Partitions-Crash

Moin,

vor einiger Zeit hat sich meine Festplatte zerschossen. Oder es war XP, das irgendwann mal abschmierte, so dass sich nur noch der Stecker ziehen ließ. Danach ging jedenfalls nichts mehr, die Partitionen waren komplett weg.

Ich hatte dann irgendwie versucht, die insgesamt 6 Partitionen wiederherzustellen (mit einem Bordmittel-Tool und einem runtergeladenen, glaube ich), doch die erkannten die ursprüngliche Struktur auch nicht richtig, und eins der Tools scheint da trotz anderslautender Versicherungen irgendwas geschrieben zu haben.

Jedenfalls sieht eine alte Disketten-Version von PartitionMagic jetzt folgendes:

http://www.sabineschulz.de/kristian/WerWeissWas/Cras…

Wenn ich die 160er Platte wieder reinhänge, werden auch von Windows nur knapp 32 GB angezeigt – wie in PM. PM zeigt aber immerhin in der Summe die 160 GB.

Ich habe nun ein Recovery-Tool von einer Heft-CD installiert, das auch einiges findet auf der Platte, aber nicht das, was ich suchte :wink: Auch das durchwühlt die besagten 32 GB, obwohl ich etwas staune, dass die gefundenen Dateien wirklich alle in den ersten 32 GB der Platte gelegen haben sollen. Vielleicht guckt der doch irgendwo anders?

Das ist nun genau der Knackpunkt:

Ich dachte mir, dass ich auf der gecrashten Platte wieder eine einzige Partition einrichte, die über die gesamte Platte geht. Damit müsste das Recovery-Tool ja auch wieder auf der gesamten Platte suchen, oder?

Ursprünglichen gab´s die folgenden Partitionen: FAT32, NTFS noch viermal FAT32 und ein ungenutzter Rest. Das NTFS zwischendrin interessiert mich nicht so sehr, so dass eine große FAT32-Partition dem Recovery-Rool keine Probleme bereiten sollte.

Die Frage ist jetzt, wie ich diese Partition da raufkriege, ohne die eigentlichen Daten anzufassen, sprich, ohne Formatierung undso. Wenn ich in PM einfach nur die Partitionen unterhalb der ersten lösche, zeigt er mir nur noch die 32 GB an in der Summe. ALLE zu löschen, habe ich noch nicht probiert. Gibt´s noch andere Möglichkeiten? Und könne auch ein Hardware-Defekt vorliegen ab Zylinder 4111 (siehe Tabelle im GIF)?

Danke und Gruß aus dem wieder bestromten Köln,
Kristian

Moien

Das ist nun genau der Knackpunkt:

Ich dachte mir, dass ich auf der gecrashten Platte wieder eine
einzige Partition einrichte, die über die gesamte Platte geht.
Damit müsste das Recovery-Tool ja auch wieder auf der gesamten
Platte suchen, oder?

Nein. Das verwirrt die Tools nur.

An deiner Stelle würde ich per gpart nochmal nach Partitionen suchen. Das durchsucht die Platte und läst die Überreste der Partitiontabelle links liegen.

Das mit den 32 GB macht mir allerdings Sorgen: es gibt auf vielen Platten Jumper die die Platte auf 32 GB begrenzen (für alte BIOSe). Wenn die Platte sich jetzt teilweise als 32GB gross ausgibt könnte es die Plattenplatine teilweise erwischt haben. Deshalb würde ich mal einen Plattentester des Plattenhersteller drauf loslassen.

Ursprünglichen gab´s die folgenden Partitionen: FAT32, NTFS
noch viermal FAT32 und ein ungenutzter Rest. Das NTFS
zwischendrin interessiert mich nicht so sehr, so dass eine
große FAT32-Partition dem Recovery-Rool keine Probleme
bereiten sollte.

Nein. Alle fs addressieren absolut (Also Block XY, gezählt vom anfang der Partition aus). Wenn du die Partitionsgrenzen verschiebst machst du es den Tool unnötig schwer.

Die Frage ist jetzt, wie ich diese Partition da raufkriege,
ohne die eigentlichen Daten anzufassen, sprich, ohne
Formatierung undso. Wenn ich in PM einfach nur die Partitionen
unterhalb der ersten lösche, zeigt er mir nur noch die 32 GB
an in der Summe. ALLE zu löschen, habe ich noch nicht
probiert. Gibt´s noch andere Möglichkeiten? Und könne auch ein
Hardware-Defekt vorliegen ab Zylinder 4111 (siehe Tabelle im
GIF)?

