Ich bin in einer neuen Beziehung. Mein neuer Partner ist 38 Jahre alt und hatte vor 5 Jahren einen Sportunfall, bei dem er eine schwere Hirnverletzung erlitt.
Er lag danach 11 Wochen im Koma und erlitt zwei Schlaganfaelle in dieser Zeit. Er wurde als Hirntod eingestuft und die Maschinen abgestellt, er hat aber ueberlebt.
Folgen der Hirnverletzung sind so gut wie keine Koordination in den Beinen,was ihn rollstuhlabhaengig macht, Schluckbeschwerden und grosse Probleme sich deutlich zu artikulieren. Ausserdem hat er dieses Zittern wie ein Parkinsonpatient
Nun habe ich erfahren, dass er auch noch Epilepsie hat und er erwartet dass es in Zukunft noch schwerer wird ihn zu pflegen.
Ich habe keine Angst davor mit ihm durch dick und duenn zu gehen. Ich wuerde aber schon gerne wissen, was mich erwartet. Besonders interessiert mich dabei wie sich Epilepsie in zunehmenden Alter auswirkt, mit welchen Persoenlichkeitveraenderungen ich rechnen muss, die NICHT seiner Kontrolle unterliegen und ob sich der koerperliche Verfall duch Physiotherapie guenstig beeinflussen laesst oder ob das mehr so eine Art Verzweiflungstat ist.
Danke im voraus
Hallo
Nur kurz zur Info, Patienten nach mehreren Schlaganfällen haben das häufig mit den Schluckbeschwerden und die Artikulationsprobleme!
Mir drängt sich da allerdings die Frage auf, der Unfall war vor 5 Jahren -wurde da nichts Rehamäßig gemacht??!?!
Gut, den Rolli wird er wohl behalten -aber trotzdem hätte sofort nach Entlassung aus dem KH eine Reha starten müssen.
Zuerst stationär und bei den Befunden danach weiterhin ambulant!
Ich denke da an Ergotherapie (koordination der Beine, Hände usw), zusätzlich Logopädie fürs Sprechen.
Und eigentlich auch Physiotherapie…
Lief da was?
Läuft da noch was? -->das würde ich als erstes anleiern!
Ich denke nicht, dass die Epilepsie die Pflege „erschwert“.
Wichtig ist, dass er gut eingestellt ist, das DU geschult wirst im Umgang mit ihm wenn er krampft, dass du weißt wie das aussieht was du tun mußt (ihn sicher auf den Boden gleiten lassen, nicht festhalten, schauen dass er nix umreißen und sich verletzen kann und ihm NICHTS in den Mund stecken -Stichwort Beißkeil, auf keinen Fall-) und auch dass man dir sagt wann du den Notarzt rufen mußt oder ihm selbst ein Notfallmedikament geben kannst.
Keine Angst Eltern mit krampfenden Kindern machen das auch, hört sich aber schlimm an.
Durch die Epilepsie sind keine Persönlichkeitsveränderungen zu erwarten, die hat er dann schon durch die Hirnverletzungen und die Schlaganfälle gehabt.
JA, ich würde auf jeden Fall das ganze Programm versuchen zu bekommen.
Weil ich dran glaube dass es was hilft -er ist ja noch nicht alt!
Verzweiflungstat ist das bei jemand der Ü70 und schon vor so einem Unfall nimmer fit ist.
Er war ja sportlich, also auf jeden Fall dranbleiben.
Finde ich toll, dass du den Weg (der bestimmt nicht immer leicht sein wird) mit ihm gehen willst.
Ich wünsche Euch 2 ganz viel Glück!
LG
. Ich wuerde aber schon gerne wissen, was mich erwartet.
Besonders interessiert mich dabei wie sich Epilepsie in
zunehmenden Alter auswirkt,
Hallo erst einmal ich finde toll das sie sich trotz seiner PRobleme zusammengetan haben. Ich habe von solchen Verletzungen keine große Ahnung. Aber ich kenne mich mit Epilepsie insofern aus das ich selbst Betroffener bin und das schon seit 25 Jahren. Hinzu kommt aber, das es unterschiedliche Formen gibt. Ich habe bereits große Anfälle gehabt und auch schon einen Status Epilepticus, das heißt einen Anfall, der schwer zu durchbrechen war. Und keiner meiner Anfälle hat mir insofern geschadet, das ich Persönlichkeit oder Intelligenz einbüßen musste. Zwar habe ich kurzzeitig Gedächtnisprobleme gehabt, und auch die Medikamente sind nicht ohne, aber wenn ein Mensch Persönlichkeitsstörungen durch macht dann liegt es sicher nicht allein an der Epilepsie sondern auch an anderen Erkrankungen, Vielleicht sollten sie mal Kontakt mit einem Epilepsiecentrum aufnehmen. Dort sind spezialisten, die ihnen mit Rat und tat zur Seite stehen und grad der Bereich Epilepsie ist schon weit erforscht. Es muss doch eine Möglichkeit geben, die Anfälle einzustellen. Selbst in der Chirurgie sind die Centren schon sehr weit. Denken sie nicht an das schlimme was in der Zukunft passieren kann, sondern suchen sie beide sich Rat,Sicher ist man der MEinung, das die Ärzte schon wissen was sie tun, manchmal aber muss man seines Glückes eigener Schmied sein.
http://www.ligaepilepsie.org/FAQs/misc/EpilepsyCentr…
Ich wünsche ihnen beiden alles erdenklich gute und hoffe, das sie noch etwas erreichen, LG GibbsTony