Pascalisches Dreieck und Binomische Formeln

Hallo!

Ich habe einen Text verfasst darüber was bei dem pascalischen Dreieck soalles auffällt. Bevor ich in eine rKlausur etwas schreibe was ich vielleicht falsch verstanden habe frage ich mal leiber zuerst hier ob das auch richtig ist.

ich habe eine Frage:
warum ist a^0=1?
Und wie kann ich Beweisen, das der Binomische Formel stimmt (mit worten, habe dies anhand eines quadrates gezeichnet, kann das aber irgendwie icht erläutern bzw in worte fassen)?

Pascalschen Dreiecks
Das Pascalsche Dreieck ist eine Matrix, ein Schlüsselkonzept der linearen Algebra.

Mit dem Pascalschen Dreieck ist es möglich schnell beliebige Potenzen vom ersten und zweiten Binom auszumultiplizieren. (Der dritte geht nicht.)
Bei der Anwendung des Pascalschen Dreiecks auf den zweiten Binom, ist zu beachten, dass sich die Vorzeichen - und + regelmäßig abwechseln, beginnend mit -, ansonsten aber mit dem Dreiecks des ersten Binoms übereinstimmt.

Gesetzmäßigkeiten des Pascalschen Dreiecks

  1. a Potenz wird um einen Exponent verringert
  2. b Potenz wird um einen Exponent erhöht
  3. Der Koeffizient der zweiten Potenz des aufgelösten Binoms, ist immer identisch mit dem Exponenten des jeweiligen zusammengefassten Binoms.
    [(a+b)²=1a²+2ab+b², (a+b)³=1a³+3ab+b³]
  4. Bei den ungeraden (3, 5, 7, 9 usw.) Exponenten lassen sich die Koeffizienten spiegeln und im mittleren Bereich wiederholen sich zwei Koeffizienten. .
  5. Bei den geraden (2, 4, 6, 8, 10 usw.) Exponenten lassen sich die Koeffizienten ebenfalls spiegeln, der mittlere teil wiederholt sich allerdings nicht.
  6. Die Ergebnisse sind immer aus dem Bereich der natürlichen Zahlen.

Vielen Dank im voraus!
LG Dawn

Auch hallo.

ich habe eine Frage:
warum ist a^0=1?

U.a. deswegen: a^x / a^x = a^(x-x) = a^0 = 1

Und wie kann ich Beweisen, das der Binomische Formel stimmt

(Achtung: unschön) Dafür könnte man konkrete Zahlen nehmen

(mit worten, habe dies anhand eines quadrates gezeichnet, kann
Mit dem Pascalschen Dreieck ist es möglich schnell beliebige
Potenzen vom ersten und zweiten Binom auszumultiplizieren.
(Der dritte geht nicht.)

Sicher ? Siehe zum Vergleich http://de.wikipedia.org/wiki/Pascalsches_Dreieck

mfg M.L.

Auch hallo.

ich habe eine Frage:
warum ist a^0=1?

U.a. deswegen: a^x / a^x = a^(x-x) = a^0 = 1

Und wie kann ich Beweisen, das der Binomische Formel stimmt

(Achtung: unschön) Dafür könnte man konkrete Zahlen nehmen

(mit worten, habe dies anhand eines quadrates gezeichnet, kann

(Der dritte geht nicht.)

Sicher ? Siehe zum Vergleich
http://de.wikipedia.org/wiki/Pascalsches_Dreieck

mfg M.L.

Ja weil in meinem Mathebuch (Kusch) steht Zitat:" Die dritte Formel kannn allerdings nicht nach dem Pascal-Schema berechnet werden; man muss die Klammern ausmultiplizieren.

Mit dem Pascalschen Dreieck ist es möglich schnell beliebige
Potenzen vom ersten und zweiten Binom auszumultiplizieren.

Mit Hilfe des Pascal-Schema kann man ein Binom potenzieren, ohne die oft langwierigen Multiplikationen der Binome ausführen zu müssen.

ist das besser?

Wie würdest du das formulieren?

