Paris - Benimmregeln? - 100 Fragen zu Paris

Ich habe weiter unten schon „Paris - Sprechen die wirlich nur Französisch?!“ geschrieben…

Wie ist es mit Benimmregeln? Rülpsen, Ellbogen am Tisch, Besteck; Bestellt man alles, oder kommt die Karte für die Nachspeise später nochmal?
Tischgebäck ist das zu zahlen?
Wie viel Trinkgeld gibt man?
Wie viel kostet ca ein Kaffee?
Wie ruft man ein Taxi?
Wie viel kostet so eine Tageskarte/Wochenkarte für Metro und Bus?

Und wie wird die Rechnung bezahlt? In ein Büchlein geben und gehn? Schnipsen bis einer kommt? Zur KellnerIn gehn?

Puhhh ich hätt 10000 Fragen *g* Schreibt einfach alles was euch irgendwie wichtig erscheint egal ob Essen, Ausflüge,… :smile:

DANKE DANKE DANKE DANKE schon mal im Vorraus :o)

Nachtrag

Aja, ich bin 4 Tage Städtereise, mit meinen Freund. Also ohne Kinder :smile:

Und wir sind beide eig. ganz interessiert an Kunst, Museen, Bauwerken, wir wollen so viel wie nur irgendwie möglich sehn :wink:

Musicals, Opern, Theater eher weniger.

DANKE

Bonjour,

Wie ist es mit Benimmregeln? Rülpsen, Ellbogen am Tisch,

…und Nasebohren und Furzen… damit macht ihr euch (und den Rest eurer deutschen Landsleute) natürlich bei unsern Nachbarn so richtig beliebt.

Besteck;

Ja, ausser beim Chinesen, da gibt es Stäbchen.

Bestellt man alles, oder kommt die Karte für die
Nachspeise später nochmal?

Kommt auf das Restaurant an, mal so, mal so. Auch in teuren Restaurants muss man oft schon am Anfang den Nachtisch bestellen, weil dieser manchmal recht aufwändig zubereitet wird.

Tischgebäck ist das zu zahlen?

wenn du damit Brot meinst: nein.

Wie viel Trinkgeld gibt man?

Die Pariser, im Gegensatz zu anderen Franzosen, sind dafür bekannt (berüchtigt), dass sie oft gar kein Trinkgeld geben. Man bezahlt den Rechnungsbetrag mit Kreditkarte oder Scheck, das war’s. Als Tourist würde ich 0% bis 10% empfehlen, je nach Grad der Zufriedenheit. Man kommt ja nicht so schnell wieder in das selbe Restaurant/Café.

Wie viel kostet ca ein Kaffee?

schwankt stark zwischen Champs Elysées und Seitenstrasse in abgelegeneren Vierteln, und ob im Sitzen oder im Stehen am Tresen. Aktuelle Zahlen für Paris habe ich nicht, die wird aber schon noch jemand liefern. Irgendwas zwischen 1,50 und 5,00 für den kleinen Espresso.

Vorsicht, wenn du nur sagst „un café“ oder „une bière“, dann wirst du in den Touristen-Nepp-Vierteln natürlich die teuerste Variante dieses Getränks bekommen, also z.B. nicht ein einfaches Pression-Bier von der Zapfsäule, sondern ein dreimal so teures belgisches Edel-Tröpfchen im Fläschchen. Also sicherheitshalber: „un petit café“, „un demi“ oder „une pression“ für das Bier. Auch Soft-Drinks, wie Cola, sind zum Teil sündhaft teuer.

http://www.adac.de/Tests/Mobilitaet_und_Reise/Urlaub…
(ist zwar für Badeorte, gibt aber eine Vorstellung des Niveaus)

Wie ruft man ein Taxi?

„Taxi!!!“ oder einfach an den Strassenrand stellen und winken.

Wie viel kostet so eine Tageskarte/Wochenkarte für Metro und
Bus?

siehe http://www.ratp.com/ unter Tickets / ParisVisite

Und wie wird die Rechnung bezahlt? In ein Büchlein geben und
gehn? Schnipsen bis einer kommt? Zur KellnerIn gehn?

Am Ende des Essens, also nach dem letzten Gang, wirst du meistens automatisch gefragt, ob ihr noch einen Kaffee wollt. Entweder du sagst „Non, merci. L’addition s’il vous plaît“, dann bekommst du automatisch die Rechnung. Oder du bestellst Kaffee mit dem Zusatz „et l’addition s’il vous plaît“. Wenn keiner fragt, dann schnipst du halt. In vielen Restaurants kann man auch an der Kasse bezahlen, das ist durchaus üblich.

