wir sind Rentner und interessieren uns für Paraguay als Auswanderungsland, erhalten aber keine eindeutigen und/oder seriösen Informationen über folgende fünf Gesundheits-Fragen-Komplexe:
Kann man (und gegebenenfalls inwieweit) die Flüsse und Seen in Paraguay zum Schwimmen (nicht nur Baden - für uns gesundheitsbedingt erforderlich) nutzen – und wenn ja, wo genau. Gibt es gefährliche Tiere, Insekten o.ä. in den Gewässern oder kann man sich mit gefährlichen Krankheiten infizieren? Wie hoch sind ggf. Infektionsrisiken bzw. Risiken, sich dabei Krankheiten „einzusammeln“ oder mit Schlangen, Piranhas oder ähnlich gefährlichen Fischen/Tieren//Insekten/Bakterien etc. konfrontiert zu werden?
Welche praktikablen Schutzmöglichkeiten gibt es evtl.?
Existieren (wie z.B. immer mehr in Deutschland) auch in Paraguay Zecken und damit Borreliose und Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME)?
Wie hoch ist etwa die Ozonbelastung in Paraguay im Hinblick auf Hautkrebsgefahr? Ähnlich intensiv wie in Brasilien (Bahia) oder Australien?
Ist es in Wohngegenden Paraguays auch möglich, sich bei Hitze auf dem eigenen Grundstück leicht bekleidet bzw. in Badekleidung zu bewegen, ohne Gefahr zu laufen, sich gleich Dengue oder Malaria oder andere Krankheiten oder Schädigungen zuzuziehen?
Wann wäre dies möglich, zu welcher Tages- und Jahreszeit, wie lange, jährlich und in welchen Gegenden besonders und in welchen besonders selten oder gar nicht? Oder wird dies ggf. allein schon durch ungefährliche Mückenbelästigungen vereitelt oder verhindert?
Ist ein ständiges Einreiben von entsprechenden insektenabweisenden Mitteln für leichtbekleideten Aufenthalt im Freien erforderlich (s. Auswärtiges Amt)?
Sollte man unbedingt unter einem Moskitonetz schlafen, ist es nur s o ungefährlich, oder kann man auf dieses Netz verzichten?
Was wird bei einer gegebenenfalls behördlich erforderlich Gesundheitsprüfung in Paraguay für Einwanderer durchgeführt? Welche Krankheiten können ggf. Einwanderungshinderungsgründe sein?
Mit Ihrer Antwort würden Sie uns wesentlich weiterhelfen. Vielen Dank für Ihre Bemühungen im voraus!
da die art deiner fragen aber vermuten lassen dass du noch nie (oder selten) in ländern dieser art gereist bist würde ich empfehlen mich etwas länger auf dieser seite aufzuhalten und sie etwas intensiver zu studieren !
es gibt durchaus risiken in solchen ländern, ein gesunder und intensiver umgang mit diesen themen lässt die risiken erkennen und verstehen und gibt somit die möglichkeit sich recht unkompliziert und ausreichend auf so eine reise vorzubereiten.
ich habe nun von „reise“ gesprochen - ein auswandern ist natürlich etwas anderes, trotzdem bleibt meine empfehlung die „reiseseite“ des tropeninstituts münchen zu studieren von meinem missverständnis unangetastet . . .
viel spass beim auswandern
ganz generell: früher war Auswandern was anderes. Da hat man sich auf die Berichte von „drüben“ (wo immer das war) verlassen und Augen zu und durch. Man konnte es sich nicht leisten, mal erst vor Ort zu gehen und zu gucken.
Heutzutage sollte man das Land, in das man auswandern will, wenigstens einmal besucht haben. Deine Fragen lassen vermuten, dass das bei euch nicht der Fall ist.
Selbst einmal im Urlaub dort gewesen zu sein, genügt nicht immer. Da ihr dort aber (da Rentner) nicht euren Lebensunterhalt verdienen müsst, wie ich vermute, könnte es reichen. Aber ohne irgendeinen Besuch vorher, würde ich es nicht machen. Wenn du die diversen Auswandererprogramme auf den Privatsendern verfolgst, merkst du schnell, wie wichtig es ist, vorher zu wissen, auf was man sich einlässt.
Gruß
Elke
*schon dreimal/viermal das Land, zweimal/dreimal den Kontinent gewechselt - also nicht ohne Erfahrung
Ich kann nicht konkret auf die Fragen eingehen, aber versuchen will ich es mal.
Es empfiehlt sich, Schutzimpfungen gegen Tetanus, Diphterie, Gelbfieber, vielleicht auch Keuchhusten, Hepatitis A und B, Thyphus und Tollwut impfen zu lassen.
Dengue- Fieber tritt vor allem zwischen Novemer und ca. April auf, dann herrscht ein erhöhtes Risiko. Natürlich ist auch sonst Vorsicht geboten. Immer ein Moskitonetz übers Bett hängen und dieses auch zwischen Matratze und Bettrahmen stopfen, die blöden Viecher kommen überall durch.
Malaria ist nicht so häufig vertreten, aber es kommt vor (Herbst bis ca.Mai), vor allem in feuchteren Gebieten.
Es ist ratsam, körperbedeckende Kleidung zu tragen und sich mit Mückenschutzmittel einzureiben.
Vorsicht auch beim Trinkwasser, nicht immer ist hier die uns bekannte Hygiene gegeben.
Hier einmal ein Link einer tropenmedizinischen Beratungsstelle, hier wird gerne weitergeholfen. http://www.dtg.org/
Carina