Papa`s neue Frau

Hallo Susanne

wenn eine Frau einen Mann mit Kind
heiratet, sollte sie dann dieses Kind
nicht als eigenes annehmen?

Gegenfrage: wenn dein Mann eine neue Frau hat, und du mit euren gemeinsamen Kindern zusammenlebst, glaubst du dann dein Kind sollte in der neuen Frau deines Mannes (mit der es nicht mal zusammenlebt, sondern nur mal am Wochenende sieht) seine Mutter sehen ? Wohl kaum.

Sicher hat Anya einen Mann mit Kind geheiratet, aber ich sehe das genau so wie Michael. Dies Kind hat eine Mutter, in deren Haushalt es lebt. Anya kann sich nicht benehmen, als hätte sie noch ein eigenes Kind. Das wäre wohl unpassend.

Glaubst Du,

Raymond wollte Anya beleidigen? Ich denke
eher, er hatte bei seinem Schreiben
vorrangig das Interesse des Kindes im
Auge. Und das finde ich auch richtig so,
denn es ist einfach an schwächster Stelle.
Eine Frau kann sich ihren Mann aussuchen.
Dieses Kind konnte sich gar nichts
aussuchen. Die Eltern sind einfach
verpflichtet (und die neue Frau soll nicht
dazugehören?) die besten Bedingungen für
alle Kinder zu schaffen.

Vielleicht ist

Anya sich ihrer Beziehung zu dem Mädchen
noch gar nicht so bewußt gewesen, und
durch diesen harten Kommentar aufgerüttelt
worden.

Sicher sollten sich alle Erwachsenen Mühe geben, aber gerade das Anya hier postet zeigt doch, dass sich sich wirklich Gedanken macht und um das Kind bemüht. Ich finde es erstaunlich, wie sie hier von anderen Leuten gleich als die Schuldige ausgemacht wird, die das erste Kind ihres Mannes nicht richtig annehmen kann. Es gibt absolut nichts in dem Text, was darauf hindeutet. Frag doch mal die Mutter der Tochter, wie sie zu dem ganzen steht.

Ich denke schon, daß die Aussage

  1. Kind etwas bedeutet.

Ja, es bedeutet, dass sie und ihr Mann ihr zweites Kind erwarten, und das ist ja auch völlig korrekt so. Es wird das zweite Kind in ihrem Haushalt sein und das dritte Kind ihres Mannes, das das erste Kind der eigenen Mutter ist. Hätte sie es so ausdrücken sollen ?

Wenn ich an Anya´s

Stelle wäre und daran interessiert etwas
zum Besseren zu verändern (das scheint sie
ja auch, sonst hätte sie nicht um andere
Meinung gebeten), dann wäre ich für jede
Anregung und Kritik dankbar, auch wenn sie
für mich unangenehm wäre.

Ich glaube es geht hier eher darum, herauszufinden, warum sich das Kind so verhält. Ich hab auch nichts dazu gepostet, weil ich solch eine Situation aus eigener Erfahrung nicht kenne. Wenn das Kind bei seiner eigenen Mutter viel „herumgeschubst“ wird, wie Anya schreibt, dann kann auch Neid dahinterstecken, dass Papas „neue“ Kinder ein „richtiges“ zuhause haben. Das Anya (und die Halbgeschwister) in diesem Fall als Sündenbock angesehen werden, würd mich nicht wundern.

Gruss
Marion

Hallo Susanne

wenn eine Frau einen Mann mit Kind
heiratet, sollte sie dann dieses Kind
nicht als eigenes annehmen?

Gegenfrage: wenn dein Mann eine neue Frau
hat, und du mit euren gemeinsamen Kindern
zusammenlebst, glaubst du dann dein Kind
sollte in der neuen Frau deines Mannes
(mit der es nicht mal zusammenlebt,
sondern nur mal am Wochenende sieht) seine
Mutter sehen ? Wohl kaum.

