Parkverbot für Anwohner!

Die vielbeklagte Parkplatznot in den Städten hat ihre Ursache im
von der Politik geduldeten und sogar ausdrücklich geförderten
Mißbrauch des Straßenrandes.
Die als Stellplätze geeigneten Straßenränder sind für den
„stehenden Verkehr“ da, also für einen legitimen Teil einer
Autofahrt. Eine richtige Autofahrt beginnt in der eigenen Garage,
führt zu einem Ziel und danach wieder heim.
Die meisten Stadtbewohner haben Autos, fahren damit aber wenig in
der Stadt, denn sie sind Stadtbürger weil sie die kurzen Wege
schätzen. Kommt nach Schneefall wochenlanges trockenkaltes
Wetter, kann man sehen, daß in Innenstadtvierteln mit vielen
Wohnungen sogar an die Hälfte der geparkten Autos wochenlang
stehenbleibt.
Die Abstellmöglichkeiten auf öffentlichen Straßen gehören dem
Volk. Die wertvollsten sind in den Innenstädten, und ausgerechnet
diese werden massenhaft von zufällig in der Nähe wohnenden Leuten
als Lagerplätze für ihr selten benutztes Kfz zweckentfremdet,
weil sich diese Leute keinen eigenen Parkplatz leisten können
oder wollen. Das Nachsehen hat, wer den Raum im legitimen Maße
nutzen will oder muß. Mit dieser Rechtslogik könnte man z.B.
„Schwarzfahren für alle überall!“ begründen.

Geeignete Regelungen sollten erzwingen, daß nur der in der
Innenstadt Wohnende Halter eines Autos sein darf, bzw. nur der
täglich mit dem Auto in die Stadt zur Arbeit fahren darf, für den
ein eigener nicht zum öffentlichen Straßenraum gehörender
Parkplatz bereitgestellt ist.

Ich bitte um Meinungsäußerungen hierzu,

Gruß

Wolfgang Berger

Hallo Wolfgang,
hier meine Gedanken zu dem Thema

Die vielbeklagte Parkplatznot in den Städten hat ihre Ursache
im von der Politik geduldeten und sogar ausdrücklich geförderten
Mißbrauch des Straßenrandes.

Wieso Mißbrauch, wenn der Straßenrand als Parkraum ausgewiesen ist!

Die als Stellplätze geeigneten Straßenränder sind für den
„stehenden Verkehr“ da, also für einen legitimen Teil einer
Autofahrt. Eine richtige Autofahrt beginnt in der eigenen
Garage,
führt zu einem Ziel und danach wieder heim.

Stimmt zu 100% was das Thema Anfang und Ende einer Autofahrt betrifft. Was ist für Dich legitim, eine fahrt mit 3 personen im Auto und mindestens 20km Entfernung??
Wenn ich ein Auto habe, möchte ich niemandem Rechenschaft ablegen, wann und wofür ich es nutze…!!

Die meisten Stadtbewohner haben Autos, fahren damit aber wenig
in
der Stadt, denn sie sind Stadtbürger weil sie die kurzen Wege
schätzen. Kommt nach Schneefall wochenlanges trockenkaltes
Wetter, kann man sehen, daß in Innenstadtvierteln mit vielen
Wohnungen sogar an die Hälfte der geparkten Autos wochenlang
stehenbleibt.

Na logisch stehen die Autos, oder würdest Du mit dem Auto fahren wenn es eine Notlösung für den Transport zur Arbeit gibt.

Die Abstellmöglichkeiten auf öffentlichen Straßen gehören dem
Volk.

Stimmt, dafür zahlt ja auch der Autonutzer (er gehört zu dem Teil des Volkes, welches noch Steuern zahlt!!), er ist ja immerhin die Kuh, die permanent gemolken wird

Die wertvollsten sind in den Innenstädten, und ausgerechnet
diese werden massenhaft von zufällig in der Nähe wohnenden
Leuten als Lagerplätze für ihr selten benutztes Kfz
zweckentfremdet,weil sich diese Leute keinen eigenen Parkplatz
leisten können

Diese Leute haben zum großen Teil gar nicht die Möglichkeit und das Geld sich Stellflächen oder Garagen anzumieten. Ich würde mein Auto auch im Winter lieber in der Garage parken, aber wenn in der Innenstadt keiner was vermietet, dann muß man eben die dafür vorgesehenen öffentlichen Stellflächen genutzt.

oder wollen. Das Nachsehen hat, wer den Raum im legitimen Maße
nutzen will oder muß.

Wenn das erlaubte Parkflächen sind, hat der Autofahrer ein legitimes Anrecht auf diese Fläche!

Mit dieser Rechtslogik könnte man z.B.

„Schwarzfahren für alle überall!“ begründen.

Das ist ja wohl kein Recht…

Geeignete Regelungen

Willkommen im Regulierungsstandort Deutschland

sollten erzwingen

erzwingen, mit evtl. Haftstrafen oder zwangsweise Autoverkauf???

, daß nur der in der
Innenstadt Wohnende Halter eines Autos sein darf, bzw. nur der
täglich mit dem Auto in die Stadt zur Arbeit fahren darf, für
den
ein eigener nicht zum öffentlichen Straßenraum gehörender
Parkplatz bereitgestellt ist.

Super, damit zwingst Du allen Menschen die in der Innenstadt wohnen und dort nicht arbeiten die öffentlichen Verkehsmittel auf. Bist Du schon mit der DB gefahren und mußt täglich 2x umsteigen…??? Da ist jeder fahrbare Untersatz den Du individuell nutzen kannst Gold oder Berufspendler die über 50km zur Arbeit fahren. Nicht jeder der in der Stadt wohnt arbeitet auch dort!
Wo sollen in den eng bebauten Innenstädten auf einmal so viel private Parkmöglichkeiten entstehen??!!
Dann werden die Leute die Geld und Beziehungen haben diese wenigen Parkplätze bekommen und der Rest…??

Wir sind zum Glück nicht in Tokyo oder Monaco, wo man zuerst einen Stellplatz nachweisen muß, um dann ein Auto anmelden zu können.

Was passiert den mit den Geldern die wir Autofahrer in Form von Abgaben an der Tankstelle oder über die Kfz Steuern bezahlen???

