Hallo Botaniker!
Wer kennt sich in der Klimatologie so gut aus, mitteilen zu können, wie die Palmengrenze (Höchst,- Tiefsttemperatur? Niederschläge?) definiert ist. Ich habe neulich in Italien gehört, dass sie deutlich immer weiter nach Norden vorrückt. Gilt sie als einer der maßgeblichen Indikatoren für die Erwärmung der Atmosphäre?
Schöne Grüße!
H.
Hallo Hannes,
Gilt sie als einer der maßgeblichen Indikatoren für die
Erwärmung der Atmosphäre?
Ganz, ganz sicher nicht! Die Gründe für die katastrophalen, klimatischen Veränderungen liegen sicher nicht in der Vorrückung von irgendwelchen Pflanzengattungen, sondern in der Menge der ausgestoßenen ozonsschädlichen Abgase; verursacht durch Industrie, Auto- und Flugverkehr etc. Der Mensch und seine Drang sich ohne Rücksicht auszubreiten ist leider der Hauptgrund für die Erderwärmung. Aber das ist hier offtopic…
Viele Grüsse, Kris
Hallo,
bei deiner Antwort musste ich echt lachen!!
Gilt sie als einer der maßgeblichen Indikatoren für die
Erwärmung der Atmosphäre?Ganz, ganz sicher nicht! Die Gründe für die katastrophalen,
klimatischen Veränderungen liegen sicher nicht in der
Vorrückung von irgendwelchen Pflanzengattungen,
Nur mal zur Wortbedeutung: Indikator = „Anzeiger“ und nicht „Ursache“
sondern in der
Menge der ausgestoßenen ozonsschädlichen Abgase;
es geht nicht um ozonschädigende Gase sondern um Treibhausgase wie CO2 und CH4. Beide schädigen nicht die Ozonschicht sondern absorbieren das von der Erdoberfläche zurückgestrahlte Infrarotlicht, so dass die Erde weniger Energie abstrahlt und sich damit erwärmt.
Gruß, Niels
Hallo,
Ganz, ganz sicher nicht! Die Gründe für die katastrophalen,
klimatischen Veränderungen liegen …, sondern in der
Menge der ausgestoßenen ozonsschädlichen Abgase
Nee, ganz sicher nicht allein. Dies ist lediglich ein Faktor, der dazu beiträgt, das sich eine Klimaveränderung ergeben kann.
Nachweis ist in ein paar Jahrhunderten möglich. Aber wir sollten alles tun, um diesen definitiven Nachweis so lange wie irgend möglich hinauszuschieben.
Gruß
André
Natürlich hast Du recht,
Niels,
ich hab auch gegrinst.
Aber sind die Palmen nun Indikatoren oder nicht? Ich warte immer noch auf Antwort.
Schöne Grüße!
H.
Hallo,
bei deiner Antwort musste ich auch echt lachen!!
es geht nicht um ozonschädigende Gase sondern um Treibhausgase
wie CO2 und CH4. Beide schädigen nicht die Ozonschicht sondern
absorbieren das von der Erdoberfläche zurückgestrahlte
Infrarotlicht, so dass die Erde weniger Energie abstrahlt und
sich damit erwärmt.
Meines wiaaens handelt es sich dabei um die UV-Strahlung und nicht um Infrarot 
Gruss
Hallo,
Palmen sind als Indikatorpflanze sicherlich möglich, aber nur insoweit wie experimentierfreudige Gärnter nördlich der Alpen damit Erfolg haben oder nicht. Die chinesische Hanfpalme (Trachycarpus)ist mittlerweile am Rhein bis Höhe Frankfurt ohne weiteres ganzjährig im Freien ausgepflanzt kultivierbar. Vor hundert Jahren war dies wohl noch nicht möglich. Eine Wanderung von Palmen aus eigener Kraft Richtung Norden durch Selbstaussaat gibt es meines Wissens nicht.
i.V.
Jochen
Die chinesische Hanfpalme
(Trachycarpus)ist mittlerweile am Rhein bis Höhe Frankfurt
ohne weiteres ganzjährig im Freien ausgepflanzt kultivierbar.
Vor hundert Jahren war dies wohl noch nicht möglich. Eine
Wanderung von Palmen aus eigener Kraft Richtung Norden durch
Selbstaussaat gibt es meines Wissens nicht.
Ja Jochen, das ist die richtige Fährte!
Nur meine ich, dass diese Palmengrenze (es scheint sich durchaus um einen Fachmegriff zu handeln) auch begrifflich fassbar sein müsste, so dass eine klimatologische Definition vorhanden ist:
Höchst- und Tiefsttemperatur? Feuchtigkeit? ???
Das müsste man doch für jede Palmenart angeben können.
Und: Auf welche Palme ist die „Palmengrenze“ bezogen? Das wurde in dem Gespräch nicht gesagt, und ich habe erst beim Heimfahren darüber nachgegrübelt.
Was weiß man darüber?
H.
Hallo,
bei deiner Antwort musste ich auch echt lachen!!
wer zuletzt lacht…
Meines wiaaens handelt es sich dabei um die UV-Strahlung und
nicht um Infrarot
da dauert die Diskussion um Ozonloch und Treibhauseffekt nun schon Jahre bzw Jahrzehnte und dennoch ist erschreckend viel Halbwissen verbreitet.
Der Treibhauseffekt:
Licht von der Sonne durchdringt die Erdatmosphäre und trifft auf den Boden. Dieser wird erwärmt und strahlt deshalb Infrarotlicht ab. Durch zunehmende Menge an Treibhausgasen wird dieses Infrarotlicht immer stärker absorbiert, weswegen die Erde weniger Energie abstrahlen kann und dadurch wärmer wird. Das ganze hat mit UV nur insofern etwas zu tun, als das einstrahlende Sonnenlicht natürlich einen UV-Anteil besitzt. Das eigentliche Problem sind aber die Infrarotstrahlen.
Beim Ozonloch wiederum stellen die UV-Strahlen das Problem dar, weil sie nicht mehr von der Ozonschicht herausgefiltert werden.
Also nicht verwechseln und nicht vermischen.
Gruß, Niels
da dauert die Diskussion um Ozonloch und Treibhauseffekt nun
schon Jahre bzw Jahrzehnte und dennoch ist erschreckend viel
Halbwissen verbreitet.
Entschuldigung, Herr Oberlehrer!
Der Treibhauseffekt:
Licht von der Sonne durchdringt die Erdatmosphäre und trifft
auf den Boden. Dieser wird erwärmt und strahlt deshalb
Infrarotlicht ab. Durch zunehmende Menge an Treibhausgasen
wird dieses Infrarotlicht immer stärker absorbiert, weswegen
die Erde weniger Energie abstrahlen kann und dadurch wärmer
wird. Das ganze hat mit UV nur insofern etwas zu tun, als das
einstrahlende Sonnenlicht natürlich einen UV-Anteil besitzt.
Das eigentliche Problem sind aber die Infrarotstrahlen.
Ah, so ist das
Beim Ozonloch wiederum stellen die UV-Strahlen das Problem
dar, weil sie nicht mehr von der Ozonschicht herausgefiltert
werden.
Für das Ozonloch sind die UV-Strahlen eigentlich kein Problem, da das Ozon in der Stratosphäre folgendermassen gebildet wird: Die UV-Strahlung der Sonne mit einer Wellenlänge l