Papa oder einfach Stefan

Hallo,
es würde mich sehr interessieren, was Ihr dazu meint, wenn erwachsene Kinder ihre Eltern mit Vornamen anreden!Findet Ihr es beleidigend oder durchaus akzeptabel?
Ich bin schon neugierig auf Eure Antworten!
Liebe Grüße
Annemarie

Ich mache das bei meinem Vater seit jahren…

Ich glaube aber das er gerne Papa von mir hören möchte… würde es ihm auch gerne mal sagen nur damit ers gehört hat :wink:

Beklagt hat er sich aber nie… zum vornamen bin ich wohl gewechselt (erinnere mich nicht mehr) ab dem zeitpunkt wo sich mein Eltern getrennt haben irgendwo dannach. Vielleicht auch erst nachdem mein Vater neue frau mit eigenen Kindern hatte die ihn dann natürlich auch nicht papa genannt haben.

Gruss Sev

Würden meine Kids mich beim Vornamen ansprechen, weäre das sicher gewöhnungsbedürftig, aber wir sind ja gewohnheitsliebend und daher im Wille des Friedens und der Kida.Warum nicht?!

Regina

Würden meine Kids mich beim Vornamen ansprechen, weäre das
sicher gewöhnungsbedürftig, aber wir sind ja
gewohnheitsliebend und daher im Wille des Friedens und der
Kids.Warum nicht?!

Regina

Ich nenne meinen Vater auch noch Papa. Gewöhnt man sich halt als Kind an. Mit seinem Vornamen rede ich ihn nur an, wenn wir diskutieren.

Ich akzeptiere dies bei anderen Familien, finde es aber ungewöhnlich, da ich es selbst aus meiner Familie nicht kenne.

Lebt jemand mit einem neuen Partner zusammen, dann ist das ganz normal, dass das Kind den neuen Partner mit Vornamen anspricht. Aber den richtigen Elternteil durchaus Papa oder Mama nennt. Ich kann mir im Leben nicht vorstellen, meine eigenen Eltern beim Vornamen zu nennen. Je mehr ich drüber nachdenke, dass mein Sohn (15) mich irgendwann nicht mehr Mama nennen würde, bereitet mir bissel Bauchweh. Denn auch wenn die Kinder schon selbst Kinder haben, sollte Mama und Papa Mama und Papa bleiben.

Söhne und Väter sehen das untereinander vielleicht etwas anders. Aber als Mutter würde mir das Herz bluten, wenn mein Sohn mich nicht mehr Mama nennt. Für mich wäre das eine ganz neue Erfahrung an der ich mächtig zu knabbern hätte.

LG
Tante Inge

Vielen Dank für Eure Meinungen!

Ich finde es auch sehr beleidigend und kränkend, wenn Eltern mit den Vornamen angesprochen werden! Sicher ist bei getrennten Eltern und jeweils neuen Partnern die Situation anders als in dem Fall, den ich kenne. Dabei handelt sich um ein seit mehr als 53 Jahren verheiratetes Ehepaar und um etwas 50 jährige Kinder!

Ja, aber es ist schon richtig - was machen Eltern nicht alles um des lieben Friedens willen!

Grüße und Dank Euch allen!
Annemarie

Hi,

finde ich persönlich völlig in Ordnung. Es gibt auch Kinder, die ihre Eltern schon mit Vornamen ansprechen - ich glaub fast jedes Kind hat so eine Phase. Einige behalten das bei, andere nicht. Ich persönlich mach es nicht, bzw. nur hin und wieder. Ich kann aber nicht verstehen, wie du das in Zusammenhang mit Beleidigung bringst. Was ist daran beleidigend, wenn dich jemand mit Vornamen anspricht, schon gar deine Kinder? Oder sollten sie dich, wie früher mal üblich, siezen?

Gruß
Cess

Hallo,

ich finde, das können Familien halten wie die Dachdecker.
Manche Eltern wären froh, wenn ihre Kinder sie überhaupt irgendwie anredeten.
Überhaupt: warum Respekt und was weiß ich an einem Wort festmachen?
Wie oberflächlich diese Überlegungen sind.

Gruß
Elke
*deren Kinder sie gelegentlich Elke, gelegentlich Mama, gelegentlich Frau W**, gelegentlich Mutter nennen, andere Namen, mit denen sie mich anreden, sind mir zu persönlich, um sie hier reinzuschreiben

ich finde, das können Familien halten wie die Dachdecker.
Manche Eltern wären froh, wenn ihre Kinder sie überhaupt
irgendwie anredeten.

