Na, vielleicht finde ich ja gleich-gesinnte oder -betroffene, die ähnlich wie ich denken und fühlen !?
Die Tochter meines Mannes ist jetzt 7 und ihre nicht verheirateten Eltern haben sich getrennt, als sie 2 Jahre alt war. Seit 4 Jahren bin ich nun mit meinem Mann zusammen und wir haben inzwischen einen 2jährigen Sohn und erwarten bald das zweite Kind. So viel als Hintergrunderklärung. Die 7järige mag weder mich, noch meinen Sohn und will die zwischgen ihren Eltern vereinbarten Wochenenden nicht bei uns verbringen. Ihre Mutter hat sehr wenig Zeit für sie und sie wird häufig hin- und hergeschubst. Obwohl sie große Sehnsucht nach ihrem Vater hat, will sie mit mir nichts zu tun haben. Wir wissen jetzt nicht mehr weiter, da alle unsere Versuche sie bei uns zu integrieren, fehlgeschlagen sind, bzw. sie immer seltener zu uns kommen möchte ( unser Sohn liebt sie abgöttisch und spricht ständig von ihr, sie hingegen ist von ihm genervt und sieht ihn als ungeliebten Rivalen), ist mein Mann ziemlich fertig und es graut ihm schon davor ihr die Nachricht des neuen Babies mitzuteilen, in der Angst, daß sie dann endgültig die Verbindung abbricht, obwohl sie ihn ja doch so liebt…
Also ,lange Rede etc. ist jemand in einer ähnlichen Situation und wie kann uns und dem Kind geholfen werden ? Ich mein´, sie ist doch nicht das einzige Trennungskind, deren Vater eine neue Familie hat, oder…
Wir alle
hätten uns nicht so angestellt
wenn Dein erstes Posting so umfassend gewesen wäre.
Ich hätte nicht so harsch an Deine Adresse formuliert (vermag aber keinen Grund für eine Entschuldigung zu erkennen).
Also scheint mir, wie Cora es bereits erkannte (sie war`s doch , oder?), der Vater die Schlüsselfigur zu sein.
Spricht irgendetwas dagegen all die Postings hier auszudrucken und mit ihm zu diskutieren?
Ich wünsch Euch, daß Ihr mit einem „blauen Auge“ davonkommt (im Interesse der Kleinen)
Hallo Anya,
ohne Experte zu sein oder selbst so etwas erlebt zu haben, möchte ich auch meine Gedanken zu all den Postings hier äußern. Der Knackpunkt ist meiner Meinung nach der Vater des Mädchens. Du schreibst, sie liebt ihn sehr - na wunderbar, dann kann er ihr die für sie unangenehmen Dinge doch sicher viel besser rüberbringen als Du, die Du für sie im Moment ja sowieso „die Böse“ bist! Mein laienhafter Rat: halte Dich zurück, und laß ihn mal ein wenig mehr an der ganzen Sache arbeiten! Das Mädchen muß spüren, daß all die Veränderungen auch von ihrem Vater ausgehen, nicht nur von der „bösen Stiefmutter“, aber nichts mit ihr zu tun haben und er sie immer lieben wird. Schreibt sich leicht, ich weiß…
Ich wünsche euch viel Glück
Cora
Whow, das „haut“ mich ja förmlich um, was zu meinem Posting alles geschrieben wurde…
Aber ich glaube, ich muß doch noch mal einiges erläutern : wie schon gesagt wurde, ist mein zweites Kind das dritte meines Mannes, und ich werde mich nicht als Zweitmutter darstellen, weil ich zum einen nicht Mutterrivalin sein möchte, P.(=die 7-jährige) hat eine Mutter, die sie liebt, und bei der sie wohnt, zum andern kann ich in diesen 4 Tagen im Monat keine Mutter-Kind Beziehung aufbauen ! Es geht aber in dieser Problematik noch um 2 andere Aspekte, die ich beim ersten Posting nicht mit beschrieben habe, die aber wohl auch wichtig sind : der Erziehungsstil der Mutter ist völlig konträr zu dem, wie wir unsere Kinder , und damit meine ich alle, auch P.,erziehen. Wir sind der Meinung, das sich 7-jährige selbst anziehen könnten, selber ihre Butterbrote schmieren können und wenn sie Durst haben selber zum Kühlschrank gehen können, um sich was zu trinken zu holen, etc. ,also selbstständig im altersgemäßen Rahmen . P.