Parkett

Liebe/-r Experte/-in,

in meiner 9 Jahre alten Wohnung ist Parkett verlegt.

Lt. einem Freund ist dieses nicht versiegelt und deshalb haben sich (wirklich nur) teilweise kleine Abstände zwischen den „Bauteilen“ gebildet.

Lt. einer Freundin (Schreinerin) sind die einzelnen „Bauteile“ bereits vor dem Einbau versiegelt worden und die kleinen Abstände altersbediengt.

Mit dem aktuellen optischen Zustand kann ich persönlich gut leben, allerdings habe ich Interesse daran, dass das Parkett noch lange erhalten bleibt.

Deshalb meine Frage:
Welche Massnahmen sollte ich einleiten?

Kann auch gerne ein Photo vom Parkett schicken bei Antwort mit Email-Adresse.

Vielen Dank vorab!
Gruss
Claudio

Hallo Herr Socco,
ich denke Ihre Freundin (Schreinerin) sollte durchaus in der Lage sein, zu beurteilen ob die Stäbe versiegelt sind.
Auch ich bin der Meinung dass das Holz altersbedingt geschrumpft ist. Ist normal und nicht so dramatisch solange die Fugen nicht zu groß sind.
Um lange Freude damit zu haben würde ich den Parkett schleifen, die Fugen mit Fugenkitt ausspachteln und neu versiegeln.
Da in Fugen leicht Wasser eindringen kann und sich das Holz dadurch verfärbt, rate ich Ihnen zu diesem Schritt.
Es ist auch wichtig auf die Luftfeuchtigkeit zu achten da der Schwund darauf hin deutet.
MfG Gerold Engist

Hallo Claudio,

es ist nicht ungewöhnlich, dass Parkett vor der Verlegung endbehandelt wird, weil das ja schließlich auch das Prinzip von Fertigparketts ist. Allerdings entstehen auch mit der Zeit Fugen, die dem Holzschwund zuzurechnen sind und unbedingt geschlossen werden sollten.
Sollte Wasser oder allgemein Feuchtigkeit in das Parkett eindringen, können die Schäden fatal werden unabhängig davon ob der Boden fest verklebt oder schwimmend verlegt wurde.
Auch Dir einen Fachmann in der Umgebung und laß den Boden erst abschleifen, fachgerecht spachteln und anschließend neu versiegeln oder einölen. Damit sind die Gefahren gebannt und Du hast weiterhin Freude am Parkett. Die Preise für den qm liegen hierbei inkl. Material und Arbeitszeit zwischen 25 und 35 €. Allerdings gibts auch hier Schwarze Schafe und Pfuscher, also immer auf aktuelle Referenzen achten.
LG
Der kleine Holzwurm

Hallo Claudio.
zunächst einmal: was Du da meinst, sind Fugenbildungen zwischen den Elementkanten.
Und die haben überhaupt nichts mit einer Versiegelung (bzw. einem Oberflächenschutz) zu tun.
Schaue einmal unter dem nachfolgenden Link nach, was ich dazu bereits geschrieben hatte:
(oder im Archiv unter dem Suchbegriff „Holthusen“)

http://www.wer-weiss-was.de/app/query/display?proces…

Gruß: Klaus

Vielen Dank für die „geistreiche“ Erklärung in Gedichtsform. Jetzt hab ich’s auch kapiert :wink: Danke!

Fugen im Parkett entstehen vor allen Dingen im Winter durch zu geringe Luftfeuchte, Heizung etc. Suche bei Google unter „warum bekommt Parkett im Winter Risse“ und Du wirst eine ausführliche Antwort finden.Maßnahmen wären im Winter zusätzliche Luftbefeuchter aufzustellen bzw. an Heizkörpern anbringen.Niemals zu nass wischen, sondern nur nebelfeucht. Evtl. das komplette Parkett von einem Fachmann abschleifen, verkitten und neu versiegeln lassen,dann sind die Fugen meist verschwunden, jedoch nicht dauerhaft. Durch Temperaturschwankungen und Luftfeuchteveränderungen kann eine erneute Fugenbildung enstehen.Hat aber keinen Einfluss auf die Nutzbarkeit des Parketts.

Parkett Luftfeuchtigkeit Fugen
Hallo,

Holz ist hygroskopisch. Aus diesem Grund reagiert es auf Schwankungen der Luftfeuchtigkeit. Wenn die Luftfeuchtigkeit im Raum sinkt, fällt auch die Holzfeuchtigkeit und umgekehrt. Dementsprechend hat es keinen Sinn die Schäden im Parkett reparieren zu lassen ohne in Zukunft auf die Luftfeuchtigkeit zu achten. Man sollte die Ursache bekämpfen und das ist meistens zu geringe (Winter) oder zu hohe (Sommer) Luftfeuchtigkeit. Wenn man es nicht tut, werden die Schäden im Parkett nach jeder Heizperiode wieder kommen.

Hier ist ein sehr guter Artikel zu diesem Thema zu lesen:
http://parkett.at/tipps/Das-richtige-Raumklima

LG