt Kochsalz habe ich Schwefelsäure ( die 37%ige aus der Autobatterie ) genommen. LiOH wäre aus bestimmten Gründen die beste Wahl, dazu noch eine Frage :
„In the work reported here H+ was compressed galvanostatically into sheet of Pd from 0.1 M LiOH in H2O solutions.“
Was bedeutet 0.1 M ?
Mit freundlichen Grüßen,
Uwe P.
Hallo Uwe,
Zum Elektrolyt : Statt Kochsalz habe ich Schwefelsäure ( die
37%ige aus der Autobatterie ) genommen.
Brav 
from 0.1 M LiOH in H2O solutions."
Was bedeutet 0.1 M ?
eine 0,1 molare Lösung von LiOH in Wasser.
Was ein mol ist, ist Dir klar?
Gandalf
Hallo,
eine 0,1 molare Lösung von LiOH in Wasser.
Was ein mol ist, ist Dir klar?
Danke für den Hinweis, nach „0.1 M“ googelt es sich so schlecht.
So habe ich gefunden, „x mol pro Liter Lösung“. Nach Deinem Hinweis hatte ich erstmal vermutet 0.1 mol LiOH auf 1 mol H2O. Aber zum Glück gibts ja Wiki.
Brauche also 2,394 g Lithiumhydroxid ( pro Liter ) in denen 0,694 g Lithium enthalten sind.
Das schreibe ich hier nur, da meine letzte Bekanntschaft mit dem mol in das Jahr 1977 ( Realschule ) zurückreicht. Eine kleine Bestätigung für meine Berechnungen könnte nicht schaden.
Hat jemand eine Bezugsquelle für 1 gr. Lithium ?
Zum Elektrolyt : Statt Kochsalz habe ich Schwefelsäure ( die
37%ige aus der Autobatterie ) genommen.
Brav 
Also ich hätte 30 ml Wasser samt 0.2 gr Kochsalz im Erlenmeyerkolben. Wenn ich den Notarzt rufe stellt der bestimmt eine andere Diagnose als Lungenverätzung.
es sprudelt noch …
Uwe P.
Auch hallo Gemeinde,
rein interessehalber, wozu lädt man Palladium mit Wasserstoff auf? Ich meine, was steckt da für ein Sinn/Zweck dahinter? Ich hab noch nie von derlei Anwendung gehört, daher würde es mich einfach „nur mal so“ interessieren.
Danke für Eure Infos vorab, Gruß,
der Bauigel
Hallo Bauigel,
Palladium ist ein potentieller Kandidat für einen Hydridspeicher, also ein Wasserstoffspeicher für diverse Anwendungen z.B. in Autos.
Vor einigen Jahren geisterte die Geschichte mit kalter Kernfusion durch die Medien, dort wurden auch Palladiumelektroden verwendet.
Gandalf
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Hallo Uwe,
Brauche also 2,394 g Lithiumhydroxid ( pro Liter ) in denen
0,694 g Lithium enthalten sind.
Stümmt!
Hat jemand eine Bezugsquelle für 1 gr. Lithium ?
Das sollte bei jedem Lieferanten für Laborchemikalien zu haben sein. Bei solch geringen Mengen ist aber ein Gang in eine Apotheke auch überlegenswert.
Gandalf
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Danke für die Info
o.w.T.
.
Palladium mit Wasserstoff laden
Hallo,
Also das Li kostet beim
Lieferanten für Laborchemikalien
490 Euro der 8 Gramm-Barren. Hat jemand eine günstigere Quelle ?
Bei solch geringen Mengen ist aber ein Gang in eine
Apotheke auch überlegenswert.
Eine der wenigen Gelegenheiten, bei denen ich Apothekerpreise bevorzuge.
Gruß,
Uwe P.
P.S. Habe eigentlich noch keine Antwort auf meine Frage, wie ich es am besten anstelle. Graphit als Elektrode ist nicht empfehlenswert, erzeugt einen schwarzen Niederschlag nach einigen Stunden.
Hallo Uwe,
490 Euro der 8 Gramm-Barren. Hat jemand eine günstigere Quelle
?
wo hast Du das denn gefunden?
Wohl ultrareines Zeugs mit 99,999 % Reinheit?!
Da kannst Du auch für schnödes Eisen den gleichen Preisbezahlen
Ich biete folgendes
http://de.vwr.com/app/catalog/Product?article_number…
45,80 € für 250 g LiCl
oder
http://de.vwr.com/app/catalog/Product?article_number…
66,60 € für 1000 g LiCl
Mal Faktor 10 ist ne realistische Diskussionsgrundlage für geringere Mengen in einer Apotheke, wenn Dir die angegebenen Mengen zuviel sein sollten.
Gandalf