Panikattaken aus heiteren himmel

Wer kann mir helfen?
Am Sonntag habe ich frühstückseier gekocht und aus heiteren himmel wurde mir total schwindelig und ich fühlte wie mein blut ganz warm durch den gesamten körper schoss dannach fühlte ich mich als ob ich im gesamten körper Muskelkrämpfe hatte und richtig reden konnte ich bei dem anfall auch nicht, ich bekam ganz leichtes herzrassen.
Zur info letztes jahr im sep. 09 fing alles an meine tochter fing mit dem kindergarten an und ich bekamm diese anfälle, wie ich sie nenne aber die ändern sich immer wieder, mal mit sehstörung mal ohne mal mit kalte hände mal ohne ich habe aber keine schweissausbrüche usw. ich war bei zich doc´s aber alle sagten es sind panik attacken, Herz, nieren, schilddrüse, alles i o ich ging zu einer neurologin und da war das eeg auch i o, sie gab mir tropfen Tramiprimin oder so ähnlich, die halfen mir abends immer ruhig einzuschlafen, aber seit sonntag geht es wieder los, heute geht es mir ähnlich ich habe immer wieder angst davor das es wieder passiert und ich bin hier außer meiner kleinen tochter alleine mein mann ist ackern. einen thearpie platz zu bekommen ist hier in berlin wie ein sechser im lotto zu haben. Also was machen wie damit umgehen und damit leben. dazu kommt noch das bei mir Morbus crohn festgestellt wurde (Chronische Darmentzündung) seit mein 18 L J habe ich durchfall gehabt und erst jetzt wurde festegestellt was es ist. bitte kann m ir einer helfer oder mir sagen wo ich mich noch hinwenden kann?. Für schreib fehler endschuldige ich mich, der grund dafür ist eine lange traurige geschichte. :smile:

Hallo Sandra!

erst mal: es tut mir sehr leid für dich, dass es dir so schlecht geht. morbus crohn ist ja wirklich nicht sehr toll! das tut mir echt leid. und natürlich auch wegen der panikattacken.

natürlich wäre am besten wenn du einen therapieplatz bekommen würdest. ich weiß das das sehr schwer ist. bin selber in therapie und zahle alles selber! das sind immerhin 80 euro wöchentlich :frowning: aber es hilft nicht, ich muss diese therapie machen, da es mir auch nicht gut geht. aber es geht langsam bergauf!!
ich kann dir noch ein forum empfehlen wo du dich mit gleichgesinnten unterhalten kannst. das hilft mir immer sehr gut. www.med1.de/forum - (unterforum psychologie) da kannst du ja mal schaun. außerdem habe ich mir gerade ein buch gekauft, dass mir auch sehr gut hilft: Wenn plötzlich die Angst kommt: Panikattacken verstehen und überwinden
von Roger Baker
das ist echt gut und hilft mir auch.

eventuell versuchst du es auch mit selbsthilfe gruppen, wenn du keinen therapie platz findest. da kannst du dich auch mit betroffenen austauschen.

am besten hilft mir immer, wenn eine panikattacke am hochkommen ist, dass ich mir immer wieder sage: DAS IST JERZT „NUR“ EINE PANIKATTACKE - mir kann nichst passieren. und dann versuche ich ganz ruhig zu atmen und versuche zu entspannen.

sport ist für mich persönlich auch ganz gut. da werdern glückshormome ausgelöst. oder geh spatzieren oder eine runde laufen.(ist für den darm auch gut)

ich wünsche dir sehr, dass es dir bald wieder besser geht. hoffe ich konnte ein bisschen helfen
alles gute für dich und deine tochter