Wenn ich meine Tochter in den über´s Wochenende in den Händen einer anderen Frau weiß, ist es mir tausendmal lieber, sie nimmt mein Kind auch als ihres an. Denn nur dann weiß ich sie liebevoll aufgehoben. Vorrausgesetzt sie ist sonst auch eine liebevolle Mutter. Sie übernimmt ja auch die Betreuung wenn das Mädchen bei ihnen ist. Oder kümmert sich dann nur ausschließlich der Vater um das Kind??

Sicher hat Anya einen Mann mit Kind
geheiratet, aber ich sehe das genau so wie
Michael. Dies Kind hat eine Mutter, in
deren Haushalt es lebt. Anya kann sich
nicht benehmen, als hätte sie noch ein
eigenes Kind. Das wäre wohl unpassend.

Ich meinte, sie solle es ANNEHMEN wie ein eigens Kind.

Glaubst Du,
Raymond wollte Anya beleidigen? Ich denke
eher, er hatte bei seinem Schreiben
vorrangig das Interesse des Kindes im
Auge. Und das finde ich auch richtig so,
denn es ist einfach an schwächster
Stelle.
Eine Frau kann sich ihren Mann aussuchen.
Dieses Kind konnte sich gar nichts
aussuchen. Die Eltern sind einfach
verpflichtet (und die neue Frau soll
nicht
dazugehören?) die besten Bedingungen für
alle Kinder zu schaffen.
Vielleicht ist
Anya sich ihrer Beziehung zu dem Mädchen
noch gar nicht so bewußt gewesen, und
durch diesen harten Kommentar
aufgerüttelt
worden.

Sicher sollten sich alle Erwachsenen Mühe
geben, aber gerade das Anya hier postet
zeigt doch, dass sich sich wirklich
Gedanken macht und um das Kind bemüht. Ich
finde es erstaunlich, wie sie hier von
anderen Leuten gleich als die Schuldige
ausgemacht wird, die das erste Kind ihres
Mannes nicht richtig annehmen kann. Es
gibt absolut nichts in dem Text, was
darauf hindeutet. Frag doch mal die Mutter
der Tochter, wie sie zu dem ganzen steht.

Ich habe Anya in keiner Weise als Schuldige hingestellt. Daß sie sich Gedanken macht steht außer Zweifel. Ich würde nur Raymonds Gedanken nicht ausschließen, und sie haben doch den Sinn, daß sich Anya auch mit diesem Aspekt auseinandersetzen kann. Trifft er auf ihre Situation nicht zu, kann sie ihn ausschließen. Wo ist da das Schlechte daran?
Überdies habe ich bereits Anya angemailt. Da ich selbst ein Scheidungskind bin, daß einiges durchgemacht hat, berührt mich so ein Thema natürlich. Ich habe sie auch gefragt, ob sie sich eine Familientherapie vorstellen kann, da ja wahrscheinlich wirklich nur ein unabhängiger Vermittler, der mit der Zeit die Familiendynamik kennenlernt erfolgreich helfen können wird.

Ich denke schon, daß die Aussage
2. Kind etwas bedeutet.

Ja, es bedeutet, dass sie und ihr Mann ihr
zweites Kind erwarten, und das ist ja auch
völlig korrekt so. Es wird das zweite Kind
in ihrem Haushalt sein und das dritte Kind
ihres Mannes, das das erste Kind der
eigenen Mutter ist. Hätte sie es so
ausdrücken sollen ?

Ich möchte keine Haarspaltereien. Die Tochter gehört trotzdem zu ihrem LEBEN, also ist sie das 2. Kind, da es das erste Kind des VATERS ist.

Wenn ich an Anya´s
Stelle wäre und daran interessiert etwas
zum Besseren zu verändern (das scheint
sie
ja auch, sonst hätte sie nicht um andere
Meinung gebeten), dann wäre ich für jede
Anregung und Kritik dankbar, auch wenn
sie
für mich unangenehm wäre.

Ich glaube es geht hier eher darum,
herauszufinden, warum sich das Kind so
verhält. Ich hab auch nichts dazu
gepostet, weil ich solch eine Situation
aus eigener Erfahrung nicht kenne. Wenn
das Kind bei seiner eigenen Mutter viel
„herumgeschubst“ wird, wie Anya schreibt,
dann kann auch Neid dahinterstecken, dass
Papas „neue“ Kinder ein „richtiges“
zuhause haben. Das Anya (und die
Halbgeschwister) in diesem Fall als
Sündenbock angesehen werden, würd mich
nicht wundern.

