Panik vor Arbeit wegen Depression und jetzt?

Hallo,
ich hoffe ihr könnt mir einen guten Tipp geben.
Und zwar habe ich seit Jahren Depressionen jedoch seit 3 Jahren nehme ich Antidepressiva.
Ich beziehe Arbeitslosengeld , da ich ein Kind habe. Er ist nun 3 und an sich möchte ich gerne arbeiten. Ich habe mir schon paar Stellen rausgesucht, mich online oder telefonisch beworben soweit so gut doch wenn ich dann ein Vorstellungsgespräch bekomme … PANIK! Obwohl ichs selber wollte ,kann ich nicht. Ich bekomme total Angst und bin überfordert .
Jetzt kommt auch sicherlich bald die Arge auf mich zu . Jetzt bekomm ich noch mehr Panik… was wenn die mich irgendwo reinstecken? Was wenn ich ein 1€ Job irgendwo machen muss? Das könnte ich nicht.
Ich habe leider so ein Problem mit MUSS… Das ist schrecklich und überfordert mich sehr, habe Angst und bin niedergeschlagen. Was mach ich jetzt bloß???
Danke schon mal für liebe Antworten

Hi!

Und zwar habe ich seit Jahren Depressionen jedoch seit 3
Jahren nehme ich Antidepressiva.

Was bedeutet denn jedoch?
Und was ist mit einer Therapie? Nimmst du nur Antidepressiva, ohne gleichzeitig eine Therapie zu machen?

doch wenn ich dann ein
Vorstellungsgespräch bekomme … PANIK! Obwohl ichs selber
wollte ,kann ich nicht. Ich bekomme total Angst und bin
überfordert .
Jetzt kommt auch sicherlich bald die Arge auf mich zu . Jetzt
bekomm ich noch mehr Panik… was wenn die mich irgendwo
reinstecken? Was wenn ich ein 1€ Job irgendwo machen muss? Das
könnte ich nicht.

Warum nicht? Helfen die Antidepressiva nicht? Dann hast du immer noch Depressionen und solltest behandelt werden - aber nicht nur medikamentös!!

Ich habe leider so ein Problem mit MUSS… Das ist schrecklich
und überfordert mich sehr, habe Angst und bin
niedergeschlagen. Was mach ich jetzt bloß???

Wenn du einen Therapeuten hast, dann soll er dich unterstützen bei der Rückkehr ins Arbeitsleben.
Wenn nicht, dann such dir einen!!! Depressionen gehen nicht allein durch Medikamente weg. Allein wirst du den Wiedereinstieg nicht schaffen. Du solltest aber versuchen, diese Kurve zu kriegen und deinen Depressionen zu heilen und nicht nur zu unterdrücken.

Ich wünsch dir viel Kraft dafür!

Danke schon mal für liebe Antworten

War jetzt vielleicht nicht soo lieb, aber gut gemeint.

LiebeGrüßeChrisTine

Ich nehme erst seit 3 Jahren Antidepressiva .
Nein ohne Therapie.Ich hatte eine gemacht weil ich Wochenbettdepressionen bekam und dort haben wir uns nur um das Thema unterhalten, was mir half…

Ich bin auf jeden Fall nicht faul oder habe keine Lust zu Arbeiten. Ich weiß, dass würde mir gut tun und ich will auch , deshalb habe ich seitdem mein Sohn in den Kiga geht gesucht.
Aber plötzlich kommt die Panik! Ich will gerne aber auf einmal geht gar nichts wenns ernst wird.

Moin,

ich kann mich Christine nur anschließen: such Dir schnellstens eine Therapieplatz! Auch wenn das ein Muss ist, solltest Du davor keine Panik haben, es wäre der Schritt in die richtige Richtung. Hast Du keine Familie, Freunde, die Dich da unterstützen können?

Gruß
Demenzia

Hallo,
also vorab ich bin kein Experte, aber ich möchte trotzdem meinen Senf dazu geben.
Für mich hören sich deine Panikattaken und Ängste, die du beschreibst nicht unnormal an. Ob das etwas mit Depressionen zu tun hat?