Ich möchte gerne das diese Gelder zweckverwendet ausgegeben werden und nicht mit anderen Berufstätigen Millionen von Stunden in Staus verbingen.

Wir brauchen modernere und bessere Straßen!

Soweit meine Meinung dazu.
Gruß
Karl-Heinz

Ich bitte um Meinungsäußerungen hierzu,

Gruß

Wolfgang Berger

Hi,

ich selber wohne in der Innenstadt und sehe das vielleicht aus einem anderen Blickwinkel.

Ich selber könnte mich nämlich genug über die Autofahrer aufregen, die mir meinen Parkraum wegnehmen. Bisher musste man bei uns als „Nichtanwohner“ die Parkuhr bedienen. Mittlerweile kann jeder mit der Parkscheibe 1 Std. kostenlos parken. Da dauert die Parkplatzsuche unwesentlich länger :smile:.

An Wochenenden, an Tagen bzw. Abenden wo Veranstaltungen sind ist es noch schwieriger einen Parkplatz zu finden. An Samstagen ist Wochenmarkt, da wird ein großer Parkplatz für einen halben Tag gesperrt - da ist es fast unmöglich einen Parkplatz zu finden.

Natürlich ist es ja nicht so, als hätte ich das vorher nicht gewußt und einen Parkplatz finde ich immer (auf wenn die Suche und der Weg dann zur Whg. wesentlich länger dauert).

Nach 19h sind viele Plätze ausschliesslich für Anwohner reserviert - aber Pustekuchen, da hält sich keiner der Auswertigen dran.

Von Deinen beschriebenen Dauerparkern habe ich hier noch nichts bemerkt. Aber auch die werden wohl, so ist es bei uns, etwas für das „Dauerparken“ gezahlt haben. So wie Du in Deiner Garage auch so lange parken kannst, wie Du magst…

Hier gibt es halt auch zwei Seiten :smile:

Wir zahlen 60 DM/Jahr, das ist nicht viel, aber dafür ist es keine Garantie auf einen Parkplatz, überdacht auch nicht, nicht sicher vor Rowdies in der Altstadt und immer mit ein bischen Umstand verbunden.

Gruß
Jens

Hi!

Das Problem kenne ich als Münchner besonders gut.
Ich wohne ca. 10 km von der Innenstadt entfernt und habe mich immer darüber geärgert, dass man in der Stadt kaum parken konnte wenn man ausging, weil abends die meisten Parkplätze zur Anwohnerparkzone erklärt waren.
Dies war und ist natürlich inakzeptabel, daher wurden diese flächendeckenden Parkzonen für Anwohner auch gerichtlich untersagt.

Natürlich gibt es hier einen Interessenkonflikt, denn ich verstehe auch, dass Innenstadtanwohner keine Lust dazu haben, allabendlich 2 Stunden einen Parkplatz zu suchen. Allerdings hat sie auch niemand gebeten, als Autofahrer in die Innenstadt zu ziehen. Dasselbe gilt übrigens für die notorisch mosernden Anwohner von Kneipen. 300 Leute müssen wegen, im Extremfall, einer einzigen Person um 1 Uhr nach Hause gehen. Das kann nicht angehen.

Grüße,

Mathias

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

schon mal auf die Idee gekommen, als Gelegenheitsbesucher innerstädtischer Bereiche die so gut wie überall vorkommenden P+R-Parkmöglichkeiten mit anschliessender Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel auszuprobieren?

Mit gleichem Recht fordere ich jetzt ein innerstädtisches Parkverbot für alle Nicht-Stadtbürger, da deren Aufenthalt ausschliesslich zum Privatvergnügen stattfindet. Nutzt gefälligst S- und U-Bahnen, Tram und Bus.

Für geschäftliche Aufenthalte stellt sich das Problem ja eh so gut wie nicht, da die meisten Unternehmen eigene Parkplätze vorhalten…

*Grmbl* Sach mal, so was meinst Du doch nicht wirklich, oder?

Gruss
Feanor

Hallo,

  1. Ich bin Bewohner einer Anwohnerparkzone.
  2. Ich habe mich mit Vehemenz dagegen ausgesprochen!

Grund: Bei uns parken eh nur Anwohner, und des nachts sind auch für die nicht genug Plätze da. Un wenn ich Besuch bekomme, muß der dann auch blechen! Das heißt Anwohnerparken ist im Prinzip nichts anderes als ein „Pakgebührsabo“ und eine mittlerweile leider wieder legales Mittel, um die Kassen zu füllen (Einmal mit den Gebührenzahlungen derer, die dort parken dürfen, andererseits mit den Strafzetteln für die, die nicht dort parken dürfen - raffiniertes System!)

Ich hatte gerade gestern ein Gespräch mit der Dame des Straßenverkehrsamtes und die sagte mir tatsächlich, daß es Leute gibt, die sich hier beschweren würden, daß „Fremde“ hier parken. Aus eigenen Gesprächen mit den Nachbarn weiß ich aber, daß jeder Befragte gegen die Einführung dieser Geldabzocke war und auch heute noch ist.

So, nun zu Deinem Mist:

Die Abstellmöglichkeiten auf öffentlichen Straßen gehören dem
Volk. Die wertvollsten sind in den Innenstädten, und
ausgerechnet
diese werden massenhaft von zufällig in der Nähe wohnenden
Leuten
als Lagerplätze für ihr selten benutztes Kfz zweckentfremdet,
weil sich diese Leute keinen eigenen Parkplatz leisten können
oder wollen. Das Nachsehen hat, wer den Raum im legitimen Maße
nutzen will oder muß. Mit dieser Rechtslogik könnte man z.B.
„Schwarzfahren für alle überall!“ begründen.

Wo parkst Du Dein Auto, wenn Du zuhause bist?
In der eigenen Garage. Schön, daß jeder im Volk eine Garage hat. Und: Was würdest Du sagen, wenn ich sage: Ich möchte mein Auto, da hin Parken (Also echt: Wenn Du mir 'ne Garage zur Verfügung stellst, dann park ich mein Auto auch ein Stück außerhalb).