Und selbst wenn das so wäre, dann nicht mit gutem Grund? Aber auf dem Rücken der Kinder wird eben viel ausgetragen. Die Kinder haben sich halt einzufügen, was bilden sie sich auch ein! Intaktes Familienleben?? Die sollen bloß nicht so egoistisch sein. Bekommen doch eh´alles, was sie sich wünschen! Dann noch undankbar sein. Haben Eltern denn kein Anrecht auf ihr Glück?

Haben Kinder Anrecht auf IHR Glück?
Kinder geht materiell oft nichts ab - wie steht es mit Stabilität, Zeit für sie und Kontinuität? Gar nicht so wichtig? Sollen sie halt flexibel sein?

Eltern haben Anrecht auf ihr Glück -
aber auch eine riesengroße Verantwortung. In unserem jetzigen Urlaub war ein 14-jähriges Mädchen dabei, deren Eltern sich trennen wollen. Obwohl so groß, war es am Boden zerstört. Wirklich.
Wenn sich also Eltern trennen, dann muß man auch damit rechnen, daß es mit den Kindern Probleme gibt.

Gruß Susanne

Wenn ich meine Tochter in den über´s
Wochenende in den Händen einer anderen
Frau weiß, ist es mir tausendmal lieber,
sie nimmt mein Kind auch als ihres an.
Denn nur dann weiß ich sie liebevoll
aufgehoben. Vorrausgesetzt sie ist sonst
auch eine liebevolle Mutter.

Das Anya das Mädchen nicht liebevoll aufnehmen würde halte ich für eine böse Unterstellung. Auch ein Kind, dass nicht das eigene ist, und das man auch nicht als solches betrachtet, kann man liebevoll aufnehmen.

Sicher sollten sich alle Erwachsenen Mühe
geben, aber gerade das Anya hier postet
zeigt doch, dass sich sich wirklich
Gedanken macht und um das Kind bemüht.
Ich
finde es erstaunlich, wie sie hier von
anderen Leuten gleich als die Schuldige
ausgemacht wird, die das erste Kind ihres
Mannes nicht richtig annehmen kann. Es
gibt absolut nichts in dem Text, was
darauf hindeutet. Frag doch mal die
Mutter
der Tochter, wie sie zu dem ganzen steht.

Ich habe Anya in keiner Weise als
Schuldige hingestellt. Daß sie sich
Gedanken macht steht außer Zweifel. Ich
würde nur Raymonds Gedanken nicht
ausschließen, und sie haben doch den Sinn,
daß sich Anya auch mit diesem Aspekt
auseinandersetzen kann. Trifft er auf ihre
Situation nicht zu, kann sie ihn
ausschließen. Wo ist da das Schlechte
daran?

Das Schlechte daran ist, dass manche Menschen sich schnell Schuldgefühle einreden lassen, insbesondere in einer heiklen Familienangelegenheit wie dieser.

Ich denke schon, daß die Aussage
2. Kind etwas bedeutet.

Ja, es bedeutet, dass sie und ihr Mann
ihr
zweites Kind erwarten, und das ist ja
auch
völlig korrekt so. Es wird das zweite
Kind
in ihrem Haushalt sein und das dritte
Kind
ihres Mannes, das das erste Kind der
eigenen Mutter ist. Hätte sie es so
ausdrücken sollen ?

Ich möchte keine Haarspaltereien. Die
Tochter gehört trotzdem zu ihrem LEBEN,
also ist sie das 2. Kind, da es das erste
Kind des VATERS ist.

Wie jetzt ?

Ich glaube es geht hier eher darum,
herauszufinden, warum sich das Kind so
verhält. Ich hab auch nichts dazu
gepostet, weil ich solch eine Situation
aus eigener Erfahrung nicht kenne. Wenn
das Kind bei seiner eigenen Mutter viel
„herumgeschubst“ wird, wie Anya schreibt,
dann kann auch Neid dahinterstecken, dass
Papas „neue“ Kinder ein „richtiges“
zuhause haben. Das Anya (und die
Halbgeschwister) in diesem Fall als
Sündenbock angesehen werden, würd mich
nicht wundern.