Der Franzose bleibt übrigens nach dem Nachtisch, Kaffee und eventuell einem Verdauungsschnaps (Digestif) nicht lange sitzen, sondern bezahlt und geht. Der Wirt sieht das gerne, denn er kann dann an dem Tisch neue Gäste versorgen.

Noch was: man setzt sich nicht einfach an einen freien Tisch, sondern wartet im Eingangsbereich oder bei der Theke bis man platziert wird. Vorsicht: Touristen werden vorzugsweise an ungünstige Stellen gesetzt, direkt neben dem Zugang zu den Toiletten, neben der Eingangstür, wo’s rein zieht usw. dmit die guten Tische für die Stammgäste frei bleiben. Gegebenenfalls einen solchen Tisch höflich ablehnen.

Grüße
Rainer

Hallo,

kauf dir einen kleinen Stadtführer, z.B. den hier http://www.reise-know-how.de/citytrip-paris-p-2424.html
Den kenne ich zwar nicht, aber was aus dem Verlag kommt ist fast immer in Ordnung. Und dort wirst Du Antworten auf (fast) alle Fragen finden.

Tischgebäck ist das zu zahlen?

Was ist Tischgebäck?

Wie viel kostet so eine Tageskarte/Wochenkarte für Metro und
Bus?

Im Zusatz sagst Du, dass Du 4 Tage bleibst. Was willst Du dann mit einer Wochenkarte?
Es gibt 10-Blocks für Bus und Metro; außerdem gibt es Touristentickets für mehrere Tage. Aber ich weiß nicht, was die kosten.

Nun hab mal nicht so viel Schiss vor der Reise ;-»

Pit

Was ist Tischgebäck?

In Italien zB steht immer so Körbchen mit Brot oder mit so „Brotstangen“ am Tisch, die muss man (meist) bezahlen, und sind teilweise echt teuer…

Im Zusatz sagst Du, dass Du 4 Tage bleibst. Was willst Du dann
mit einer Wochenkarte?
Es gibt 10-Blocks für Bus und Metro; außerdem gibt es
Touristentickets für mehrere Tage. Aber ich weiß nicht, was
die kosten.

Ja dachte eine Wochenkarte is Billiger als 4 Tageskarten… aber wenns eh 10erBlocks gibt…

Servus,

  • Rülpsen, Ellbogen am Tisch, Besteck; Bestellt man alles,
  • Schnipsen bis einer kommt, und wenn das nicht hilft, laut „Wirtschaft!“ rufen
  • Wein immer flaschenweise und grundsätzlich ohne Essen bestellen. Gläser randvoll schenken, schwungvoll anstoßen.
  • Alle Wege mit dem Taxi, dabei eine möglichst große 1:25.000er Karte ausbreiten und dem Chauffeur sagen, wo es lang geht. Immer wieder ein Blick aufs Taxameter und sich dabei über die Schneckenfresser unterhalten, die den gierigen Schlund nicht vollkriegen. Bei roten Ampeln zum Chauffeur: Geh ma, geh ma, wos is?
  • Bei den flotten kleinen Pariserinnen öfter mal im Vorbeigehen prüfen, ob das alles echt ist, und dazu was von „Schangsong d’Amuhr“ flöten

so kennen und lieben die Pariser ihre Germanen.

Nett macht sich noch, wenn man ein Akkordeon mitnimmt und die Champs-Elysées entlang defilierend den Badenweiler Marsch (ersatzweise: Preußens Gloria) intoniert und auf Höhe McDonalds nach einem kernigen „Essen fassen: Linksschweeenkt - Marrsch!“ mit klingendem Spiel Richtung BigMäc-Ausgabe marschiert.

Aber im Ernst jetzt: Sei einfach, wer Du bist und wie Du bist. Auch die Marsmenschen vom CRS beißen nicht, die tun bloß so grimmig, und die Uzis, die sie auf Bahnhöfen und Flughäfen spazieren tragen, sind nicht geladen: Kein Touri wird von denen an die Wand gestellt, bloß weil er nachmittags um fünfe einen Grand Crème ordert. Die Pariser leben mit ihren Touris, die tun keinem etwas.

Viel Vergnügen wünscht

MM

Moin!

Ich finde es ja generell sinnvoll, sich auf die Gegebenheiten im Gastland einzustellen, somit machen Deine fragen natürlich schon Sinn.

Gerade im Falle von paris allerdings muss ich als eher höflicher, zurückhaltender und zumindest etwas Französisch sprechender Gast feststellen, dass ich nirgends auf der welt größere Rotzlöffel in Gastronomie und Hotellerie getroffen habe, als in Paris.