Schon mal daran gedacht, mit Bus oder Bahn in die Stadt zu fahren, anstatt mir mit Deinem Vehikel die Luft zu verpesten …

Also bei solchen Postings muß ich ja echt überlegen, ob ich mich bei der Stadt entschuldige, wegen meines monatelangen Protestes gegen das Anwohnerparken.

Grüße
HylTox
(2 Autos in Anwohnerparkzone, die zusammen ungefähr 5 mal im Monat bewegt werden ÄÄÄTSCCH!)

Moin moin,

Die vielbeklagte Parkplatznot in den Städten hat ihre Ursache
im
von der Politik geduldeten und sogar ausdrücklich geförderten
Mißbrauch des Straßenrandes.

Warum Missbrauch? Die meissten Straßen sind durchaus so breit gebaut, dass man an parkenden Autos vorbei kommt.

Die als Stellplätze geeigneten Straßenränder sind für den
„stehenden Verkehr“ da, also für einen legitimen Teil einer
Autofahrt.

Woher weisst Du, dass die Stellplätze dafür gedacht sind? Vielleicht sind sie eindeutig für Anwohner gedacht.

Eine richtige Autofahrt beginnt in der eigenen
Garage,

soweit vorhanden

führt zu einem Ziel und danach wieder heim.

eben…

Die meisten Stadtbewohner haben Autos, fahren damit aber wenig
in
der Stadt, denn sie sind Stadtbürger weil sie die kurzen Wege
schätzen.

Je nach Stadt sind auch die kurzen Wege nicht immer „kurz“.
Ausserdem unterstellst Du eine Intention, die nicht zwingend gegeben sein muss; Du setzt voraus, dass der Stadtbewohner nicht z. B. ins Grüne will oder zu Ikea vor der Stadt.

Kommt nach Schneefall wochenlanges trockenkaltes
Wetter, kann man sehen, daß in Innenstadtvierteln mit vielen
Wohnungen sogar an die Hälfte der geparkten Autos wochenlang
stehenbleibt.
Die Abstellmöglichkeiten auf öffentlichen Straßen gehören dem
Volk. Die wertvollsten sind in den Innenstädten, und
ausgerechnet
diese werden massenhaft von zufällig in der Nähe wohnenden
Leuten
als Lagerplätze für ihr selten benutztes Kfz zweckentfremdet,
weil sich diese Leute keinen eigenen Parkplatz leisten können
oder wollen.

Warum soll für mich etwas nicht erlaubt werden, was in Vororten legitim ist. Immerhin zahle ich ja auch hohe Mieten, zugegeben nicht für den Parkplatz.

Das Nachsehen hat, wer den Raum im legitimen Maße
nutzen will oder muß.

Warum muss er den Raum nutzen? Warum ligitimer als der Anwohner? Welchen Grund hätte ein Fahrt mit dem Auto in die Stadt, welche man nicht auch mit dem ÖPNV machen könnte, immerhin sind es morgens die Ein- und Ausfahrtstraßen, die dicht sind (zumindest hier in Düsseldorf).

Mit dieser Rechtslogik könnte man z.B.
„Schwarzfahren für alle überall!“ begründen.

Das hab ich jetzt nicht verstanden…

Geeignete Regelungen sollten erzwingen, daß nur der in der
Innenstadt Wohnende Halter eines Autos sein darf, bzw. nur der
täglich mit dem Auto in die Stadt zur Arbeit fahren darf, für
den
ein eigener nicht zum öffentlichen Straßenraum gehörender
Parkplatz bereitgestellt ist.

Mal umgekehrt, warum sollte nicht der nur in die Stadt mit dem Wagen einfahren dürfen, der einen Grund angeben kann (Anwohner, Lieferungen, keine Schaufensterbummler, Kneipenbesucher etc.)

Die Stadt sollte doch zuerst denjenigen gegenüber verpflichtet sein, die in der Stadt leben und nicht denjenigen, die diese Stadt ab und zu aufsuchen. Ich fände es auch bedeutend besser, wenn man gar keine Austos mehr in die Stadt ließe, würde meine Lebensqualität hinsichtlich Luft, Lärm innerhalb der Stadt auch erheblich verbessern.

Ich bitte um Meinungsäußerungen hierzu,

Was ich hiermit getan habe

Um eine Frage von weiter unten zu wiederholen: Das war doch jetzt nicht ernst gemeint, oder?

Gruß

Wolfgang Berger

Gruß

ALex

Parkverbot für Anwohner! Danke.
Vielen Dank fuer Eure Antworten,

da leider niemand über den Rechtsgrundsatz gesprochen hat, der
den Mißbrauch von knappem und wertvollen Parkplatz als Lagerplatz
rechtfertigt, möchte ich hier bloß kursorisch entgegnen.

  1. Den gelegentlichen Besucher einer Stadt auf Busse und Bahnen
    zu verweisen, löst das Problem nicht. Die Innenstadt ist vom
    Nahverkehr besser erschlossen als das Land, und das ist ja auch
    ein Grund dafür, daß viele Städter ihr Auto in der Stadt nicht
    fahren, sondern bloß lagern.
  2. Wer sich keinen eigenen Kfz-Lagerplatz leisten kann, der hat
    kein Recht darauf, daß ihm die Allgemeinheit eine entsprechende
    Immobilie kostenlos leiht. Wenn ich zuwenig Geld habe, dann habe
    ich auch kein Recht auf einen staatsfinanzierten Dauerleihwagen.
  3. Wer diesen Mißbrauch gewohnheitsmäßig betreibt, kann natürlich
    sagen, das sei gut, weil er selbst davon Vorteile habe, zulasten
    der Allgemeinheit. „Hauptsache ich!“ als demokratisch-tolerantes
    Gegenstück zu der Nazi-Devise „Gemeinnutz geht vor Eigennutz.“

Gruß

Wolfgang Berger

Nachträglicher Kommentar zum Thema Egoismus
Hallo Wolfgang,

da leider niemand über den Rechtsgrundsatz gesprochen hat, der
den Mißbrauch von knappem und wertvollen Parkplatz als
Lagerplatz
rechtfertigt, möchte ich hier bloß kursorisch entgegnen.

Der Rechtsgrundsatz ist die Gleichheit vor dem Gesetz.