Eben,
solange der Herr Sohn mich nicht mit „He, du alter Sack!“ oder „Erblasser“ anspricht, sondern es bei „Vorfahre“, „Generator“ oder auch schlicht mit Papi oder Eckard beläßt, bin ichs wohl zufrieden.

Und die Art der Anrede richtet sich auch durchaus nach dem jeweiligen Anliegen, das da an mich herangetragen wird. Nach einem „Herr Vater“ folgt meist unweigerlich „kann ich heute abend mal das Auto haben?“, während es „Möönsch Papi!“ heißt, wenn ich seine Mithilfe bei der Gartenarbeit beantragt habe.

Gruß
Eckard

3 Like

Ich finde es auch sehr beleidigend und kränkend, wenn Eltern
mit den Vornamen angesprochen werden!

Wieso meinst du das ? In der heutigen Zeit werden die meisten Eltern mit dem Vornamen angesprochen, dass ist weder beleidigend noch kränkend und wer dieses nicht mag, kann sich doch dazu äußern und auf die alten Anreden beharren.

Dabei handelt sich um
ein seit mehr als 53 Jahren verheiratetes Ehepaar und um etwas
50 jährige Kinder!

Und die können sich nicht dazu äußern, dass sie nicht mit dem Vornamen angesprochen werden möchten, von ihren Kindern ?

Ja, aber es ist schon richtig - was machen Eltern nicht alles
um des lieben Friedens willen!

Wie gesagt, manches regelt sich alleine dadurch, dass man miteinander redet :smile:

Gruß
BelRia

1 Like

Hallo Annemarie,

unser Kind redet uns schon seit dem zarten Kindesalter mit Vornamen an. Das wird sich wohl nicht mehr ändern, auch wenn es einst erwachsen sein wird.

Wir haben das nicht forciert; er hat es wohl von Freunden, Nachbarn, Familie etc. übernommen, nachdem er uns zunächst Mama und Papa nannte. Heute betitelt er mich oft zärtlich als „mein liebes Mütterlein“ :smile:

Dennoch möchte ich behaupten, dass wir trotz des prekären Alters (15 Jahre) ein ungewöhnlich enges und sehr liebevolles Verhältnis zueinander haben. Nur das zählt für uns.

Bedenke, dass Kinder ihre Eltern einst siezten. Damals war das Duzen wohl schon ein Tabubruch. Alles eine Frage der Zeit.

Eine primär in jeder Hinsicht von Liebe dominierte Beziehung sollte das Ziel sein. Alles andere ist Schall und Rauch.

LG
sine

hallo annemarie,
ich sage immer noch papa und mama. auch mein sohn sagt mama zu mir. ich würde gar nicht wagen meine eltern beim vornamen zu nennen. mein cousin (gleichaltrig) allerdings nennt seine eltern seit frühester kindheit beim vornamen. das hat mich damals sehr irritiert. mir war das sogar peinlich. vielleicht hat das was mit ehrfurcht gegenüber meine eltern zu tun. sicher aber mit respekt. die kinder meines mannes nennen ihren vater beim vornamen. wenn wir zusammen sitzen und ich spreche in deren beisein über meinen mann, spreche ich immer von „euer papa“ obwohl sie schon erwachsen sind. hat auch was komisches.
lt. meiner freundin aus holland ist es dort heute noch üblich seine großeltern zu siezen. wäre interessant zu wissen ob das mal wissenschaftlich untersucht wurde.

gutes posting von dir annemarie

seute

Ja, Sine, da hast Du recht -es kommt auf die Beziehung an, die ist sicher das Wichtigste dabei!
Annemarie

Mama, Onkel, Tante… sind Ehrentitel!
Hallo,

ich finds nicht beleidigend, sondern einfach nur ein bisschen traurig. Man redet so viele Menschen mit Vornamen an, aber Mama oder Papa gibts eben nur einmal auf der Welt, und das darf man auch in der Anrede ausdrücken.
Meine Mutter hat mal zu ihrem erwachsenen Neffen gesagt, er soll doch mal das olle „Tante“ weglassen und sie einfach mit Vornamen anreden, weil sie sich sonst so alt fühlt. Seine Reaktion war: „Nix da, „Tante“ ist ein Ehrentitel!“ Fortan hat sie sich total gefreut, dass er sie weiterhin mit Tante anredete.

Meine Kinder (noch nicht erwachsen) reden die meisten Onkel und Tanten - leider, wie ich finde - mit Vornamen an, was ich persönlich etwas schade finde (wir haben nicht so drauf geachtet). Eben weil ich genauso wie mein Cousin finde, dass das „Tante“ eine besondere, warme und herzliche (Verwandtschafts-) Beziehung ausdrückt, sogar
wenn man schon erwachsen ist.

