ich werde demnächst über Paris reisen. Ich komme im Gare du Nord an und zwei Stunden später gehts beim Gare de l’Est weiter. Von einem Bahnhof zum nächsten kann man ja wohl zu Fuß in ca. 10-15 min laufen. Doch was mach ich mit dem Rest der Zeit?
Ich war noch nie in Paris. Gibts da in der Nähe was, was man sich angucken kann? Oder reicht die Zeit nur, um mal so richtig französisch zu frühstücken??
Viele Grüße,
ente.
PS. Ich werde nur mit Rucksack reisen, muss also keine Koffer hinter mir herziehen. Ein Stückchen laufen ist also durchaus drin.
Ich war noch nie in Paris. Gibts da in der Nähe was, was man
sich angucken kann? Oder reicht die Zeit nur, um mal so
richtig französisch zu frühstücken??
Mein Stadtplan meint, dass da ganz in der Nähe Montmartre ist. Das war wohl mal ein Künstlerviertel, ist inzwischen aber zu einer richtigen Touristenattraktion geworden. Du kannst ja dort hinlaufen, dir Sacre Coeur (Kirche) ansehen und in Montmartre gemütlich frühstücken.
Recht viel mehr würde ich in zwei Stunden nicht unternehmen. Für alles andere brauchst du auch die U-Bahn, und was, wenn die Verspätung hat? Das ging uns mal so. Da mussten wir zurück zum Bahnhof, sind auch rechtzeitig losgefahren, und dann stand die U-Bahn wegen Terrorwarnung 20 Minuten im Tunnel und dann ging’s immer noch nicht zu unserem gewünschten Ziel weiter, dann sollte man irgendeinen Bus nehmen. Na ja, wir haben uns ein Taxi genommen und den Zug (mit Zugbindung) noch erwischt. … Aber entspannt durch Paris bummeln, das ist was anderes.
ich werde demnächst über Paris reisen. Ich komme im Gare du
Nord an und zwei Stunden später gehts beim Gare de l’Est
weiter. Von einem Bahnhof zum nächsten kann man ja wohl zu Fuß
in ca. 10-15 min laufen. Doch was mach ich mit dem Rest der
Zeit?
Du läufst von der Gare de l’Est den Boulevard de Strasbourg hinunter, dann ein kurzes Stück auf dem Boulevard de Sébastopol, dann rechts in die Rue Blondel, das ganze in circa 12 Minuten. Dort findest du alles was ein Mann für Paris in 2 Stunden braucht. Das dauert circa 15 bis 30 Minuten. Da bleibt noch genug Zeit vor der Abfahrt des Zuges für einen Espresso im Bistrot vor dem Bahnhof.
Und wenn du weiblich bist, dann begib dich direkt in eines der Cafés gegenüber der Gare de l’Est und frühstücke ungemütlich und teuer.
Wenn du risikobereit bist, d.h. ggf. auch in Kauf nimmst, den Zug zu verpassen, dann nimm von der Gare du Nord die Metro bis zur Station Cité (direkt), geh raus, werf einen Blick auf Notre-Dame, wieder rein und fahr dieselbe Linie zurück zur Gare de l’Est.
Alles andere kannst du vergessen.
Gruß
Axurit
(überlegt sich nach „Paris in 1 Tag“ und „Paris in 2 Std“ schon eine Antwort auf „Paris in 5 Minuten“)
ich selbst würde von der Gare de l’Est in südöstlicher Richtung durch den Jardin de Valmy zum Canal St.Martin gehen, dort einen nostalgischen Blick auf das Hotel du Nord (102, quai de Jemmmapes) werfen, und einen Kaffee mit Pain au Chocolat in einem der Bistrots am Kanal zu mir nehmen.
Ich werd mir wohl nach der langen Zugfahrt (und der die mir dann noch bevor steht) die Beine vertreten müssen. Bevorzuge daher im Moment das Mini-Touri-Programm Sacre Coeur und Montmartre.
Aber vielleicht siegt auch der Hunger und die Müdigkeit und dann wäre ein nettes Bistro mit nem Pain au Chocolat nicht zu verachten. Also am Quai de Jemmapes gibts ein paar nette?
vergess Montmartre in zwei Stunden. Das schaffst Du zu Fuß nicht, und mit Metrounterstützung nur sehr bedingt: Wie langsam die Metro ist, merkt man immer dann, wenn sie grade bestreikt wird. Und die neue Metrostation für Montmartre liegt tief unter und relativ weit ab von der Butte.
Der Canal St. Martin, von dem Axurit spricht, ist genau der richtige Einstieg und genau die richtige Dosierung. Und „szenisch“ ist dort viel mehr „Doisneau-Paris“ als auf der schon lange ausgelutschten, vollständig durchdollarisierten und geisteskranken Butte Montmartre.
das klassische franzoesische Früstück BESTAND aus zwei pechschwarzen „petit café“ oder einem „double“ , einem erstklassigen Croissant, einer Morgenzeitung, und einer Zigarette, die man achtlos auf dem Boden austrat…
Da man leider in den Bistros nicht mehr rauchen darf, ist dieses schöne Stück Kultur verloren gegangen…