´s Mutter ist der Auffassung, wenn die Tochter etwas will, braucht sie nur zu „befehlen“ und es wird ihr gemacht, gebracht, usw. Und sie „bemuttert“ ihr Kind gerne. Soll sie machen wie sie es für richtig hält, aber bei uns gelten halt andere Regeln. Das zweite, was mir wichtig erscheint ,ist die Tatsache, daß P. zuhause, also bei ihrer Mutter, diverse Betreuungspersonen hat, d.h. das Kind weiß häufig nicht, wer sie vom Kiga, bzw jetzt von der Schule abholt. Dies könnten, nach unserem Wissen, 6 (!!!) Personen sein. Den Vater nicht mitgerechnet, denn der wird gar nicht erst gefragt. Hierbei darf man auch nicht vergessen, das Vater, Mutter, und auch ich berufstätig sind. Sie wird also ziemlich hin- und hergeschubst, und das macht die ganze Sache nur noch schlimmer. Es ist klar, das sie sich gerade deshalb ziemlich auf ihren Vater freut - und umgekehrt-,aber auf den Rest seiner neuen Familie gut verzichten kann… Und auch wenn ich die Erwachsene bin, ist ein ständiges „Aber wenn Anya tot ist, wird alles besser“ ziemlich zermürbend! Ach ja, und was macht der Kleine, der ständig ignoriert wird, seine Schwester aber soooo toll findet ? Ist für ihn auch nicht prickelnd !
so, das war lange jetzt, ich hoffe, es ergeben sich weitere interessante Disskussionen und in der Tat bin ich für jeden Tip dankbar !
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Hallo Anya,
Dein Zusatzposting ist schon sehr aufschlußreich. Ich möchte nicht in Eurer Haut stecken. Da hat es ja wirklich jeder von Euch verdammt schwer und ich finde jeder aus seiner eigenen Sichtweise recht. Ich möchte Dir wirklich noch einmal ans Herz legen eine Familietherapie zu erwägen. So ein komplexes Gefühlswirrwarr ist doch alleine kaum zu schaffen. Und außenstehende schon gar nicht. In allen unseren Köpfen läuft ein ganz anderer Film ab, wenn wir so etwas lesen. Wir spekulieren, haben keinen Einblick und - ich möchte niemanden jetzt wieder beleidigen - ja für solch verzwickte Sachen eindeutig zu unqualifiziert.
Mir ist schon klar, daß Du nicht in Konkurrenz zu P.´s Mutter treten willst, deshalb habe ich mein „als“ eigenes Kind annehmen auch in ein „wie“ umgebessert. War schlecht ausgedrückt. Daß soeine Situation für Dich extem belastend sein muß, steht wohl außer Frage. Trotzdem kann das Mädchen am wenigsten dafür. Ihr Verhalten ist doch ein Produkt dieser ganzen Umstände.
Ich hoffe wirklich, daß Euch die Kraft nicht ausgeht und ihr das Blatt mit der Zeit zum Positiven wenden könnt.
Liebe Grüße Susanne
PS.: Ob es wirklich ein Problem ist andere Erziehungsstile zu haben? Ich denke Kinder haben sehr schnell heraußen, wie wo der Hase läuft. Es gibt ja auch in den eigenen Familien unterschiedlich Stile. Unsere Großeltern reagieren und handeln ganz anders bei unserer Tochter als wir. Wenn ein Kind zu Freunden geht, gibt es andere Regeln … im Kindergarten wieder andere Regeln … Liegt es nicht daran, daß P. sich halt eben nicht einfügen WILL? Nicht weil sie durch die verschiedenen Stile irritiert ist, sondern weil sie eben durch die ganze Situation überfordert ist.
