Panikattacken!

Hallo!
Meine beste Freundin ist neulich ins Krankenhaus gekommen.
Aufnahmegrund:stuck_out_tongue:anikattacke,Schlaflosigkeit,Antriebslosigkeit,Kribbeln in Händen und Füssen.

Ihr wurde Diazepam mitgegeben und im Bericht steht etwas von Substitutionstherapie,die eventuell angebracht wäre.

Was bedeutet das??

Können aussenstehende bei einer Panikattacke irgendwie sinnvoll helfen??

Sie liegt gerade im Bett und heult,sie meinte sie hätte das Gefühl das sie durchdrehen würde!!
Da steht man dann hilflos vor und weiss nicht was man machen soll!!

LG

Ich habe mal schnell gegoogelt weil ich das Gefühl habe, sie könnte die Panikattacke auf Dich übertragen und Du gerätst auch in Panik. Da euch das nicht weiter hilft lies mal das hier:

http://www.surfertreff.de/psycho/hilfen.htm

Ich habe es jetzt nicht auf Tauglichkeit geprüft aber das eine oder andere ist sicherlich drin, was Du anwenden kannst.

Bleibe mit ihr im Dialog, begleite ihre Angst und beschütze Dich gleichzeitig. Faustregel: Nur wenn es Dir gut geht kannst Du helfen. Wenn es Dir nicht gut geht gehe ruhig raus aus der Situation, wenige Minuten später hast Du Luft geholt und kannst auch wieder helfen.

Alles Gute!

AndyM (Kein Fachmann, also könnte ich auch ganz falsch liegen)

Hallo Xenia,

als Erstes empfehle ich wärmstens die Lektüre von FAQ:238; als Zweites einen Blick ins Archiv (Stichwort: Panikattacke) - da gibt es einiges an Lesestoff.

Ob Diazepam die richtige Methode ist, vermag ich nicht zu beurteilen - ich hätte es jedenfalls auf gar keinen Fall geschluckt, weil Ruhigstellen (nichts anderes tut Diazepam) keine Hilfe ist.

Sie liegt gerade im Bett und heult,sie meinte sie hätte das
Gefühl das sie durchdrehen würde!!

Ja… Ich hatte Ende Januar so einen Ausraster, insofern sind mir die Gedanken ‚na prima! jetzt knallst Du komplett durch!‘ nicht fremd; es blieb zum Glück ein einmaliger Ausraster.

Laß sie ein bißchen zur Ruhe kommen und dann sollte sie sich einen gescheiten Therapeuten suchen, der mit der Materie vertraut ist.

Beste Grüße

Renee

Hi AndyM,

der Link is ja super… danke das du hier bist.
ich bin auch von ängsten betroffen. aber hauptsächlich auf der arbeit…
es ist schon sehr schlimm wenn man davon betroffen ist…
Also danke ung lieben Gruß
spezi…

Hallo,

ich hatte selber 4 Jahre lang Panikattacken. Geholfen hat mir eine Verhaltenstherapie. Da ich aber die genaue Problematik deiner Freundin nicht kenne, kann ich hier nicht zu einer bestimmten Therapieform raten. Allerdings sollte sie schnellstmöglich irgendwas dagegen tun, denn Beruhigungsmittel sind auf Dauer eine sehr schlechte Lösung, da sie schnell abhängig machen.
Wenn deine Freundin in deiner Gegenwart eine Panikattacke bekommt, kannst du ihr schon helfen. Versuche Sie abzulenken, rede mit Ihr über etwas anderes, oder mache einen Spaziergang an der frischen Luft. Das Kribbeln in den Händen und Füßen kommt vom Hyperventilieren. Da hilft es, sich eine Tüte über Mund und Nase zu stülpen und ruhig hinein zu atmen. Dann verschwinden auch andere Symptome ganz schnell. (Das ist kein Witz mit der Tüte! Es funktioniert wirklich)

Gruß Maja

Hallo Xenia,

Panikattacken kommen bei vielen psychischen und auch organischen Störungen vor, nicht nur bei der Panikstörung. In akuten Fällen wird zur Beseitigung der Paniksymptome ein Benzodiazepin wie z.B. Diazepam gegeben. Darüberhinaus kann bei einer Panikstörung ärztlichen Angaben zufolge über einen Zeitraum von einem Monat weiterhin ein Benzodiazepin (z.B. Alprazolam) verschrieben werden, das aber danach abzusetzen ist, da Benzodiazepine eine erhebliche Suchtgefahr aufweisen. Die von Dir geschilderten Symptome von Antriebslosigkeit und Schlaflosigkeit sind keine unmittelbaren Symptome von Panikattacken, können aber die Folge von ihnen sein. Menschen, die Panikattacken erleben, denken häufiger, daß sie verrückt werden, weil die Erlebnisse mit Paniksymptomen sehr belastend sind. Wenn Deine Freundin jetzt denkt, daß sie durchdreht, dann ist es wichtig, daß sie erst einmal zur Ruhe kommt. Daher scheint mir der kurzfristige Einsatz von Diazepam nicht falsch zu sein. Später sollte sich Deine Freundin intensiver mit dem auseinandersetzen, was sie erlebt hat, indem sie sich darüber informiert und ggf. ärztliche/therapeutische Hilfe in Anspruch nimmt.

Gruß,

Oliver Walter

Hallo!

Habe selber öfter Panikattacken. Bei mir werden sie durch Flashbacks ausgelöst.
Kenne auch das Mittel Diazepam, habe es als Tropfen. Nehme es aber nur ein, wenn nichts anderes hilft. Trotz allem habe ich sie immer dabei wenn ich irgendwo hingehe oder bleibe, gibt mir ein Gefühl der Sicherheit. Aber aufgepasst, dieses Mittel kann schnell in eine Anhängigkeit führen, wenn es über einen längeren Zeitraum eingenommen wird. Es muss dann ganz langsam abgesetzt werden, da ansonsten die gleichen Symtome wieder da sind, nur sind sie dann noch heftiger.

Deine Freundin sollte versuchen herauszufinden, wodurch diese Panikattacke hervorgerufen wurde. Sich evtl. Therapeutische Hilfe suchen.

Ich bin ein sexuell missbrauchtes Kind, daher meine Attacken.

Auf meiner HP gibt es Tipps wie man Menschen in solchen Momenten helfen kann.

http://www.survior.de

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