Hallo umungus,
eine zusammenlebende partnerschaft mit kind und haustier
Hab ich - mehrere Kinder und mehrere Tiere
, kann ich mir also vorstellen.
das haustier fällt das kind an.
-klarer fall das tier muss weg
Hier habe ich schon ein kleines Problem mit der Frage. Was verstehst Du unter „anfallen“ ? Ein Karnickel, der zwickt (kann sicher sehr wehtun), oder, wie schon jemand anderes geschrieben hat, ein Rottweiler, der sich verbeißt ?
ICH definiere für meine weitere Antwort „anfallen“ mit aggressiv und heftig beißen, also kein „Warnschnapper“.
In diesem Sinne müßte beim oben genannten Beispiel das Tier - ich gehe mal von einem Hund aus - weg. Ich rede nicht von einschläfern, aber er müßte anderswo untergebracht werden. Und zwar aus folgenden Gründen:
-ENTWEDER war ich nicht in der Lage, den Hund so zu erziehen, dass er weiß, wo er rangordnungstechnisch steht,
- ODER ich konnte meinen Kindern nicht klarmachen, wo die absolute Grenze ist - somit können wir eben keinen Hund haben,
- ODER der Hund paßt aufgrund seines Charakters nicht in meine Familie (ist zu schnell genervt von den Kindern),
- ODER ich war nicht aufmerksam genug (kleinere Besuchskinder zum Beispiel sollten nicht mit dem Hund alleine sein, denn ich kann nicht voraussetzen, dass sie mit einem Tier umgehen können).
Nicht das Tier ist „böse“, sondern ich als Halter habe versagt. Und zwar nicht nur an dem einem Tag, denn bevor ein Hund jemanden anfällt, geht schon länger etwas schief zwischen Hund und Halter.
Die Sicherheit der Kinder wäre in diesem Beispiel nicht mehr gewährleistet, also muss der Hund weichen (ein Internat für die Kinder ist ja auch um einiges teurer *ggg*).
der partner bekommt eine allergie gegen das tier
-klarer fall das tier muss weg
Bei einer leichten Allergie reichen möglicherweise recht einfache Maßnahmen, da muss man den Einzelfall betrachten. Ich habe beispielsweise eine starke Katzenallergie. Besuche bei Katzenhaltern gehen nur unter Medikamenten, eine Katze im eigenen Haushalt wäre undenkbar.
Hier gilt ganz banal die Frage, wen ich mehr liebe. Da kommt bei mir erst der Mensch und dann das Tier. Dass wir für das Tier natürlich eine bestmögliche Unterbringung suchen würden, ist selbstverständlich.
Wäre ich Single und würde einen Mann mit Katze kennen- und liebenlernen, dann könnten wir nur ohne Katze zusammenziehen. Wäre er dazu nicht bereit, dann wäre es eben aus mit uns.
das haustier fällt eine fremde person an(beim gassi gehn z.B.)
-klarer fall das tier muss weg
Siehe oben - wenn „anfallen“ so gemeint ist, wie ich das verstehe, dann muss das Tier in andere Hände, denn offensichtlich bin ICH als Tierhalter nicht in der Lage, für die Sicherheit anderer Menschen zu sorgen.
das haustier fällt den partner an
Dann gilt obiges sogar verstärkt. Das Tier muss weg.
normalerweise muss der partner zum arzt wegen krankheiten
u.s.w und das tier eigentlich anzeigen sozusagen.
damit würde das tier also weggenommen
Das verstehe ich jetzt nicht, stehe ich auf der Leitung ?
was nun, wenn der partner der das haustier schon vor der
beziehung hielt nun verlangt, wegen dem tier nichts zu tun?
Es gibt sicher andere Möglichkeiten, als das Tier einzuschläfern. Der Tierhalter hat versagt und sollte jetzt intensivst Schadensbegrenzung betreiben, sprich, jemanden finden, der sich um das Tier, bzw. dessen Resozialisierung kümmert.
wenn das tier einen fremden anfällt ist es also gleich weg.
aber wenns den partner anfällt hat es nochmal eine chance,
oder wie?
Wenn der Partner weiterhin mit dem Tier zusammen sein möchte, bitte…
wie steht ihr dazu? tierhalter und ohne tier?
Unser Hund kam erst als Erwachsener zu uns, und wir hatten anfangs ganz schön zu kämpfen, bis er wußte, wie er sich zu verhalten hat. Er war niemals aggressiv, neigt aber zu Dominanz, hat auch zweimal nach mir geschnappt. Uns war von Anfang an wichtig, dass die Sicherheit der Kinder gewährleistet ist, wir haben schon vor der Ankunft des Hundes die Kinder so gut wie möglich vorbereitet und den Hund auch sofort erzogen, auch mit Hilfe einer Trainerin. Nach wie vor gilt, dass wir sehr aufmerksam beobachten und bei kleinen Anzeichen, dass er „Oberwasser“ bekommt, regulieren. Ich kann mir daher nicht vorstellen, dass er jemals irgend einen Menschen „anfällt“, höchsten, wenn hier jemand einbrechen würde, aber das ist etwas ganz anderes. Allerdings gibt es bei einem Tier niemals 100%ige Sicherheit.
Bei aller Tierliebe: Für mich kommen imer erst die Menschen, dann die Tiere.
Erzähl doch mal, was der Anlass für Deine Frage war *neugierigbin*.
Viele Grüße,
Inselchen