Da gibt´s nur eins: eine 2. Platte organisieren, den jetztigen Zustand sichern und dann die Grundregel (niemals auf die Platte schreiben) fallen lassen. fdisk kann Partitionstabellen ändern ohne irgendwas zu formatieren.

cu

Hi Pumpkin.

…eine einzige Partition einrichte …

Nein. Das verwirrt die Tools nur.

Ahja. Naja, war ja nur ´ne Idee :wink:

An deiner Stelle würde ich per gpart nochmal nach Partitionen
suchen. Das durchsucht die Platte und läst die Überreste der
Partitiontabelle links liegen.

Irgendwann musste ich feststellen, dass gpart wohl nur auf Linux/Unix läuft :wink: Naja, aber
ich habe mich an die besagte Heft-CD erinnert, die mit Knoppix bootable ist. Und da ist doch
glatt das gpart mit drauf. Ich habe es mal laufen lassen, und siehe da, es findet immerhin
mehr als PM:

knoppix@1[knoppix]$ sudo gpart /dev/hdb

\*\* Error: invalid extended ptbl found at sector( **6.297.480** ).

Begin scan...
Possible partition(DOS FAT), size( **3.074** mb), offset(0mb)
Possible extended partition at offset( **26.639** mb) --\> DAVOR STECKTEN NOCH 2 PARTTIONEN.
 Possible partition(DOS FAT), size( **40.962** mb), offset(26.639mb)
 Possible partition(DOS FAT), size( **40.962** mb), offset(68.621mb)
 Possible partition(DOS FAT), size( **10.244** mb), offset(10.9584mb)
Possible partition(DOS FAT), size( **32.788** mb), offset(119.828mb)
End scan.

Checking partitions...
Partition(DOS or Windows 95 with 32 bit FAT, LBA): primary
 Partition(DOS or Windows 95 with 32 bit FAT, LBA): logical
 Partition(DOS or Windows 95 with 32 bit FAT, LBA): orphaned logical
 Partition(DOS or Windows 95 with 32 bit FAT, LBA): orphaned logical
Partition(DOS or Windows 95 with 32 bit FAT, LBA): primary
**Number of inconsistencies found: 1.**

Guessed primary partition table:
Primary partition(1)
 type: 012(0x0C)(DOS or Windows 95 with 32 bit FAT, LBA)
 size: **3.074** mb #s(6297417) s(63-6297479) --\> SEKTOREN MIT PM-LISTE IDENTISCH
 chs: (0/1/1)-(391/254/63)d (0/1/1)-(391/254/63)r 

Primary partition(2)
 type: 015(0x0F)(Extended DOS, LBA)
 size: **116.753** mb #s(239111460) s(54556740-293668199) --\> SEKTOREN **NICHT** MIT 
PM-LISTE IDENTISCH !
 chs: (1023/254/63)-(1023/254/63)d (3396/0/1)-(18279/254/63)r 


Primary partition(3)
 type: 012(0x0C)(DOS or Windows 95 with 32 bit FAT, LBA)
 size: **32.788** mb #s(67151700) s(245408940-312560639) --\> SEKTOREN MIT PM-LISTE 
IDENTISCH
 chs: (1023/254/63)-(1023/254/63)d (15276/0/1)-(19455/254/63)r

Primary partition(4)
 type: 000(0x00)(unused)
 size: **0** mb #s(0) s(0-0)
 chs: (0/0/0)-(0/0/0)d (0/0/0)-(0/0/0)r

Anhand dessen erinnere ich mich wieder ganz gut an die ursprüngliche Struktur:

1) FAT32 
= 3 GB
2) NTFS = 3 GB
3) FAT32 = 20 GB
4) FAT32 = 40 GB
5) FAT32 = 40 GB
6) FAT32 = 10 GB
7) Rest = 32 GB

Zu erkennen ist, dass offensichtlich hinter der ersten Partition ein
Knick im Blech ist. gpart nennt Sektor 6.297.480, was mit der PM-Tabelle (GIF) übereinstimmt
und den Beginn der erweiterten Partition kennzeichnet. Es folgte eine NTFS-Partition, auf
der XP installiert war, und die scheint zusammen mit der darauffolgenden 20er FAT32 nicht
mehr erkennbar zu sein. Ich lasse gpart gerade nochmal mit -k 6297470 -K 239111469 -n
s -i
laufen, was laut man eine Sektor-basierte Sucherei veranlasst, und da ist er seit
geraumer Zeit dabei (und ich hoffe, es lebt noch, denn sehen tut man leider nix).

