Paradoxon ohne grüne punkte

Hallo.
Beim Schmunzeln über die „grünen und roten Punkte“ ist mir eine alte geschichte eingefallen:

Im Jahr 2525 werden alle Gerichtsurteile von computern gefällt, denn sie sind neutral und machen NIEMALS Fehler. (wie gesagt: wir befinden uns im 26.Jhd. :smile:) Außerdem dauert dank hoher Rechenleistung kein Prozess länger als 1 Std.
Generell werden dabei nur zwei Urteile verhängt: Freispruch oder lebenslanger Energieschlaf (ohne Matrix).

Es gelten dabei folgende Regeln:
a) Alle Urteile werden irgendwann im Laufe der nächsten Woche vollstreckt.
b) Der Verurteilte weiss aber nicht an welchem Tag.
b) Alle Urteile werden Punkt 12.00 Uhr vollstreckt.

Es ereignet sich nun Folgendes:
An einem Freitag wird ein I.Asimov-Fälscher schuldig gesprochen, doch schon am gleichen Tag, weiss er, dass er nicht hingerichtet werden wird, denn ihm ist ein fataler logischer Fehler aufgefallen:
„Am Freitag kann ich nicht hingerichtet werden, sonst wüsste ich ja am Donnerstag um 12.01 Uhr, an welchem Tag ich hingerichtet werde. Da Freitag wegfällt, kann ich aber aus gleichem Grund auch Donnerstag nicht hingerichtet werden u.s.w.
Folglich hat der Computer einen Fehler gemacht. Also muss ich freigesprochen werden!“

Wird der Fälscher freigesprochen?

Gruß Helge

a) Alle Urteile werden irgendwann im Laufe der nächsten Woche
vollstreckt.
b) Der Verurteilte weiss aber nicht an welchem Tag.
b) Alle Urteile werden Punkt 12.00 Uhr vollstreckt.

Wird der Fälscher freigesprochen?

Nein. Da nach seiner Logik alle Tage gleichermaßen ausscheiden, hat er keine Möglichkeit den Tag der Verurteilung vorherzusagen. Die Tatsache, daß der Deliquent davon Überzeugt ist, daß das Urteil an keinem Tag volstreckt werden kann, hält den Computer schließlich nicht davon ab es dennoch zu tun.