Papiere für mein Hund

Hallo Leute,
vor kurzem habe ich mich dazu entschieden meine Aussie Hündin decken zu lassen, allerdings wollte ich mich im Vorfeld erkundigen, ob es eine Möglichkeit gäbe meiner Hündin davor noch Papiere zu organisieren (durch Vereine/Behörden…). Ich weiß zwar das ich kein Stammbuch kriegen könnte (mein Hund ist aus dem Tierheim), jedoch wäre ich glaube mit Rassepapieren auf der sicheren Seite.
Wisst ihr ob es so eine Möglichkeit gibt? Wo kann ich die Papiere organisieren?
Kennt ihr vielleicht Alternativen?
Ich danke euch sehr für eure Antworten.
Viele Güße Juney

Hallo,

auch wenn du es vielleicht nicht hören willst, meinst du es macht Sinn bei der Überschwemmung mit Aussies diese Rasse auch noch ohne, oder mit nicht vollständigen Papieren zu züchten? Wie ich gerade in unserer Hundegruppe an Erfahrung sammle, deutet alles darauf hin, dass es schon zu viele Aussies gibt und die Züchter ihre Hunde teilweise nur noch schwer an den Mann bringen und das zu deutlich geringeren Preisen wie früher. Einer Freundin wurde jetzt auch ein ca. 7 Monate alter Hund angeboten, da er bisher nicht normal verkauft werden konnte. Und dieser Hund hat alle Papiere.

Und was es sonst vorab noch zu bedenken gibt. Da du den Hund ja auch dem Tierheim hast und somit sicherlich einen Tierschutzvertrag dann erkundige dich bitte vorab bei Tierheim ob der Hund überhaupt zur Zucht eingesetzt werden darf. Aus früheren Erfahrungen mit unserem örtlichen Tierheim wurden Rüden nur kastriert abgegeben bei Hündinnen musste man unterschreiben dass diese nicht zur Zucht eingesetzt werden.

Nur mal so als zusätzlicher Gedanke.

Grüße Ute

Hallo,

ich stimme Ute zu, dass man sich überlegen soll, ob man weitere Tiere züchtet. Es gibt schon so viele, die ausgesetzt werden, verwahrlosen usw.

Aber mir ist ein gesunder, freundlicher Mischling lieber als ein überzüchtetes Rassetier mit Papieren. Ich halte diese Zuchtstandards für Unfug. Z.B. angezüchtete HD beim Schäferhund.

Gruß Volker

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Super Ute!

Du sprichst mir aus dem Herzen: wäre es möglich würdest Du 10 Sternchen von mir bekommen!

Gruß Momi

Hi

Ich
weiß zwar das ich kein Stammbuch kriegen könnte (mein Hund ist
aus dem Tierheim), jedoch wäre ich glaube mit Rassepapieren
auf der sicheren Seite.

Wer sagt denn das sie reinrassig ist wenn sie keine Papier hat? :wink:
http://hunde.yellopet.de/hundekauf/echte-papiere.htm
Was soll denn in den Papieren stehen? Muss ja alles nachweisbar sein und kein selbst ausgedachter Pseudo-Wisch.

Wo hat das Tierheim den Hund denn her? Vielleicht kommst da eher weiter.

MfG
Lilly

Ich mein´ ich will ja nur einmal Nachwuchs unserer Hündin, da habt ihr mich ein bisschen falsch verstanden. Ich möcht´das nur einmalig machen. Es geht mir nicht ums das Geld, es würd´ mir einfach Spaß machen mit meinem Hund auf Shows zu gehen und in den ASCA Verband einzutreten. Natürlich weiß ich nicht ob mein Hund 100% reinrassig ist. Doch das muss man doch irgendwo testen können, oder? Leider kenn´ ich die Vorbesitzer nicht, die ist gestorben und dann wurd´mein Hund zu einer Familie gegeben, deren Kinder meinen Hund tagelang in den Schuppen gesperrt und mißhandelt haben. Im Tierheim hab´ich ja auch schon nach den Papieren für Joo gefragt-erfolglos.
Juney

Hallo,

Natürlich weiß ich nicht ob
mein Hund 100% reinrassig ist. Doch das muss man doch irgendwo
testen können, oder?