Und selbst wenn das so wäre, dann nicht
mit gutem Grund? Aber auf dem Rücken der
Kinder wird eben viel ausgetragen. Die
Kinder haben sich halt einzufügen, was
bilden sie sich auch ein! Intaktes
Familienleben?? Die sollen bloß nicht so
egoistisch sein. Bekommen doch eh´alles,
was sie sich wünschen! Dann noch undankbar
sein. Haben Eltern denn kein Anrecht auf
ihr Glück?

Haben Kinder Anrecht auf IHR Glück?
Kinder geht materiell oft nichts ab - wie
steht es mit Stabilität, Zeit für sie und
Kontinuität? Gar nicht so wichtig? Sollen
sie halt flexibel sein?

Eltern haben Anrecht auf ihr Glück -
aber auch eine riesengroße Verantwortung.

ja, das ist die wünschenswerte Theorie: alle mögen glücklich und zufrieden sein. In diesem Fall ist es ja wohl so, dass die Tochet es ablehnt, in der neuen Familie ihres Vaters ein zweites Zuhause und neue Halbgeschwister zu finden. Da muss man sich doch zwangsläufig fragen: warum ? Vielleicht sollte man mal bei der Mutter des Mädchens nachhaken, die doch sicherlich den grösten Einfluß auf das Kind hat.

Man sollte auch nicht vergessen, dass die Besuchsregelung für die Wochenende eine Standardregelung bei Trennungsfällen ist. Da haben sich ein paar Erwachsene ausgedacht, dass dies wohl das Beste für alle ist. Aber was, wenn das Kind darauf keinen Wert legt ? Wenn ihr die Besuche unangenehm sind ? Muss man das Kind denn da zu diesen Besuchen hindrängeln oder kann man den Wunsch des Kindes nicht einfach auch mal respektieren und sich was anderes überlegen ?

In unserem jetzigen Urlaub war ein
14-jähriges Mädchen dabei, deren Eltern
sich trennen wollen. Obwohl so groß, war
es am Boden zerstört. Wirklich.
Wenn sich also Eltern trennen, dann muß
man auch damit rechnen, daß es mit den
Kindern Probleme gibt.

Du scheinst zu vergessen, daß es auch Probleme mit den Kindern geben kann, wenn sich die Eltern aus falsch verstandener Verantwortung heraus NICHT trennen. Ich kenne Familien, in denen die Kinder sich wünschen würden, die Eltern würden sich endlich trennen, damit wieder Ruhe einkehrt. Kinder merken sehr wohl, wenn etwas in der Familie nicht stimmt, und nur nach Aussen hin immer den Schein wahren zu wollen, hat sicher auch noch keinem Kind geholfen.

Gruss
Marion

Wenn ich meine Tochter in den über´s
Wochenende in den Händen einer anderen
Frau weiß, ist es mir tausendmal lieber,
sie nimmt mein Kind auch als ihres an.
Denn nur dann weiß ich sie liebevoll
aufgehoben. Vorrausgesetzt sie ist sonst
auch eine liebevolle Mutter.

Das Anya das Mädchen nicht liebevoll
aufnehmen würde halte ich für eine böse
Unterstellung. Auch ein Kind, dass nicht
das eigene ist, und das man auch nicht als
solches betrachtet, kann man liebevoll
aufnehmen.

Da ich Anya ja gar nicht kenne, unterstelle ich ihr einmal gar nichts. Vielleicht hätte ich besser: WIE ihr eigenes und nicht ALS ihr eigenes schreiben sollen.

Sicher sollten sich alle Erwachsenen Mühe
geben, aber gerade das Anya hier postet
zeigt doch, dass sich sich wirklich
Gedanken macht und um das Kind bemüht.
Ich
finde es erstaunlich, wie sie hier von
anderen Leuten gleich als die Schuldige
ausgemacht wird, die das erste Kind ihres
Mannes nicht richtig annehmen kann. Es
gibt absolut nichts in dem Text, was
darauf hindeutet. Frag doch mal die
Mutter
der Tochter, wie sie zu dem ganzen steht.

