Paradoxon-Text

Hallo Leute,

mein Onkel hat mir, als ich noch ein kleiner Günther war, immer eine recht lange paradoxe Geschichte erzählt. Ging immer so 5 Minuten oder so. Also relativ lang. Nur bring ich sie nicht mehr zusammen und meinen Onkel kann ich leider auch nicht mehr fragen.

Sie begann so:

Dunkel war’s, der Mond schien helle;
als ein AUto blitzeschnelle, langsam um die Ecke fuhr.
Drinnen saßen stehend Leute, schweigend ins Gespräch vertieft;
als ein ??? auf dem Sande Schlittschuh lief.

Weiter kann ich es nicht. Vielleicht kennt ja einer von euch den ganzen Text. Ich würde mich echt freuen.

der Günther

Dunkel wars, der Mond schien helle,
schneebedeckt die grüne Flur,
als ein Wagen blitzeschnelle
langsam um die Ecke fuhr.

Drinnen saßen stehend Leute,
schweigend ins Gespräch vertieft,
als ein totgeschoss’ner Hase
auf der Sandbank Schlittschuh lief.

Und ein blondgelockter Jüngling
mit kohlrabenschwarzem Haar
saß auf einer blauen Kiste,
die rot angestrichen war.

Neben ihm 'ne alte Schachtel,
die kaum zählte sechzehn Jahr.
Und sie aß ein Butterbrot,
das mit Schmalz bestrichen war.

Droben auf dem Apfelbaume,
der sehr süße Birnen trug,
hing des Frühlings letzte Pflaume
und an Nüssen noch genug

Und der Wagen fuhr im Trabe
rückwärts einen Berg hinauf.
Droben zog ein alter Rabe
grade eine Turmuhr auf.

Ringsumher herrscht tiefes Schweigen
und mit fürchterlichem Krach
spielen in des Grases Zweigen
zwei Kamele lautlos Schach.

Von der regennassen Straße
wirbelte der Staub empor.
und ein Junge bei der Hitze
mächtig an den Ohren fror.

Beide Hände in den Taschen
hielt er sich die Augen zu.
denn er konnte nicht ertragen,
wie nach Veilchen roch die Kuh.

Und zwei Fische liefen munter
durch das blaue Kornfeld hin.
Endlich ging die Sonne unter
und der graue Tag erschien.

Und das alles dichtet Goethe
als er in der Morgenröte
liegend auf dem Nachttopf saß
und dabei die Zeitung las.

hier findest du noch verschiedene varianten:
http://www.forums9.ch/sprachen/buch/dunkel.htm#3

Hallo Günther,

Google bringt jede Menge Ergebnisse, u.a. das hier:
http://www.textgalerie.de/archiv/gedichte/anonym/dun…

Gruß,
Markus

http://home.arcor.de/hanzwurst/pix/bart.jpg

Servus,
hier meine Variante, gehört in Wien als ich noch ein kleiner Herbie war. (in den 1960ern)
Die anderen Varianten les ich später, sonst spielt mein Gedächtnis möglicherweise nicht mehr mit…

Finster wars der Mond schien helle,
als ein Wagen blitzeschnelle
… langsam um die runde Ecke fuhr.

Drinnen saßen Leute stehend
schweigend ins Gespräch vertieft
und ein blond gelockter Jüngling
mit kohlraben scharzem Haar…
aß ein Butterbrot, das mit Schmalz bestrichen war.

… und ein tot geschoßner Hase
auf dem Berge unten Schlittschuh lief…

möglicherweise hab ich die eine oder andere Zeile vergessen… jetzt schau ich mir die anderen Versionen genauer an.

Vorher aber noch ein Paradoxon das mir wegen seiner Einfachheit besonders gut gefällt:

Wir Wassermänner glauben nicht an Astrologie :wink:

Servus
Herbert

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