Wenn man das testen könnte, bräuchte man keine Papiere nicht mehr.
WIE soll man das testen? Ein Hund, der das Pudelgen in zweifacher Ausführung hat, ist ein Pudel?

Gruß
Elke

Hi,

Wo kann ich die Papiere organisieren?

Würdest Du Deinen Köter mit Papieren mehr lieben?

Fragend:

Anja

Hallo Juney,

ein paar Gedanken zu den Dingen, die Du ansprichst:

Ich mein´ ich will ja nur einmal Nachwuchs unserer Hündin

macht wenn Du „Pech“ hast, sagen wir mal 10 Welpen. Ähnliche Hunde, also Rassehunde ohne Papiere oder Mischlinge, falls Deine Hündin doch nicht reinrassig sein sollte, gibt es zu Tausenden in Tierheimen, auch Welpen. Auf diesen Riesenhaufen Hunde, die alle einen Platz suchen, kämen nochmal Deine 10 obendrauf. Das wäre für mich schonmal der allererste sichere Grund, meine Hündin niemals belegen zu lassen.

Was tust Du, wenn ein Welpe aus irgendeinem Grund zurückkommt und sich nicht mehr weitervermitteln lässt? Behalten? Was, wenn einige der Käufer, angenommen Du hast 10 perfekte, doch kurz vorher abspringen? Hältst Du dann 4 Hunde?

Wie sieht die finanzielle Seite aus? Angenommen, Du brauchst während der Geburt tierärztliche Hilfe? 10 Welpen macht mindestens 8 Wochen lang 10x Futter, Tierarztuntersuchungen, Chippen, Entwurmungen, Impfungen, Spielzeug, etc. Davor kommt noch der Deckakt, welchen Rüden suchst Du Dir nach welchen Gesichtspunkten aus? Wie teuer ist das? Ist Deine Hündin geröntgt? Welches Umfeld hast Du, wo wachsen die Welpen auf? Hast Du die Zeit, wochenlang für die Kleinen dazusein? Wie sollen sie sozialisiert werden? Was sollen sie kennenlernen, bevor sie ins neue Zuhause kommen?

Es geht mir nicht ums das Geld

Das kann es auch kaum, wenn Du verantwortungsvoll handeln willst, dazu sind Deine Ausgaben schlichtweg zu hoch.

mir einfach Spaß machen mit meinem Hund auf Shows zu gehen

tu das! Es gibt mittlerweile auf vielen (allen?) großen Hundeausstellungen auch Mischlingswettbewerbe, dafür braucht Dein Hund keine Papiere.

und in den ASCA Verband einzutreten

das hab ich noch nicht ganz verstanden, warum Du dort eintreten willst. Um an Seminaren o.ä. teilnehmen zu können? Vielleicht einfach mal deren Ansprechpartner fragen, was Bedingung für eine Mitgliedschaft ist, bzw. ob Du Kurse und Seminare auch ohne Mitgliedschaft besuchen darfst.

Im Tierheim hab´ich ja auch schon nach den Papieren für Joo gefragt-erfolglos.

Damit wären wir wieder beim Anfang. Die Tierheime sind so überfüllt - bitte hinterfrage Dich nochmal, warum Du noch mehr Hunde produzieren willst.

Gruß,
Anna

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Was tust Du, wenn ein Welpe aus irgendeinem Grund zurückkommt
und sich nicht mehr weitervermitteln lässt? Behalten? Was,
wenn einige der Käufer, angenommen Du hast 10 perfekte, doch
kurz vorher abspringen? Hältst Du dann 4 Hunde?

Wie sieht die finanzielle Seite aus? Angenommen, Du brauchst
während der Geburt tierärztliche Hilfe? 10 Welpen macht
mindestens 8 Wochen lang 10x Futter, Tierarztuntersuchungen,
Chippen, Entwurmungen, Impfungen, Spielzeug, etc. Davor kommt
noch der Deckakt, welchen Rüden suchst Du Dir nach welchen
Gesichtspunkten aus? Wie teuer ist das? Ist Deine Hündin
geröntgt? Welches Umfeld hast Du, wo wachsen die Welpen auf?
Hast Du die Zeit, wochenlang für die Kleinen dazusein? Wie
sollen sie sozialisiert werden? Was sollen sie kennenlernen,
bevor sie ins neue Zuhause kommen?