Hallo Anya, ein Aspekt, den Du erwähnt hast, ist meiner Meinung nach auch wichtig: der unterschiedliche Erziehungsstil in den beiden Familien. Wie kommt es dazu, daß Dein Mann anderen Erziehungsgrundsätzen folgt als seine Ex-Frau? Waren diese schon immer unterschiedlich, oder haben sich seine Prinzipien geändert? Vermißt das Kind es, bei Euch nicht „von vorne bis hinten bedient“ zu werden? Schon dadurch verliert es seine Orientierung …
- nur ein kleiner Beitrag. Grüße Dieter
Hi Anya,
jetzt habe ich auch alle Antworten zu Deinem Posting gelesen - wirklich viele!
Nun, ich bin auch ein Scheidungskind, kann mich sozusagen gedanklich zurückversetzen und mich fragen, wann ich so reagiert hätte. Aber das ist wie schon erwähnt dann keine Analyse der Situation, da ich nicht P. bin und nur Deine Aussage und Sicht der Dinge kenne.
Gut, es wurde erwähnt, daß Du das Kind wie Dein eigenes annehmen solltest. Dazu kann ich nur sagen, für mich klingt „wie“ das eigene Kind weit aus besser als „als“ das eigene, denn ich hätte mich mit Händen und Füßen gegen einen Lebensgefährten gestreubt, der sich anmaßt, meine Wurzeln auszulöschen und nun mein Vater zu sein.
Ich hätte dazu die Frage, welcher Art Eure zahlreichen Integrationsversuche waren, wie diese abliefen, ob die von der Mutter unterstützt worden, ob die Elternteile noch gut miteinander umgehen (denn Du erwähnst Folgendes: die konträren Erziehungsstile und … diverse Betreuungspersonen hat,
d.h. das Kind weiß häufig nicht, wer sie
vom Kiga, bzw jetzt von der Schule abholt.
Dies könnten, nach unserem Wissen, 6 (!!!)
Personen sein. Den Vater nicht
mitgerechnet, denn der wird gar nicht erst
gefragt )? Bist Du schon resigniert und erledigt, wenn Du an dieses Kind denkst? Ist das ein ewiger Streitpunkt zwischen Dir und Deinem Mann? Mit anderen Worten, denkst Du, obwohl Du das Kind magst, nur noch genervt an das Kind oder das bevorstehende Wochenende, nach dem Motto: Wappne Dich zum Kampf!
Vielleicht ist dann eine Familientherapie wirklich das Beste?
Ich kann dazu nur sagen, daß ich als Kind auf eine enttäuschte Mutter, die mir durch ihr Verhalten ihre Traurigkeit oder Wut gegenüber dem Vater zeigt, wahrscheinlich auch die Neue als Ursache gesehen hätte, wo ich den Vater doch soooo liebe, und wahrscheinlich sie abgelehnt und von ihm ähnliche Aufmerksamkeiten gefordert hätte wie ich sie von meiner Mutter als Zeichen der Liebe, der Geborgenheit, des Umsorgtseins gewohnt bin. Dazu würde ich ja als Einzelkind aufwachsen, um das sich ein Kosmus aus vielen vielen Leuten kümmert, das die Wünsche wie eine Prinzessin erfüllt bekommt - außer es ist beim Papa, dann ist die Welt ganz gemein und die Neue, die Mama nicht leiden mag oder wegen der sie jetzt so viel arbeitet und kaum da ist, traurig und müde ist, und noch ein Kind, das ich lieben soll, weil es mein Bruder ist. Der hängt sich dauernd an mich, hat meinen Papa die ganze Zeit. Klar - ein Rivale, der meinen Weg zu Papa erschwert! Den liebt der Papa wohl jetzt. Er hat mich ersetzt. Er will mich gar nicht so gerne sehen wie ich ihn, sonst würde er doch nicht wollen, daß ich immer dort in die bescheuerte Wohnung komme, wo ich mich nicht wohlfühle, alles anders ist, und Mama ist bei jedem neuen Wochenende wieder so komisch. Betrüge ich sie, wenn ich zu Papa gehe? Denkt sie, ich habe sie dann weniger lieb, wenn ich die Anya mag?