Gesetzmäßigkeiten des Pascalschen Dreiecks

  1. a Potenz wird um einen Exponent verringert
  2. b Potenz wird um einen Exponent erhöht
  3. Der Koeffizient der zweiten Potenz des aufgelösten Binoms,
    ist immer identisch mit dem Exponenten des jeweiligen
    zusammengefassten Binoms.
    [(a+b)²=1a²+2ab+b², (a+b)³=1a³+3ab+b³]
  4. Bei den ungeraden (3, 5, 7, 9 usw.) Exponenten lassen sich
    die Koeffizienten spiegeln und im mittleren Bereich
    wiederholen sich zwei Koeffizienten. .
  5. Bei den geraden (2, 4, 6, 8, 10 usw.) Exponenten lassen
    sich die Koeffizienten ebenfalls spiegeln, der mittlere teil
    wiederholt sich allerdings nicht.
  6. Die Ergebnisse sind immer aus dem Bereich der natürlichen
    Zahlen.

Wenn ich einen Nagel in die Wand schlagen möchte, muss ich darauf achten, dass Hammer und Nagel nicht zu schwer sind, damit ich diese überhaupt halten kann. Die Spitze des Nagels sollte in Richtung Wand zeigen. Mit der weniger geschickten Hand nehme ich den Nagel zwischen Daumen und Zeigefinger, halte ihn so an die Wand, dass der Nagel einigermaßen normal zur Wand gerichtet ist. Den Hammer führe ich nun mit der geschickteren Hand so in Richtung Nagel, dass er den Nagel auf seinem Kopf einigermaßen zentral stößt. Dabei beachte man, dass …

Ist das wirklich nötig?

Für manch einen ja, die müssen sich tatsächlich so viele Gedanken machen, um einen Nagel in die Wand zu schlagen, bildlich gesprochen.

Ich will jetzt keinen An-Mathematismus unterstellen, es kann ja auch Blackout oder Übereifer oder fehlende Übung oder erste Begegnung dieser Art oder … sein … alles schon selbst erlebt.

Das Dumme ist nur, dass da dann solche Sätze zustande kommen:

Bei der Anwendung des Pascalschen Dreiecks auf den zweiten
Binom, ist zu beachten, dass sich die Vorzeichen - und +
regelmäßig abwechseln, beginnend mit -, ansonsten aber mit dem
Dreiecks des ersten Binoms übereinstimmt.

Und die sind auch noch falsch!

Siehe (-3 + ζ)n = (-1)n*(3 - ζ)n

Erstens müsste das Falsche eigentlich

beginnend mit +

statt

beginnend mit -

lauten (für das oft nicht hingeschriebene Vorzeichen Plus). Das macht das Falsche aber immer noch nicht richtig.

Zweitens enthält ein Binom nur „+“:

(-3 + ζ)n = (-3)n + n*(-3)n-1*ζ + …
= bn + n*bn-1*ζ + … für b = -3

Siehe da! Nur „+“ zu sehen! Q.e.d.!

Scherz beiseite.
(-3 + ζ)³ = -27 + 27 * ζ - 9 * ζ² + ζ³

Dieses Ergebnis ist nicht aus der falschen Vorschrift zu gewinnen.

Das Pascal’sche Dreieck kann man einfacher erklären:

(*)
(a+b)n =

B0(n) an-0 b0 + B1(n) an-1 b1 + … + Bk(n) an-k bk + … + Bn(n) an-n
bn

Kennt man die Bk(n-1), k = 0 … n-1, dann kann man durch
Ausmultiplizieren von (a+b)n-1*(a+b) leicht feststellen, dass

(**)
Bk(n) = Bk-1(n-1) + Bk(n-1)

mit dem Sentinel B-1(n) = 0 für alle n.

Die „Anfangsbedingung“ B0(0) = 1 folgt aus (a+b)0=a0*b0.

Also zusammenfassend: Das ausmultiplizierte Binom hat die Form (*) und die Koeffizienten sind die Summe von je zwei Koeffizienten des Vorgängerbinoms.

Das Pascal’sche Dreieck ist also ein Schema, mit dem sich die Summe von je zwei Koeffizienten eines Vorgängers geschickt darstellen und berechnen lässt.

MOD: Zitat auf bezogenen Teil verkürzt.

Hallo!

Ich habe einen Text verfasst darüber was bei dem pascalischen
Dreieck soalles auffällt. Bevor ich in eine rKlausur etwas
schreibe was ich vielleicht falsch verstanden habe frage ich
mal leiber zuerst hier ob das auch richtig ist.

Ist ein wenig irritierend. Hier lese ich „Klausur“ aka Hochschule, in einer Antwort wird vom „Kusch“ geredet - wird der nicht in Schulen eingesetzt?

ich habe eine Frage:
warum ist a^0=1?

