Passende Hunderasse gesucht: Beagle? Labrador/ GR?

Hallo liebe Tierfreunde!

Ich möchte mir einen treuen Weggefährten zulegen. Einen Hund…
Hoffe hier auf Hilfe bezüglich Rasse, Erfahrungswerte, Tipps & co.

(Gleich vorab möchte ich sagen, dass ich mich bewusst für einen Hundekauf entschieden habe! Ich bin mir den Konsequenzen für mein Leben bewusst, weiß meiner Verantwortung, bin mir über die auf mich zukommenden Kosten im Klaren und habe bereits Erfahrung mit vierbeinigen Freunden. Zudem habe ich alle erforderliche Unterstüzung in Familie und meinem Lebensgefährte gefunden. Ein Hund lässt sich pirma in mein soziales Umfeld, Wohnbegebenheiten und Arbeitszeiten integrieren.)

(Priorität hat auch, dass ich mir einen Welpen zu legen möchte. Nein, nicht aus Gründen des „oh ist der süß“ wie man meinen könnte. Sondern weil ich den Hund von klein auf miterleben will. Die andere Option, einen Hund zu adoptieren (aus dem Tierheim zu holen) ist überlegt. Ich habe mich aber dagegen und deffinitiv für einen Welpen entschieden.)

-> Meine bisherigen Gedanken zum Thema Hundekauf:
Beagle? Labrador? Golden Retriever? Sind meine Favouriten.

  • Hat jemand Erfahrungen mit diesen Rassen?

Wichtig ist mir die Kinderfreundlichkeit der Rasse (zwei Kinder im Alter von 7 und 11Jahren hätten Kontakt mit dem Hund).

  • Sind die Rassen als Familienhund geeignet?

Später möchte ich eventuell gerne den Hund ans Fahrrad gewöhnen und ans Autofahren was natürlich sehr praktisch wäre.

  • Habt ihr hierbei Erfahrung?

Zwischen Beagle und Labrador/ Golden Retriever liegen natürlich Welten. Der Beagle gewiss kleiner, kompakter und kurzes Fell was die Pflege denke erleichtert. Der Labrador/ Golden Retriever eine sehr zutrauliche Rasse, aber eben ein großes Tier.

  • Was ist euere Meinung hierbei?
  • Ist ein großes Hund tatsächlich im Alltag komplizierter als kleiner? Wobei die kleineren doch meist eher die frecheren sind?

Ich habe mich zwar schon seit vielen Monaten über das Thema Hund und Rassen schlau gemacht, möchte aber soviele Meinungen wie möglich mit einbeziehen um das best Mögliche daraus zu schöpfen :smile: Hoffe auf ein paar nützliche Kommentare bezüglich meiner Vorstellungen oder auch andere Vorschläge (z. B. bez. der Rassen).

Mit freundlichen Grüßen,
Anna P. alias Pocahontas

Hallo,

Fahrrad laufen: geht erst wenn der Hund ausgewachsen ist, der Hund muss relativ gesund sein und darf kein Übergewicht haben, Waldweg ist besser als Asphalt, der Rest ist Ausbildungs-/Erziehungssache. Ich habe heute den 3. Hund hintereinander an das Fahrrad herangeführt - alles erwachsene Tiere mit unbekannter Vergangenheit. Sofern der Hund gut leinenführig ist, ist es kein Problem, wenn man es langsam angeht. Ob es dem Hund echten Spaß macht, ist individuell verschieden. Selbstverständlich müssen Pausen zum Schnüffeln/Lösen eingelegt werden. Fahrradhalter und Geschirr ist wichtig.

Kinderfreundlichkeit: lernt der Hund durch positive Erfahrung. Ausgeglichene Hunde sind besser geeignet als nervöse, ängstliche Hunde. Verständige Kinder sind wichtig, der Hund muss z.B. an seinem Rückzugsplatz in Ruhe gelassen werden, man sollte ihm nicht provokant den Kauknochen wegnehmen (auch wenn er das idealerweise zulassen soll). Hunde erkennen Kinder als „Welpen“, d.h. wenn der Hund in die Pubertät kommt, kann er versuchen im Rudel über die Kinder aufzusteigen.

Was die Rassen angeht: alle sind ursprünglich Jagdhunde, was sie anhänglich macht, aber auch anspruchsvoll. Mit ein bißchen Gassi und Fahrradfahren sind sie nicht ausgelastet. Agility, Dogdancing, Frisbee, Obedience, Mantrailing … irgendsoetwas braucht so ein Hund, sonst verkümmert sein Intellekt (sofern man bei Golden Blondinen von Intellekt sprechen kann, harhar, SCNR). Als besser geeignet wenn man stur nach der Rasse geht würde ich z.B. den Spitz ansehen. Kleinere Hunde erscheinen Dir nur deshalb frecher, weil viele Besitzer sie nicht ernst nehmen und ihnen viel mehr durchgehen lassen. Sie sind oft sehr unerzogen. Ich würde eine kleinere Rasse bevorzugen - im Falle des Falles habe ich lieber einen Hund, dem ich körperlich überlegen bin, vor allem als Anfänger.