  1. Sowohl Stadt als auch Landbewohner haben das Recht auf den Besitz eines Autos.
  2. Sowohl für Stadtbewohner als auch für Landbewohner gibt es bei dem Erwerb eines Autos keine Pflicht einen eigenen Parkraum nachzuweisen.

Ausnahmen sind die Parkzonen für Anwohner und die Pflicht beim Bau von Gebäuden ein Mindestmaß an Parkflächen vorzuweisen.
In Innenstädten hat man hauptsächlich Mitwohnungen, für die man früher keinen Parkraum vorweisen musste.

Niemand zwingt dich mit einem Auto in eine Innenstadt zu fahren.
Der Autobesitzer in einer Stadt hat dagegen keine Wahl. Er MUSS auf der Straße parken.
Als Lösungsmöglichkeiten gibt es für dich Park&Ride und Parkhäuser. Ach die kosten Geld??
Der Stadtbewohner soll also mehrere hundert Euro für eine Garage oder privaten Parkplatz zahlen (die es in der Praxis sowieso nicht ausreichend gibt), damit DU Geld sparst und weniger laufen musst.

Du stellst den Egoismus der Stadtbewohner ein Auto zu besitzen gegen deinen eigenen Egoismus mit dem Auto bequem in die Stadt zu fahren.

Wen sollen nun der Gesetzgeber und die lokalen Magistrate bevorzugen? Im häufigsten Fall Niemand. Wer zuerst kommt, hat den Parkplatz (und hält ihn dann gegebenfalls besetzt).
Eine gerechtere Lösung gibt es einfach nicht.

Bei solchen Lösungen wie Anwohnerparken, versuchen die lokalen Magistrate ihren Wählern entgegenzukommen (Soll doch Herr Berger in eines der vielen Parkhäuser fahren und Geld da lassen). Aber Glücklich werden die Anwohner dabei auch nicht.

Gruß
Carlos

WIE BITTE!!!

  1. Wer diesen Mißbrauch gewohnheitsmäßig betreibt, kann
    natürlich
    sagen, das sei gut, weil er selbst davon Vorteile habe,
    zulasten
    der Allgemeinheit. „Hauptsache ich!“ als
    demokratisch-tolerantes
    Gegenstück zu der Nazi-Devise „Gemeinnutz geht vor Eigennutz.“

Ich glaub, ich les nicht richtig.
„Es kommt hinzu, dass auch ethische Einsichten gegen Missbrauch nicht gefeit sind. „Gemeinnutz geht vor Eigennutz“ hieß ein altdeutscher Rechtssatz, der von den Nationalsozialisten höchst wirkungsvoll instrumentalisiert wurde. Das Schlagwort wurde bereits in das erste Parteiprogramm der NSDAP von 1920 aufgenommen und war bereits im ersten Flugblatt der Partei enthalten, das Adolf Drexler im Januar 1920 verfasste.“
Quelle:
http://www.ekibb.weitblick.de/info.vortrag/doku.13/
(hab ich so auf die Schnelle als erstes gefunden)

Das war keine Nazi-Devise, genauso wie die Forderung der „Brechung der Zinsknechtschaft“ waren das hohle Parolen, die durch das verhalten der NS-Typen ad absurdum geführt wurden.

Siehe zum Beispiel den Obernazi Göring
und bezüglich der „Zinsknechtschaft“ sei auf das "Erbhofbauern-Gesetz verwiesen.

Deine Versuche, hier subkutan Nazi-Gedankengut positiv darzustellen kannst du dir sparen!

Mike

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Bemerkungen eines Stadtbewohners
Hallo Wolfgang,

ich wohne in der Stadt, löhne für einen Anwohnerparkausweis rund 30 Euro/Jahr, womit ich mir nicht das Recht auf einen Parkplatz erkaufe, sondern lediglich die Parkgebühren spare.

  1. Den gelegentlichen Besucher einer Stadt auf Busse und
    Bahnen
    zu verweisen, löst das Problem nicht. Die Innenstadt ist vom
    Nahverkehr besser erschlossen als das Land, und das ist ja
    auch
    ein Grund dafür, daß viele Städter ihr Auto in der Stadt nicht
    fahren, sondern bloß lagern.

Du übersiehst da ein wesentliches Detail: Auch Stadtbewohner verlassen die Stadt, d.h. brauchen dafür u.U. ein KfZ. Wielange das Fahrzeug zwischenzeitlich nicht bewegt wird, geht nur den was an, der für einen selten bewegten Vermögensgegenstand einige 100 Euro im Monat latzt. Oder stellst Du Dir das so vor, daß ich mein Gefährt außerhalb parke und es im Verwendungsfall mit dem Taxi oder ÖPNV aufsuche?

  1. Wer sich keinen eigenen Kfz-Lagerplatz leisten kann, der
    hat
    kein Recht darauf, daß ihm die Allgemeinheit eine
    entsprechende
    Immobilie kostenlos leiht. Wenn ich zuwenig Geld habe, dann
    habe
    ich auch kein Recht auf einen staatsfinanzierten
    Dauerleihwagen.

Von kostenlos kann schon mal gar keine Rede sein (siehe oben). Desweiteren müssen Besucher zwar durchaus Gebühren zahlen, machen dies aber oftmals nicht, insbesondere Samstags, wenn die Politessengefahr gegen 0 geht. Parkhäuser usw. sind hier reichlich vorhanden, werden aber offensichtlich nicht wirklich gern genutzt. Ist ja auch klar, da zahlt man ja auf jeden Fall. Frage: Was ist schädlicher für eine Stadt: Ein Anwohner, der neben den Gebühren für einen Anwohnerparkausweis auch noch Teile der Einkommensteuer und anderen Steuern in „seiner“ Stadt läßt, oder jemand, der meint, bis vor das Ziel seiner Konsumträume vorfahren zu müssen, anstatt die Parkmöglichkeiten der bekannten Park+Ride-Plätze zu nutzen und von dort aus in die Stadt zu fahren?

  1. Wer diesen Mißbrauch gewohnheitsmäßig betreibt, kann
    natürlich
    sagen, das sei gut, weil er selbst davon Vorteile habe,
    zulasten
    der Allgemeinheit. „Hauptsache ich!“ als
    demokratisch-tolerantes
    Gegenstück zu der Nazi-Devise „Gemeinnutz geht vor Eigennutz.“

Genau, und die Leute, die in den Städten die Straßen verstopfen, um ihren Einkaufsfreuden möglichst ohne Verschwendung von einigen Kilokalorien nachgehen zu können, handeln extremst gemeinnützig.