gruß
moyogi

Hallo Sandra

Das tut mir leid, dass du zu all den Panikattaken auch noch eine Darmentzündung hast. Trotz den Beschwerden hast du nebenbei noch Verantwortung für dein Kind und das ist wieder eine Belastung mehr. In erster Linie finde ich es ganz wichtig, dass du dir Hilfe holst in Form einer Therapie. Wie du schreibst, ist es dort wo du wohnst, nicht einfach einen Therapieplatz zu bekommen. Gibt es bei euch eine Selbsthilfgruppe für Angst und Panikpatieten? Oder eine Freudin, der du dich anvertrauen kansnst. Reden kann ebenfalls im Moment befreien.Das könnte dich vielleicht auch schon unterstützen bis du einen Therapeiplatz gefunden hast. Ich finde es sehr gut, dass du medizinsch alles abgeklärt hast, somit weisst du auch, dass es nichts organisches ist und das nimmt auch wieder eine gewisse Angst und du kannst dich auf das konzentieren was ist. Wichtig ist, dass du dir bewusst machst, dass es Panikattacken sind, dass die Symptome wieder verschwinden. Natürlich ist es alles andere als einfach, dies auszuhalten. Sport finde ich etwas sehr gutes. Die Energie anderweitig einzusetzen, das tut dem Körper und dem Geist gut. Was ich noch wichtig finde, wenn diese Panikattacken wieder kommen, dass du so gut es geht ruhig bleibst. Noch mehr Angst verstärkt das Ganze. Das wird natürlich schwierig sein, wenn man Angst hat dann die Ruhe zu finden. Zu all dem ist das Gegenteil, die Entspannung etwas sehr wichtiges. Im Alltag ist man immer auf dem Sprung, hat Verantwortung, Kinder die einem brauchen und Arbeiten die man erledigen muss. Da ist es sehr wichtig, dass man auch Phasen der Entpsannung hat. Zum Beispiel mit einem Autogenen Training, Yoga, Meditation usw. Das Gleichgewicht zwischen Sport und Entspannung ist entscheidend.
Und eben, eine Therapie,dass du eine Fachperson an deiner Seite hast.
Ich wünsche dir ganz viel Kraft und den Mut.

En liebe Gruess
Chrissie

Hallo Sandra,

jede Panikattacke kann ganz verschieden Ursachen haben. Das kann mit deiner Kindheit zusammenhängen oder auch mit Erlebnissen, die vor kurzem erst stattgefunden haben und ganz einschlägig und bestimmend für dich waren.

Ich rate dir auf alle Fälle zu einer Therapie. Dort wird dir gezeigt, wie du mit deiner Angst umgehen kannst und sie verringern kannst.

Als kurze Hilfe kann ich dir erst mal folgendes empfehlen:

Wenn du wieder eine kommende Panikattacke verspührst, setz dich aufrecht auf einen Sessel oder einen Stuhl. Mach dir bewusst, das du mit diesem Stuhl in Verbindung bist. Wenn du die Angst kommen merkst, dann versuch dir ganz klar darüber zu werden, dass Angst nicht dein ist. Seh dir Dinge in deiner Umgebung an und versuch nicht die Angst zu bekämpfen sondern als Freund anzusehen. Versuch der Angst eine Gestalt zu geben und mit dieser Gestalt zu reden.

Wenn du bis zur Therapie Unterstützung brauchst, kannst du dich auch erst mal an die Caritas Hilfe der Kirche wenden.

Gruß

Vielen lieben dank, der tipp mit dem Stuhl hört sich gut an aber das umsetzen ist schwer, ich bin mir in diesem Moment nicht bewusst das es eine Panik Attacke ist, sondern ich fühle mich einfach nur elend und dabei einen klaren Kopf zu bewahren ist auch schwer, ich bekomme danach einen heulkrampf weil ich es sooooo leid bin das es nicht endet oder aufhört und immer immer wieder kommt, ich sehne mich nach der zeit wo ich nix hatte. Ich bin ehrlich wenn ich zurück denke denn fing alles mit der Geburt meiner Tochter an. von Geburt an war meine Tochter anstrengend (Schreikrämpfe, OP mit 1 J. usw. ) Sie löst sich schwer von mir, sie hängt mir nur am Rockzipfel und ich habe immer angst um sie weil sie so anfällig ist. Mein Sohn der ist jetzt fast 10 J. der war so einfach in allem, aber bei der kleinen ist alles anderes ich denke das hat was damit zu tun. Aber Herr der Sache zu werden, das wird ein Kampf gegen sich selbst sein. Danke für die tipps, ich bin froh das mir jemand zugehört hat, mein mann hört mir zwar auch zu aber hier ist es was anderes und ich merke das ich nicht die einzige bin die es so geht. ich finde diese Seite super toll .-)

