heute in englisch: übungen. richtiges partizip einsetzen und dann sagen, was durch das partizip ausgedrückt wird, bzw. was das partizip ersetzt.
der satz lautet:
„David decided not to go to the show, having seen its star twice before.“
ersetzt das partizip „having seen“ nun einen kausal- oder einen temporalsatz?
spoiler
danke, das ist genau das was ich hörn wollte. die lehrerin ist sehr auf ihre regel-auswenig-lernerei fixiert, diana, ich und einige andere aus dem GK englisch dagegen machen viel über sprachgefühl. mir persönlich gehts meistens so, dass ich, je mehr regeln ich mir verinnerlichen will, immer schlechter werde. ja nich drüber nachdenkn, dann klappt das.
auf die idee, dass das temporal sein könnte, bin ich gar nich gekommen! die lehrerin behauptet jedoch felsenfest, das participle sei temporal, weil man ein kausales nicht mit einem present participle (->„having“?) ersetzen kann (???..völlig schleierhaft!). diana und ich haben ne viertelstunde federn gelassen bei dem versuch sie mit allen mitteln der kunst vom gegenteil zu überzeugen, nichts war zu machen. ich war daraufhin bei verschiedenen leistungskurslern und lehrern, die mir durch die bank unsere version bestätigten.
gruß und danke
yvi
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Katzi,
… „having seen the star already twice“ ist zwar gemeinhin kausal zu verstehen „…weil er den Star bereits zweimal gesehen hat“.
Aber das „having seen“ kann auch durchaus konditional sein, besonders, wenn er immer dann nicht hingeht, " … wenn er den Star …". Dann allerdings muß der Hauptsatz in der Gegenwart stehen (decides).
Einen temporalen Nebensatz vermag ich allerdings aus dem Beispielsatz nicht zu konstruieren.
tja, Regeln müssen sein. Aber sie sind nur der Anfang. Wenn danach nicht ständig geduldige Anwendung unter Anleitung des Lehrers erfolgt, ist auch die Regel für die Katz. „Training“ heißt das Zauberwort.
Dazu müssen eindeutige Situationen her und eindeutige Satzzusammenhänge. Die Übungen müssen präzise auf den Punkt sein. Kontrastive Übungen (die also Gegenüberstellungen und Vergleiche enthalten) müssen das Szenario ergänzen. Solche Übungen gibt es meist nicht in der erforderlichen Menge und Qualität. Lehrbücher helfen leider auch nicht weiter, sie enthalten oft nur das absolute Minimum und eine Menge Unbrauchbares. So ist der Lehrer auf sich gestellt - und wenn er nicht genug Erfahrung und Fantasie besitzt, geht alles den Bach runter.
Lehrer, die sich trotzdem über ihren Unterrichtserfolg Illusionen machen („Ich hab denen das doch erklärt …!“), gibt es leider wie Sand am Meer. Erst der Lehrer, der im Erwachsenenalter nochmal eine neue Sprache erlernt, erfährt manchmal auf dem Wege der Reflexion, wie schwer Zweitsprachenerwerb eigentlich ist.
Daß Du Dir mit „Sprachgefühl“ weiterhilfst, heißt nichts anderes, als daß dein geplagtes Hirn nach Mustern forscht (sog. „patterns“), die auf neue Sprachsituationen entsprechend angewendet werden können. Leider hilft auch da oft nur die Regel. Beim Partizip jedoch kann es helfen, einfach viel gelesen (oder gehört) zu haben.
Was haeltst du von diesem Zitat, an dessen Herkunft ich mich nicht
erinnere: „Es gibt kein Sprachgefuehl, sondern nur eine mehr oder
weniger gute Verinnerlichung der Regeln.“
Was haeltst du von diesem Zitat, an dessen Herkunft ich mich
nicht
erinnere: „Es gibt kein Sprachgefuehl, sondern nur eine mehr
oder
weniger gute Verinnerlichung der Regeln.“
wie erklärst du dir dann, dass ich frz. passiv und gérondif richtig mache, auch wenn ich das noch nie dran hatte (inzwischen kenn ichs schon, klar, der fall ist von vor 2 jahren)?