auch wenn ich nicht zu denjenigen gehöre die nur auf „anerkannten züchter“ schwören und alles andere prinzipiell verdammen…kann ich hier anna leider nur zustimmen.
sorry wenn ich das rundraus sage:
ich glaub nicht wirklich das du weißt was da wirklich mit so einem wurf auf dich zukommen würde!
viele haben da immer so chicke vorstellungen " ich will meine hündin einmal welpen bekommen lassen" aber machen sie sich auch gedanken was da alles dazugehört?
ich glaub nicht!!!
hm, nicht falsch verstehen aber ich vergleich das nun mal mit kinderkriegen! man kann sich nie vorstellen in was für einem ausmaß so ein welpenwurf einen beschäftigt wenn man das nie erlebt hat
genausowenig wie man wissen kann wie es ist ein baby zu haben, wenn man das nie erlebt hat!

ich hoffe du verstehst das echt nicht falsch. aber ich hab das nu alles gesehen bei unserem rüden merlin. da waren wir bei der geburt dabei (wir haben bei der züchterin auf dem hof immer geholfen und hatten dadurch die möglichkeit) und haben dann auch bei merlin und auch bei anderen würfen dort miterlebt, was da alles hintersteckt!

früher hab ich immer gesagt…boah voll der besch… wieviel die für ihre welpen haben wollen! seit ich weiß wieviel arbeit und sorge und auch geld man da erstmal selber reinsteckt denke ich da anders drüber
also nicht alles so einfach vorstellen

lg
mona

Hallo

Wie sieht die finanzielle Seite aus? Angenommen, Du brauchst während der Geburt tierärztliche Hilfe? 10 Welpen macht mindestens 8 Wochen lang 10x Futter, Tierarztuntersuchungen, Chippen, Entwurmungen, Impfungen, Spielzeug, etc.

So ist es. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass bei problemlosen Geburten ca. 250 € pro Welpe an Kosten anfallen (wenn ich das Futter hinzurechne, sogar noch mehr). Gäbe es Komplikationen, können die Kosten noch höher werden.
Und das 10 x… das kann die finanzielle Leistungfähigkeit schnell übersteigen. Und wenn man keine Abnehmer findet, was dann?
Aus der Frage nach den Papieren kann man eigentlich nur schließen, dass es um den Verdienst geht. Verdienen kann man aber nichts dabei, es sei denn, man hält die Hündin als Gebärmaschine.

Ich würde nicht versuchen, die Hündin decken zu lassen.

Gruss

Iru

Hallo Juney,

vor kurzem habe ich mich dazu entschieden meine Aussie Hündin
decken zu lassen,

Du bist Schülerin, was für mich spontan heißt: wenig Geld, mindestens vormittags außer Haus und damit unflexibel sowie keine stabile Planung für die nächsten 12 Jahre.

NO GO!

Auch wenn Deine Eltern oder andere mit Dir an einem Strang ziehen sollten (was ich bezweifeln möchte): Es bleibt das Risiko, dass ein (oder mehr) Welpen kein Zuhause finden, dass einer krank ist und damit nicht „vermittelbar“.

Der Bruder meines Hundes (Border Collie) wurde ab der 10. Woche zweimal vermittelt und letztlich musste die „Züchterin“ ihn zurücknehmen, da er innerhalb von ein paar Wochen durch Gelenk- und Hautproblemen hunderte von Euros „verschlungen“ hat (für diese Kosten musste sie dann auch aufkommen). Der Hund ist jetzt knapp 3 Jahre alt und leidet immer noch an diesen Krankheiten und wird wohl auch sein Leben lang betreut werden müssen. Ganz abgesehen davon, dass er nach meinem Geschmack durch das Hin- und Hergeschiebe eine „Macke“ wegbekommen hat.

Auch wenn ich sagen muss, dass die Frau wirklich keine Zeit und Mühe gescheut hat: Die Welpen wurden hervorragend sozialisiert, gechippt, entwurmt, jeder Käufer erhielt eine volle Ausstattung (Napf, Futter, Leine, Schnuffeltuch von der Mutter) und wurden frühzeitig auf die neuen Besitzer geprägt (Name, Gerüche etc.), und sie interessiert sich bis heute für das Wohlergehen.