Ja es ist nicht gerade einfach alles in den Griff zu bekommen zwei Kinder den Haushalt und ein Mann der auch etwas fordert am Abend ich habe manchmal keine Lust mehr und falle nur noch um ins Bett und will meine Ruhe haben. Sport kann ich nicht so machen weil ich die kleine den ganzen Tag um mich habe, sie ist sehr oft krank und kann nicht in die Kita, eine Freundin habe ich auch nicht nur meine angehende Schwiegermutter, mein Mann und das war´s meine leibliche Erzeugerin und Erzeuger gibt es für mich nicht mehr das da sehr viel negatives passiert ist, aber diese Geschichte ist viel zu lang und ich würde hier ein Buch reinschreiben lol. ich bleibe da am Ball um einen Therapie platz zu bekommen bin schon mal auf eine Warteliste, die Wartezeit beträgt so 6 Monate und länger hier in Berlin. ich will nur das die Attacken endlich aufhören und ich wieder leben kann ohne angst haben zu müssen wann kommt die nächste Attacke. ich will ja nicht das diese attakken kommen, wer will das schon.

Hallo,

Panikattacken kommen fast immer „aus heiterem Himmel“ und haben sehr unterschiedliche Symptome - sie können jedes Mal ähnlich oder etwas anders sein. Wie Du schon berichtest ist die Panikattacke an sich nicht das Schlimmste, sondern die „Angst vor der Angst“. Ein Psychotherapeut kann nicht auf die Schnelle die erhoffte Hilfe bringen. Es ist ein Prozess. Die Ängste sollen Dir aber etwas sagen… hast Du Dich seit langer Zeit überfordert, evtl. ständige Ängste um Dein Kind, denkst Du zu wenig an Dich und Deine Bedürfnisse… usw. usw. Der Körper zieht durch eine Panikattacke meistens eine „Notbremse“. Es helfen akut natürlich Medikamente, die auch ein Hausarzt verschreiben darf. Jedoch solltest Du unbedingt einen Psychiater/Neurologen als Arzt erstmal aufsuchen, der sich damit genauer auskennt. Du selber kannst für Dich aber herausfinden, was nicht stimmig war die letzte Zeit… Tage, Jahre… Sie kommen nicht umsonst, sondern wollen etwas sagen. Wenn Du noch Fragen hast, stelle sie gerne. Alles Liebe - mona

Danke sehr, euch allen danke ich. es hilft mir sehr mich mit euch auszutauschen und zu hören das es euch auch so geht, ich fühle mich nicht mehr alleine, mein Mann hilft mir sehr er bringt sehr viel Verständnis auf und versucht zu helfen wo er nur kann aber meistens muss ich ja doch alleine da durch. ich schäme mich meinen Kindern gegen über die wissen immer nicht was Loss ist und ich versuche ihn zu erklären dass es mir nicht gut geht aber es gleich wieder geht. Mein Mann steht immer neben mir mit einen hilflosen Gesichtsausdruck und es tut mir in der Seele weh das ich es nicht kontrollieren kann, es macht mich auch sauer so hilflos ausgeliefert zu sein und ich hoffe aber immer das ich diesen Kampf gewinne denn aufgeben tue ich nicht.

Ja das hört sich logisch an und es stimmt auf den Punkt genau aber ich denke auch wenn ich an mich denke denn bin ich nur egoistisch, ich durfte nie in meiner Kindheit an mich denken denn ich hatte keine Kindheit. ich musste ab mein 8 L J. auf meiner kleinen Schwester aufpassen und wir waren in ein fremdes Land. Meine Eltern sind ausgewandert und sind abreiten gegangen und ich war immer alleine, sie zahlten keine Rechnungen und somit waren wir (meine Schwester und ich) ohne Strom und Wasser essen gab es auch nicht immer. wieder in Deutschland war ich schon 16 j. und ich konnte mein Schulabschluss nicht machen usw. lange rede kurzer Sinn. ich muss es lerne an mich zu denken wie ein Kind lerne muss zu laufen.