Selten so einen Unfug gelesen.

Ansonsten sei Dir zur Schilderung der Situation in Anwohnerparkgebieten dieser Artikel empfohlen:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Gruß
Christian

1 „Gefällt mir“

Hallo Carlos,

Der Rechtsgrundsatz ist die Gleichheit vor dem Gesetz.

  1. Sowohl Stadt als auch Landbewohner haben das Recht auf den
    Besitz eines Autos.

Nicht unbedingt! Er muß eine Haftpflichtversicherung nachweisen. Die Forderung nach einem Garagennachweis würde genausowenig gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz verstoßen.

  1. Sowohl für Stadtbewohner als auch für Landbewohner gibt es
    bei dem Erwerb eines Autos keine Pflicht einen eigenen
    Parkraum nachzuweisen. Wie gesagt, eine solche Pflicht wäre keine Ungleichbehandlung. Übrigens gibt es eine Pflicht zum Garagennachweis: für Häuslebauer.

In Innenstädten hat man hauptsächlich Mitwohnungen, für die
man früher keinen Parkraum vorweisen musste.

Da liegt der Hase im Pfeffer! Diese Stadtgegenden sind nicht für autofahrende Bewohner gedacht.

Niemand zwingt dich mit einem Auto in eine Innenstadt zu
fahren.

Ich fahre mit dem Auto in die Innenstadt, wenn die Umstände danach sind. Ich fahre dann auch wieder heraus und mißbrauche niemals städtischen Verkehrsraum durch dauerhafte Lagerung meines Fahrzeugs.

Der Autobesitzer in einer Stadt hat dagegen keine Wahl. Er
MUSS auf der Straße parken.

Der Ärmste! Aber zur Autohaltung gezwungen wird er wohl nicht.

Als Lösungsmöglichkeiten gibt es für dich Park&Ride und
Parkhäuser. Ach die kosten Geld??
Der Stadtbewohner soll also mehrere hundert Euro für eine
Garage oder privaten Parkplatz zahlen (die es in der Praxis
sowieso nicht ausreichend gibt), damit DU Geld sparst und
weniger laufen musst.

Erstens gehört der öffentliche Verkehrsraum dem Hinterwäldler genauso wie dem Stadtbürger, zweitens werde ich als Umlandbürger sehr wohl zur Anschaffung einer (Doppel!-)Garage gewzungen, ob ich nun Autos habe oder nicht.

Du stellst den Egoismus der Stadtbewohner ein Auto zu besitzen
gegen deinen eigenen Egoismus mit dem Auto bequem in die Stadt
zu fahren.

Ich erwähnte bereits, mit dem Auto bequem in die Stadt zu fahren und dort das Auto zu parken (nicht: dauerhaft lagern), ist der Sinn des städtischen Straßenraumes.

Eine gerechtere Lösung gibt es einfach nicht.

Aber sicher gibt es das: Nicht nur obligatorisch Doppelkarte, sondern auch Garagennachweis plus bundesweites Dauerparkverbot.
In Japan fährt man bestens damit.

Bei solchen Lösungen wie Anwohnerparken, versuchen die lokalen
lassen). Aber Glücklich werden die Anwohner dabei auch nicht.

Eben, sag ich doch.

Gruß

Wolfgang Berger

„Brechung der Zinsknechtschaft“ waren das hohle Parolen, die
durch das verhalten der NS-Typen ad absurdum geführt wurden.

Könnten wir uns vielleicht einigen, wenn ich ordentlich Distanzierung draufpacke? Zum Beispiel so:
"Die Gültigkeit dieses alten deutschen Rechtsgrundsatzes wurde von den Nazis durch Holocaust, Alleinschuld am Kriege, obszöne Korruption und Selbstbereicherung, sowie Bücherverbrennung für alle Zukunft mit Füßen getreten. Heute wissen wir um die ethische Überlegenheit des neuen Rechtsgrundsatz „Hauptsache ich!“

Siehe zum Beispiel den Obernazi Göring
und bezüglich der „Zinsknechtschaft“ sei auf das
"Erbhofbauern-Gesetz verwiesen.

Dein Antifa-Rundumschlag geraet mit der Einführung dieser Begriffe jetzt aber reichlich themafremd.

Deine Versuche, hier subkutan Nazi-Gedankengut positiv
darzustellen kannst du dir sparen!

Mir fehlen die Mittel, um in der Öffentlichkeit subkutan, also unter die Haut gehend, Werte zu vermitteln. Dies jedoch sublim (in der heutigen Bedeutung) zu tun, ist nicht verboten.

Gruß

Wolfgang Berger

Hallo Wolfgang,

ich wohne in der Stadt, löhne für einen Anwohnerparkausweis
rund 30 Euro/Jahr, womit ich mir nicht das Recht auf einen
Parkplatz erkaufe, sondern lediglich die Parkgebühren spare.

Na dann rechnen wir mal:
Ausgehend von einer Verzinsung von 3,5 Prozent wären die an Dich vermieteten 10 Quadratmeter in Innenstadtlage zusammen also ca. 860 Euren wert. Ist das teuer? Wieviel kostet denn der Quadratmeter Baugrund in Deinem Stadteil?

Vermögensgegenstand einige 100 Euro im Monat latzt. Oder
stellst Du Dir das so vor, daß ich mein Gefährt außerhalb
parke und es im Verwendungsfall mit dem Taxi oder ÖPNV
aufsuche?

Ich stelle mir das so vor, daß Du ohne Nachweis eines eigenen Stellplatzes in hinreichender Nähe zur Wohnung kein Auto halten darfst, und daß es ein Dauerparkverbot für den öffentlichen Straßenraum geben soll.

Von kostenlos kann schon mal gar keine Rede sein (siehe oben).

Fast kostenlos q.e.d.