Das wurde gezeigt

Und wie kann ich Beweisen, das der Binomische Formel stimmt
(mit worten, habe dies anhand eines quadrates gezeichnet, kann
das aber irgendwie icht erläutern bzw in worte fassen)?

Beweisen, erläutern, Worte fassen?

Beweis ist einfach: ausmultiplizieren, dann hat man’s.

Erläutern, Worte fassen geht mit Rechtecken, Quadraten, Würfeln, Kubi. Aber bei (a+b)4 muss man sich schon kräftig anstrengen und den Zuhörer gut überzeugen können - ausmultiplizieren ist da einfacher, sowohl als Beweis wie auch zur Erklärung.

Pascalschen Dreiecks
Das Pascalsche Dreieck ist eine Matrix, ein Schlüsselkonzept
der linearen Algebra.

Algebra reicht

Mit dem Pascalschen Dreieck ist es möglich schnell beliebige
Potenzen vom ersten und zweiten Binom auszumultiplizieren.
(Der dritte geht nicht.)

Was sind binomische Formeln? In der Schule lernt man erste, zweite, dritte binomische Formel. Das hat zwar didaktische Vorteile zu dem Zeitpunkt, wenn man es einführt (man hat z.B. zu diesem Zeitpunkt noch nicht die Summenformel für die geometrische Reihe gelernt, das kommt erst 2 Jahre später), es ist aber ein Balast.

Es gibt nur EIN (in Zahlen: 1) Binom und das hat die Form

(a+b)n

Die zweite binomische „Formel“ ist gleich der ersten mit -b = +(-b):

(a-b)² = (a+(-b))² = a²+2a(-b)+b²

Und die dritte binomische „Formel“ ist die für die geometrische Reihe:

a + b = a*(1 + b/a) = a*(1 - b²/a²)/(1 - b/a) = (a² - b²)/(a - b)

[1 + q + q² + … + qn-1 = (1 - qn)/(1 - q)]

Den Ausdruck kann man sich so leicht merken, dass man dafür kein Schemata wie das Pascal’sche Dreieck benötigt:

(an-1 + an-2 b + … a bn-2 + bn-1) * (a - b) = (an - bn)

Die Koeffizienten, die man für das Binom mit dem Pascal’schen Dreieck bestimmt, sind in der dritten binomischen Formel immer 1 und -1.

Möchte man aber unbedingt ein Pascal’sches Dreieck dafür, dann sieht es so aus:

 1
 1 0 -1
 1 0 0 -1
 1 0 0 0 -1

(Gruß an Herrn Kusch.)

Bei der Anwendung des Pascalschen Dreiecks auf den zweiten
Binom, ist zu beachten, dass sich die Vorzeichen - und +
regelmäßig abwechseln, beginnend mit -, ansonsten aber mit dem
Dreiecks des ersten Binoms übereinstimmt.

Wie gesagt: Erstens ist es falsch, zweitens gibt es nur ein Binom.
Das Vorzeichen eines jeden Terms erhält man übrigens aus den Vorzeichen der beiden Nomen, also bei

(-5 + 2)³ ist der dritte Term 3*(-5)1*22

Wenn man es ausdrücken möchte: Hat ein Nom des Binoms ein explizites negatives Vorzeichen und tritt das Nom in ungerader Potenz auf ist der Term mit einem … es lohnt sich nicht.

In drei Wochen muss man (2 - i)5 ausrechnen. Die Vorschriften für das Vorzeichen füllen dann eine halbe Seite. Besser man berechnet (2 + (-i))5.

Gesetzmäßigkeiten des Pascalschen Dreiecks

  1. a Potenz wird um einen Exponent verringert
  2. b Potenz wird um einen Exponent erhöht
  3. Der Koeffizient der zweiten Potenz des aufgelösten Binoms,
    ist immer identisch mit dem Exponenten des jeweiligen
    zusammengefassten Binoms.
    [(a+b)²=1a²+2ab+b², (a+b)³=1a³+3ab+b³]
  4. Bei den ungeraden (3, 5, 7, 9 usw.) Exponenten lassen sich
    die Koeffizienten spiegeln und im mittleren Bereich
    wiederholen sich zwei Koeffizienten. .
  5. Bei den geraden (2, 4, 6, 8, 10 usw.) Exponenten lassen
    sich die Koeffizienten ebenfalls spiegeln, der mittlere teil
    wiederholt sich allerdings nicht.
  6. Die Ergebnisse sind immer aus dem Bereich der natürlichen
    Zahlen.

Vielen Dank im voraus!
LG Dawn