Parkettboden schlampig renoviert?

Hallo allseits,

was sagt ihr zu folgender Geschichte:

nach nur 5 Jahren war ein Hochkant-Stäbchenparkett (Buche Vollholz 10mm x 8mm x 150mm) im Vereinsheim abgelaufen und hatte einen Wasserschaden (Stäbchen gequollen, verfärbt, Spalten), „weil die Putzfrau einmal einen Eimer Wasser umgestoßen hat“. Der Meister des Handwersbetriebs, der den Boden „fachmännisch“ ausgeführt hatte, sah sich die Sache an und meinte, man hätte den Boden mit einer besseren Versiegelung („Qualität 10“) machen sollen, er sei aber nur für normale Büro-Beanspruchung („Qualität 9“) ausgeführt worden. Aha. Auf die Idee hätte er eventuell früher kommen können, die geplante Nutzung des Gebäudes war ihm schließlich vor 5 Jahren bekannt. Egal, die Sache ist gelaufen.

Mein Einwand, dass er trotzdem einen umgestoßenen Eimer Wasser, der sofort aufgewischt wird, aushalten müsste fand kein Gehör, und wer will sich schon mit einem „Fachmann“ anlegen. Also wurde ihm der Auftrag erteilt, den Boden zu reparieren, abzuschleifen und neu zu versiegeln, diesmal „Qualität 10“, 1500 Euro/60m².

Letzte Woche war er fertig. Resultat: er hat den beschädigten Bodenteil ausgebaut und einige Streifen neues Parkett eingesetzt, alles versiegelt und geschliffen, so weit so gut. Weniger nett: an den Stirnseiten der neuen wie auch der alten (!) Stäbchen sieht und fühlt man deutlich schmale Spalte, die in die Tiefe führen. Manche sind sehr schmal, andere bis zu 1mm breit, und man bleibt mit dem Fingernagel dran hängen wenn man drüberfährt. Mit einer feinen Nadel kann man bis zum Grund des Parkettstäbchens in die tiefe fühlen. Der Meister meint, das sei normal, und in Ordnung so.

Ich wage zu zweifeln. Da läuft doch unweigerlich wieder Wasser rein. Überhaupt ist mir schleierhaft, wie man bei einem neuen, vollflächig versiegelten und geschliffenen Boden solche Spalten bekommen kann, selbst wenn man Stäbchen neu einsetzt und annimmt, dass die Stirnseiten der Stäbchen eventuell nicht super glatt geschliffen wurden und Holz nun mal ein wenig „arbeitet“ - der aufgetragene Versiegelungslack müsste doch in die Spalten laufen und sie auffüllen, und nach dem letzten Schliff könnte man die Spalten dann meinetwegen sehen, sie aber nicht spüren, weil der Lack sie aufgefüllt haben müsste.

Der Meister meint, das sei OK so, aber ich glaube ihm nicht mehr alles was er so von sich gibt. Bekannte meinen, er hätte die Fugen „spachteln“ müssen. Das kommt mir logisch, aber auch wieder dubios vor, ich kann mir schwer vostellen dass man bei den 10.000 Stäbchen, die einen 60m² Boden ausmachen, mühselig die Fugen spachteln muss bevor man schleifen kann, das wäre doch eine Heidenarbeit.

Ist hier ein professioneller Bodenleger online der mir was zu der Sache sagen kann? Erwarte ich zu viel, irre ich mich irgendwo, was ist hier schief gelaufen?

Danke,

…Armin

was ist hier schief gelaufen?

Danke,

…Armin

Hallo Armin,
Deine Bekannten haben Recht.
Es ist natürlich schwer, fugenlos auszubessern. Trotzdem muss aber gespachtelt werden. Man nimmt den Schleifstaub + Siegellack als Spachtelmasse.

MfG Hasi

Hallo Armin,
Deine Bekannten haben Recht.
Es ist natürlich schwer, fugenlos auszubessern. Trotzdem muss
aber gespachtelt werden. Man nimmt den Schleifstaub +
Siegellack als Spachtelmasse.

Danke, das hilft mir weiter. Da nicht nur an den Ausbesserungsstellen, sondern auch am alten Parkett immer wieder solche Spalte zu sehen sind nehme ich an, dass der Betrieb vom Fugenspachteln generell nichts hält.

Mal sehen, was der „Meister“ beim nächsten Ortstermin dazu sagt.

Danke,

Armin.