Ich persönlich finde Vorstellungsgespräche auch nicht wirklich entspannend. Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man richtig Angst davor hat, wenn man das schon lange nicht mehr oder vielleicht noch nie gemacht hat. Schliesslich muss man in so einem Gespräch ja jemanden von seinen beruflichen Qualitäten überzeugen. Wenn man jetzt aber schon lange keine positive Resonanz auf seine Berufsausübung bekommen hat, da man ja nicht arbeitet, ist es schwer sich gut su verkaufen. Zumindest ist die Unsicherheit da und evt. auch Angst vor so einem Gespräch.
Fang mit einem Vorstellungsgespräch für einen einfachen Job, den du gar nicht haben willst, an. So zur übung. Einfach um deine Angst abzubauen und zu merken, dass einem da auch nur Menschen gegenüber sitzen.

Viel Erfolg

Hallo,

dann würde ich dir auf jeden Fall raten nochmal eine Therapie in Angriff zu nehmen.

Auf jedem Fall solltest du mit einem Arzt sprechen, denn so wie es sich anhört scheinst du mit den Antidepressiva nicht richtig „eingestellt“ zu sein. Eventuell hast du welche verschrieben bekommen, die nicht die richtigen für dich sind.

Gruß

Samira

Um die Therapie komm ich wohl nicht rum, da habt ihr Recht!
Doch , meine Familie und Freunde unterstützen mich.
Eigentlich fühle ich mich mit den Medis ganz gut. Im Alltag bin ich gut drauf und komm gut klar nur wenns um Arbeit,MUSS etc. geht klappts nicht

Um die Therapie komm ich wohl nicht rum, da habt ihr Recht!
Doch , meine Familie und Freunde unterstützen mich.
Eigentlich fühle ich mich mit den Medis ganz gut.

aber Medikamente lösen Deine Probleme nicht - auch wenn es nicht unbedingt Depressionen sein müssen.

Im Alltag
bin ich gut drauf und komm gut klar nur wenns um Arbeit,MUSS
etc. geht klappts nicht

dann sitzt da irgendwas, wo Du ran musst.

hi,

man muss keine depression haben, um starke angst vor vorstellungsgesprächen zu haben. die haben gesunde auch und ich hatte sie auch immer, starke angst sogar!

da du aber motiviert scheinst, könntest du eine verhaltenstherapie zur vorbereitung auf vorstellungsgespräche (und andere soziale herausforderungen) machen. selbstverständlich gehe ich davon aus, dass du bereits psychotherapie machst, wenn du schon eine medikation hast.

aber auch ohne therapeutische unterstützung müsstest du beginnen, dich leicht aufregenden situationen in der öffentlichkeit zu stellen, sie zu üben! alleine ist das aber sehr schwer und dauert viel länger. warum auf die krankenkassenleistung verzichten?

am ende steht noch die möglichkeit, in absprache mit dem arzt angstlösende medikamente vor vorstellungsgesprächen einzunehmen, zusätzlich. das macht dann sinn, wenn sehr viel davon abhängt (ein ganzes studium, eine einmalige chance zu einem herausragenden job etc.).

du solltest auf jeden fall MIT und TROTZ angst zu vorstellungsgesprächen hingehen. bewirb dich um jobs, die du gar nicht haben willst, um es zu üben, dann fällt es leichter und du solltest es einkalkulieren, dass es gar nicht klappt -es soll am anfang gar nicht klappen. aber du übst das hingehen, das warten vorher und kannst dann drauf aufbauen. zu hause ängstlich vor´m internet zu hocken und in foren um unterstützung zu bittem kann dauerhaft keine alternative sein.

also raus, kleine schritte machen, aber anfangen!!!

Um die Therapie komm ich wohl nicht rum, da habt ihr Recht!
Doch , meine Familie und Freunde unterstützen mich.
Eigentlich fühle ich mich mit den Medis ganz gut. Im Alltag
bin ich gut drauf und komm gut klar nur wenns um Arbeit,MUSS
etc. geht klappts nicht

Hallo,

sei mir nicht böse, dann klappt der Alltag doch nicht. Denn Arbeit und MUSS gehört ja zum Alltag dazu. Ich glaube das ist auch ein Symptom deiner Depression dass du Schwierigkeiten hast mit Dingen die du tun musst.

