Partnerprobleme

Mein Mann (60 Jahre), Hat sich total verändert. Seit seinem Herzinfarkt Ißt er immer weniger, außer seinen Medikamenten so gut wie nichts, außer eine Unmenge an Süßigkeiten, Kaffee u. Cola.Er ist äüßerst reizbar, aggressiv u. wird auch gewalttätig. Ich mach mir zunehmend Sorgen, da kein Zureden hilft, im Gegenteil!
Wer hat ähnliche Erfahrungen mit seinem Partner, kann mir helfen?
Danke schon mal im Voraus
Michele 27


[MOD: Titel archivtauglich gemacht. EP]

Oweh
Hallo Michele

ich kenne das Problem selber nicht. Aber ich weiß, dass ein HErzinfarkt für einen Mann ein furchtbarer Schock sein kann. Dass der eigene Körper einem einen solchen Schlag verpassen kann, damit kommen Männer meist noch schlechter klar als Frauen.

Vielleicht tut euch Hilfe von außen gut. Eine Beratung beim Hausarzt, der das Problem nciht nur von der körperlich-medizinischen Seite sondern auch mal (vorsichtig) in Ruhe psychologisch angeht.

Viel, viel Glück und Erfolg euch beiden…

Liebe Grüße

Claudia

hallo,

ich würde mich - neben den erwähnten psychisch-mentalen problemen mit diesem „erlebnis“ - mal auf die medikamente und die medikation stürzen.

nicht selten verändern medikamente menschen in entsprechender richtung. das sollte aber ein arzt des vertrauens und mit der nötigen kompetenz entscheiden. ob der hausarzt dafür wirklich geeignet ist, weiß ich nicht (bin kein mediziner), aber als erste anlaufstelle taugt´s allemal.

im zweifel noch eine zweiten, unabhängigen mediziner zu rate ziehen.

saludos, borito

Hallo,

Hausarzt und psychologische Betreuung gehen schon in die richtige Richtung, setzen aber voraus, dass er bereit ist, sich helfen zu lassen. Aus dem, was du schreibst, würde ich eher schließen, dass er das nicht ist. Trotzdem wäre ein erster Schritt, wenn du mal mit seinem Arzt reden würdest. Er kennt dann das Problem und er kann kann dann versuchen, auf deinen Mann einzuwirken, durch gutes Zureden, und ihn zu einer psychotherapeutischen Behandlung zu bereden, wenn das angebracht erscheint. Leider sind aber die meisten Hausärzte mit so etwas völlig überfordert.

Du solltest darüber hinaus auch mit eurer Krankenkasse sprechen. Viele Kassen haben Programme zur Rehabilitation nach einem Infarkt, z.B. spezielle Sportangebote oder Ernährunngskurse. In vielen größeren Städten gibt es auch Selbsthilfegruppen. Da kannst man auch als betroffener Angehöriger hingehen.

Das alles setzt natürlich voraus, dass er bereit ist, sich helfen zu lassen. Wenn es daran mangelt, dann hilft in den meisten Fällen nur, dass man den Betroffenen knallhart vor die Wahl stellt, ernsthaft etwas zu tun oder verlassen zu werden. Wenn du nicht bereit bist, dies im Ernstfall auch tatsächlich zu tun, dann musst du mit der Situation leben und darauf hoffen, dass er irgendwann noch mal die Kurve kriegt. Dann gehst eben du in die Psychotherapie.

Grüße
Axurit

Hallo Axurit,
vielen Dank für Deine Antwort, hat mir weiter geholfen.
Gruß
Michele 27

Hallo ClaudiaG,
Vielen Dank für Deine Antwort, hat mir ein Stück weiter geholfen.
Liebe Grüße
Michele 27