Meinem Mann wurde damals gesagt, dass beide Elternteile reine BCs seien, allerdings ohne Papiere. Das kann aber nicht stimmen, da mein Hund definitiv viel zu groß für einen Border ist.

Was ich damit sagen will (und auch schon gesagt wurde): Wer etwas von Genetik versteht und wenn kein Stammbaum vorliegt, kann nie gesagt werden, was letztlich rauskommt. Mein Hund ist ein Prachtexemplar und kerngesund (und ich bin ganz glücklich, dass er nicht so viel von einem BC abbekommen hat), sein Bruder ist ein „Krüppel“.

Und noch eins zum Schluss: Du hast Deinen Hund aus dem Tierheim! Schön, dass Du Dich dazu entschlossen hast. Aber komisch, dass Du beim Anblick der anderen Tiere dort jetzt den Entschluss getroffen zu „produzieren“.

Wenn Du schon bereit bist, mehr Zeit und Geld zu „investieren“, kannst Du mit Deinem Hund so viel mehr machen, was sowohl Dich als auch Deinen Hund zufrieden stellt. Wie wäre es mit den vielfältigen Angeboten (Agility, Rettung, Bergung o.ä.).

Diese „Anerkennung“ ist nach meinem Geschmack mehr Wert als Papiere, Eintrag in einem Verein etc.

Viele Grüße

Kathleen

Ich bin´s noch mal,
also ich finde das jetzt ein wenig vorwurfsvoll, nun vielleicht bin ich Schülerin und vormittags nicht da, aber ich habe Eltern und schließlich haben wir alle gemeinsam entschieden, dass wir einmal ein Nachwuchs unserer Hündin wollen. (Meine Eltern waren die Ersten) Ich möchte mich gar nicht darauf beruhen, allerdings wurde ich schon oft in meinem Wohnort nach meinem Hund gefragt. Ich wüsste sicherlich schon Leute die an Welpen von Joo interessiert wären. AUßERDEM ICH WÜRDE NIEMALS HUNDE PRODUZIEREN! Ich gehe schon seit drei Jahren regelmäßig ins Tierheim und führe Hunde aus … wir sind sowie so ne total hundefreundliche Familie, meine Tante hat zwei Hunde aus Spanien und einen aus der Türkei. Wir wollten nur einen „Nachfolger“ unserer Hündin, weil sie so genial ist. Was die Kostern und die Pflege angeht, haben wir uns beim beim Tierarzt und Büchern, Internet etc. schlau gemacht. Es war´nur die Frage ob es möglich ist, VDH oder irgendwelche Rassepapiere zu organisieren ist.
Juney

Hi Juney
oh weh
du hast eine Lawine losgelöst…
Versuchen wir mal sachlich die Sache anzugehen.
Ob dir die Aussagen gefallen oder nicht… wird sich zeigen. Evtl. aber wirst du verstehen warum hier so subjektiv geantwortet wurde.
Papiere bekommen:
Es gibt zig Zuchtverbände, der VDH ist nur der Größte und der Bekannteste.
Bei manchen musst du nur ein Foto zuschicken und bekommst irgendwelche Papiere für n Euro und mehr sind sie nicht wert.
Sogenannte Dekadenzvereine sind auch nicht das goldene vom Ei, obwohl sie sicher teils besser sind als der VDH.
Der VDH vertritt im Übrigen nur ca. 10-20% aller Hundehalter. Sagt aber er sei der Verein für das Deutsche Hundewesen.
Na denn.

