Hallo, da ich mir keinen Rat mehr weiß, möchte ich hier von meinem Problem berichten. Vielleicht gibt es jemanden, der ähnliches kennt oder Rat weiß:
Seit mehr als einem halben Jahr widerfährt mir folgendes: ich träume nachts ganz banale, alltägliche Dinge wie z. B. ich füttere meine Katzen, koche oder dekoriere den Esstisch. Tage später befinde ich mich real in einer dieser Situtationen, dann schießen mir in sekundenschnelle dieses Bild oder diese Bilder vor Augen und mein Körper wird zuerst eiskalt von den Zehen bis zu Schädeldecke, mein Herz fängt wie wild an zu rasen, ich habe das Gefühl, mir drückt jemand die Luft ab und dann hab ich das Gefühl, ich stehe in einem Backofen. Das ganze dauert ca. 1 Minute. In dieser Zeit bin ich völlig reaktionsunfähig, gehe automatisch zu Boden oder wenn ich es schaffe, kann ich mich auf einen STuhl setzen. Ich habe alle Ärzte durch, die in Frage kommen. Es ist bis heute nichts festgestellt worden. Gestern hatte ich diese Anfälle zum ersten Mal auch nachts und tagsüber 17 mal im Laufe des Tages. Ich bin völlig verzweifelt, da ich diesem Ganzen so hilflos ausgeliefert bin und: ich kann keinerlei Verbindung sehen zwischen dem Geträumten und dem, was dies mit meinem Körper macht. Manche sprechen von Dejavu, aber auch diese Verbindung sehe ich für mich nicht. Manche sprechen von Panikattacken. Kann das sein ? Dann könnten die Wechseljahre eine Rolle spielen, sagen die anderen. Ich kenne niemanden, der ähnliches hat und hoffe nun, hierüber ein wenig Hilfe zu finden, da ich mittlerweile ANGST VOR DIESEN ANFÄLLEN habe, zumal sie sehr anstrengen.
Lieben Dank im voraus,
Kerstin.
Hallo, Kerstin,
Deine Beschwerden hören sich wie Panikattacken an. Da Du anscheinend schon „alle“ Körpermediziner „durch hast“, würde ich an Deiner Stelle nun bei den Psychiatern oder Psychotherapeuten um Rat fragen. 17mal tagsüber und nachts plus die „Angst vor der Angst“ - hier solltest Du wirklich etwas tun.
Beste Grüße
Hallo, da ich mir keinen Rat mehr weiß, möchte ich hier von
meinem Problem berichten. Vielleicht gibt es jemanden, der
ähnliches kennt oder Rat weiß:
Hallo Kerstin,
Diese typischen Anzeichen einer „Angst vor der Angst“ kann man beheben, indem man sich diese Angst herbeiwünscht und sich mental darauf freut : "Komm doch du Angst - was willst du schon - bist ja nur eine Einbildung. Kurz: Du sollst den Stier bei den Hörner packen ! Ich weiss es - hatte dieses Problem jahrelang.
Mit Gruss: harta
Hallo Kerstin,
die so harmlosen Träume helfen zunächst nur bei der
„klassischen Konditionierung“.
Man hat etwas gelernt:
Bei der realen Tätigkeit schießen einem zunächst in Sekundenschnelle diese erlebten Träume durch den Kopf, und man weiß schon was kommt, was kommen muss, wirklich zwanghaft muss?
Doch man kann diesen Prozess auch wieder lernen zu verlernen - mit professioneller Hilfe, wie bereits in der ersten Antwort empfohlen.
Meine Mutter litt vor Jahren an ähnlichen Symptomen, nachdem kurz zuvor ihre beiden Eltern im Abstand von Tagen plötzlich verstorben waren und weitere scheinbar unüberwindbare Sorgen ins Haus standen.
Der Hausarzt wusste natürlich nicht woran sie litt, man schob es auf die Wechseljahre.
Sie glaubte während dieser Attacken keine Luft zu bekommen und zu ersticken. Sie atmete flach und hektisch und merkte nicht, wie sie hyperventilierte!!! Sie ging stets auf den Balkon, wegen der Luftnot. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass „patient“ das Hyperventilieren in der Paniksituation nicht selbst bemerkt!
Ihr Arzt fand heraus, dass ihr Kalziumspritzen scheinbar zu helfen schienen, bis zur nächsten Attacke. Im Link unten ist erklärt warum.
http://www.angstportal.de/SY08—Hyperventilation.html
Auszug aus dem Link:
Menschen mit Ängsten, chronischer Stressbelastung und Verspannung atmen flach und unergiebig aus dem oberen Brustkorb heraus und nutzen damit nur ein Drittel bis zur Hälfte der Lungenkapazität. Bei mehr Sauerstoffbedarf atmen sie noch stärker mit dem Brustkorb statt intensiver mit dem Zwerchfell. Durch die schnelle Atmung kommt es zum belastenden Herzrasen. Den Betroffenen fällt die Hyperventilation oft gar nicht auf, so dass sie diese auch nicht als die Ursache ihres Herzrasens erkennen können.
Hyperventilation führt über den Kalziumabfall zur Verkrampfung der Bronchien und der Stimmritzen. Wegen der zunehmenden Angst, keine Luft zu bekommen, und wegen des Drucks im Brustkorb atmen die Betroffenen noch tiefer und heftiger. Da weiterhin keine Bewegung erfolgt, wird der Kohlendioxidmangel im Blut noch größer. Zitatende
Gute Besserung wünscht
Renate
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
hi,
mache dir als erstes klar, dass du plötzliche, starke angst hast. davon kann man nicht sterben, das ist nicht schädlich, es ist nur etwas anstrengend. der erste wichtige schritt ist, dieses gefühl mal als sowas wie ein training für deinen körper anzusehen. es passiert körperlich auch nicht viel anderes, als wenn du einmal um den häuserblock rennst. wenn du das klar hast, brauchst du keine angst mehr vor dem nächsten mal zu haben sondern wirst einfach nur einmal mehr „trainieren“. das wird die häufigkeit der vorkommnisse sofort reduzieren.
ich vermute darüber hinaus, dass du einen ungünstigen zusammenhang zwischen deinen träumen und realen situationen herstellst, die dich beängstigen. mache damit schluss! erkläre deine träume für träume und dein leben für dein leben. ähnlichkeiten kann man, wenn man sich reinsteigert, viele finden, wenn man es lässt, kann man die sache runterfahren. ähnlichkeiten sind zufällig.
es ist untersucht worden, dass das gehirn täglich etwa 90% der aufgekommenen gedanken als „nicht passend“ oder „unbrauchbar“ verwirft. für verhalten als brauchbar identifizierte gedanken bleiben übrig. da hast du wahrscheinlich einen unbrauchbaren gedanken für sinnvoll gehalten und tatsächlich geglaubt, deine träume finden sich in der realität wieder.
kann passieren, ist menschlich, aber quatsch.
Hallo, lieben Dank für die Antworten. Sie bringen einen zum Nachdenken und das ist ganz gut so. Ja, Angst vor der Angst,dass ist richtig. Ich werde Euren Rat mal versuchen umzusetzen. Vielleicht kann man das ja wirklich trainieren. Ich werde sehen.
Gruß,
Kerstin