Ich leide seit 3 Tagen extrem unter schlimmen Panikattacken auf Grund einer Arachnophobie Spinnenphobie, die ich in meiner Kindheit hatte und vor ca. 2Jahren wieder hochkam. Ich habe gestern eine Imap-Spritze bekommen, da ich 3 Nächte nicht schlafen konnte. Die Wirkung setzte nach ein paar Stunden ein, aber nicht so, wie ich es mir erhoffte. Ich hatte zwar weniger Angst, will mich allerdings nicht mit irgendwelchen Mitteln vollpumpen, da ich sowieso schon Ritalin nehme. Ich erhielt außerdem ein Schlafmittel, welches sich Zolpidem nennt und ich für ca. 4 Tage nehmen soll. Es ist furchtbar, den ganzen Tag in solcher Angst leben zu müssen. Mein ganzes Leben richtet sich danach aus. Ich suche, bevor ich einen Raum die Wände nach Spinnen ab und muss ca. alle 10 min. in den Spiegel schauen, ob eine Spinne auf mir sitzt. Da ich weiß, dass es eigentlich nicht sein kann, komme ich mir vor, als ob ich verrückt werde. Nächste Woche gehe ich zu einem Psychotherapeuten und beginne mit einer Hypno-Therapie. Ist dies sinnvoll? Was kann ich tun, falls ich wieder eine Attacke bekomme? Die Atmentechniken helfen mir nicht wirklich. Vielen Dank im Vorraus. Julie
Nächste Woche gehe ich zu einem
Psychotherapeuten und beginne mit einer Hypno-Therapie. Ist
dies sinnvoll?
Ob die Hypno-Therapie sinnvoll ist oder nicht, mag ich nicht beurteilen, wird sich aber zeigen. Für den Anfang ist es aber sicherlich nicht verkehrt. Später könnte es dann zu einer Konfrontationstherapie kommen, dass wird der Therapeut aber mit dir sehr genau besprechen und du kannst dich auch weigern (was ich dir aber auf keinen Fall empfehlen würde).
Generell sind Angstzustände aber sehr gut zu therapieren und du solltest dir stets bewusst sein, dass ein Angstzustand nur eine begrenzte Zeit andauern kann (ich glaube ~10min).
Erleidest du also eine Angstattacke und du setzt dich dieser aus, anstatt der natürlichen Reaktion zu folgen und die Situation zu meiden, lässt die Angst nach. Und das ist ein großer Schritt für dein Gehirn, da es lernt, dass die Spinne keine Bedrohung für dich darstellt.
Dazu ist es schonmal hilfreich, wenn du dir bewusst bist, dass Spinnen keine Gefahr darstellen, weil erst dann kannst du dich auch zwingen die Situation länger durchzustehen.
So viel von einem Laie.
Aber wie gesagt, dein Therapeut ist der Fachmann. Er hat lange genug studiert um die Tücken und Mechanismen der menschlichen Psyche zu kennen und anschließend hat er die Ausbildung zum Psychotherapeuten absolviert.
Gruß