Hallo,
wir haben in unserer Wohnanlage Anschluss an Kabel Deutschland. Kabel Deutschland stellt sowohl ein analoges als auch ein digitales Signal zur Verfügung. Bisher benutze ich ausschließlich das analoge Signal, und zwar folgendermaßen: Aus der Antennenbuchse leite ich das Signal mittels eines Y-Steckers an zwei in verschieden Räumen stehende analoge TV-Empfänger (jeder Empfänger hat also nach der Y-Verzweigung sein eigenes Antennenkabel).
Wenn ich nun einen der beiden Empfänger durch einen digitalen Fernseher mit integriertem DVB-C-Tuner ersetze und mit diesem das digitale Kabelsignal empfangen möchte, kann dann trotzdem der zweite Fernseher im anderen Raum weiterhin das analoge Signal über „sein“ Antennenkabel empfangen, ohne dass ich die jetzige Verbindung über die Y-Verzweigung für beide Fernseher ändere? Wäre wichtig, weil an diesem zweiten Antennenkabel auch noch die analogen Videorekorder hängen, mit denen ich möglichst weiterhin (natürlich analog)aufnehmen möchte.
Vieln Dank schon mal für die kundigen Antworten.
Benni
Hallo Benni,
auf dem Kabel ist alles gleichzeitig drauf. Es gibt nur ein einzige Kupferader, die von der Straße in den Wohnblock führt.
Die Signale haben allerdings unterschiedliche Frequenz und ältere Geräte oder Anschlussdosen beherrschen die höheren Frequenzen nicht.
Im Gegensatz zur SAT-Leitung kann deshalb eine Durchleitung gemacht werden, wie man sie schon früher beim Videorecorder gemacht hat. Deshalb kann man verschiedene Empfangsgeräte, die eine Antennendurchleitung haben, hintereinander an ein Kabel anschließen.
Y-Weichen können problematisch sein, weil hier anders als bei der Durchleitung keine aktive Verstärkung gemacht wird. Bei gutem Signal (höhere Qualität, hoher Pegel) klappt das auch beim Digitalempfang. Schlechtes Signal taugt aber nur noch für das weniger anspruchsvolle Analogfernsehen, das dann halt ein bisschen rauscht.
Um es den Leuten zu erleichtern, werden gerne Multimediadosen verbaut, in der spezielle Anschlussbuchsen für Digitalempfang gedacht sind, während die klassischen Koaxialbuchsen mit Filtern versehen sind, die die hohen Frequenzen beschneiden. Normale Dosen mit zwei Anschlüssen lassen aber bei „TV“ in den letzten 20 Jahren auch die Frequenzen durch, auf denen DVB-C kommt.
Ciao, Allesquatsch
Ganz herzlichen Dank an elektriker und Allesquatsch für die schnellen Auskünfte!
Ich werde mir so’n Digi-TV also mal zulegen und dann sehen, wie’s mit der Bildqualität bestellt ist. Eine Zwischen-Verstärkerbuchse ist in einem der Zimmer (mit langem Antennenkabelweg) sogar vorhanden, die hatte bei meinem bisherigen analogen Empfang aber eher gestört (Bild wurde grisselig), deshalb habe ich sie bis jetzt aus dem Signalweg rausgenommen. Vielleicht kannn ich sie für den Digitalempfang ja wieder gebrauchen.
Nochmals vielen Dank für die Hilfe und schönes Wochenende!
Benni
Probieren geht übe Studieren
Analoger Empfang ist wesentlich anspruchsloser als digitaler. Aber die Idee des Ausprobierens ist immer besser als alles theoretisieren.
Im Zweifelsfalle: Ein hochwertiges Antennenkabel direkt von der Wanddose in den Empfänger.
Digitale Empfänger haben meist eine Anzeige, um den Pegel und die Qualität für den eingestellten Sender (=Frequenz) zu messen.
Verstärker erhöhen den Pegel, senken aber (etwas) die Qualität.
Ciao, Allesquatsch