Was haeltst du von diesem Zitat, an dessen Herkunft ich mich
nicht
erinnere: „Es gibt kein Sprachgefuehl, sondern nur eine mehr
oder
weniger gute Verinnerlichung der Regeln.“
wie erklärst du dir dann, dass ich frz. passiv und gérondif
richtig mache, auch wenn ich das noch nie dran hatte
(inzwischen kenn ichs schon, klar, der fall ist von vor 2
jahren)?
Hallo Stiefelkatzi
Dafuer habe ich zwei moegliche Erklaerungen:
Die Aussage des Zitats ist falsch. (Ich habe nie behauptet, dass
es richtig sei.)
Du uebertraegst Regeln aus einer anderen Sprache (z.B.) aus dem
Englischen auf Franzoesisch und es ist zufaellig richtig.
Franz. nicht koennend vermute ich, dass das Passiv mit einer Form von
etre und dem Partizip Perfekt gebildet wird, d.h. wie im Englischen
und Deutschen auch (dann natuerlich entsprechend mit be und sein).
Dass du das Gerundium zufaellig oder gefuehlt richtig gebildet hast,
glaube ich nicht. Aber wenn du es auch nur einmal aufgeschnappt hast,
kannst du es auch schon, da es zumindest in den mir bekannten
Sprachen sehr einfach ist, sowohl in der Bildung als auch im
Gebrauch.
Was haeltst du von diesem Zitat, an dessen Herkunft ich mich
nicht
erinnere: „Es gibt kein Sprachgefuehl, sondern nur eine mehr
oder
weniger gute Verinnerlichung der Regeln.“
wie erklärst du dir dann, dass ich frz. passiv und gérondif
richtig mache, auch wenn ich das noch nie dran hatte
(inzwischen kenn ichs schon, klar, der fall ist von vor 2
jahren)?
Hallo Stiefelkatzi
Dafuer habe ich zwei moegliche Erklaerungen:
Die Aussage des Zitats ist falsch. (Ich habe nie behauptet,
dass
es richtig sei.)
Du uebertraegst Regeln aus einer anderen Sprache (z.B.) aus
dem
Englischen auf Franzoesisch und es ist zufaellig richtig.
Franz. nicht koennend vermute ich, dass das Passiv mit einer
Form von
etre und dem Partizip Perfekt gebildet wird, d.h. wie im
Englischen
und Deutschen auch (dann natuerlich entsprechend mit be und
sein).
Dass du das Gerundium zufaellig oder gefuehlt richtig gebildet
hast,
glaube ich nicht. Aber wenn du es auch nur einmal
aufgeschnappt hast,
kannst du es auch schon, da es zumindest in den mir bekannten
Sprachen sehr einfach ist, sowohl in der Bildung als auch im
Gebrauch.
hast recht, wird ähnlich gebildet. ich finde aber auch das zitat etwas unstimmig. selbst wenn das sprachgefühl nämlich auf regeln fußt, dann müsste ich doch jedesmal wissen, welche regel hier zum tragen. vielleicht sind die regeln so verinnerlicht, dass man es deswegen intuitiv richtig macht.
„David decided not to go to the show, having seen its star
twice before.“
ersetzt das partizip „having seen“ nun einen kausal- oder
einen temporalsatz?
Die Bedeutung von Partizipialsätzen ist im Englischen nie eindeutig. Wenn möglich erschließt man sie aus dem Ko- oder Kontext, ansonsten muss sie vom Leser (oder auch vom Übersetzer) inferiert werden.
Es gibt in deinem Satz keine expliziten Indikatoren dafür, ob die Adverb Clause temporal, konditional oder kausal gemeint ist. Jede Variante wäre denkbar, aber niemand - weder du noch deine Lehrerin - darf den Anspruch erheben, die richtige Lösung zu kennen. Nur der Autor weiß, was er bei dem Satz wirklich ausdrücken wollte. Manchmal wird mit dieser Mehrdeutigkeit auch bewusst gespielt.
…die lehrerin behauptet jedoch felsenfest, das
participle sei temporal, weil man ein kausales nicht mit einem
present participle (->„having“?) ersetzen kann
Das ist völliger Blödsinn. Klar kann man mit einem Present Participle (implizit) eine kausale Bedeutung ausdrücken. Diese Lesart finde ich denn auch die plausibelste für deinen Satz: Why did David decide not to go to the show? BECAUSE he has seen its star twice before.