Das sind nur ein paar unqualifizierte Gedanken aus meiner Fantasie und nicht als Schablone zwecks Interpretation vermuteter Gefühle von P. zu sehen. O.k.?
Liebe Grüße, Faten
Das sind nur ein paar unqualifizierte
Gedanken aus meiner Fantasie und nicht als
Schablone zwecks Interpretation vermuteter
Gefühle von P. zu sehen. O.k.?Liebe Grüße, Faten
Vieles davon ist für mich (auch als Nicht-„Scheidungskind“) unmittelbar nachvollziehbar. Mehr als Denkanstösse geben, können wir hier ja ohnehin nicht tun. Und zum Denken-anstossen braucht es ja auch nicht immer gleich einen Holzhammer 
Übrigens: 2 Uhr 44 - SCHLÄFST Du auch irgendwann mal?
Gruß
Michael
Hi nochmal
,
Vieles davon ist für mich (auch als
Nicht-„Scheidungskind“) unmittelbar
nachvollziehbar. Mehr als Denkanstösse
geben, können wir hier ja ohnehin nicht
tun. Und zum Denken-anstossen braucht es
ja auch nicht immer gleich einen
Holzhammer
Stimmt auffallend 
Übrigens: 2 Uhr 44 - SCHLÄFST Du auch
irgendwann mal?
Ab und zu übermannt mich schon der Schlaf 
Wie Du siehst, kann ich auch mal um 23 Uhr online sein *g* Mein Leben ist eben nicht so regelmäßig, daß die Nacht immer Nacht für mich ist manchmal mache ich sie auch zum Tag - aber ich bin ja auch Studentin, die nachts besser lernen kann und auch mal abends und nachts jobben muß und um 5 Uhr oder so nach Hause kommt, um 4 Stunden zu schlafen und wieder zur Uni zu traben. That’s life!
Gruß, Faten
Integration
…erwarten bald das zweite Kind…
Schnellschuss?
Hi Raymond, hi Alle,
klar, wenn sich hier jemand an die Allgemeinheit wendet, dann hat auch jeder das Recht dazu, seinen Senf dazu zu geben. Aber mit „Ferndiagnosen“ dieser Art habe ich dann doch meine Probleme, besonders wenn sie als „Urteilssprüche“ daherkommen:
…erwarten bald das zweite Kind…
Schnellschuss (mit Überlegung)
Ja, Michael, ich kann Deine Stellungnahme nachvollziehen.
Ich habe nochmal über mein Posting nachgedacht aber ich würde es wirklich nochmal so schreiben. Ich glaube was ich da geschrieben habe. Es macht für die Kleine keinen Unterschied wie sich die Familiensituation für die neue Frau, den Vater oder gar für Aussenstehende darstellt.
Es gibt da die neue Frau ihres Vaters und die Integration muß von dieser ausgehen.
Es gibt offensichtlich keinen Ausweg aus diesem Dilemma. Ich habe soetwas oft genug mitansehen müssen und sah die Kinder als auch die Familien zerbrechen. Wir haben in solchen Fällen als aussenstehende Beobachter keine andere Wahl als mit den betroffenen Erwachsenen knallharten Klartext zu reden (die einzige Chance - eigentlich keine Chance - aber sie müssen sie nutzen).
Eine bestürzende Erkenntnis
Noch ein paar Ueberlegungen
Tach!
Ja, Michael, ich kann Deine Stellungnahme
nachvollziehen.
Gut, ich will mich nicht zum Experten in allen Familienfragen aufspielen, und dieselbe „Bescheidenheit“ unterstelle ich auch Dir.
