Paradigmenwechsel

Hallo allerseits,ich bezeichne es mal so…

Der derzeitige,stattfindende Paradigmenwechsel im
Bereich Medizin:
Von der klassischen Schul-und
Apparatemedizin, hin zu bioinformativer
Medizin (Homöopathie)und andere Verfahren zB: Akupunktur
wirft bei mir eine Frage auf:

Lapidar gesagt:
Warum wechselt ein Schulmediziner auf die andere Seite?

Ist es die Nachfrage,die das Angebot regiert?
(Patient>Kunde : Arzt>Unternehmer)

Sind es die Erfolge dieser Therapieformen?

Oder kann es ;ich bezeichne es mal mit den
"Fesseln der Gesundheitreform"zusammenhängen?
(Die es einem Arzt ja nicht gerade leichter macht)

…und was auch immer??? und sowohl als auch???

Es gibt ja,wenn man gelbe Seiten blättert genug
Beispiele.
Ärzte mit Zusatzausbildung in Homöopathie,
Akupunktur oder Phytomedizin.

Wenn ich hier die Akupunktur aufgreife, die wurde (wird)
immer belächelt,als Scharlatanerie abgetan.
Aber mittlerweile hat es den Anschein,das
sich diese Therapieform immer mehr durchsetzt
und wird teilweise sogar immer mehr von
den Kassen übernommen.Aber das ist ja mit auch, um die
Kasse attraktiver zu machen,das ist mir schon klar.

Ich hoffe ich kam auf die Schnelle verständlich rüber?

Diese Frage(n) surrt(en) mir schon länger im Kopf rum.
Gruß Kai

Hi!

Warum wechselt ein Schulmediziner auf die andere Seite?

Gegenfrage: warum muß unbedingt Schulmedizin und Alternativmedizin strikt getrennt sein? :wink:
Alles, und sei es noch so obskur, wird „in die Schulmedizin“ aufgenommen, wenn es denn wirkt. Daher sind die Schulmediziner alternativen Verfahren grundsätzlich nicht abgeneigt. Sie werden immer wieder auf ihre Wirkung erprobt. Man könnte auch sagen, die klassische Schulmedizin ist neuen und alternativen Verfahren offen gegenüber.

Ist es die Nachfrage,die das Angebot regiert?
(Patient>Kunde : Arzt>Unternehmer)

Jo, klar.
wenn du dir die Problematik (v.a. Budget) der niedergelassenen Ärzte anschaust, erkennst du, daß sie eigentlich nur von Privatpatienten und IGEL-Leistungen leben können. Die Verfahren, die heute als alternativ bezeichnet werden, gehören dazu.
Hast du dir schon mal angeguckt, wieviel ein Heilpraktiker für einzelne Leistungen nimmt? Holla… *g*
Mal ehrlich, wenn ich mal `ne Praxis hab und dann gerade Steine auflegen „in“ ist - für das Geld mach ich alles *ggg*

Es gibt ja,wenn man gelbe Seiten blättert genug
Beispiele.
Ärzte mit Zusatzausbildung in Homöopathie,
Akupunktur oder Phytomedizin.

Klar: das Bild in den Köpfen: Boah, hat der aber viel gelernt, der hat echt Ahnung und ist bestimmt kompetent. Ergo strömen da die Leute hin, ob sie diese Leistungen wollen oder „nur“ die Schulmedizin. Zusatzbezeichnungen machen sich immer gut auf dem Praxisschild als Werbung :wink:

Gruß,
Sharon

Moin, Kai,

unter Ärzten gilt der Spruch „Wer heilt, hat recht“, deshalb ist die Trennung zwischen Schulmedizin und Alternativen Methoden eh nicht klar zu ziehen. Der Mensch ist durchaus auch für Humbug empfänglich.

Wie der Arzt mit seinem Rollenkonflikt als Unternehmer fertig wird, lässt sich wohl nie klären. Mir ist jedenfalls ein Rüpel, der mir eine Zuckerpille unterjubelt, lieber als ein Grübler, der mit mir die Grenzen der Ethik diskutieren möchte.

Gruß Ralf