Es macht absolut keinen Sinn zu versuchen, sich extrem auf die pariser einzustellen. Du wirst trotzdem in 80% der Lokale unmöglich behandelt und nach Strich und Faden geneppt.

Allerdings findet man in dieser riesigen Stadt sowieso schnell Anschluß. Ich empfehle hier, je nach Alter den richtigen Barführer auszuwählen (im Buchladen schauen) und einfach schön ausserhalb der Tourimeilen auszugehen. Das kann man in Paris super machen.

Den deutschen Trend zu mieser Qualität zum Billigpreis machen die meisten Franzosen übrigens nur bei Autos mit. In restaurants und Bars gibt man in Frankreich einen größeren Anteil seines Einkommens aus als hier, und das gerne.

Ich habe weiter unten schon „Paris - Sprechen die wirlich nur
Französisch?!“ geschrieben…

So ist es, kaum ein Mensch in der Gastronomie bemüht sich, etwas anderes zu sprechen. Wer in frankreich allerdings lesen und schreiben kann, spricht üblicherweise auch Englisch.

Wie ist es mit Benimmregeln? Rülpsen,

Nein.

Ellbogen am Tisch,

Sieht man oft, landläufig hat man in f auch kein besseres benehmen als hier.

Besteck; Bestellt man alles, oder kommt die Karte für die
Nachspeise später nochmal?

Wie Du willst.

Tischgebäck ist das zu zahlen?

Gedeck ist in besseren restaurants zu bezahlen.

Wie viel Trinkgeld gibt man?

5-10%

Wie viel kostet ca ein Kaffee?

1-10 Eur.

Wie ruft man ein Taxi?

TAAAAXIIII!!!

Wie viel kostet so eine Tageskarte/Wochenkarte für Metro und
Bus?

Es gab mal die „Carte Orange“ für ganz Paris. 40 Euro die Woche glaube ich.

Und wie wird die Rechnung bezahlt? In ein Büchlein geben und
gehn? Schnipsen bis einer kommt? Zur KellnerIn gehn?

Meistens kommt sie auf einem teller, auf welchen man dann das Geld legt. Wie überall auf der Welt, ausser in D…

Puhhh ich hätt 10000 Fragen *g* Schreibt einfach alles was
euch irgendwie wichtig erscheint egal ob Essen, Ausflüge,…

)

Hinfahren, Spaß haben.

Paris ist toll. Haltet Euch vom Touri-Nepp fern und schleppt nicht zuviel Cash mit Euch herum. Paris ist eine Großstadt mit stapelweise Asozialen.

Ich persönlich mag diese neuen Stranbdbars an der Seine und die vielen kleinen Parks, solange ein Cafe daran liegt.
Privat war ich schon lange nicht mehr dort, da empfehle ich eher Capbreton und Biarritz.

Gruß,
M.

Allgemein rülpst man in Europa nicht - schon gar nicht bei Tisch. Und man isst mit Besteck, ja :wink: Die Karte kannst du dir gerne für den Nachtisch noch einmal bringen lassen. Man kann aber auch alles gleich bestellen (so machen es die Franzosen meist).
Tischgebäck zahlt man extra.
Trinkgeld ca 15 %.
Kaffee kann von einheimischen Preisen bis zum Drei- oder Vierfachen kosten - je nachdem wo du ihn trinkst (direkt bei Sehenswürdigkeiten ist er logischerweise viel teurer). Außerdem ist Kaffee häufig an der Bar billiger als an einem Tisch.
Ein Taxi ruft man, indem man die Hand hebt am Straßenrand. Man muss nicht lange warten.
Die französischen U-Bahn-Bediensteten weigern sich, normale Wochenkarten an Touristen zu verkaufen. Man kann als Tourist (es sei denn man ist verhandlungssicher in Französisch) also nur die absolut überteuerte Paris-Visite-Karte (für 3 oder 5 Tage) kaufen.
Preise:
Paris Visite
für Zone 1-3
1 Tag 8,50
2 Tage 13,95
3 Tage 18,60
5 Tage 27,20
Wenn du mehr Zonen haben willst (zB für Schloss Versailles oder Disneyland), dann musst du schon noch mehr draufzahlen.
Das Geld für die bezahlte Rechnung lässt man am Tisch liegen (inkl. Trinkgeld) und geht. (bzw man gibts ins Büchlein, wenns so eines gibt)
NIE NIE NIE schnippen!!! Auch nicht zum Kellner hingehen. Sitzenbleiben und warten, bis jemand kommt. Und wenn einem das zu lange dauert, dezent auf sich aufmerksam machen.
Für weitere Tipps: http://www.reisenet.com/schoner-reisen/reise-knigge/…

Hallo,

Tischgebäck zahlt man extra.

