Paranoide Schizophrenie, Umzug - lang

Hallo,

folgender Fall: ein junger Mann (24) lebt seit 3 Jahren in einer betreuten Wohngruppe. Zuvor verbrachte er 8 Monate in der Psychatrie, ein schwerer Fall von paranoider Schizophrenie.

Mittlerweile ist er medikamentös recht gut eingestellt, er erkennt seine Krisen und weiß meist zu intervenieren. Allerdings hat er noch etliche Verhaltensauffälligkeiten im Alltag, ist auf extreme Routinen im Alltag angewiesen um nicht „aus dem Trott“ zu geraten. (zb immer die selben Wege gehen - andere Strecken werden verweigert, immer an der selben Stelle die Strasse überqueren, Bus fahren geht gar nicht, er erträgt auch keine Menschen um sich die ihm nicht vertraut sind, Anrufe muessen vorher exact auf die Minute terminiert werden weil er laut eigener Aussage sonst den ganzen Tag nicht entspannen kann, … usw)

Nun kommt bald der Tag wo er in eine Halbbetreute WG umziehen soll, zunächst fand er die Idee ganz gut, das Zimmer gefällt ihm. Die Gemeinschaft (5-6 Personen) wird auch dort zusammen kochen usw, sein Zimmer liegt eine Etage höher als die anderen Räume (auch Gemeinschaftsräume wie Küche, Bad, Wohnzimmer). Sein gewohnter (geliebter) Betreuer kommt 2 mal die Woche …

Soweit alles schön und gut, dachten wir.

Nun die Hiobs Botschaft: in der neuen WG sind kürzlich 2 Bewohner verstorben … Ergebnis: das Zimmer neben dem Zimmer des Betroffenen will keiner haben, weil dort jemand Selbstmord beging.

Alleine will er nicht auf einer Etage leben - meint auch er kann es nicht, unten die Zimmer sind alle belegt. Er erklärt, durchaus recht rational: wenn er alleine sei falle er vielleicht in alte Verhaltensweisen zurück, das will er natürlich um jeden Preis vermeiden, er will zwar Rückzugsmöglichkeiten, sieht sich aber schon alleine auf einer Etage „vor Angst unter dem Tisch sitzen“.

Der junge Mann windet sich nun in Ängsten, will nicht mehr dorthin, bekommt seine Gedanken nicht geordnet, steigert sich in die These: wenn ich dahin ziehe bekomme ich Rückfall, und alles aus den letzten 4 Jahren ginge von vorne los.

Auf mein Nachfragen, wie er sich denn die ideale Wohnsituation vorstelle kam u.a. eine Antwort - hier sinngemäß: es dürfen gegenüber keine Nachbarn sein, denn dann werden die mich beobachten und ich werde denken die werden meine Gedanken kontrollieren.

Mir als Laie (ich bin seine Mutter, versuche es aber neutral zu schildern) zeigt sich dadurch zwar, er macht sich Gedanken, reflektiert und weiß recht gut abzuschätzen was mit ihm passieren KÖNNTE, aber ich habe auch den Eindruck: wenn er solche Gedanken jetzt schon hat, dazu das nicht belegte Zimmer nebenan, ich hab einfach Angst vor einer selbsterfüllenden Prophezeiung…

Seit Tagen versuche ich ihn zu bewegen, mit seinem Betreuer zu reden, den er wirklich gerne hat, und dem er vertraut, und auch mit seinem Psychologen. Er macht es aber nicht!

Was sollte ich jetzt tun? Wie reagieren? Er ruft sehr oft an, fast täglich, manchmal mehrfach, er MUSS drüber reden, ich habe auch versucht ihm zu zeigen wie weit er gekommen ist in letzter Zeit, und das seine Situation (Psychisch und organisatorisch) gar kein Vergleich ist zu damals und und und. Ich hab versucht ihm Mut zu machen, all das zuendet nicht. (verständlicherweise sogar)

Ja und nun? Seinen Job, den er SEHR mag, in der Küche einer sozialen Einrichtung, verliert er dann zudem auch.

Wer hat Tipps was zu tun sein KÖNNTE, ich will mich als Mutter auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, denn das kann übel enden, ich weiß das.

Eine Verlängerung in seiner jetzigen Wohngruppe ist nicht möglich, er hat schon ein Jahr länger bekommen, als normal bewilligt.