Hallo Sandra,

da sind Panikattacken vorprogrammiert und nicht verwunderlich. Wie Du schon sagst: du hast nie an Dich denken können und es auch als Erwachsene versäumt zu lernen (von wem auch??). Es hat überhaupt nichts mit „dem“ Egoismus zu tun - im Gegenteil. Du musst für Dich einen „gesunden Egoismus“ entwickeln. Da kann Dich eine Psychologin gut unterstützen. Aber sie können Dir Dein Leid und Deine Entwicklung nicht „abnehmen“. Es wird Zeit an Dich selber zu denken und was auch ganz wichtig ist… übernehme die Verantwortung für DICH. Frage DICH, was tut Dir gut, was will ICH wirklich vom Leben, was kann ICH ändern (dabei können Psychologen auch gut unterstützen). Mach Dich groß und versuche Selbstbewusstsein zu entwickeln. Es ist super schwer und ein langer Weg nach so einer Kindheit, aber es lohnt sich… und macht auch irgendwann Spaß. Versuche das Zeichen „Panikattacke“ als neue Chance zu begreifen und als Hinweis, dass Du nicht etwas ändern musst, sondern willst. Ich wünsche Dir viel Kraft dafür. Frage gerne - wenn Du magst. Alles Liebe - mona

Ich fühle mich echt so verstanden von dir/euch,ihr habt ein paar super tipps auf lager, dankeschön. Ich habe mir schon überlegt eine liste zu erstellen mit dem was ich im leben noch erreichen will und was mir gut tut, hört sich auch gut an, das kommt auch noch darein. Danke

Prima - das hört sich gut und schon selbstbestimmend an :wink:). Krempel die Ärmel hoch und bestimme für Dich. Vielen Dank auch für Dein Feedback.

Lieben Gruß
mona

Ich fühle mich echt so verstanden von dir/euch,ihr habt ein
paar super tipps auf lager, dankeschön. Ich habe mir schon
überlegt eine liste zu erstellen mit dem was ich im leben noch
erreichen will und was mir gut tut, hört sich auch gut an, das
kommt auch noch darein. Danke

Hallo Sandra,
es tut mir leid dass es dir so schlecht geht zur Zeit.
Am wichtigsten ist jetzt dass du erkennst dass diese Attacken dir nichts anhaben können: sie sind beängstigend, unangenehm, quälen dich - aber sie tun dir nichts!! Das ist der erste Schritt, damit du nicht in den Kreislauf „Angst vor der Angst“ hineinkommst.
Du kannst lernen damit umzugehen, am besten mit Hilfe einer Verhaltenstherapie.
Auch wenn es schwer ist einen Therapieplatz zu bekommen bemühe dich weiter darum und lass nicht locker!
Bis du professionelle Hilfe bekommst solltest du dich bewusst mit dem Thema auseinandersetzen: Lies soviel wie möglich darüber, sprich mit anderen Betroffenen!
Ich empfehle dir mal zwei Bücher die mir sehr geholfen haben:
Doris Wolf: Ängste verstehen und überwinden
Lucinda Bassett: Angstfrei leben
Vor allem das zweitgenannte ist für mich zu sowas wie einer „Bibel“ geworden, ich habe über lange Zeit hinweg immer wieder darin gelesen und mache es heute noch oft.
Ich habe jahrelang an Panikattacken gelitten.

Wenn du noch Fragen hast oder dich weiter austauschen möchtest schreib mir einfach. Ich antworte gerne.

Alles Gute für dich!
schatasha

Sehstörung? Sprachstörung? Hast Du schon mal in Richtung Migräne mit Aura geschaut? Das habe ich seit ich Kinder habe und damit einhergehend Panikattacken.
lg