Zum Thema Kauf vs. Tierheim: im Tierheim gibt es auch Welpen, und zwar nicht zu knapp - das sollte daher nicht das entscheidende Kriterium sein. Mit ein bißchen Geduld findet man auch Welpen, die spät entwöhnt und gut sozialisiert sind, weil sie in Pflegestellen geboren wurden o.ä.

Falls es sich um Deinen ersten Hund handeln sollte, möchte ich hiermit ganz dringend von einem Welpen abraten. Die Sache mit dem „aufwachsen sehen“ wird völlig überschätzt. Du musst unerfahrenerweise den Welpen komplett ausbilden, angefangen bei der Stubenreinheit. Nach ca. 5-6 Monaten harter Arbeit, Geduld und Hundeschule siehst Du Licht am Ende des Tunnels. Dann kommt der Hund in die Pubertät und Du kannst nochmal von vorne anfangen. Der einzige Vorteil gegenüber einem angeblich bereits „versauten“ erwachsenen Hund: Du hast den Hund dann selbst „versaut“ :smile:. Ein erwachsener Hund mit Grundgehorsam, ab 3 Jahre alt, wird Dir alles über Hundehaltung beibringen, was Du wissen musst. Der Charakter ist bekannt, Du weißt ob er jagt, Kinder mag usw. Einige Krankheiten (HD und ED z.B.) können bereits ausgeschlossen werden.

Falls dieser Rat wie ich vermute auf taube Ohren stoßen sollte: bitte wende Dich beim Kauf an einen verantwortungsvollen Züchter. Kein Kauf aus dem Kofferraum in Benelux oder Osteuropa. Ein verantwortungsvoller Züchter ist Mitglied im Zuchtverband, hat höchstens 2 Rassen, hat höchstens alle 2 Jahre einen Wurf von derselben Hündin und auch nicht mehr als 3 von derselben Hündin, gibt Welpen nur geimpft und gechipt mit EU-Heimtierausweis und allen rassenötigen Voruntersuchungen ab, hat die Welpen im Haus, gewöhnt sie an Umweltreize, zeigt Dir das Muttertier, bietet an das Tier im Notfall wieder zurückzunehmen usw.

Gruß,

Myriam

Hallo,

meiner Ansicht nach eignen sich alle dieser Rassen so einigermaßen als Familienhund. Der Goldie ist der Klassiker, die sind wirklich normalerweise sehr kinderfreundlich und geduldig, Voraussetzung ist natürlich IMMER die gute Erziehung (auch der Kinder) und Besuch einer GUTEN Hundeschule.
Ich glaube, dass Beagle und Labi auch beide noch mehr zum Jagen neigen, was man nicht unterschätzen sollte.

Später möchte ich eventuell gerne den Hund ans Fahrrad
gewöhnen und ans Autofahren was natürlich sehr praktisch wäre.

  • Habt ihr hierbei Erfahrung?

Ans Autofahren kann man den Hund von Anfang an gewöhnen (kurze Fahrten zu einem positiven Erlebnis), Radeln erst ab einem Jahr.

Zwischen Beagle und Labrador/ Golden Retriever liegen
natürlich Welten. Der Beagle gewiss kleiner, kompakter und
kurzes Fell was die Pflege denke erleichtert.

Kurzes Fell bedeutet in der Regel mehr Fell in der Wohnung, da die kurzen Haare überall hängen bleiben. Die langen Haare ballen sich zu Flaumballen und lassen sich aufsammeln. Dafür findet man im kurzen Fell die Zecken schneller.

  • Was ist euere Meinung hierbei?
  • Ist ein großes Hund tatsächlich im Alltag komplizierter als
    kleiner? Wobei die kleineren doch meist eher die frecheren
    sind?

Die kleinen sind nicht frecher, das ist nur Erziehungssache (-> Hundeschule). Ich finde einen großen Hund nicht kompliziert, evtl. findest du aber für einen kleinen eher mal einen Pflegeplatz im Urlaub. Beim Großen ist aber wichtig, dass der Gassigänger ihn auch halten kann.

Ich habe mich zwar schon seit vielen Monaten über das Thema
Hund und Rassen schlau gemacht, möchte aber soviele Meinungen
wie möglich mit einbeziehen um das best Mögliche daraus zu
schöpfen :smile: Hoffe auf ein paar nützliche Kommentare bezüglich
meiner Vorstellungen oder auch andere Vorschläge (z. B. bez.
der Rassen).