Vielen Dank
Sabine

Hallo Sabine…

Das klingt ja alles stressig…Ich habe da echt keine Ahnung mit Einrichtungen etc, habe aber dies hier gefunden(s.Link)…Vielleicht ist da noch was anderes besseres im Angebot in deinem PLZ Gebiet.
Ansonsten gibt es doch vielleicht die Möglichkeit ihn an der Hand zu führen und ein Gespräch mit Betreuer und Psychologen anzustossen ohne ihn aus der Fassung zu bringen…

Alles Gute und viel Kraft.

Firdevsii

http://www.sozialprojekte.com/projekte/art-pro-980

Hallo Sabine,

spontan habe ich folgende Gedanken… Weißt du, wieso er sich mit seinen Ideen und Ängsten nicht an seinen Betreuer wendet?
Hat er vielleicht Angst, dass man seine Befürchtungen als ein paranoides Verhalten einstufen könnte? Hat er - trotzdem er dem Betreuer wohl zugewandt scheint - doch nicht so viel Vertrauen?

Der Druck muss stark auf ihn lasten, zumal wenn er bereits ein Jahr Verlängerung in seiner jetzigen Wohngruppe erhalten hat und es nun irgendwie immer enger für ihn wird?
Wieso soll er in eine halbbetreute Gruppe gehen? Ist man der Ansicht, dass er das mittlerweile bewältigen könnte? Seine Äußerungen dir gegenüber scheinen das ja nicht zu bestätigen.
Ist es auch der Gedanke bei dir, dass dein Sohn in einer Wohngruppe, in der zwei Menschen kürzlich starben, vielleicht gar nicht so sicher aufgehoben sein wird?
Gibt es keine andere Möglichkeit, eine neue Lebensumgebung für deinen Sohn zu finden?
Dein Sohn scheint sich ja stark an dich zu wenden, während er bei den „Professionellen“ den Mund nicht aufmacht? Was erwartet er von dir? Was hält er davon, wenn du mit den zuständigen Leuten sprechen würdest? Oder ihr alle gemeinsam?

Gruß -iceage

Hallo Sabine,

wichtig ist, dass die jetzige Einrichtung von seinen Ängsten, Sorgen, Befürchtungen erfährt.
Nur so kann eine für deinen Sohn gute Lösung gefunden werden (und Lösungen gibt es immer).
Glaub mir, es kommt aus unterschiedlichsten Gründen immer wieder dazu, dass der Schritt vom betreuten zum halbbetreuten Wohnen ins Wanken kommt oder auch verschoben wird. Das ist für Einrichtungen absolut nichts Ungewöhnliches.

Hast du deinen Sohn mal gefragt, ob du für ihn das Thema ansprechen darfst?

Versuch ihm ein bisschen Sicherheit zu geben. Ich denke, jetzt darfst du mal wieder ein bisschen die Mamarolle raushängen lassen und dein großes Kind schützend an die Hand nehmen.

Versuch dich mal in ihn reinzuversetzen? Würde dir das nicht Angst machen?
Wenn ich krank wäre, auf fremde Hilfe angewiesen und ich müsste an einem mir fremden Ort mit lauter fremden, auch hilfsbedürftigen, Menschen … mir würd da auch mulmig werden.
Und ein bisschen gruselig wäre mir der Gedanke auch, neben einem Selbstmörderzimmer zu wohnen.

Unterstüzend helfend könnte ich mir vorstellen:

-Betreuerbesuche wenigstens übergangsweise erhöhen (evtl. gibt es einen Kollegen, Zivi, Prakitkanten der kurzfristig miteinspringen könnte)

-Mit den Betreuern sprechen ob eine Umbelegung wirklich nicht möglich ist.

-Gibt es sowas wie eine WG-Sitzung dort? Ich kann mir durchaus vorstellen, dass seine zukünftigen Mitbewohner seine Ängste verstehen (immerhin will von ihnen auch keiner „da oben“ wohnen). Vielleicht hat von ihnen jemand eine zündende Idee, wie man sich untereinander (und speziell ihm) unterstüzen und helfen kann.

-Eine Liste von „Notfallnummern“, die er verlässlich nutzen kann.

