Das scheinbare Paradox besteht darin, dass andererseits,
das T vom U aus gesehen ebenfalls laengenkontrahiert
erscheint,
also kuerzer als 8m, womit es anscheinend nicht zum Knall
kommt.
Die Loesung dieses Problems liegt in der Relativierung der
Gleichzeitigkeit, wie ich weiter unten schon versucht habe
zu erklaeren.
Hi MEB,
mit Deiner versuchten Erklärung bin ich nicht so richtig einverstanden. Welche Befürchtungen äußert denn konkret der neben dem U stehende Beobachter, der weiß, daß sich ein beispielsweise mit 0.995 c fliegendes T auf sein U zubewegt?
Warum der mit dem T mitfliegende Beobachter die Panik kriegt (im Sinne von „es wird eine Explosion geben“), ist leicht einzusehen – er sagt: „Verdammt, nach meiner Berechnung ist das U-Target auf 2.5 cm lorentzverkürzt, es ist überhaupt keine Frage, daß ich auf den Zünder kommen werde!“
Was aber sagt der U-Beobachter? Zunächst stellt er fest: „Nach meiner Berechnung ist das T-Geschoß mir gegenüber auf 2 cm lorentzverkürzt, …“. Nun muß auch er zu dem Schluß kommen, daß der Zünder ausgelöst wird (daß er vom T aus gesehen ausgelöst wird, vom U aus gesehen aber nicht, verbietet die Logik). Er muß also fortfahren mit „…aber der Zünder wird trotzdem ausgelöst, weil…“ (***)
WEIL WAS? Weil Ereignisse, die für den U-Beobachter gleichzeitig sind, es für den T-Beobachter nicht sind? Ist zweifellos richtig, aber inwiefern genau willst Du damit die Zünderauslösung begründen? Der zeitliche Ablauf der Ereignisse in T ist doch für den U-Beobachter uninteressant.
Aus der Sicht des Us ist in dem Augenblick, in dem der hintere Querschenkel des Ts auf die U-Enden knallt, das vordere T-Ende gerade 2 cm im U drinne. Dieses Ereignis markiert aber erst den Anfang des T-Stopprozesses. Das T kann nicht instantan als Ganzes stoppen, denn dazu wäre eine unendlich hohe Ausbreitungsgeschwindigkeit des mechanischen „Stoppsignals“ entlang des senkrechten Balkens erforderlich. Dieses Signal breitet sich jedoch mit Lichtgeschwindigkeit aus (das ist die Eigenschaft jedes „maximal harten“ Werkstoffs). Von dem Ereignis „T-Querbalken knallt auf U-Enden“ bekommt das vordere Ende des Ts tatsächlich erstmal garnix mit – es fliegt unbehelligt weiter Richtung Zünder, wenn auch sein Vorsprung gegenüber dem hinterhereilenden Stoppsignal schrumpft. Nun die alles entscheidende Frage: Kann das Stoppsignal das vordere T-Ende rechtzeitig einholen, bevor es auf den Zünder kommt? Antwort: Es kommt auf die Geschwindigkeit an. Wenn das T schnell genug ist, „schafft“ es das Stoppsignal nicht mehr. Man kann zeigen, daß die Grenzgeschwindigkeit die ist, bei der das U aus Sicht des Ts auf weniger als die Eigenlänge von T (im Beispiel 8 m) lorentzkontrahiert ist.
Wie setzt also der U-Beobachter sein Statement (***) fort? „…weil die Stoppinformation das vordere T-Ende nicht mehr rechtzeitig erreichen wird.“ D’Accord? 
Mit freundlichem Gruß
Martin