Ich selber hatte auch mal das Problem, dass mich alles überfordert hat was unbedingt erledigt werden musste. Zu der Zeit befand ich mich in einem ziemlich Tief. Mir hat die Psychotherapie geholfen da wieder raus zu kommen. Inzwischen ist es für mich kein Problem Dinge in Angriff zu nehmen.

Deswegen würde ich dir raten auf jeden Fall eine Therapie zu machen. Auch wenn das für dich erstmal wieder ein Muss ist. Es lohnt sich aber. Ist doch eine schöne Aussicht, wenn man weiß, dass man das Leben mit seinen Herausforderungen danach viel leichter und besser leben kann.

Gruß

Samira

Die Angst ist nicht vor Vorstellungsgesprächen sondern eher die Panik und Gedanken plötzlich doch nicht Arbeiten zu können und überfordert sein mit der neuen Situation.
Ich weiß auch nicht… Obwohl ich will kommt plötzlich: Du kannst das nicht! Wie willst du das machen etc…

…gerade dann!
hi,

…und gerade deswegen erfordert es die situation, dass du es tust.

nicht denken, machen, und misserfolge dabei mit einplanen! was glaubst du haben alle anderen arbeitsnehmer, bevor sie ihren job bekommen haben, durchgestanden???

alle haben stress gehabt, es versucht, gewartet, angst gehabt, kosten verschleudert für bewerbungen, nie antwort bekommen, sich übel haben anranzen und provozieren lassen von bekloppten chefs…dann haben die meisten, die heute arbeit haben, schlechte bezahlung und harte arbeitsbedingungen hingenommen und versucht, ihren platz unter den kollegen zu bekommen -das alles kommt auf dich zu!

wenn du in deinen gedanken schon solche barrieren aufbaust und diese für dich handlungsweisend so belässt („dann mache ich doch lieber nichts, allenfalls vermeide ich die herausforderung!“) -dann wirst du dich immer weiter in einen teufelskreis von angst und vermeidung hereinschrauben.

dann bleibst du krank.

du brauchst die realitätstestung, fang an!

zum schluss weise ich dich noch drauf hin, dass arbeiten gehen oft auch krank macht: man wird geringgeschätzt, schlecht bezahlt, nie gelobt, von kollegen geärgert, vom chef angeschnauzt, nur befristet eingestellt, schnell wieder gekündigt, vom arbeitsamt dann noch erniedrigend behandelt.

überleg´s dir also, aber sei sicher, dass du auch in diesem haifischbecken der arbeitenden für dich gesundung finden kannst -in dem du endlich handelst, es versuchst und selbstwirkam wirst. zu hause ängstlich zu denken versuat dir nur den tag, aber mit einem echten misserfolg nach hause zu gehen und sich zu sagen „ich habe es aber versucht!“ ist für dich ein ermutigender gewinn.

ernsthaft!

Hallo Du,
wenn man Depressionen hast, kann man oft nicht arbeiten - jedenfalls nicht immer zuverlässig.
Ich rate Dir zu einer Analyse bei einem Fachmenschen, der Dir sagen kann, woher Du diese Depressionen hast.
Bist Du aufgeschlossen für Methoden, die gleichzeitig sehr alt und auch wieder sehr aktuell sind? Dann lies doch mal Carlo Zumstein: Reise hinter die Finsternis; und: Winfried Picard: Schamanismus und Psychotherapie (Picard lebt bei Bremen, Du findest seine Tel./Adresse im Internet)

Was Antidepressiva betrifft, so habe ich aktuell einen Bericht gelesen, dass die Wirkung solcher Mittel oft dadurch bestätigt wurde, indem Studien darüber von Pharmakonzernen in Auftrag gegeben wurden - Berichte, die dann doch die Wirksamkeit bestritten, landeten sehr oft im Papierkorb…!
Antidepressiva sehe ich ähnlich, wie wenn ich Aspirin nehmen würde, wenn mir ein gebrochenes Bein schmerzt - es aber nicht richten und eingipsen lasse: Die Ursache wird nicht angegangen.

Liebe Grüße, Susanne