Liebe Experten,
ich versuche derzeit, zwei PCs älterer Bauart (486er oder 386er) über die parallelen Schnittstellen zu koordinieren. Rechner 1 sendet ein bestimmtes Bitmuster über seine parallele Schnittstelle an Rechner 2, der die entsprechende Adresse ausliest und in Abhängigkeit von einer Veränderung des Bitmusters den Programmablauf fortsetzt. Nachdem das ein paar Wochen lang so funktioniert hat, gab mein Rechner 2(1) den Geist auf - die parallele Schnittstelle funktionierte nicht mehr; mit dem von mir dann als Ersatz verwendeten Rechner 2(2) trat ein anderer Fehler auf, der mein Programm (gelegentlich) zum Absturz brachte; Ersatzrechner 2(3) schaffte die Kommunikation mit Rechner 1 einen Tag lang.
Nach dieser langen Vorrede die eigentliche Frage: Kann es sein, daß Rechner 1 beim Schreiben auf Rechner 2 dessen Parallelport zerstört? Ich meine mich zu erinnern (leider zu spät), daß in solchen alten Rechnern unidirektionale Parallelports eingebaut sind. Wenn ja, kann ich einfach eine Karte mit bidirektionalem Port einbauen und erkennt die dann, ob jetzt gerade geschrieben oder gelesen wird (die Frage klingt deswegen so laienhaft, weil ich ein Laie bin)?
Schon mal „Tausend Dank“!
Gruß
Michael
Zusatzfrage
Ich noch mal.
Ich stelle gerade fest, daß ich überhaupt nicht verstanden habe, was nun genau eine uni- und was eine bidirektionale Schnittstelle ist. Wenn ich ein Iomega ZIP-Laufwerk an dieser Schnittstelle betreiben kann, dann bedeutet das doch, daß ein Datenverkehr in beiden Richtungen möglich ist. Und ist das dann nicht „bidirektional“?
Gruß
Michael
Wenn ich ein Iomega
ZIP-Laufwerk an dieser Schnittstelle
betreiben kann, dann bedeutet das doch,
daß ein Datenverkehr in beiden Richtungen
möglich ist. Und ist das dann nicht
„bidirektional“?
Dass eine parallele Schnittstelle von dieser Art Benutzung kaputt geht, habe ich noch nie gehört. Aber alles ist vermutlich möglich.
Aber auch über die meisten unidirektionalen Parallelen kann man lesen (das Schreiben ist ja normal), denn dazu wird jedes Byte in Nibbles (4 Bit) aufgeteilt und über die Steuerleitungen versendet. Eine bidirektionale parallele kann aber 8 bit parallel über die Datenleitung lesen.
Michael
Hallo Michael
der Parallelport wird vom BIOS verwaltet, schau einfach mal nach, welche Einstellmöglichkeiten vorgeben sind, vielleicht ist bidirektional dabei. Du brauchst aber auch ein passendes Kabel.
Dass der Port durch Senden von Daten zerstört wird, kann ich mir nicht vorstellen, aber bei Windows kann ja nie ganz sicher sein *g*.
Gruss
Rainer
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Warum parallel?
Kleine Frage am Rande: Warum gehst du dafür über die parallele Schnittstelle?!? Die serielle ist wesentlich robuster und auch leichter aus Programmen anzusteuern. Wenn du keinen Port mehr frei hast, kauf dir lieber für billig Geld eine serielle Karte und stopf sie in den PC. Dann noch ein Nullmodemkabel und fertig ist die Verbindung!
Gruß
Stefan
Herzlichen Dank an Alle…
…und ein Hinweis auf eine Website, die mir bei der Lösung des Problems geholfen hat:
http://www.senet.com.au/~cpeacock/index.html
Dort geht es nicht nur um Kommunikation über den Parallelport, sondern insgesamt um die PC-Interfaces.
Mein Problem hat sich als ein „gemischtes“ Hardware-Software-Problem herausgestellt, durchgebrannt war tatsächlich nichts.
Gruß
Michael
Also, das ist so:
Ich arbeite mit einer doppelplusunguten Kombination von selbstgestrickten und Fremdprogrammen. Die Versuchssteuerungs-Software auf meinem „Rechner 1“ kennt nur Trigger auf den LPT-Schnittstellen - da habe ich also gar keine Wahl, als die Kommunikation mit meinem eigenen Meßwerterfassungsprogramm so zu bewerkstelligen.
Trotzdem Dank für den Rat
Michael