Fall. Frage: Was ist schädlicher für eine Stadt: Ein Anwohner,
der neben den Gebühren für einen Anwohnerparkausweis auch noch
Teile der Einkommensteuer und anderen Steuern in „seiner“
Stadt läßt, oder jemand, der meint, bis vor das Ziel seiner
Konsumträume vorfahren zu müssen, anstatt die
Parkmöglichkeiten der bekannten Park+Ride-Plätze zu nutzen und
von dort aus in die Stadt zu fahren?

  1. Steuern zahlen auch Nichtautobesitzer.
  2. Auch autofahrende Stadtbewohner benötigen Parkplätze (immer im Gegensatz zur Kfz-Lagerimmobilie).
  3. Öffentliche Verkehrsmittel sind für richtig Auswärtige (z.B. aus einer anderen Großstadt) nur ausnahmsweise eine geeignete Möglichkeit.

Genau, und die Leute, die in den Städten die Straßen
verstopfen, um ihren Einkaufsfreuden möglichst ohne
Verschwendung von einigen Kilokalorien nachgehen zu können,
handeln extremst gemeinnützig.

Diese Leute machen von den Straßen bestimmungsgemäßen Gebrauch. Sie mißbrauchen den öffentlichen Straßenraum nicht als Immobilie zur Kfz-Lagerung.
Niemand hat „extremst gemeinnütziges“ Verhalten gefordert.

Anwohnerparkgebieten dieser Artikel empfohlen:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Leider habe ich diesen Artikel jetzt noch nicht gelesen. Grundsätzlich jedoch sind Anwohnerparkgebiete Unfug.

Gruß

Wolfgang Berger

Entlarvend! o.w.T. da unnötig

Lob: Scharf aufgepasst und wacker gekaempft! o.t.

Werden wir doch mal praktisch
Hallo Wolfgang,

du wirst festgestellt haben, dass die Mehrzahl der Antwortenden anderer Meinung ist, als du. Woran liegt das?

Da liegt der Hase im Pfeffer! Diese Stadtgegenden sind nicht
für autofahrende Bewohner gedacht.

Ich erwähnte bereits, mit dem Auto bequem in die Stadt zu
fahren und dort das Auto zu parken (nicht: dauerhaft lagern),
ist der Sinn des städtischen Straßenraumes.

Überall auf diesen Planeten mit einigen lokalen Ausnahmen (seien es dicht besiedelte Metropolen oder Japan) ist es üblich Autos auch dauerhaft (einige Tage, einige Wochen) am Straßenrand zu parken.
Selbst wenn es eine entgegensetzte Gesetzgebung gibt, wird diese nirgendwo umgesetzt (es sei denn bei stillgelegten Fahrzeugen).

Was forderst du hier?

  • Alle Bewohner von Mietwohnungen ohne eigenen Parkraum sollen auf dem Besitz eines Autos verzichten?
  • In städtischen Ballungsräumen sollen im großen Maß Wohn- und Geschäftsgebäude abgerissen werden, um Parkhäuser zu bauen?
  • Stadtbewohner werden gezwungen ihre Fahrzeuge auf riesigen Pakplätze außerhalb der Stadt zu lagern? Politessen überwachen mit modernsten elektronischen Mitteln, dass kein Fahrzeug länger als x Tage an einem Platz steht?

Welchen Vorteil brächte dies? Man (Stadbewohner und Auswärtiger)findet schneller einen Parkplatz und spart Parkgebühren.
Dagegen steht ein massiver wirtschaftlicher Schaden (z.B. Autoindustrie) und völliges Unverständnis in der Bevölkerung.

Natürlich ist es legitim, dass die Kommunen, die die Straßenflächen zur Verfügung stellen, auch die Bewirtschaftung dieser bestimmen. Konsumenten aus dem Umland sind natürlich willkommen und deswegen gibt es ja auch ausreichend Parkraum in den Innenstädten für die man eine legitime Gebühr bezahlt.
Aber warum sollte ein Kommunalpolitiker so bescheuert sein, seine Wähler zu verprellen um dir einen Gefallen zu tun.

Ich halte eine Forderung von 8 € pro Liter Super in diesem Jahr für realistischer als die Umsetzung deines Wunsches nach mehr kostenfreier Parkfläche. Das wäre also der praktische Aspekt.

Dann wäre da der Aspekt der Gerechtigkeit. Du gehst hin und sagst als auswärtiger Eigenheimbesitzer zu dem lokalen Mietshausbewohner.
„Du nimmst mir mit deiner Karre den Parkplatz weg. Besorg dir eine private Parkfläche oder schaff dein Auto ab. Und wenn du das Geld nicht hast oder es nicht genug private Parkfläche gibt, dann ist es dein Problem.“
Die natürliche Reaktion wäre:
„Verp… dich und bleib in deinem Kaff. Wenn es dir hier nicht gefällt, dann brauchst du auch nicht herzukommen“
Vom meinen Gerechtigkeitsgefühl her, würde ich da auch als Eigenheimbesitzer mit eigenem Standplatz dem Stadtbewohner recht geben.

Zusammengefasst: du beschwerst dich über den Egoismus anderer Menschen aber selber ignoriest du Bedürfnisse anderer Menschen völlig.

Gruß
Carlos

1 „Gefällt mir“

Hallöchen,

Ausgehend von einer Verzinsung von 3,5 Prozent wären die an
Dich vermieteten 10 Quadratmeter in Innenstadtlage zusammen
also ca. 860 Euren wert. Ist das teuer? Wieviel kostet denn
der Quadratmeter Baugrund in Deinem Stadteil?

seit wann sind Straßen Baugrund und was soll man da bauen? Parkscheinautomaten?

Ich stelle mir das so vor, daß Du ohne Nachweis eines eigenen
Stellplatzes in hinreichender Nähe zur Wohnung kein Auto
halten darfst, und daß es ein Dauerparkverbot für den
öffentlichen Straßenraum geben soll.

  1. Das heißt im Umkehrschluß, alle die in der Stadt ein Auto haben wollen, sollen Wohnraum vernichten und dafür Parkflächen/Garagen schaffen.
  2. Nur weil außerhalb der Stadt „mehr Platz“ ist, ist dort der Besitz eines Autos legitim? Daß dort stattdessen Wohnraum oder Grünflächen geschaffen werden könnten, spielt bei der Betrachtung anscheinend keine Rolle. Das Ende vom Lied wäre, daß die Innenstädte von autolosen Menschen bewohnt werden und alle anderen zum Einkaufen in die Städte fahren und den dort vorhandenen Parkraum nutzen. Ich halte allerdings im Gegenzug für wahrscheinlich, daß die vormaligen Vorstädte zu den neuen Städen mit den gleichen Problemen werden.
  1. Steuern zahlen auch Nichtautobesitzer.