Mein Neffe hingegen redet seine Eltern mit dem Vornamen an (schon als Kind). Können die natürlich so machen wie sie wollen, - meiner Ansicht nach geht dabei was Schönes verloren.

Grüße,
Julia

Hallo,

ich erinnere mich noch dran, dass wir die Erzieherinnen im Kindergarten mit „Tante Annerose“ etc. anreden mussten.
Du beschreibst somit einen rein persönlichen Eindruck, der bei anderen anders geprägt ist.
Ich weiß z.B., wenn meine Jungs mit „Elke“ ankommen, dass sie dann was sehr Privates auf dem Herzen haben, wo sie meinen Rat wollen, aber ernstgenommen werden wollen, somit ist für mich das viel mehr ein „Ehrentitel“ als das automatisch übernommene „Mama“.

Gruß
Elke

Hallo,

ich erinnere mich noch dran, dass wir die Erzieherinnen im
Kindergarten mit „Tante Annerose“ etc. anreden mussten.

Ja, das finde ich auch ein Unding, wenn sich irgendwelche Leute mit Tante anreden lassen, die definitiv keine Tanten sind. Für mich impliziert das auf jeden Fall ein Verwandtschaftsgefühl (z.B. hatte ich eine ganz alte „Tante“, die im Krieg meine Oma mitsamt 4 Kindern in ihre Zweizimmerwohnung aufgenommen hat - da war der Ehrentitel (und das Verwandtschaftsgefühl, obwohl Verwandtschaft nicht bestehend) vorhanden.

Du beschreibst somit einen rein persönlichen Eindruck, der bei
anderen anders geprägt ist.

Stimmt.

Ich weiß z.B., wenn meine Jungs mit „Elke“ ankommen, dass sie
dann was sehr Privates auf dem Herzen haben

Mag bei euch so sein, dennoch bleibt „Mama“ nunmal ein exklusiver Titel für einen Menschen, der für jeden Menschen einmalig ist, wohingehend es noch viele, viele Elkes für deine Söhne geben könnte.

Meine Mutter mit dem Vornamen anzureden, wäre mir auch als Erwachsene nie in den Sinn gekommen. Für MICH wäre da auch schwer was verloren gegangen. Aber bei euch kann das natürlich ganz anders sein, das bestreite ich ja nicht.

Julia

1 Like

Mir haben das meine Eltern mal angeboten-das wär mir aber niemals in den Sinn gekommen!
Für mich ist das wie für viele hier ein „Ehrentitel“.

Nun ist es eher so, dass mein Mann zu meinen Eltern auch „Mama und Papa“ sagt, aber freiwillig, hat ihm keiner vorgeschrieben.

Und er ist stolz drauf, dass ers darf.

Ganz allgemein und im Speziellen
Hallo!

Also, wie andere Kinder ihre Eltern anreden, finde ich persönlich ziemlich egal. Wichtig ist doch, dass die Beteiligten das in Ordnung finden und sich untereinander so ansprechen, wie sie es alle mögen.

Ich finde auch einige Kosenamen schrecklich und würde nicht gern „Rehlein“ „dickerchen“ oder ähnliches genannt werden. Aber es soll Paare geben, die finden das ok.

So wird das auch in Eltern-Kind-Beziehungen sein:

Allgemein ist an einer Anrede mit dem Vornamen nichts beleidigendes, finde ich. Persönlich finde ich es ein wenig schade. Als mein Sohn noch kleiner war, hat er ein paar Mal probiert, mich mit Vornamen anzusprechen. Ich habe ihm erklärt, dass jeder zu mir meinen Vornamen sagen darf, aber „Mama“ dürfe nur er zu mir sagen, sonst niemand. Das hat ihn vorerst einigermaßen beeindruckt und er blieb bei der exklusiveren Anrede :smile:

Wie das später wird - keine Ahnung. Ich kann ihn ja nicht zwingen, mich so oder so anzusprechen, höchstens bitten und erklären, warum ich dies oder das nicht mag. Wenn er mich leiden mag, wird er darauf Rücksicht nehmen, so hoffe ich.

Grüße
kernig

Hallo Annemarie,

mein erwachsener Sohn nennt mich per E-Mail „Mama“ und beim Direktkontakt Maja.
Ich sehe und spüre, dass er mich heiß und innig liebt, da ist mir egal WIE er mich nennt - das war schon immer so. :smile:

Gruß
Maja