Ist mir in 40 Jahren und mehrmals pro Jahr in Frankreich nicht ein einziges mal untergekommen, dass ich für’s Brot extra bezahlen musste.

Trinkgeld ca 15 %.

Ich bin schon häufig mit Franzosen beim Essen gewesen. Die bezahlen meist exakt den Betrag auf der Rechnung mit Kreditkarte. Und keinen Cent Trinkgeld.

nur die absolut überteuerte Paris-Visite-Karte (für 3 oder 5
Tage) kaufen.

Na, dann schau die mal die Preise der BVG für Tageskarten oder Welcome Card für Berlin an. Die liegen genau in derselben Größenordnung,

Das Geld für die bezahlte Rechnung lässt man am Tisch liegen
(inkl. Trinkgeld) und geht.

Kann man so machen, vor allem wenn man im Restaurant bekannt ist. Als Fremder kommt man mit dieser Tour leicht in den Verdacht, die Zeche prellen zu wollen. Üblicherweise legt man das Geld oder die Kreditkarte zusammen mit der Rechnung auf den Teller oder in das Buch, wartet auf das Wechselgeld bzw. die Kartenquittung, und legt dann das Trinkgeld auf den Teller oder auf den Tisch.

NIE NIE NIE schnippen!!! Auch nicht zum Kellner hingehen.

Ich kenne eine Menge guter Restaurants in Frankreich, wo man an der Theke bezahlen kann. Viele machen das, damit die anderen Mitesser nicht mitbekommen, wie hoch die Zeche war.

Grüße
Rainer

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Hallo,

Gedeck ist in besseren restaurants zu bezahlen.

Ist mir in Frankreich noch nie passiert. Hast du da ein Beispiel. Interessiert mich einfach mal.

Gruß
Rainer

Zur KellnerIn gehn?

Meistens kommt sie auf einem teller,

Die Kellnerin?

*SCNR

LG Petra

Hi,

bei uns im Radio kam vor einiger Zeit ein Bericht über die unterschiedliche Kultur von Franzosen und Deutschen.

Eine Französin sagte, das Franzosen es absolut nicht mögen, wenn man sich im Restaurant an ihren Tisch setzt, auch wenn noch Plätze am Tisch frei wären.

Ich war schon einige Male in Frankreich, habe gute und schlechte Erfahrungen gemacht, aber irgendwie erwärmen kann ich mich dafür nicht gerade.

Gruß
D.

Die französischen U-Bahn-Bediensteten weigern sich, normale
Wochenkarten an Touristen zu verkaufen. Man kann als Tourist
(es sei denn man ist verhandlungssicher in Französisch) also
nur die absolut überteuerte Paris-Visite-Karte (für 3 oder 5
Tage) kaufen.

Hallo!

Das stimmt so nicht! Wir haben erst im Dezember gleich zwei solcher Karten erstanden. Eigentlich gehört ein Foto drauf, wir hatten aber keins und selbst bei einer Kontrolle hat keiner gemeckert.

Ich meine, man könnte die Karte sogar an manchen Bahnhöfen am Automaten kaufen. Der wird kaum unterscheiden können, ob einer Touri ist oder nicht. Wir haben sie aber bei einer freundlichen Angestellten am Bahnhof am Disneyland gekauft. Sie konnte sogar Englisch.

Die Paris-Visite-Karte kann besser sein, wenn man z.B. von Samstag bis Montag bleibt. Die Wochenkarte gilt nämlich immer von Montag bis Sonntag.

Grundsätzlich ist die Wochenkarte eine feine Sache. Man muss sie nämlich nicht in den Schlitz am Eingang fummeln, sondern braucht sie nur über einen Sensor ziehen. Sie hat einen Chip und funktioniert berührungslos.

Es kann aber nicht schaden, wenn man ein Foto dabei hat.

Grundsätzlich finde ich den ÖPNV in und um Paris sehr preiswert. Im Gegensatz zu vielen anderen Dingen.

Viele Grüße

Anne

Wir haben sie aber bei einer
freundlichen Angestellten am Bahnhof am Disneyland gekauft.
Sie konnte sogar Englisch.

Disneyland lebt von Touristen. Das war der JOB der Dame…

Disneyland lebt von Touristen. Das war der JOB der Dame…

Sicher, aber die Dame war nicht Angestellte des Disneylands, sondern Angestellte der Bahn, die am Bahnhof am Fahrkartenschalter saß.