Panikattacken!

Hallo,
aufgrund sexuellen Mißbrauchs durch meinen Stiefvater,habe ich ab und an Panikattacken. Ich habe tierische Angst vor dem Tod, irgendwann nicht mehr zu existieren. Mein Psychotherapeut meinte, sobald ich eine Panikattacke habe, soll ich aus der mich befindlichen Situation weggehen. Liege ich im Bett, sollte ich aufstehen und mich anders beschäftigen. Nur leider funktioniert es nicht. Wer kann mir Tipps geben, wie ich am besten die jeweilige Situation meistere?

Besten Dank, Marge

Hallo Marge,
auf der Seite:
http://www.ecircle.de/
unter „Gesundheit & Medizin“, dann „Selbsthilfegruppe“, dann „Ängste und Depressionen“ gibt es einige e-mail-zirkel, wo Du jede Menge Leute mit ähnlichen Problemen findest.
Alles Gute Susanna

Hallo Marge,ich gehöre auch zu den vieln Menschen, die unter solchen Panikattacken leiden (litten)…habe auch ´ne Therapie hinter mir, sämtliche Medikamente…naja, mittlerweile geht´s etwas besser, obwohl ich glaub ich auch noch nicht ganz mit dem Thema durch bin-egal, nun zu dem Tip:mein Psychologe hat mir für akute Situationen genau das Gegenteil geraten: nämlich mich richtig doll da rein zu steigern und in mich zu horchen und abzuwarten, was passiert…nähmlich gar nix, Du stirbst nicht, du kriegst keinen Infarkt und Du wirst auch nicht verrückt.Klingt hart, aber irgendwie ist was dran.Manchmal hilft´s und Du denkst: „stimmt, ganz schön langweilig, warum mach ich jetzt nicht was Schönes…leckt mich doch sonstwo“

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Meine Frage wäre: was kann schlimmstenfalls
passieren ?
Alles Gute,
Lothar

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Hallo Marge,

aufgrund sexuellen Mißbrauchs durch
meinen Stiefvater,habe ich ab und an
Panikattacken. .
Nur leider funktioniert es nicht. Wer
kann mir Tipps geben, wie ich am besten
die jeweilige Situation meistere?

Dein Arzt ist ein, entschuldigen schon, Depp, denn das Typische an Panikattacken ist, dass sie völlig unabhängig von der Situation, also „sinnlos“ auftauchen! Das unterscheidet sie z.B. von Angstbeurosen oder Verfolgugnsängsten oder sowas. Sie treten blitzuartig auf und verschwinden ebenso blitzartig wieder.
Mir haben mehrere Leute berichtet, dass sie sehr gute erfahrung mit Bachblüten gemacht haben (ist auf jeden Fall eine harmlose Therapie). Große Psychiatrische Kliniken sind auf die Behandlung von Panikattacken eingestellt. Schau auch im Internet, es gibtr mehrere Sites dazu!
Und: such dir einen Arzt, der weiß, was er tut und nicht blöd redet.
gruß,
bb
(Ich hatte selber welche, wurde damals im Rahmen einer Versuchsreihe medikamentös behandelt und wurde gesund - witzigerweise gehörte ich zu der Gruppe Patienten, die ein Placebop bekommen hatten! Na, Hauptsache, es hat genutzt …)
gute besserun,g
bb

hi marge,
mein tip - aus eigener erfahrung - ist: weder verhaltenstherapeutische noch psychoanalytische oder sonst irgendwelche therapien sondern - antidepressiva.
ich weiss nicht mehr, wie meins damals hiess. es gehörte zur gruppe der trizyklischen antidepressiva, macht nicht abhängig und hat (ausser etwas übelkeit die ersten tage) keine nebenwirkungen; aber es hilft vom ersten tag an gegen die panik.
hat mir der hausarzt gegeben.
wenn die panikattacken erst mal weg sind, kann man weiter überlegen, ob man eine therapie machen will.

  • meine bescheidene meinung -
    liebe grüsse & gute besserung - k.

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hi,
ich glaube nicht, dass es eine für alle gültige pauschallösung gibt!
in den schlimmsten zeiten haben mir blachbüten sehr gut geholfen („rescue remedy“ z. b.) - im internet gibt es jede menge seiten über bachblüten. keine nebenwirkungen und auf jeden fall einen versuch wert.
wenn das „ablenken“ nicht hilft, überwinde dich und versuch mal, dich in die angst reinfallen zu lassen. klingt leicht und ist doch so furchtbar schwer, ich weiss. aber was jemand vor mir geschrieben hat, stimmt, du stirbst nicht, wirst nicht verrückt und die angst ebbt irgendwann ab. versuch, sie zu „begrüßen“ und zuzulassen. wenn du nicht krampfhaft versuchst, sie „wegzudrängen“, macht sich die angst selbst überflüssig.
alles gute!!
cat

…Mein Psychotherapeut meinte,
sobald ich eine Panikattacke habe, soll
ich aus der mich befindlichen Situation
weggehen.

Mir hat meine Therapeutin genau das Gegenteil geraten. Ich hatte eigentlich genau das von ihm angeratene „Fluchtverhalten“ an den Tag gelegt und die Angstsituationen gemieden. Sie meinte jedoch ich solle lernen, in der Situation auszuharren und sie erst nach dem Nachlassen der Angst zu verlassen.

Nachtrag: Panikattacken!

Hallo,

erstmal Danke an allen für die Tipps. Es scheint mir, das ich mich etwas falsch ausgedrückt habe, denn mein Psychologe rät mir nicht wegzulaufen. Sondern, wenn ich eine Panikattacke habe, z.B. im Bett, dann aus dem Bett zu gehen, aber mich weiter damit zu beschäftigen. Meine Angst ist tot zu sein, nicht mehr zu existieren. Ich komme nach anderthalb Jahren immer noch nicht zurecht irgendwann einfach tot zu sein. Zudem muss ich schon sagen, dass ich, seit der Therapie, weniger Attacken habe. In dem Sinne meine ich schon, dass er mir weiterhilft. Ich dachte nur, es gibt vielleicht Möglichkeiten, wie ich die Attacken schneller loswerde.

Besten Dank an alle,
Marge

Servus Marge,

mir hat es geholfen, mich mit meiner Panik zu beschäftigen.
Was kann mir schlimmstenfalls passieren - ist ja in einigen Antworten schon gestanden.
Das hilft am Besten, wenn man weiß, wovor man Panik hat.

Ich habe selten, oder keine Panik, wenn ich mit Freunden bin, wenn es mir emotional gut geht.
Es ist ungeheuer wichtig, sich selbst manchmal was Gutes zu tun.

Viel Kraft und alles Gute

wünscht Dir Dein Herbert

Hallo Marge,
bin selbst Psychotherapeutin und glaube, daß das zu wenig ist, was dein Therapeut da empfiehlt.
Ich empfehle dir, das Buch über Angst und Panikstörung von Margraf(ein deutscher Verlag) zu kaufen, das kostet nicht viel, gibt sehr gute Erklärungen und stellt auch eine wirklich wirksame Behandlungsmethode vor.
Ich verwende in meiner Praxis für meine Klienten auch gerne ein Skriptum über Panik einer Wiener Klinik, wenn du mir deine Adresse sagst, schicke ich dir eine Kopie, das gitb es nicht im Handel.
Andrea

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