Hallo,
ich habe mich immer schon gefragt, ob bzw. in welchem Fall die Partitionierung von Festplatten überhaupt einen Sinn macht. Kann mir da mal jemand hier auf die Sprünge helfen und mir die Vor- und Nachteile nennen?
Danke, HOFee.
Nachtrag
Wenn ich z.B. einen externe Festplatte lediglich zum Speichern von Backups benutzen will, ist eine Partinierung doch überflüssig, oder!?
Hallo,
grundsätzlich wäre es z.B. für die Datensicherung wünschenswert, die veränderbaren Daten zu trennen von den Programmen - also z.B. die DOC-Dateien woanders zu speichern als das Word-Programm selbst, weil sich das ja normalerweise nicht ändert. Die Logik würde eigentlich fordern, für Programme und (früher hiess das „Bewegungs-“) Daten ganz verschiedene Sicherungsstrategien zu verwenden. Das ist aber schon der erste Knackpunkt: wer seine Daten sowieso nicht sichert, wie der Grossteil der Windows-Anwender, dem können solche Gesichtspunkte egal sein.
Eine Grundeinteilung wäre daher die Installation von Windows und Programmen auf C:, die Speicherung von allen Daten auf D:. Dann könnte man täglich D: sichern (DVD-Ram, Band o.ä.) und von C: gelegentlich, v.a. vor neuen Installationen, ein Image erstellen, mit dem man den vorehrigen Zustand in kurzer Zeit wiederherstellen kann. Unter Linux ist eine solche Einteilung schon immer selbstverständlich.
Leider wird dieses Sicherheitskonzept von Microsoft nicht nur nicht unterstützt, die Trennung von Software und Bewegungsdaten wird sogar seit Jahren erbittert bekämpft, und bei den meisten MS-Programmen wird weitgehend verschleiert, wo die Daten überhaupt gespeichert werden. Der normale Anwender weiss daher nicht, was er sichern muss und was nicht. Im Gefolge von MS hat sich daher eingebürgert, dass auch die Daten unter C:\Programme\xyz gespeichert werden, was sinnvolle Datensicherung fast unmöglich macht.
Es gibt weitere sinnvolle Abtrennungen: ich richte mir z.B. generell eine Partition ein für Installationsdateien (z.B. CDROM-Kopien), diese müssen ja nicht gesichert werden. Und auch zum Brennen von Datenträgern kann man eine Partition nur für die temporären Dateien anlegen, die ja weder aufbewahrt noch gesichert werden müssen.
Gruss Reinhard
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Moin
ich habe mich immer schon gefragt, ob bzw. in welchem Fall die
Partitionierung von Festplatten überhaupt einen Sinn macht.
Es macht Sinn wenn:
-
man seine Daten ordnen will (was auch über Verzeichnisse geht)
-
der Partitionstyp/OS gar nicht soviele GB verträgt (was bei FAT schonmal vorkommt)
-
Backups Partitionsweise gefahren werden sollen.
-
Ein Fehler in der Formatierung nicht gleich alle Daten zerlegen soll.
cu
Wenn ich z.B. einen externe Festplatte lediglich zum Speichern
von Backups benutzen will, ist eine Partinierung doch
überflüssig, oder!?
Kommt drauf an, wie man das Wort versteht: die eine Partition muss natürlich angelegt werden, wozu man ein Partitionierungsprogramm wie fdisk braucht. Neue Festplatten haben keine Einteilung und sind so nicht verwendbar. Also immer: Partitionieren - Formatieren.
Gruss Reinhard
- man seine Daten ordnen will (was auch über Verzeichnisse
geht)
OK, das ist klar.
- der Partitionstyp/OS gar nicht soviele GB verträgt (was bei
FAT schonmal vorkommt)
Ist eh NFTS.
- Backups Partitionsweise gefahren werden sollen.
Nö.
- Ein Fehler in der Formatierung nicht gleich alle Daten
zerlegen soll.
Hm, das stimmt natürlich.
Danke. Eigentlich eine blöde Frage…
Eine Grundeinteilung wäre daher die Installation von Windows
und Programmen auf C:, die Speicherung von allen Daten auf D:.