Ich habe Anya in keiner Weise als
Schuldige hingestellt. Daß sie sich
Gedanken macht steht außer Zweifel. Ich
würde nur Raymonds Gedanken nicht
ausschließen, und sie haben doch den
Sinn,
daß sich Anya auch mit diesem Aspekt
auseinandersetzen kann. Trifft er auf
ihre
Situation nicht zu, kann sie ihn
ausschließen. Wo ist da das Schlechte
daran?

Das Schlechte daran ist, dass manche
Menschen sich schnell Schuldgefühle
einreden lassen, insbesondere in einer
heiklen Familienangelegenheit wie dieser.

Aber gilt es nicht trotzdem, alle Aspekte zu beleuchten, die zur Verfügung stehen? Soll ja dem Wohle des Kindes dienen, oder doch nicht?

Ich denke schon, daß die Aussage
2. Kind etwas bedeutet.

Ja, es bedeutet, dass sie und ihr Mann
ihr
zweites Kind erwarten, und das ist ja
auch
völlig korrekt so. Es wird das zweite
Kind
in ihrem Haushalt sein und das dritte
Kind
ihres Mannes, das das erste Kind der
eigenen Mutter ist. Hätte sie es so
ausdrücken sollen ?

Ich möchte keine Haarspaltereien. Die
Tochter gehört trotzdem zu ihrem LEBEN,
also ist sie das 2. Kind, da es das erste
Kind des VATERS ist.

Wie jetzt ?

Es IST das 2. Kind

Ich glaube es geht hier eher darum,
herauszufinden, warum sich das Kind so
verhält. Ich hab auch nichts dazu
gepostet, weil ich solch eine Situation
aus eigener Erfahrung nicht kenne. Wenn
das Kind bei seiner eigenen Mutter viel
„herumgeschubst“ wird, wie Anya schreibt,
dann kann auch Neid dahinterstecken, dass
Papas „neue“ Kinder ein „richtiges“
zuhause haben. Das Anya (und die
Halbgeschwister) in diesem Fall als
Sündenbock angesehen werden, würd mich
nicht wundern.

Und selbst wenn das so wäre, dann nicht
mit gutem Grund? Aber auf dem Rücken der
Kinder wird eben viel ausgetragen. Die
Kinder haben sich halt einzufügen, was
bilden sie sich auch ein! Intaktes
Familienleben?? Die sollen bloß nicht so
egoistisch sein. Bekommen doch eh´alles,
was sie sich wünschen! Dann noch
undankbar
sein. Haben Eltern denn kein Anrecht auf
ihr Glück?

Haben Kinder Anrecht auf IHR Glück?
Kinder geht materiell oft nichts ab - wie
steht es mit Stabilität, Zeit für sie und
Kontinuität? Gar nicht so wichtig? Sollen
sie halt flexibel sein?

Eltern haben Anrecht auf ihr Glück -
aber auch eine riesengroße Verantwortung.

ja, das ist die wünschenswerte Theorie:
alle mögen glücklich und zufrieden sein.
In diesem Fall ist es ja wohl so, dass die
Tochet es ablehnt, in der neuen Familie
ihres Vaters ein zweites Zuhause und neue
Halbgeschwister zu finden. Da muss man
sich doch zwangsläufig fragen: warum ?

Ja eben - warum denn? Dazu wissen wir aber viel, viel zu wenig! Mir geht es ja bei der ganzen Geschichte nur darum, Raymond´s Aspekt nicht unberücksichtigt zu lassen. Nicht mehr und nicht weniger. Ein Aspekt und vielen Möglichen. Ich traue mich in so einer Sache ja gar kein eigens Urteil abzugeben, aber Raymond KÖNNTE recht haben. Darum geht´s mir.

Vielleicht sollte man mal bei der Mutter
des Mädchens nachhaken, die doch
sicherlich den grösten Einfluß auf das
Kind hat.

Jetzt unterstellst Du wiederum.

