Hi!
Frage eines Laien, der einen Bericht über Parkinson gesehen hat: Kann sich das Muskelzittern in Extremfällen so verstärken, dass Lähmung eintritt? Eine Starre auf Grund extremst beschleunigter Bewegung?
Danke & Gruß,
Eva
Hi!
Frage eines Laien, der einen Bericht über Parkinson gesehen hat: Kann sich das Muskelzittern in Extremfällen so verstärken, dass Lähmung eintritt? Eine Starre auf Grund extremst beschleunigter Bewegung?
Danke & Gruß,
Eva
Hi Eva!
Kann sich das Muskelzittern in Extremfällen so
verstärken, dass Lähmung eintritt? Eine Starre auf Grund
extremst beschleunigter Bewegung?
Ich habe viele Patienten mit Parkinson betreut und gepflegt. Und das was du fragst ist mir nicht bekannt.
Allerdings gibt es, als Symptom den sog. „Rigor“ (aus dem Latein, Starre), aber das betrifft eher die allgemeine Haltung: Man hat den Eindruck, der Mensch ist lustlos und hat zu kaum was Lust (so eine SUBJEKTIVE Meinung). Das ist ein (oft unerkanntes) Zeichen des Morbus Parkinson.
Hier ein paar hilfreiche Links dazu:
http://www.neuro24.de/parkinson.htm
http://www.mdr.de/hier-ab-vier/natuerlich-gesund/126…
Schönen Gruß aus Nürnberg!
Helena *deren Lieblingsfächer in der Ausbildung Gynäkologie und Neurologie waren* :o))))
Hi!
Frage eines Laien, der einen Bericht über Parkinson gesehen
hat: Kann sich das Muskelzittern in Extremfällen so
verstärken, dass Lähmung eintritt? Eine Starre auf Grund
extremst beschleunigter Bewegung?
Ehrlich gesagt, verstehe ich deine Frage auch nicht ganz 
Aber ich versuchs mal:
Beim Parkinson gibt es drei Hauptsymptome:
Hypokinese : Das Starten einer Bewegung ist erschwert. Ist die Bewegung erst in Gang gekommen, dann geht es einigermaßen.
Rigor : beschreibt eine dauerhafte, erhöhte (Grund-)Spannung der Muskulatur. Dadurch wirken (und sind) die Patienten „steif“.
Tremor : beschreibt das rhytmische Zittern, das in Ruhe verstärkt auftritt und bei Bewegung abnimmt.
Ensteht folgendermaßen (vereinfacht): Nervenzellen, die für die entsprechenden Bewegungen verantwortlich sind, arbeiten (bzw. „entladen“ sich) rhytmisch. Damit der gesunde Mensch nicht zittert bzw. sich unkontrolliert dadurch bewegt, gibt es sowas wie „Kontrollzellen“, die die Nervenzellen hemmen. Soll eine Bewegung erfolgen, werden die Nervenzellen extra aktiviert und die Kontrollzellen kontrollieren die Bewegung durch ihre Hemmung (stärkere/schwächere/fast keine Hemmung, ja nachdem was gewünscht).
Beim Parkinson fallen eben diese Kontrollzellen aus und man zittert wegen diesen rhytmischen Entladungen der Nervenzellen.
Je nach Fortschreiten der Erkrankung fallen umso mehr dieser Kontrollzellen aus, und umso stärker zittert der Patient.
Doch irgendwann im Verlauf der Erkrankung dürfte wohl das Zittern durch die „Steifigkeit“ der Muskeln limitiert werden (so meine Meinung - genau weiß ich es nicht). Sprich, irgendwann sind die Muskeln so steif bzw. durch die Hypokinese so eingeschränkt, daß das Zittern zumindest gleich bleibt. Oder aber: das Zittern bleibt gleich, weil es eben von diesen natürlichen, rhytmischen Aktivitäten der Nervenzellen ausgelöst wird, deswegen kann es sich nicht so einfach bis ins Unermäßliche verstärken.
Laut Literatur hat man eine „Zitterfrequenz“ von 4-7/Sek.
Ich vermute mal, daß du den Tremor mit der Hypokinese oder dem Rigor in einem falschen Zusammenhang verstanden hast 
Daß übermäßiges Zittern - jetzt allgemein gesprochen - zu Lähmungen führen kann, ist mir nicht bekannt.
Zwar können übermäßige Anstrengungen der Muskulatur (z.b. bei Krämpfen) zu einem Verbrauch und damit Mangel von einem Stoff führen, der für Muskelaktivität erforderlich ist. Aber dieses tritt nur selten auf und der Stoff kann nachproduziert werden und dies führt auch nur zu einer _kurz_ andauernden Schwäche der Muskulatur, aber gewiss nicht zu Lähmungen 
Mit Medikamenten/Giften ist es zwar schon möglich, Lähmungen zu verursachen (z.b. bei Narkose), aber das hat mit Zittern nichts zu tun.
Gruß,
Sharon