Dann könnte man täglich D: sichern (DVD-Ram, Band o.ä.) und
von C: gelegentlich, v.a. vor neuen Installationen, ein Image
erstellen, mit dem man den vorehrigen Zustand in kurzer Zeit
wiederherstellen kann.
Ganz andere Frage in diesem Zusammenhang - wie gut ist Deiner Meinung nach die Systemwiederherstellung von XP? Kann man sich das wie ein Image vorstellen?
Leider wird dieses Sicherheitskonzept von Microsoft nicht nur
nicht unterstützt, die Trennung von Software und
Bewegungsdaten wird sogar seit Jahren erbittert bekämpft, und
bei den meisten MS-Programmen wird weitgehend verschleiert, wo
die Daten überhaupt gespeichert werden. Der normale Anwender
weiss daher nicht, was er sichern muss und was nicht. Im
Gefolge von MS hat sich daher eingebürgert, dass auch die
Daten unter C:\Programme\xyz gespeichert werden, was sinnvolle
Datensicherung fast unmöglich macht.
Nervt mich auch immer, wenn dann wieder ohne mein Wissen irgendwo ein Anwendungsdaten-Ordner o.ä. angelegt wird. Manchmal findet man die wichtigen Einstellungsdateien, die man ja im Falle eines Crashs ganz gerne hätte, um das Programm schnell wieder wie früher zu haben, ja auch kaum…
Danke.
Kommt drauf an, wie man das Wort versteht: die eine Partition
muss natürlich angelegt werden, wozu man ein
Partitionierungsprogramm wie fdisk braucht. Neue Festplatten
haben keine Einteilung und sind so nicht verwendbar. Also
immer: Partitionieren - Formatieren.
OK, das war klar. Die Frage bezog sich aber ja darauf, ob man die Platte dann noch mal in kleinere Partitionen unterteilen sollte, wenn man sie im Grunde genommen lediglich als Sicherungsmedium für wichtige Date(ie)n benutzen will. Pumpkin meinte ja, dass man das schon machen sollte, damit ein Fehler nicht gleich die ganze Platte und damit alle Date(ie)n lahmlegt. Das klingt ja durchaus einleuchtend…
Moin
Ganz andere Frage in diesem Zusammenhang - wie gut ist Deiner
Meinung nach die Systemwiederherstellung von XP?
Kleinigkeiten wie ein schlechter Treiber kann man damit ausbügeln. Mehr nicht.
Kann man sich das wie ein Image vorstellen?
Nein, eher wie ein Zufallsgenerator…
cu
Hallo,
früher war ich ein strikter Gegner davon. Das hat sich aber geändert. Heute lege ich grundsätzlich zwei Partitionen an, und in die zweite Partition kopiere ich die gesamte Windows-CD.
Es ist sehr nervig, wenn Windows bei der Installation immer wieder nach der Installations-CD fragt, und auf diese Weise kann ich das Problem umgehen.
Das klappt natürlich auch, wenn ich zwei CD- oder DVD-Laufwerke habe, dann kann ich die Windows-CD eigentlich immer im LW lassen.
Gruss
Andreas
strikter Gegner
früher war ich ein strikter Gegner davon.
Das ist interessant - warum?
Das hat sich aber
geändert. Heute lege ich grundsätzlich zwei Partitionen an,
und in die zweite Partition kopiere ich die gesamte
Windows-CD.Es ist sehr nervig, wenn Windows bei der Installation immer
wieder nach der Installations-CD fragt, und auf diese Weise
kann ich das Problem umgehen.
Macht Sinn, ja. Aber eine 2.Partition bräuchtest Du ja dafür eigentlich auch nicht…
… wenn Du ein auf Dauer funktionierendes System haben möchtest.
Hallo -
stelle Dir vor, die Festplatte ist ein Schrank oder Lagerraum.
da sind weder Trennwände noch Regale 'drin.
nicht nur daß es, je voller das wird, umso schwieriger etwas zu finden -
so hat Windows die Angewohnheit, sich auszubreiten,
ohne jeglichen Sinn von Ordnung: da wird die Hose mitten im Raum
liegen gelassen, die eine Socke ist ganz unten links, die andere hängt
über der Tür - Du kannst Dir das bildlich vorstellen.
