Hallo,
ich habe vor ein Netzwerk ein wenig zu erweitern bzw. zu verändern und würde gern im Voraus wissen, mit was für Problemen ich zu rechnen habe.
Im Moment ist ein Modem vorhanden, welche mit einem Server verbunden ist, auf dem IPCop installiert ist. Dieser fungiert als Router, DHCP-Server und Firewall. Dahinter gibt es verschiedene Computer die mit Windows in verschieden Versionen laufen und einen Server auf dem Windows 2003 läuft. Er ist DNS-Server, Fileserver und dient als Domäne an dem sich andere Computer im Netz anmelden.
Möglicherweise soll dieses System demnächst erneuert werden. Dabei soll ein Server mit Windows 2008 RC2 zum Einsatz kommen, der die Aufgaben der beiden alten Server zusammen übernehmen soll.
Da Ausfälle vermieden werden sollen, habe ich vor das „neue Netz“ unabhängig vom anderen Netz zu testen. Dafür nutze ich den Server und einen weiteren Computer auf dem ich virtuelle Maschinen laufen lassen will.
Damit der Internetzugang für alle restllichen Computer bestehen bleibt, müsste ich irgendwie das neue und alte Netz parallel an dem einen vorhandenen Modem laufen lassen, ohne das sie sich gegenseitig behindern.
Ist das so möglich? Wenn ja würde ich einen Switch zwischen IPCop und dem neuen Server installieren
hallo,
die große frage was sich hier stellt: was ist das für ein modem und unterstützt es zwei netze (–>vlan).
Im Moment ist ein Modem vorhanden, welche mit einem Server
verbunden ist, auf dem IPCop installiert ist.
Hallo,
wenn das Modem tatsächlich nur ein Modem ist, muss es die Verbindung auf Befehl aufbauen, also entweder sich einwählen oder bei DSL die Verbindung aufbauen (auch dann, wenn diese den ganzen Tag bestehen bleibt). Die Befehle dazu kann das Modem nur von einer Instanz bekommen, daher kann es von 2 PCs, egal ob Server oder normal, höchstens abwechselnd (fehlerträchtig), aber nicht gleichzeitig benutzt werden.
Üblich ist aber heute eine Kombination Modem/Router/Switch, da können am Switch mehrere PCs hängen und die Routersoftware kümmert sich um die nötige Einwahl und Datenweiterleitung. Daher muss man die Providerdaten im Router speichern. Ich würde empfehlen, erst einmal auf diese Konfiguration umzustellen, dann kann man problemlos parallel aufs Internet zugreifen. Ausserdem ist das die übliche Ausstattung, die man vom Provider bekommt, z.B. in Form einer FritzBox, ob die nun so heisst oder nicht. Vielleicht liegt sowas noch irgendwo im Schrank, bei mir sammeln sich allmählich verschiedene Versionen.
Gruss Reinhard
Hallo,
Im Moment ist ein Modem vorhanden, welche mit einem Server
verbunden ist, auf dem IPCop installiert ist.
wenn das Modem tatsächlich nur ein Modem ist, muss es die
Verbindung auf Befehl aufbauen, also entweder sich einwählen
Du sprichst von einem Analog-Modem? Diese Dinger, die maximal 56k machen?
oder bei DSL die Verbindung aufbauen (auch dann, wenn diese
den ganzen Tag bestehen bleibt). Die Befehle dazu kann das
Modem nur von einer Instanz bekommen,
Nein, bei DSL können über ein Modem mehrere DSL-Verbindungen (durchaus auch zu verschiedenen Providern) aufgebaut werden. Gleichzeitig, wohlgemerkt.
Gruß,
Sebastian
Hallo,
Ist das so möglich?
Ja.
Wenn ja würde ich einen Switch zwischen
IPCop und dem neuen Server installieren
So würde ich es eher nicht machen.
Sebastian
das verwendete modem ist ein Teledat 331 LAN.
Es wäre kein problem, wenn ich noch ein neues Modem kaufen müsste, wenn ich meine Pläne dann so wie oben beschrieben umsetzen könnte.
produktempfehlungen wären sehr nett, denn wenn ich nach vlan und modem google bekomme ich wenig brauchbares
Nein, bei DSL können über ein Modem mehrere DSL-Verbindungen
(durchaus auch zu verschiedenen Providern) aufgebaut werden.
Gleichzeitig, wohlgemerkt.
Hallo Sebastian,
kannst du mal kurz erklären, wie das zu konfigurieren ist, z.B. für Vodafone und Telekom?
Gruss Reinhard
Hallo,
Nein, bei DSL können über ein Modem mehrere DSL-Verbindungen
(durchaus auch zu verschiedenen Providern) aufgebaut werden.
Gleichzeitig, wohlgemerkt.
kannst du mal kurz erklären, wie das zu konfigurieren ist,
An den Modem kommt ein Hub oder Switch, daran die Rechner, die dann jeweils einzeln die Verbindung per PPPoE aufbauen, dass heisst, jeder Rechner muss eine gültige Nutzername-Passwort-Kombination dem Provider präsentieren und bekommt dann jeweils auch eine öffentliche IP. Es ist durchaus auch möglich, dass ein Rechner zwei Verbindungen aufbaut (keine Ahnung, wie das unter Windows geht, unter Linux startet man einfach einen zweiten pppd).
Ich hatte beispielsweise mal einen Provider, der mir eine IPv6-Einwahl (und eben nur die) gegeben hat. Da habe ich über den einen IPv4 geroutet, über den anderen IPv6. Damals hatte ich noch T-DSL.
Und nun die Warnung: Zwei Rechner, die sich mit den gleichen Zugangsdaten einwählen werden als „Doppeleinwahl“ registriert. Bei einer Flatrate drohen hier Zusatzkosten.
z.B. für Vodafone und Telekom?
Es sind nicht alle Provider kombinierbar. Und nicht alle Provider sind in allen „DSL-Netzen“ (an allen DSLAMs) verfügbar. Wenn Du T-DSL hast, sind Deine Chancen eher gut, einen weiteren Provider zu finden, Vodafone wird vermutlich eher nicht dazugehören.
Bei T-DSL ist die Anzahl gleichzeitiger PPPoE-Verbindungen meines Wissens maximal 10, andere Provider haben vermutlich engere Limits.
HTH,
Sebastian
An den Modem kommt ein Hub oder Switch, daran die Rechner, die
dann jeweils einzeln die Verbindung per PPPoE aufbauen, dass
heisst, jeder Rechner muss eine gültige
Nutzername-Passwort-Kombination dem Provider präsentieren und
bekommt dann jeweils auch eine öffentliche IP. …
Danke, ich verbuche das mal unter KnowHow-Erwerb, auch wenn ich sowas wahrscheinlich nicht einrichte.
Gruss Reinhard