-Hat er für den geplanten Neustart eigentlich schon eine Vorstellung was er tagsüber macht? Du schreibst er hat seinen gewohnt, geliebten Job dann nicht mehr… Für einen Menschen der Ordnung und Regelmäßigkeit als Sicherheit braucht, ist eine zukünftige Arbeitslosigkeit und fehlende Tagesstruktur mehr als beängstigend.

-und letzendlich: Wenn der Zeitpunkt für ihn jetzt nicht gut ist: Umzug lieber verschieben als mit Überredungskunst etwas erzwingen.
Dein Kind wird genug Niederlagen eingesteckt haben und noch werden… aber einige sind unnötig und sinnlos.

Er weiss, dass er krank ist. Er muss lernen, was er sich zutrauen kann und was nicht. Und dazu gehört auch, mal einen kleinen Schritt zurückgehen um später nen neuen Anlauf machen. Das ist keine Niederlage.

Eine Verlängerung in seiner jetzigen Wohngruppe ist nicht
möglich, er hat schon ein Jahr länger bekommen, als normal
bewilligt.

Tja, was ist schon Normal? :o)

Was würde denn schlimmstenfalls passieren, wenn er nicht umzugsfähig ist?
Offensichtlich kann er nicht allein leben.
Was wäre denn gewesen, wenn sich in der Zeit des betreuten Wohnens herausgestellt hätte, dass er grundsätzlich sich nicht für ein halbbetreutes Wohnen eignet?
Irgendjemand schreibt doch in der Einrichtung die Gutachten (vermutlich nicht der Betreuer)… was sagt der denn dazu?

Also: Frag deinen Sohn ob du mit dem Betreuer, Heimleitung, zuständigen Sozialarbeiter sprechen darfst. Das halte ich akut für am Wichtigsten. Nur so kann ihm geholfen werden.
Krank hin oder her… dafür muss er sich nicht schämen. Das ist der Job dieser Leute und meistens machen die den richtig gern.

Liebe Grüße
Simone

Hallo Simone,

wichtig ist, dass die jetzige Einrichtung von seinen Ängsten,
Sorgen, Befürchtungen erfährt.

Genau meine Meinung, nur bisher hat mein Sohn dort seinen Mund nicht aufbekommen. Wenn die nicht wissen was es bei ihm auslöst, können sie ja auch nicht intervenieren …

Glaub mir, es kommt aus unterschiedlichsten Gründen immer
wieder dazu, dass der Schritt vom betreuten zum halbbetreuten
Wohnen ins Wanken kommt oder auch verschoben wird. Das ist für
Einrichtungen absolut nichts Ungewöhnliches.

Es wurde schon 2mal verschoben, und wie es heißt verweigert wohl der Träger die weitere Finanzierung dort.

Hast du deinen Sohn mal gefragt, ob du für ihn das Thema
ansprechen darfst?

ja, habe ich ihm anegboten, entweder alleine oder mit ihm zusammen: will er nicht.

Versuch dich mal in ihn reinzuversetzen? Würde dir das nicht
Angst machen?

Natürlich würde mir es auch Angst machen an seiner Stelle, zumal es ja kein Vergleich ist, er hat noch arge schizoide Zuege … da stelle ich persönlich es mir noch multipilziert vor.

Und ein bisschen gruselig wäre mir der Gedanke auch, neben
einem Selbstmörderzimmer zu wohnen.

Naja, also mir wäre da nicht besonders gruselig, aber ich kann verstehen das es anderen, auch vollkommen gesunden so ergehen würde …

Unterstüzend helfend könnte ich mir vorstellen:

… Deine Gedanken finde ich alle gut, so ähnlich habe ich es mir auch gedacht, morgen telefonieren wir wieder, und ich treffe mich morgen abend mit einem gemeinsamen engen Freund, um zu beratschlagen was wir da noch tun können, und welche Alternativen es noch gibt. Schwer wird wohl eine Finanzierung fürs komplett betreute Wohnen, denn das hat er schon weitgehend ausgereizt.
Angeboten wurde ihm wohl ein Platz in einem Wohnheim, aber das sieht mein Sohn als „Endstation“ vllcht wäre es aber auch eine gute Übergangslösung bis eine andere halbbetreute WG gefunden wird.