(deswegen auch das Defragmentieren - aber bei heutigen Größen der FP und
der Menge an Daten … )
so jetzt machen wir mal Regale 'rein:
eins fürs System -
das nächste für die sich ständig ändernden Dateien
(temp, Anwendungsdaten, … ) -
dann ganz wichtig für die Daten - und da würde ich auch nochmal unterteilen:
Musik, Bilder, Dokumente etc.
dann ist es nicht verkehrt ein Regal frei zu lassen, für zb DVD-Cache.
(denn um zb einen Film zu bearbeiten, braucht man
freien (zb 11 GB) , zusammenhängenden Platz.
immer benötigte / kalkulierte Größe +20%, die frei bleiben müssen:
wenn ein Regal bis oben voll ist, kannst Du nichts mehr anheben,
um von unten etwas herauszuholen.
der Punkt der Wiederherstellung ist ja schon beschrieben worden.
Nachteile, außer etwas mehr (ok mit Systemeinstellung doch etwas mehr)
Anfangsarbeit gibt es nicht. (alleine der Punkt der Datensicherung ist
eigentlich schon genug, diese auf sich zu nehmen.)
Gruß Hajo
stelle Dir vor, die Festplatte ist ein Schrank oder Lagerraum.
da sind weder Trennwände noch Regale 'drin.
nicht nur daß es, je voller das wird, umso schwieriger etwas
zu finden -
Nun ja, das Problem kann man ja auch mit einer geeigneten Ordnerstruktur lösen…
so hat Windows die Angewohnheit, sich auszubreiten,
ohne jeglichen Sinn von Ordnung: da wird die Hose mitten im
Raum
liegen gelassen, die eine Socke ist ganz unten links, die
andere hängt
über der Tür - Du kannst Dir das bildlich vorstellen.
(deswegen auch das Defragmentieren - aber bei heutigen Größen
der FP und
der Menge an Daten … )
Stimmt, das ist ein Argument, denn die Defragmentierung dauert tatsächlich ziemlich lang bei so großen Platten. Da wären kleinere Partitionen sicherlich angebrachter…
stelle Dir vor, die Festplatte ist ein Schrank oder Lagerraum.
da sind weder Trennwände noch Regale 'drin.
nicht nur daß es, je voller das wird, umso schwieriger etwas
zu finden -Nun ja, das Problem kann man ja auch mit einer geeigneten
Ordnerstruktur lösen…
Nein - für Dich zu finden ja, für Windows mühsam. das muß sich trotztdem
durchwühlen. denn wie gasagt, die Teile von selbst dem gleichen Ordner,
sind wild vertreut.
die Ordner sind nur ein verzeichnis - kein Regal.
eine Partition ist zwar auch nur ein verzeichnus für die Festplatte -
aber tatsächlich räumlich zugeordnet (im ggs zu einem Ordner).
Gruß Hajo
Hallo,
früher war ich ein strikter Gegner davon. Das hat sich aber
geändert. Heute lege ich grundsätzlich zwei Partitionen an,
und in die zweite Partition kopiere ich die gesamte
Windows-CD.Es ist sehr nervig, wenn Windows bei der Installation immer
wieder nach der Installations-CD fragt, und auf diese Weise
kann ich das Problem umgehe
zu diesem Zweck genügt es, das Verzeichnis „I386“ von der Installations-CD irgendwohin zu kopieren.
Gruß, Niels
früher war ich ein strikter Gegner davon.
Das ist interessant - warum?
Hallo,
weil ich teilweise die Größe der Partitionen falsch bemessen hatte und bei Erstinstallationen viele Programme auf c:\ installierten.
D. h., das Laufwerk c:\ war irgendwann proppevoll, und auf d:\ war fast nichts. Das war aber zu einer Zeit, als bei etlichen Programmen der Installationspfad fest voregeben war. Und komfortable Programme, um die Größe der virtuellen Laufwerke zu ändern, gab es damals noch nicht.
Gruss
Andreas