Ich habe auf das ursprüngliche Posting von Anya nicht geantwortet, weil ich mich in solchen Fragen als nicht sonderlich kompetent einschätze. Außerdem müßte selbst der kompetenteste Experte viel, viel mehr Informationen über die gegenwärtige Situation des Kindes und über Anyas Familie haben, bevor er hierzu etwas fundiertes sagen kann.
Es gibt da die neue Frau ihres Vaters und
die Integration muß von dieser ausgehen.
Warum sollte das so sein? Zunächst halte ich die Zielsetzung „Integration“ schon für völlig unangemessen (Anya selbst sprach auch von der fehlgeschlagenen Integration). Primär haben wir es hier, so sehe ich das zumindest, mit einem Problem von Vater und Tochter zu tun, der Rest (Vaters neue Frau, Vaters ehemalige Lebensgefährtin, Vaters kleiner Sohn, Vaters zukünftiges Kind) sind „Nebenrollen“. Das Kind stellt (sehr berechtigte) Ansprüche an seinen Vater, nicht an Anya oder ihr(e) Kind(er). Hier wäre meiner Ansicht nach der Ansatzpunkt.
Aber, wie gesagt, auch keine Expertenmeinung.
Gruß
Michael
sehe ich das zumindest, mit einem Problem
von Vater und Tochter zu tun, der Rest
(Vaters neue Frau, Vaters ehemalige
Lebensgefährtin, Vaters kleiner Sohn,
Vaters zukünftiges Kind) sind
„Nebenrollen“. Das Kind stellt (sehr
berechtigte) Ansprüche an seinen Vater,
nicht an Anya oder ihr(e) Kind(er). Hier
wäre meiner Ansicht nach der Ansatzpunkt.Aber, wie gesagt, auch keine
Expertenmeinung.
Naja Michael, immerhin sind die „neuen“ Kinder des Vaters die Halbgeschwister der Kleinen. Sie sollen also Nebenrollen sein??
Gruß Susanne
auch keine Expertin, aber Mitgefühl für Kinder, weil sie sich nicht wehren können
Missverstaendnis?
Naja Michael, immerhin sind die „neuen“
Kinder des Vaters die Halbgeschwister der
Kleinen. Sie sollen also Nebenrollen
sein??
Gruß Susanne
auch keine Expertin, aber Mitgefühl für
Kinder, weil sie sich nicht wehren können
Nur zur Klarstellung: „Nebenrolle“ in Anführungszeichen, weil hier meiner Ansicht nach ein „Stück“ gespielt wird, bei dem die „Hauptrollen“ mit Vater und Tochter besetzt sind. Der Begriff sollte hier also keinerlei Herabwürdigung einer der handelnden Personen bedeuten.
Ok?
Michael
Übrigens: Daß sich Kinder nicht wehren können, halte ich dann doch für eine etwas zu pessimistische Sichtweise 
Naja Michael, immerhin sind die „neuen“
Kinder des Vaters die Halbgeschwister der
Kleinen. Sie sollen also Nebenrollen
sein??
Gruß Susanne
auch keine Expertin, aber Mitgefühl für
Kinder, weil sie sich nicht wehren könnenNur zur Klarstellung: „Nebenrolle“ in
Anführungszeichen, weil hier meiner
Ansicht nach ein „Stück“ gespielt wird,
bei dem die „Hauptrollen“ mit Vater und
Tochter besetzt sind. Der Begriff sollte
hier also keinerlei Herabwürdigung einer
der handelnden Personen bedeuten.Ok?