Ich melde mich hier übermorgen noch einmal, wenn ich mehr dazu sagen kann,
bis dahin ganz viel lieben Dank und liebe Grüße
Sabine

Hallo Iceage,
deine Antwort hat mir voll aus der Seele gesprochen, ich gab dir deshalb gestern sofort spontan ein Sternchen, auch wenn ich nicht sofort reagiert habe.

Weißt du, wieso er sich
mit seinen Ideen und Ängsten nicht an seinen Betreuer wendet?
Hat er vielleicht Angst, dass man seine Befürchtungen als ein
paranoides Verhalten einstufen könnte? Hat er - trotzdem er
dem Betreuer wohl zugewandt scheint - doch nicht so viel
Vertrauen?

Also, er wollte es zunächst nicht mit ihm besprechen, weil er anfangs so angetan war von der WG, und der Betreuer sich so rührend um ihn gesorgt hat. Ja er vertraut ihm, ich hoffe das er den Schritt noch wagt mit ihm zu reden, ich hab ihm auch angeboten das wir das gemeinsam tun können.
Es ist nach meiner Einschätzung weniger die Angst das man ihn noch für paranoid halten würde, er geht ziemlich rational damit um, und weiß selber das er noch lange nicht gesund ist, er versucht mit seinem „Restparanoia“ offen umzugehen und Wege zu finden seinen Alltag trotzdem zu bestreiten. Das ist auch das Ver-Rückte daran, er ist sich wirklich voll bewusst, das viele seiner Gedanken nicht der allgemeinen „Realität“ entsprechen. Teilweise witzelt er sogar darüber, er kann genau differenzieren wo er seine Schwierigkeiten hat.

Der Druck muss stark auf ihn lasten, zumal wenn er bereits ein
Jahr Verlängerung in seiner jetzigen Wohngruppe erhalten hat
und es nun irgendwie immer enger für ihn wird?

Das ist genau der Punkt, es wird enger und enger, und grade er, der so extreme Rituale noch braucht, reagiert sowieso auf alles Neue sehr nervös.

Wieso soll er in eine halbbetreute Gruppe gehen? Ist man der
Ansicht, dass er das mittlerweile bewältigen könnte? Seine
Äußerungen dir gegenüber scheinen das ja nicht zu bestätigen.

Es ist wohl überwiegend eine Frage des Trägers, normal ist seine jetztige Wohngruppe eine Gruppe die zur akuten Krisenintervention dient, aber nicht zum langfristigen wohnen. Die normale Verweildauer sind 12-15 Monate, bei meinem Sohn jetzt schon 3 Jahre. Der letzte Stand ist: der Träger verweigert eine neue temporäre Bewilligung für diese Einrichtung.
Die Jahre dort haben ihm wirklich sehr geholfem, dort hat er begriffen das er krank ist, und seine Situation kein Komplott gegen ihn. Fast 2 Jahre hat er auch dort JEDE Therapie verweigert, aber seit einem guten Jahr arbeitet er (Arbeitstherapie) in der Küche eines benachbarten Heimes, seitdem ging es ransant bergauf.

Ist es auch der Gedanke bei dir, dass dein Sohn in einer
Wohngruppe, in der zwei Menschen kürzlich starben, vielleicht
gar nicht so sicher aufgehoben sein wird?

Ich kann ihn da verstehen, ich bin mir auch unsicher ob es der richtige Schritt ist, aber leider schient es keine integrierten Wohngruppen derzeit zu geben, wo er mit „Nicht-kranken“ zusammenleben kann. So Probleme tauchen immer wieder auf, auch in der jetzigen Wohngruppe, akute Schübe bei anderen Bewohnern zb die teilweise sehr heftige Begleiterscheinungen aufweisen. Er ist ja auch jetzt jeden Tag den unterschiedlichsten psychischen Erkrankungen ausgesetzt, ob es Psychosen der Mitbewohner sind, oder Borderline-Erkrankungen …

Gibt es keine andere Möglichkeit, eine neue Lebensumgebung für
deinen Sohn zu finden?

Danach suchen wir ja, das Problem ist nur, teils verweigert sich mein Sohn, oder die Kosten werden nicht übernommen. Ich bin finanziell nicht so gestellt, das ich es alleine tragen könnte. Aktuell traue ich mir es auch nicht zu ihn aufzunehmen, dazu ist es noch zu kompliziert, ich würde mehr Schaden anrichten als wirkliche Hilfe sein. (Ja, das habe ich in den 3 Jahren schmerzhaft gelernt, es gibt Phasen, da kann man bei aller Liebe als Mutter NICHT helfen, das sind einfach Fachleute gefragt.)

