Hallöchen,
da von Deiner Seite anscheinend weniger Diskussions- als vielmehr reiner Proklamationsbedarf der Anlaß Deines Artikels war, beschränke ich mich in meiner Antwort auf die folgenden Punkte:
Die Stadt ist einfach besser mit öffentlichen Verkehrsmitteln
erschlossen, und die Wege sind kürzer. Außerdem kennen sich
Stadtbewohner mit ihrem Nahverkehrssystem besser aus und haben
zumeist ohnehin eine Dauerkarte. Darum ist der ÖPNV für
Städter zumeist die bessere Wahl.
Ich bitte um Erklärung, wie ich meine wöchentlichen Einkäufe mit dem ÖPNV erledigen soll. Diese bestehen regelmäßig aus 4 Getränkekisten und 3-4 großen Stofftaschen. Des weiteren bitte ich um Erklärung, warum ich eine 60minütige Fahrt mit Bussen und Bahnen im Stadtgebiet (inkl. Umsteigen) einer 15miütigen Fahrt im eigenen KfZ vorziehen soll.
Außerdem vermisse ich noch eine Erläuterung, wie ich die Fahrten aus meiner Stadt in andere Städte oder das ÖPN-verkehrsmäßig schlecht bis gar nicht erschlossene Umland darstellen soll.
Im übrigen: Der einzige Grund, warum Stadtbewohner ihr KfZ seltener benutzen sollten, kann nur darin liegen, daß sie einen Teil der Strecken zu Fuß oder mit dem ÖPNV zurücklegen. Irgendwie ist dann aber auch nicht einzusehen, warum die umweltverschmutzenden Auswärtigen in der Stadt parken dürfen sollten, die Ureinwohner aber nicht.
Denn:
Warum sollte also der Außerstädtische einen höheren Anspruch
auf einen Parkplatz haben, wo er den Parkplatz nur für einen
anderen zeitlichen Abschnitt des Einkaufes benötigt?Parken (bis zu einigen Stunden Dauer) ist jedem Autofahrer
erlaubt.
Das ist nämlich totaler Unfug. In der Summe parken Auswärtige eben nicht ein paar Stunden, sondern mindestens den ganzen Tag (Phänomen Schichtwechsel). Aus diesem Grunde kannst Du als Einzelperson überhaupt nicht beurteilen, ob Du gerade einen Parkplatz suchst, weil ihn dir ein Auswärtiger oder ein Stadtbewohner „versperrt“. Tagsüber sind die Parkplätze in „meinem“ Wohngebiet jeweils zu rund 70% von nicht-Anwohnern belegt.
Und noch zum Thema Steuern: Ein Stadtbewohner, der sein Fahrzeug täglich bewegt, hat, so verstehe ich, durchaus das Recht, auch ein KfZ zu besitzen, denn dir geht es ja ums Lagern und um die Dir verwehrten Parkplätze. Ein stadtbewohner, der sein KfZ nicht täglich bewegt, legt auf dem Weg zum Arbeitsplatz anscheinend nur einen kurzen Weg zurück. Damit sind seiner Werbungskosten aus dieser Quelle eher gering, seine Ek-Steuer fällt höher aus, und damit auch der Anteil der Gemeinde.
Witzigerweise bist Du bisher
der einzige mit diesem Standpunkt. Aber das werden wohl die
Antwortenden schuld sein.Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn; Verstand ist
stets bei Wenigen nur gewesen.
Schiller
Warum hast Du dann hier geschrieben (s.O.)? Geltungsbedarf? Wenn Du an der Meinung anderer nicht interessiert bist (zumindest solange sie nicht der Deinigen entspricht), solltest Du lieber Leserbriefe schreiben.
Gruß
Christian