Du willst nur einmal züchten.
WARUM?
Welpen bekommen ist im ersten Moment super süß.
Aber dann… 24 Stunden pro Tag anwesend sein.
Evtl. nimmt die Mutter die Welpen nicht an. Dann seit ihr dran. 8 Wochen lang mindestens. Alle 2 Stunden alle Welpen füttern, zum Koten bringen, Aufwischen.
Wer gute Welpen an den Mann bringen will muss erst auf Ausstellungen und sich dort die Titel holen damit sich jemand dafür interessiert.
Jede Ausstellung kostet dich ca. 8-10 Stunden in einer Halle mit anderen notgeilen Hundehaltern(Notgeil weil alle mit Vorzüglich1 (V1) bewertet werden wollen. Rat mal was das bedeutet. Die langjährigen Züchter kennen die Richter, diese wissen die kommen mit jedem Hund jedes Wochenende irgendwo wieder… wer gewinnt da wohl?
Und dann kommst du… rat mal wie deine Chancen sind.
Außerdem pro Termin idR. um die 20-50€. Ab ca. 5 V1 kannst du deinen Hund mal decken lassen.
Doch dann bist du als Züchterin gemeldet. Das kostet auch wieder Geld.
Denn du musst deinen Zwingernamen registrieren lasse beim Verband.
Wenn du es nicht tust. bekommst du idR. keine Zuchtpapiere.
Dann muss der Zuchtwart deine Welpen überprüfen. Dies kostet Geld.
Sonst gibts keine Papiere für die Welpen.
Da du keine Papiere bisher hast wird dein Hund als erster eines Stammbaums genommen. D.h. keiner weis wie deine Welpen sein werden, ob sie Erbkrankheiten frei sind. Wenn nicht, und du verkaufst einen, hast du die Haftung für den Welpen bis er 6 Monate ist und danach wenn ein eindeutig auf dich zurückzu führender Fehler auftritt.
Das kann bei z.B. unerkannter HD schnell mal in die 10Tsde gehen. Dafür zahlt keine Versicherung. Außerdem bist du bis zum 2. LJ verpflichtet den Hund zurückzunehmen wenn der Besitzer ihn nicht mehr will.(kein Witz, ergibt sich aus der Produkthaftung)
Dann kommen 2 Tierarztuntersuchungen öpro Welpe dazu die du vorstrecken musst, Futter für ca. 9 Hunde. Davon pro Welpe ab der ca. 6. Woche Sonderfutter, 1x Impfen, Chipen, 2x Entwurmen.
Alles musst du vorstrecken.
Gehen wir mal vom Normalfall aus kommen auf dich in Zahlen folgende Kosten ganz grob zu(alles vorstrecken)Wir gehen von 6 Welpen mal aus.
Zwingeranmeldung: ca. 100€
5 Ausstellungen: 200€
Tierarztkosten 2 Untersuchungen pro Welpe: 40 € x 6 =240€
Jeder Chip pro Welpe: 40€= 240
Entwurmung: 9.60€ pro Tube (Info Hersteller)
Pro Hund pro Kg 2g. Eine Paste = 24g. Gehen wir mal locker von
120€ Entwurmung aus Ziehe unten Anleitung
Zuchtwart: 80€

Rechnen wir es mal zusammen:
100+200+240+120+80= 740€ bei 6 Welpen und einer Hündin wobei hier ein großer Spielraum nach oben ist.
Dann Arbeitszeit 8 Wochen alle 2-4 Stunden a 2 Stunden arbeit. Je Stunde 10€ der Einfachheit= … ca. 5000€
Du bekommst aber nur für einen super Welpen 600€
6x600€= 3600€. Derzeitiges Minus ca.2000€

Und das für einmal Decken lassen???
Wozu?
Eine Hündin kann super damit leben nicht gedeckt zu werden. Mit Natur hat Decken lasse nix zu tun. Das hat was mit Vermenschlichung des Hundes zu tun und dem Knutschifaktor, und dem Süüüüüüüüsssssss-Faktor

Daher. Ich bin mal sachlich geblieben, entgegen meiner Gewohnheit hier bei so einem Thema. Aber evtl. reicht dein Juveniler Verstand soweit zu begreifen daß es Bullshit ist es einmal nur zu tun

Steffen

Hallo,

die ganzen Gründe, warum Du den Hund eigentlich nicht decken lassen sollst, wurden ja bereits angesprochen und ich stimmer ihnen zu. Nun zurück zur eigentlichen Frage:

Wenn der Hund keine Papiere hat und die Abstammung nicht nachzuweisen ist, dann gibt es auch keine Möglichkeit, seriöse Papiere zu bekommen. Es existiert kein „Nachweis“ über Reinrassigkeit, der Aufschluss geben könnte, daher kannst Du im Nachhinein keine Papiere bekommen.