Die Anteil der Gemeinden an der Einkommensteuer entfällt auf die Gemeinden, in denen der Steuerpflichtige seinen Wohnsitz hat.

  1. Auch autofahrende Stadtbewohner benötigen Parkplätze (immer
    im Gegensatz zur Kfz-Lagerimmobilie).
  2. Öffentliche Verkehrsmittel sind für richtig Auswärtige
    (z.B. aus einer anderen Großstadt) nur ausnahmsweise eine
    geeignete Möglichkeit.

Somit bewegt also der nicht-Stadtbewohner sein KfZ häufiger? Das kannst Du ja nicht im ernst meinen bzw. wenn doch, ist das umwelttechnisch eine Katastrophe. Außerdem unterstellst Du, daß ein Stadtbewohner seine Einkäufe bereitwillig durch die halbe Stadt schleppt (ÖPNV ist ja auch für Außerstädtische nur ausnahmesweise eine geeignete Möglichkeit, für Innerstädtische also auch, denn wer wohnt gleich über „seinem“ Getränkemarkt). Da das nicht der Fall ist, bewegt der Stadtbewohner sein Fahrzeug also genauso häufig, wie der nicht-Stadtbewohner. Warum sollte also der Außerstädtische einen höheren Anspruch auf einen Parkplatz haben, wo er den Parkplatz nur für einen anderen zeitlichen Abschnitt des Einkaufes benötigt?

Genau, und die Leute, die in den Städten die Straßen
verstopfen, um ihren Einkaufsfreuden möglichst ohne
Verschwendung von einigen Kilokalorien nachgehen zu können,
handeln extremst gemeinnützig.

Diese Leute machen von den Straßen bestimmungsgemäßen
Gebrauch. Sie mißbrauchen den öffentlichen Straßenraum nicht
als Immobilie zur Kfz-Lagerung.
Niemand hat „extremst gemeinnütziges“ Verhalten gefordert.

Doch, Du redest von Egoismus der Stadtbewohner. Das Gegenteil von Egoismus ist gemeinnütziges Verhalten.

Anwohnerparkgebieten dieser Artikel empfohlen:
http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Leider habe ich diesen Artikel jetzt noch nicht gelesen.
Grundsätzlich jedoch sind Anwohnerparkgebiete Unfug.

Das ist genauso blödsinnig wieder Satz: Nudeln schmecken nicht. Die richtige Formulierung wäre: Du hälst Anwohnerparkgebiete für Unfug. Witzigerweise bist Du bisher der einzige mit diesem Standpunkt. Aber das werden wohl die Antwortenden schuld sein.

Gruß
Christian

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Hallo Christian,

seit wann sind Straßen Baugrund und was soll man da bauen?
Parkscheinautomaten?

Straßen in der Innenstadt sind wertvolle Immobilien. Ich wollte Dir nur vorfuehren, daß Du fuer Deinen Anwohnerparktplatz nicht mehr als einen symbolischen Obulus entrichtest.

  1. Das heißt im Umkehrschluß, alle die in der Stadt ein Auto
    haben wollen, sollen Wohnraum vernichten und dafür
    Parkflächen/Garagen schaffen.

Seit langer Zeit darf nur der bauen, der auch Garagen baut. Ein Mieter mit Tiefgaragenstellplatz würde dann natürlich ein Auto halten können.

  1. Nur weil außerhalb der Stadt „mehr Platz“ ist, ist dort der
    Besitz eines Autos legitim? Daß dort stattdessen Wohnraum oder
    Grünflächen geschaffen werden könnten, spielt bei der
    Betrachtung anscheinend keine Rolle. Das Ende vom Lied wäre,

Ich erwaehnte bereits, daß im Umland die Pflicht zur Errichtung von Garagen besteht. In meiner Gegend ist sogar eine recht aufwendige Bauweise vorgeschrieben.

vorhandenen Parkraum nutzen. Ich halte allerdings im Gegenzug
für wahrscheinlich, daß die vormaligen Vorstädte zu den neuen
Städen mit den gleichen Problemen werden.

In manchen Vorstädten würde mein Vorschlag dem Mißstand abhelfen, daß bei Managers nur der dicke Mercedes und der Oldtimer in der Doppelgarage steht, das Cabrio und die beiden Kleinwägen jedoch auf der Straße.

  1. Steuern zahlen auch Nichtautobesitzer.

Die Anteil der Gemeinden an der Einkommensteuer entfällt auf
die Gemeinden, in denen der Steuerpflichtige seinen Wohnsitz
hat.

Autolosen, steuerzahlenden Stadtleuten mag es womöglich durchaus recht sein, wenn die Gegend wieder angenehmer zum Spazierengehen wird, und man sie wieder leichter mit dme Auto besuchen kann.

  1. Auch autofahrende Stadtbewohner benötigen Parkplätze (immer
    im Gegensatz zur Kfz-Lagerimmobilie).
  2. Öffentliche Verkehrsmittel sind für richtig Auswärtige
    (z.B. aus einer anderen Großstadt) nur ausnahmsweise eine
    geeignete Möglichkeit.

Somit bewegt also der nicht-Stadtbewohner sein KfZ häufiger?
Das kannst Du ja nicht im ernst meinen bzw. wenn doch, ist das

Das ist aber ganz eindeutig so, man kann es unter bestimmten Umständen beobachten, es läßt sich theoretisch begründen, und selbst in diesem Thread haben schon Stadtbewohner damit geprotzt, daß sie ihr Auto in der Stadt selten fahren, sondern zumeist nur lagern.

umwelttechnisch eine Katastrophe. Außerdem unterstellst Du,
daß ein Stadtbewohner seine Einkäufe bereitwillig durch die
halbe Stadt schleppt (ÖPNV ist ja auch für Außerstädtische nur
ausnahmesweise eine geeignete Möglichkeit, für Innerstädtische
also auch, denn wer wohnt gleich über „seinem“ Getränkemarkt).