Ja, OK
Michael
Übrigens: Daß sich Kinder nicht wehren
können, halte ich dann doch für eine etwas
zu pessimistische Sichtweise
Bei solchen schwerwiegenden Entscheidungen haben doch die Erwachsenen in der Regel das Sagen, oder nicht? Wenn Kinder sich da wehren könnten, glaube ich nicht, daß es so viele Scheidungen gäben würde. Warum gibt es erschreckend viele Kindesmißhandlungen - Mißbräuche? Wenn Eltern in ein anderes Land ziehen, werden die Kinder dann wirklich gefragt, ob sie ihr vertrautes Umfeld verlassen wollen? … Aber vielleicht kannst Du mir eine positive Sichtweise übermitteln?
Gruß Susanne
Sich wehren
… Aber vielleicht kannst Du mir eine
positive Sichtweise übermitteln?
Meine Bemerkung war eher allgemeiner Natur, wie ja auch Deine Aussage sehr allgemein gehalten war. Kinder können sich wehren (oder allgemeiner: ihre Interessen wahrnehmen) und tun dies von klein auf.
In den Situationen, die Du jetzt meinst, sind die Machtmittel sehr ungleich verteilt. Erwachsene sind als Individuen meist (aber auch nicht immer) körperlich und intellektuell (bei kleineren Kindern) überlegen, und als „gesellschaftliche Gruppe“ von Gesetz wegen in einer privilegierten Position.
Ich denke, unsere Auffassungen liegen nicht wirklich weit auseinander, oder?
Gruß
Michael
… Aber vielleicht kannst Du mir eine
positive Sichtweise übermitteln?Meine Bemerkung war eher allgemeiner
Natur, wie ja auch Deine Aussage sehr
allgemein gehalten war. Kinder können sich
wehren (oder allgemeiner: ihre Interessen
wahrnehmen) und tun dies von klein auf.In den Situationen, die Du jetzt meinst,
sind die Machtmittel sehr ungleich
verteilt. Erwachsene sind als Individuen
meist (aber auch nicht immer) körperlich
und intellektuell (bei kleineren Kindern)
Auch bei größeren haben sie die Trümphe in der Hand. (Verbote, Strafen, solange Du bei uns wohnst, Liebesentzug, Streichung der Geldmittel …)
überlegen, und als „gesellschaftliche
Gruppe“ von Gesetz wegen in einer
privilegierten Position.Ich denke, unsere Auffassungen liegen
nicht wirklich weit auseinander, oder?Gruß
Michael
Ja, stimmt.
Aber gerade diese ganz bestimmten Situationen, die ich angesprochen habe, in denen Kinder wehrlos sind, hinterlassen traumatische Spuren für ihre ganze weitere Zukunft. Aber eigentlich geht es ja um Anya und ihr Problem.
Gruß Susanne
Zustimmung
Hallo Michael
ich stimme dir voll und ganz zu.
Was Raymond da aus dem Ärmel gezaubert hat, mag zwar gut gemeint sein, aber trotzdem nicht weniger daneben.
Gruss
Marion
Hallo Marion,
wenn eine Frau einen Mann mit Kind heiratet, sollte sie dann dieses Kind nicht als eigenes annehmen? Glaubst Du, Raymond wollte Anya beleidigen? Ich denke eher, er hatte bei seinem Schreiben vorrangig das Interesse des Kindes im Auge. Und das finde ich auch richtig so, denn es ist einfach an schwächster Stelle. Eine Frau kann sich ihren Mann aussuchen. Dieses Kind konnte sich gar nichts aussuchen. Die Eltern sind einfach verpflichtet (und die neue Frau soll nicht dazugehören?) die besten Bedingungen für alle Kinder zu schaffen. Vielleicht ist Anya sich ihrer Beziehung zu dem Mädchen noch gar nicht so bewußt gewesen, und durch diesen harten Kommentar aufgerüttelt worden. Ich denke schon, daß die Aussage 2. Kind etwas bedeutet. Wenn ich an Anya´s Stelle wäre und daran interessiert etwas zum Besseren zu verändern (das scheint sie ja auch, sonst hätte sie nicht um andere Meinung gebeten), dann wäre ich für jede Anregung und Kritik dankbar, auch wenn sie für mich unangenehm wäre.
Liebe Grüße Susanne
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]