Nehmen wir mal an, der findet damit auch nichts anderes, müsste man gpart doch trotzdem
irgendwie sagen können, welche Partitionstabelle es schreiben soll, oder? Ich meine, man
nimmt die, die er gefunden hat, und dichtet die fehlenden beiden in der 26GB-Lücke dazu.

Die Daten, die das Recovery-Tool gefunden hat, müssen übrigens von Partition 5 oder 4
gekommen sein.

Das mit den 32 GB macht mir allerdings Sorgen: es gibt auf
vielen Platten Jumper die die Platte auf 32 GB begrenzen (für
alte BIOSe). Wenn die Platte sich jetzt teilweise als 32GB
gross ausgibt könnte es die Plattenplatine teilweise erwischt
haben. Deshalb würde ich mal einen Plattentester des
Plattenhersteller drauf loslassen.

So einen Plattentester konnte ich leider nicht finden (Samsung SP1604N).

Ursprünglichen gab´s die folgenden Partitionen: FAT32, NTFS
noch viermal FAT32 und ein ungenutzter Rest. Das NTFS
zwischendrin interessiert mich nicht so sehr, so dass eine
große FAT32-Partition dem Recovery-Rool keine Probleme
bereiten sollte.

Da gibt´s nur eins: eine 2. Platte organisieren, den jetztigen
Zustand sichern und dann die Grundregel (niemals auf die
Platte schreiben) fallen lassen. fdisk kann Partitionstabellen
ändern ohne irgendwas zu formatieren.

Das habe ich jetzt nicht so ganz geschnallt, muss ich zugeben. „Jetziger Zustand“
ist „leer“, obwohl Knoppix plötzlich auf einer der Partitionen die drei alten Verzeichnisse
und ein paar Dateien entdeckt. Erstere sind leer, aber letztere sind offenbar in Ordnung.
Komisch das …

Kristian

Moien

An deiner Stelle würde ich per gpart nochmal nach Partitionen
suchen. Das durchsucht die Platte und läst die Überreste der
Partitiontabelle links liegen.

Irgendwann musste ich feststellen, dass gpart wohl nur auf
Linux/Unix läuft :wink: Naja, aber
ich habe mich an die besagte Heft-CD erinnert, die mit Knoppix
bootable ist.

Darauf wollte ich eigentlich auch raus …

Ich lasse gpart gerade nochmal mit
-k 6297470 -K 239111469 -n
s -i
laufen, was laut man eine Sektor-basierte Sucherei
veranlasst, und da ist er seit
geraumer Zeit dabei (und ich hoffe, es lebt noch, denn sehen
tut man leider nix).

Das kann sehr lange dauern. (Tage bis Wochen, je nach Zustand der Platte)

Nehmen wir mal an, der findet damit auch nichts anderes,
müsste man gpart doch trotzdem
irgendwie sagen können, welche Partitionstabelle es schreiben
soll, oder? Ich meine, man
nimmt die, die er gefunden hat, und dichtet die fehlenden
beiden in der 26GB-Lücke dazu.

Genau. Allerdings muss man auf´s KB genau treffen.

So einen Plattentester konnte ich leider nicht finden (Samsung
SP1604N).

Au der Samsung-seite:
Home > Products > Storage Products > Hard Disk Drive > Utilities

Da gibt´s nur eins: eine 2. Platte organisieren, den jetztigen
Zustand sichern und dann die Grundregel (niemals auf die
Platte schreiben) fallen lassen. fdisk kann Partitionstabellen
ändern ohne irgendwas zu formatieren.

Das habe ich jetzt nicht so ganz geschnallt, muss ich zugeben.
„Jetziger Zustand“
ist „leer“

Nein. jetztiger Zustand ist nicht lesbar. Man kann aber alle Daten kopieren (dd_rescue unter knoppix). An der Kopie kann man arbeiten und Tools testen ohne Daten zu verlieren. Wenn es schiefgeht war es ja nur eine Kopie.

cu