Die Stadt ist einfach besser mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen, und die Wege sind kürzer. Außerdem kennen sich Stadtbewohner mit ihrem Nahverkehrssystem besser aus und haben zumeist ohnehin eine Dauerkarte. Darum ist der ÖPNV für Städter zumeist die bessere Wahl.

Da das nicht der Fall ist, bewegt der Stadtbewohner sein
Fahrzeug also genauso häufig, wie der nicht-Stadtbewohner.

Nein. S.o.

Warum sollte also der Außerstädtische einen höheren Anspruch
auf einen Parkplatz haben, wo er den Parkplatz nur für einen
anderen zeitlichen Abschnitt des Einkaufes benötigt?

Parken (bis zu einigen Stunden Dauer) ist jedem Autofahrer erlaubt.

Grundsätzlich jedoch sind Anwohnerparkgebiete Unfug.

Das ist genauso blödsinnig wieder Satz: Nudeln schmecken
nicht. Die richtige Formulierung wäre: Du hälst
Anwohnerparkgebiete für Unfug.

Wenn die Anwohner zusammenlegen und sich einen Parkplatz bauen, dann ist das gut. Wenn ihnen die Behörden öffentlichen Straßenraum zum Autolagern für ein paar Pfennige vermieten, dann ist das Unfug.

Witzigerweise bist Du bisher

der einzige mit diesem Standpunkt. Aber das werden wohl die
Antwortenden schuld sein.

Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn; Verstand ist stets bei Wenigen nur gewesen.
Schiller

Gruß

Wolfgang Berger

Hallo Wolfgang,

du wirst festgestellt haben, dass die Mehrzahl der
Antwortenden anderer Meinung ist, als du. Woran liegt das?

Oh, in der Minderheit bin ich hier des öfteren.

Überall auf diesen Planeten mit einigen lokalen Ausnahmen
(seien es dicht besiedelte Metropolen oder Japan) ist es
üblich Autos auch dauerhaft (einige Tage, einige Wochen) am
Straßenrand zu parken.

Überall auf diesem Planeten mit einigen lokalen Ausnahmen (seien es Rennstrecken, Testgelände oder BR Deutschland) gibt es eine gesetzliche Höchstgeschwindigkeit.

Was forderst du hier?

  • Alle Bewohner von Mietwohnungen ohne eigenen Parkraum sollen
    auf dem Besitz eines Autos verzichten?

Ja.

  • In städtischen Ballungsräumen sollen im großen Maß Wohn- und
    Geschäftsgebäude abgerissen werden, um Parkhäuser zu bauen?

Seit langem werden in den Ballungsräumen Neubauten mit Tiefgarage gebaut.

  • Stadtbewohner werden gezwungen ihre Fahrzeuge auf riesigen
    Pakplätze außerhalb der Stadt zu lagern?

Nein, der Lagerplatz für das eigene Kfz muß nahe genug an Wohnung und ggfls. Arbeitsplatz sein.
Politessen überwachen

mit modernsten elektronischen Mitteln, dass kein Fahrzeug
länger als x Tage an einem Platz steht?

Sagen wir, länger als 6 oder 8 Stunden. Die Politessen haben ja genug Zeit dafür, weil herkömmliches Falschparken viel weniger wird.

Welchen Vorteil brächte dies? Man (Stadbewohner und
Auswärtiger)findet schneller einen Parkplatz und spart
Parkgebühren.

Es würde außerdem schöner, leiser und sicherer werden in den innenstädtischen Wohngebieten.

Dagegen steht ein massiver wirtschaftlicher Schaden (z.B.
Autoindustrie) und völliges Unverständnis in der Bevölkerung.

Natürlich ist es legitim, dass die Kommunen, die die
Straßenflächen zur Verfügung stellen, auch die Bewirtschaftung
dieser bestimmen.

Die Bewirtschaftung, ja. Aber öffentlichen Straßenraum für Pfennige an Anwohner zu vermieten … man könnte das auch als Korruption ansehen.

Konsumenten aus dem Umland sind natürlich

willkommen und deswegen gibt es ja auch ausreichend Parkraum
in den Innenstädten für die man eine legitime Gebühr bezahlt.
Aber warum sollte ein Kommunalpolitiker so bescheuert sein,
seine Wähler zu verprellen um dir einen Gefallen zu tun.

Mein Vorschlag fiele in die Bundesinnenpolitik.

Ich halte eine Forderung von 8 € pro Liter Super in diesem
Jahr für realistischer als die Umsetzung deines Wunsches nach
mehr kostenfreier Parkfläche. Das wäre also der praktische
Aspekt.

Dann wäre da der Aspekt der Gerechtigkeit. Du gehst hin und
sagst als auswärtiger Eigenheimbesitzer zu dem lokalen
Mietshausbewohner.

Oder ich sage das gleiche als Mieter einer Innenstadtwohnung mit Tiefgaragenstellplatz.

„Du nimmst mir mit deiner Karre den Parkplatz weg. Besorg dir
eine private Parkfläche oder schaff dein Auto ab. Und wenn du
das Geld nicht hast oder es nicht genug private Parkfläche
gibt, dann ist es dein Problem.“

Vollkommen richtig, und als auswärtiger Eigenheimbesitzer bin ich auch verpflichtet, eigene Garagen zu bauen.

Die natürliche Reaktion wäre:
„Verp… dich und bleib in deinem Kaff. Wenn es dir hier nicht
gefällt, dann brauchst du auch nicht herzukommen“
Vom meinen Gerechtigkeitsgefühl her, würde ich da auch als
Eigenheimbesitzer mit eigenem Standplatz dem Stadtbewohner
recht geben.

Es ist halt ein Besitzstand, allerdings ein unrechter.

Zusammengefasst: du beschwerst dich über den Egoismus anderer
Menschen aber selber ignoriest du Bedürfnisse anderer Menschen
völlig.

Es handelt sich um ein Bedürfnis, das einem kleinen Teil der Bevölkerung zulasten der Allgemeinheit erfüllt wird. Niemand hier hat mir bisher stichhaltig erklären können, was für Rechtsgrundsätze dieses Sozialprivileg für Städter begründen sollen.

Gruß

Wolfgang Berger