Man sollte auch nicht vergessen, dass die
Besuchsregelung für die Wochenende eine
Standardregelung bei Trennungsfällen ist.
Da haben sich ein paar Erwachsene
ausgedacht, dass dies wohl das Beste für
alle ist. Aber was, wenn das Kind darauf
keinen Wert legt ? Wenn ihr die Besuche
unangenehm sind ? Muss man das Kind denn
da zu diesen Besuchen hindrängeln oder
kann man den Wunsch des Kindes nicht
einfach auch mal respektieren und sich was
anderes überlegen ?

Natürlich sollte man dem Wunsch des Kindes nachkommen. Wir kennen diesen aber nicht.

In unserem jetzigen Urlaub war ein
14-jähriges Mädchen dabei, deren Eltern
sich trennen wollen. Obwohl so groß, war
es am Boden zerstört. Wirklich.
Wenn sich also Eltern trennen, dann muß
man auch damit rechnen, daß es mit den
Kindern Probleme gibt.

Du scheinst zu vergessen, daß es auch
Probleme mit den Kindern geben kann, wenn
sich die Eltern aus falsch verstandener
Verantwortung heraus NICHT trennen. Ich
kenne Familien, in denen die Kinder sich
wünschen würden, die Eltern würden sich
endlich trennen, damit wieder Ruhe
einkehrt. Kinder merken sehr wohl, wenn
etwas in der Familie nicht stimmt, und nur
nach Aussen hin immer den Schein wahren zu
wollen, hat sicher auch noch keinem Kind
geholfen.

Da hast Du recht. Wobei wir bei dem Kapitel: Zu früh, unüberlegt geheiratet? Zu schnell aufgegeben? angelangt wären. Und das ist eben ein anderes Thema.

Gruss

Susanne

Tschuldigung
…daß ich mich noch mal dazwischen drängele.

Überdies habe ich bereits Anya angemailt.
Da ich selbst ein Scheidungskind bin, daß
einiges durchgemacht hat, berührt mich so
ein Thema natürlich.

Da ich diese Erfahrung nicht mit Dir teile, wäre es jetzt absolut vermessen von mir, so ein Gesülze wie „ich kann verstehen, wie schlimm das für Dich gewesen ist“ vom Stapel zu lassen.

Ich bin wie gesagt kein Experte in Familienfragen dieser Art. Ich bilde aber selbst Diplom-Psychologen aus und bin fest davon überzeugt, daß man - wenn man denn wirklich helfen will - an solche Probleme eher „analytisch“ als „verstehend“ herangehen muß. Wichtig ist auf jeden Fall, zwischen dem zu unterscheiden, was wir wissen (unsere einzige Quelle ist Anyas Posting) und dem, was wir selbst an eigenen Sichtweisen und Betroffenheiten mitbringen. So muß beispielsweise ein Psychotherapeut auch lernen, bestimmte Voreingenommenheiten, die aus seiner eigenen Biographie stammen, zu erkennen und so weit dies geht, durch solche Voreingenommenheiten bedingten Verzerrungen entgegenzuwirken.

Gruß
Michael

…daß ich mich noch mal dazwischen
drängele.

Überdies habe ich bereits Anya angemailt.
Da ich selbst ein Scheidungskind bin, daß
einiges durchgemacht hat, berührt mich so
ein Thema natürlich.

Da ich diese Erfahrung nicht mit Dir
teile, wäre es jetzt absolut vermessen von
mir, so ein Gesülze wie „ich kann
verstehen, wie schlimm das für Dich
gewesen ist“ vom Stapel zu lassen.

Ich bin wie gesagt kein Experte in
Familienfragen dieser Art. Ich bilde aber
selbst Diplom-Psychologen aus und bin fest
davon überzeugt, daß man - wenn man denn
wirklich helfen will - an solche Probleme
eher „analytisch“ als „verstehend“
herangehen muß. Wichtig ist auf jeden
Fall, zwischen dem zu unterscheiden, was
wir wissen (unsere einzige Quelle ist
Anyas Posting) und dem, was wir selbst an
eigenen Sichtweisen und Betroffenheiten
mitbringen. So muß beispielsweise ein
Psychotherapeut auch lernen, bestimmte
Voreingenommenheiten, die aus seiner
eigenen Biographie stammen, zu erkennen
und so weit dies geht, durch solche
Voreingenommenheiten bedingten
Verzerrungen entgegenzuwirken.

