Paradoxie in der Musik

Hallo Deutschfreunde und -freundinnen!
„Beethovens Musik ist besser, als sie klingt.“
Diese zufällig entdeckte und lustige Behauptung möchte ich gerne sprachwissenschaftlich erklären lassen. Wo genau liegt darin die Pointe?
Danke schön für eure Mühe
Franz Josef

Hallo,

„Beethovens Musik ist besser, als sie klingt.“
Diese zufällig entdeckte und lustige Behauptung möchte ich
gerne sprachwissenschaftlich erklären lassen. Wo genau liegt
darin die Pointe?

Ein Paradoxon erkenne ich hier nicht, wohl aber die Pointe, die darauf beruht, dass das Eine die Komposition/Partitur ist und das Andere, was die Musiker/Dirigenten daraus machen.

Schöner Spruch!
Liebe Grüße
Jo

P.S.
Besonders lustig, da wir ja um Beethovens Taubheit wissen.

Es ist das gleiche wie bei Büchern, Wein oder Gedichten:

Der Laie erkennt nur den offenkundigen Aspekt der Gesamtqualität (also die angenehme Melodie, die spannende Geschichte, den süßen Geschmack oder das eingängige Metrum und Reimschema), der Kenner blickt tiefer.

Vielleicht hat Betthoven besonders raffiniert und kunstvoll komponiert? So wie ein Gedicht der Moderne besonders kunstvoll sein kann, obwohl jeder normalsterbliche Leser den Lesevorgang nach wenigen Zeilen abbricht, weil es zu schwer verdaulich ist?

lg hahu

Vielleicht hat Betthoven besonders raffiniert und kunstvoll
kopuliert?

…dann doch wohl eher.
Grüße
Jo

Hallo Franz Josef,

der Satz ist klasse, und man könnte in die paar Worte ein ganzes Buch voll hineininterpretieren.

Musik kann nicht besser sein, als sie klingt; denn sie ist ja nur da, wenn sie klingt. Das gilt für den nichtmusizierenden Zuhörer.

Aus der Sicht eines Komponisten oder eines Musikers aber ist die Musik schon da bevor sie klingt; nämlich auf dem Notenblatt.

Freundliche Grüße,
Markus

danke an alle Antwortenden
mit Sternchen

Hallo,

das Komma in diesem Satz würde ich auch weglassen!