Dein Sohn scheint sich ja stark an dich zu wenden, während er
bei den „Professionellen“ den Mund nicht aufmacht? Was
erwartet er von dir? Was hält er davon, wenn du mit den
zuständigen Leuten sprechen würdest? Oder ihr alle gemeinsam?

Wie gesagt, gestern wollte er noch gar nicht offiziell reden, hat mir aber zugesichert sich es zu überlegen. Einen Eingriff meinerseits (z.B. Gespräch mit Betreuer) möchte er NICHT, und das akzeptier ich dann auch, denn ich bin heilfroh das er mir so vertraut … in schlimmen Schüben war ich die einzige der er voll vertraute, und das will ich nicht zerstören.
Ich glaube auch nicht das er Lösungen von mir erwartet, er scheint einfach nur heilfroh zu sein, bei mir jederzeit einen Ansprechpartner zu haben, dem er sein Herz ausschuetten kann, und wo er genau weiß: ich liebe ihn, egal was passiert.

Ganz ganz vielen lieben Dank
Sabine

Hallo Firdevsii,

Das klingt ja alles stressig…Ich habe da echt keine Ahnung
mit Einrichtungen etc, habe aber dies hier
gefunden(s.Link)…Vielleicht ist da noch was anderes besseres
im Angebot in deinem PLZ Gebiet.

Ja vielen Dank da acker ich mich mal durch, das Problem dürfte aber die Finanzierung werden.

Ansonsten gibt es doch vielleicht die Möglichkeit ihn an der
Hand zu führen und ein Gespräch mit Betreuer und Psychologen
anzustossen ohne ihn aus der Fassung zu bringen…

Bisher möchte er nicht, das ich mit Betreuer oder Psychologem rede, das akzeptiere ich auch aus verschiedenen Gründen. (siehe bitte unter Absatz meiner Antwort an iceage)

Alles Gute und viel Kraft.

Danke schön, und auch vielen Dank für deine Mühe :smile:
es grüßt
Sabine

http://www.sozialprojekte.com/projekte/art-pro-980

Hi Sabine…

Wünschte ich könnte wirklich helfen.Wobei ich mir nicht vorstellen kann dass es keine anderen Wohnmöglichkeiten gibt, die finanziell auch nicht in den Ruin treiben…Es muss doch sowas geben.

Ich werd´trotzdem mal forschen.Interessiert mich

Gruss Firdevs

Hallo Sabine,

hast du vielleicht in der Nähe eine Anlaufstelle für Angehörige von psychisch Erkrankten? Oder hast du schon versucht, dich (dort) beraten zu lassen? Vielleicht können andere Mütter/ Eltern dir Unterstützung geben und Tipps, was vielleicht noch an Wegen möglich wäre?

Wenn ich es richtig verstehe, traut dein Sohn sich nicht zu, allein zu wohnen, ist (aber) auch sehr belastet durch die Verhaltensweisen von erkrankten Mitbewohnern und intergrative Wohngruppen gibt es nicht.

Davon abgesehen wäre es sicher keine Alternative, wenn du ihn aufnehmen würdest - obwohl das vielleicht denen, die die Kosten für eine Wohngruppe übernehmen sollten, müssten, könnten sehr entgegen käme? Warum werden die Kosten nicht übernommen, mit welchen Begründungen?

Dann fiel mir auf, dass dein Sohn die Diagnose paranoide Schizophrenie hat? Ist das die einzige Diagnose? Ich frage das, weil mir auffiel, dass dein Sohn anscheinend (auch) Verhaltensweisen zeigt, die in andere Bereiche von psychischen Auffälligkeiten/ Störungen gehen.
Bekommt er Medikamente?

Was ich irgendwie auch nicht gerade optimal finde: Dass man zwar versucht, deinen Sohn anderweitig unterzubringen, aber die für ihn und seine Gesundung zentrale Bedeutung der Arbeitsmöglichkeit dabei nicht zum Ausgangspunkt genommen wird. Oder soll das dann von der „neuen“ Wohngruppe aus erfolgen?

Gruß - iceage

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