Panzer, Verschluss

Hallo!
Es geht um Geschütze und Panzerkanonen, genauer um den passiven Rauchabzug vom Lauf.

Springt das Schloss eigentlich automatisch auf, sobald das Geschoss den Lauf verlassen hat; und, falls ja, wie?
Mechanisch, elektr(on)isch, oder macht das der Ladeschütze?

Grüße; Kudo

(P.s.: ich weiß, die Frage klingt banal und Geschütz ist nicht gleich Geschütz, aber es wird wohl sowas wie nen Standard geben?
Wiki und Google hab ich schon befragt.)

Servus,

ich kann jetzt konkret nur für die Rh120 des Leopard 2 sprechen, das Prinzip wird aber überall grundsätzlich ähnlich sein.

Bei der Rh120 springt der Verschlussblock nach Abfeuern der Kanone mechanisch auf. Zur Not kann er aber auch manuell vom Ladeschützen geöffnet werden. Wenn sich der Verschlussblock öffnet, passieren zwei Dinge. Erstens wird der Hülsenstummel (der Rest der Granate, der nach dem Abfeuern im Rohr verbleibt) ausgeworfen und so das Rohr für die nächste Granate freigemacht. Zweitens ist jetzt das Rohr an beiden Seiten offen und jetzt können die (meisten) Gase durch Unterdruck durch das Rohr nach außen abtransportiert werden. Das funktioniert über den Rauchabsauger, über den du vermutlich schon gelesen hast.

Durch diese Halbautomatik kann eine geübte Besatzung alle vier bis fünf Sekunden einen Schuss abgeben. Jedenfalls bis dem Ladeschützen der Arm abfällt :slight_smile:

LG

3 Like

Hallo Kudo, hallo Penegrin,

…oder die 12 Mumpeln aus dem Bereitschaftsbunker verfeuert wurden - Was halt zuerst eintritt. :wink:

Euer,
Ebenezer

1 Like

Vielen Dank für die Antworten!
Weiss noch jemand, ob man dann einen Druckausgleich spürt?
Wie im Flugzeug?

Ohropaks wird man ja nicht drinhaben.

Nein, spürt man nicht. Dafür sind die Drücke zu gering. Außerdem herrscht im Kampfraum eh ein leichter Überdruck, weil,er im Betrieb ständig belüftet. Zusammen mit dem Rauchgasabsauger wird so verhindert, dass im Gefecht die Masse der Rauchgase oder sonstige schädliche Stoffe in den Panzer eindringen.

Das nicht, aber eine Haube mit Ohrenschutz und Funkgeräten zur internen/externen Kommunikation.

Kommt Ohropaks schon ziemlich nahe.

1 Like