Es wurde zwar schon gesagt, aber ich wiederhole nochmals den meiner Ansicht nach wichtigsten Aspekt: Wenn Du mit einem Hund aus dem Tierheim züchtest, verstößt Du ziemlich sicher gegen die Bedingungen des Schutzvertrages. Das Tierheim könnte dann theoretisch versuchen, den Hund wieder einzuziehen, weil Du Dich nicht an den Vertrag hältst. Lass es lieber.

Gruß,

Myriam

Hallo,
kennst Du den MDR1 Defekt ?
Kennst Du Dich aus mit Epilepsie, Katarakt, Hüftgelenks- und Ellenbogendysplasie (HD/ED), Autoimmunkrankheiten, Gebissfehler, Allergien, Schilddrüsen- und Herzprobleme, was alles beim Aussie vorkommen kann ?
Kennst Du Urteile zu Hundezüchtern und Regressforderungen ?
Erste Urteile sind da, wo nur der „richtige“ Züchter wirklich geschützt ist.
http://lexetius.com/2005,1420
Kein seriöser Verein kann Dir Papiere austellen, weil keiner weiß was dahinter ist/sein kann.
Kranke Welpen können dem „Produzenten“ ein Vermögen kosten.
Überlegt Euch das gut.
Grüße
Margit

Ja, ich bin pedantisch und oberlehrerhaft, aber ich konnte mir die Überschrift in dieser Vervielfältigung einfach nicht mehr länger antun.

Elke

Hallo Juney,
Als erstes möchte ich Dir sagen, nachdem ich die RE`s gelesen habe, das die Leute Recht haben… Du solltest Dir das sehr gut überlegen mit dem Züchten!!!
Aber nun zu der Frage:
Du müßtest Dich an einen Aussie-Club in deiner Nähe wenden, der dem VDH, sprich somit auch der FCI (nich zu verwechseln mit F.C.I.)angehört.
Willst Du Papiere für deinen Hund haben läuft das folgendermaßen:
Geh zu so einem Club dort läßt Du, von meisten 2 Richern, eine Phänotypanalyse erstellen (es beurteilen die Richter nach dem Standard für die entsprechende Rasse den Hund).
Fällt diese positiv aus und ist der Hund nach dieser Analyse phenotypisch ein Aussie (in diesem Fall) erhält dein Hund eine REGISTRIERUNG im Register für Aussies. Also eine Registerahnentafel mit ihrem Namen - ohne Eltern, Großeltern u.s.w.
Wenn Du dann züchten möchtest mußt Du Mitglied des Vereins sein und dich an die Zuchtbestimmungen halten.
Zuchtbestimmungen sind bei den Rassen unterschiedlich, können aber folgend sein: HD (Hüftgelenksdysplasie) Untersuchung
PRA (Partella Retina Athrophie) Untersuchung
Kniescheibenluxations Untersuchung
Zwingernamenanmeldung
Zuchttauglichkeits Untersuchung
Deckgebühren
und noch einiges mehr.
Dies sind alles Kosten die man im vorfeld hat, wenn man denn gesunde Hunde züchten möchte.
Und eine Garantie auch wirklich nur gesunde Hunde zu züchten hat man nie, schon gar nicht wenn man, wie bei deiner Hündin der Fall, keinerei Hintergrundinformationen (sprich Ahnenfolge der Eltern) hat.

Ich hoffe Dir etwas geholfen zu haben.
Mein Tipp:
Wollt Ihr Welpen?, dann holt Euch doch so einen kleinen Kerl bei einen Züchter. Und wenn Ihr ausstellen wollt, sprecht mit dem Züchter, dann wird er ehrlich sein und Euch einen Hund für die Schau geben, weil ihr ja dann für ihn „Reklame“ lauft.

