ich hätte da mal zwei Fragen zu Partieldrücken in der Hoffnung,
daß sich hier ein Kundiger findet:
Bei idealen Gasen ergibt sich der Gesamtdruck ja aus der
Summe der Teildrücke der Gaskomponeneten (Gesetz von Dalton).
Heißt das jetzt im Klartext, daß bei Mischung zweier reiner
Gase (jeweils 1 bar), am Ende im Mischbehälter 2 bar herrschen?
Ich habe da leichte Vorstellungsprobleme.
Mischung von trockener Luft mit Wasserdampf: Wenn ich
absolut trockene Luft bei Atmosphärenbedingung vorliegen habe,
dann hat die einen Druck von 1 bar. Jetzt verdunstet Wasser in
die Luft. Der Gesamtdruck ist immer noch ein bar, allerdings
ist die Menge an Gasmolekülen größer geworden, da
Wassermoleküle hinzugekommen sind. Der Gesamtdruck wird jetzt
aus den Partialdrücken der beiden Gase gebildet, daß heißt der
Anteil der trockenen Luft am Gesamtdruck hat abgenommen. Und
dies obwohl die Anzahl der Moleküle des trockenen Gases
gleichgeblieben ist. Wie kann man sich das erklären?
Bei idealen Gasen ergibt sich der Gesamtdruck ja aus der
Summe der Teildrücke der Gaskomponeneten (Gesetz von Dalton).
Heißt das jetzt im Klartext, daß bei Mischung zweier reiner
Gase (jeweils 1 bar), am Ende im Mischbehälter 2 bar
herrschen?
Ich habe da leichte Vorstellungsprobleme.
Da solltest Du folgende Fälle unterscheiden:
Isobare Mischung
ein Liter Gas A und Gas B (jewiels ein bar Druck) werden gemischt und es ergeben sich zwei Liter einer Gasmischung AB mit ebenfalls einem bar Druck. Der Partialdruck beträgt jeweils 500 mbar.
Isochorer Mischung
ein Liter Gas A und Gas B (wieder je ein bar) werden gemischt. Endvolumen ein Liter, Enddruck zwei bar, Partialdruck jeweils ein bar.
Mischung von trockener Luft mit Wasserdampf: Wenn ich
absolut trockene Luft bei Atmosphärenbedingung vorliegen habe,
dann hat die einen Druck von 1 bar. Jetzt verdunstet Wasser in
die Luft. Der Gesamtdruck ist immer noch ein bar, allerdings
ist die Menge an Gasmolekülen größer geworden, da
Wassermoleküle hinzugekommen sind. Der Gesamtdruck wird jetzt
aus den Partialdrücken der beiden Gase gebildet, daß heißt der
Anteil der trockenen Luft am Gesamtdruck hat abgenommen. Und
dies obwohl die Anzahl der Moleküle des trockenen Gases
gleichgeblieben ist. Wie kann man sich das erklären?
Wieder die Unterscheidung isobare und isochore Mischung! Wenn die Mischung isobar erfolgte, muß das Volumen größer geworden sein, war die Mischung isochor, der Druck.
Hallo,
unser Chemie-Prof hat dazu folgenden Versuch vorgeführt:
In einem Glaskolben hat er einige Tropfen Äther eingefüllt, und ihn mut einem Hahn verschlossen, an dem eine Pfeife montiert war. (Hoffentlich ist der Aufbau soweit verständlich) Bei geschlossenem Hahn, ist der Druck im Gefäß gleich der Summe der Partialdrücke. Öffnete er den Hahn, so pfiff die Pfeife. Dies hat er (mit einigen Erläuterungen dazwischen) mehrfach wiederhohlt, und ist mir offensichtlich auch über 10 Jahre später noch in Erinnerung.