Gruß
Michael

Ja, Michael, da gebe ich Dir ganz recht. Deshalb habe ich auch keine „Expertenmeinung“ losgelassen, da ich eben keiner bin. Und es gibt auch unter den Experten beim gleichen Thema verschiedene Meinungen, wie wir wahrscheinlich alle wissen. Übrigens habe ich Anya gemailt, und sie gefragt, ob sie sich eine Familientherapie vorstellen könnte.
Gruß Susanne

siehe bitte
Text an Michael

…erwarten bald das zweite Kind…

siehe bitte
Text an Michael

…Puhh, Dein Schreiben geht sogar mir als

Unbeteiligte unter die Haut. Das mit
knallhart trifft voll zu. Aber ich denke,
Du hast recht, und ich hoffe Für Anya und
ihre Tochter, daß sie Deine Anregung
annehmen kann. Es ist sicherlich sehr
schwer das Kind einer „Vorgängerfrau“ ganz
und gar als eigenes anzunehmen. Liebe Grüße Susanne…

Hallo Anya,

das ist ja eine ziemlich verzwickte Situation.

Mir stachen vor allem die unterschiedlichen Erziehungsstile ins Auge. Könntet ihr nicht einen Kompromiß schließen? Sie bekommt ihr Getränk usw. von euch gebracht aber nur wenn sie euch lieb darum bittet?
Das gleiche Problem hatte ich mit meinem Sohn nämlich auch. Durch eine Ganztagsweiterbildung mußte ich ihn hauptsächlich von meiner Schwiegermutter betreuen lassen. Deren Erziehungsstil entspricht dem der Mutter der Tochter deines Mannes. Man brüllt einmal Durst und schon flitzt die Oma. Ich steh auch auf dem Standpunkt, daß ein 7jähriger sich sein Getränk ruhig selber holen kann. Da prallen aber dermaßen unterschiedliche Ansprüche an das Kind aufeinander. Wie soll ein Kind mit sowas zurechtkommen? Mittlerweile bin ich wieder zu Hause und wir haben folgenden Kompromiß geschlossen. Ich bring ihm was zu trinken aber nur wenn er höflich darum bittet. Befehlen laß ich mir nichts. Auf der anderen Seite bitte ich ihn auch immer höflichst um kleine Gefälligkeiten.Das funktioniert mittlerweile ganz gut. Den nächsten Schritt geh ich dann demnächst irgendwann. Kann es sein, daß die Tochter deines Mannes einfach ein Problem damit hat in kurzer Zeit mit soviel anderem konfrontiert zu werden? Zumal ihr ja in 4 Tagen mit eurem Erziehungstil, so gut ich ihn finde, wahrscheinlich eh nicht weit kommt. Das Kind fühlt sich vielleicht auch dadurch etwas abgelehnt. So nach dem Motto: Ist den alles was meine Mami macht blöd? Allein deswegen geht sie eventuell schon auf Konfrontationskurs.

Hast du eigentlich schon mal was alleine mit ihr unternommen? Ich meine ohne den Papa? Nimm sie doch mal mit zu was, daß sie total begeistert.

Hast du ihr schonmal gesagt, daß du sie gerne hast und ihre Freundin sein möchtest und nicht ihre Mutter ersetzen willst?

Oder wie wäre es, wenn ihr für dein 1. Kind eine Betreuung für ein Besuchswochenende organisiert und nur mit ihr was unternehmt? Ich könnte mir schon vorstellen, daß es für ein Kind schwer ist sich innerhalb von 4 Tagen in eine neue Familie zu integrieren, zumal da ja auch noch Papas neues Kind ist. Wer weiß was die Mutter des Kindes ihm zu diesem Thema erzählt hat

Ich wünsch euch wahnsinnig viel Geduld und Liebe um diese schwierige Situation zu meistern.

Ein ganz lieber Gruß von
Tanja