Liebe Juney,

also ich finde das jetzt ein wenig vorwurfsvoll,

zwischen „Vorwurf“ und „Augen-öffnen“ gibt es einen großen Unterschied. Als ich mit 17 Jahren meinen geliebten Hovawart, der im Alter von 12 Jahren eingeschläfert werden musste, verlor, wollte ich auch unbedingt einen neuen Hund. Meine Eltern haben damals zurecht interveniert, da absehbar war, dass ich nach meinem Abitur zum Studieren wegziehen werde.

vielleicht bin ich Schülerin und vormittags nicht da, aber ich
habe Eltern und schließlich haben wir alle gemeinsam
entschieden, dass wir einmal ein Nachwuchs unserer Hündin
wollen. (Meine Eltern waren die Ersten)

Dieses Missverständnis ist nicht mir geschuldet (Du schriebst: „Ich habe vor kurzem entschieden“ und in Deiner Vita steht: Schülerin). Dass Deine Eltern die treibende Kraft sind, hat hier niemand herauslesen können. Damit sehen die Rahmenbedingungen - wie schon angedeutet - zwar „etwas“ anders aus, aber das eigentliche Problem steht weiterhin im Raum.

allerdings wurde ich schon oft in meinem
Wohnort nach meinem Hund gefragt. Ich wüsste sicherlich schon
Leute die an Welpen von Joo interessiert wären.

Leute, die sich bei der Begegnung mit einem „schönen Hund“, der recht gut erzogen ist, freundlich reagiert, aufgeweckt und intelligent ist, interessieren, gibt es zu Hauf. Aber das heißt erst einmal gar nichts. So lange Du keine definitiven Zusagen hast, kannst Du Dich auf dieses Interesse nicht berufen.

Was meinst Du, wie viele Leute meinen Hund klasse finden und wie viele ein Bedauern äußern, dass er kastriert ist. Aber wenn ich ihnen erzähle, was für dieses Charakter-Ergebnis an Zeit, Erziehung, Empathie und Konsequenz vonnöten war, ziehen sie recht schnell den „Schwanz ein“.

AUßERDEM ICH WÜRDE NIEMALS HUNDE PRODUZIEREN!

Entschuldige bitte, aber das tust Du selbstredend mit einer Deckung. Gut, der Begriff „Produktion“ mag Dir nicht behagen, aber letztlich ist es eine bewusste Vermehrung von „etwas, von dem es bereits ein Überangebot gibt“.

Ich gehe schon seit drei
Jahren regelmäßig ins Tierheim und führe Hunde aus … wir
sind sowie so ne total hundefreundliche Familie, meine Tante
hat zwei Hunde aus Spanien und einen aus der Türkei.

Genau an diesem Punkt habe ich meine schon erwähnten Verständnisschwierigkeiten. Dir ist also der Punkt des Überangebots und der mangelnden Nachfrage sehr wohl bekannt.

Wir wollten nur einen „Nachfolger“ unserer Hündin, weil sie so
genial ist.

Darauf könnte man jetzt böse reagieren: Dann lasst Joo klonen! Denn „Nachfolger“ - wie unten mehrfach beschrieben - wirst Du mit keinem Garant reproduzieren können - und Charakterbildung ist eben auch zu einem gewissen Anteil eine Erziehungsfrage. Und „geniale“ Hunde findet man anscheinend auch im Tierheim, wie Du uns ja bestätigen kannst?

Was die Kostern und die Pflege angeht, haben wir
uns beim beim Tierarzt und Büchern, Internet etc. schlau
gemacht.

Das ist eine unabdingbare Voraussetzung; dabei ist aber sicherlich kein „Notfall“ mit einkalkuliert, wenn ein „Nachkomme“ von der genialen Joo abweichen sollte, oder? Steffen hat ja eine wirklich überzeugende Kostenaufstellung geliefert. Hast Du diese Deinen Eltern mal vorgelegt?

Es war´nur die Frage ob es möglich ist, VDH oder
irgendwelche Rassepapiere zu organisieren ist.

Diese Frage wurde ja bereits beantwortet, aber ich wiederhole noch einmal:
Papiere sind dafür da, Stammbäume zu belegen, um den „reinen“ Genfluss darzulegen und etwaige Krankheiten auszuschließen, bestimmte Deckungen zu vermeiden und Rassestandards einzuhalten.

Sehr verkürzt gesagt: Kein Stammbaum - keine (seriösen) Papiere.

Was ich mit meinem vorherigen Posting ausdrücken wollte: Selbst wenn Deine Joo (wie die Eltern meines Hundes) anscheinend / offensichtlich den Rassestandards entsprechen sollte, so ist ohne einen Stammbaum nicht zu garantieren, dass die Nachkömmlinge den Rassestandards entsprechen werden.

Viele Grüße

Kathleen

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