Ich finde deine Wahl nicht schlecht. Noch ein Tip:
Ganz tolle unkomplizierte Hunde sollen Pudel sein, auch wenn sie, oft wegen der furchtbar ausgeführten Schur, als Schoßhündchen verschrien und „aus der Mode“ sind. Es gibt sie in jeder Größe, man hat in der Regel kein Problem mit Jagd- oder Hütetrieb oder Aggression, sie sind intelligent und gelehrig. Sie müssen natürlich relativ oft zum Frisieren, aber wenn sie gleichmäßig geschoren werden (also nicht wie Löwen etc…) sehen sie auch wie Hunde aus.

Bevor du dir einen Welpen zulegst: Beschäftige dich ausführlich mit Welpenerziehung (Prägungsphase usw.), du ersparst dir dann später viel Erziehungsarbeit. U.a. kann ich dir das Kosmos Erziehungsprogramm für Hunde empfehlen.

Viel Spass!

Julia

hi

-> Meine bisherigen Gedanken zum Thema Hundekauf:
Beagle? Labrador? Golden Retriever? Sind meine Favouriten.

  • Hat jemand Erfahrungen mit diesen Rassen?

ja Labrador oder Golden Retriever sind super Hunde - WENN sie aus einer seriösen Zucht kommen

Beagles sind zwar niedlich und haben diesen Kindchen Schema Effekt - ABER es sind im Gegensatz zu Labrador und GR schwer erziehbare, eigensinnige und vor allem laute (!) kläffige Hunde - Beagles sind dazu gezüchtet in der Meute mit viel Lärm zu jagen … und das tun sie, auch wenn es nichts zu jagen gibt ;o)

  • Sind die Rassen als Familienhund geeignet?

Labra und GT JA

  • Habt ihr hierbei Erfahrung?

da sind Labra und GT problemlos

natürlich Welten. Der Beagle gewiss kleiner, kompakter und
kurzes Fell was die Pflege denke erleichtert.

nö., das kurze Fell piekst sich in den Teppichboden, das lange nicht das kann man gut ausbürsten

Grüße H.

Hallo!
Erstmal herzlich Glückwunsch zu deiner Entscheidung!
Nun zu deinen Fragen:
1.) Ein Labrador hat auch ein kurzes Fell
2.) Dank der grenzenlosen Vermehrung der Goldis in den letzten Jahren ist dieser extrem krankheitanfällig geworden.
3.) Wenn es dir nur um einen Familienhund geht würde ich einen Labrador empfehlen: ruhig im Haus, ausgeglichn, pflegeleicht (außer wenn er sich im Dreck wälzt oder in Sümpfen baded. Das ist bei dieser Rasse - genau wie bei Goldis - sehr beliebt). Angesehen davon und von einen kleinen jagdtrieb ist diese Rasse auch seeeeehr kinderieb und genügsam.
4.) Die Beagles können auch gut mit Kindern. Sind aber Powerpakete. Da brauchst viel Zeit für Spaziergänge. (Brauchst du eh bei jedem Hund. Ein Garten reicht KEINEM Hund. Aber das weißt du ja eh.)
5.) Die Golden Retriever können sehr lieb sein, aber längst nicht so ruhig wie die Labradors. Ich kenne viele zickige Goldis (unsere verstorbene Hündin war ein kl.Münsterländer - Golden Retriever Mix und die war immer schnell zickig zu anderen Hunden. Aber zu uns war sie super. Das ich mit ihr aufwachsen durfte war eine Bereicherung in jeglicher Hinsicht. Schön, dass du das deinen Kindern auch ermöglichen möchtest.)

Hast du schonmal an weniger „gängie“ Rassen nachgedacht. Diese sind oft weniger überzüchtet. Natürlich ist es wichtig, dass du dir einen Hund MIT Papieren nimmst! Aus vielen verschiedenen Gründen.
Insgesamt bist du bei den „jagdhunden“ aber schon an der richtigen Adresse. Diese sind oft die besten Anfängerhunde. Sie verzeihen, sind relativ leicht führig und genügsam. Wenn du eine Schmmusebacke haben willst kann ich dir die Hütehunde nahelegen, aber nur, wenn du auch Zeit und Lust hast diese artgerecht körperlich und geistig auszulasten. (wenn du Kinder hast nicht gerade eine leichte Aufgabe) Sonst können sie zum Problem werden, zB die Kinder hüten!
Von Herdenschutzhunden würde ich dir generell abraten. Diese sind oft stur, weniger auf den Menschen bezogen (da sie zur selbstständigen Arbeit gezüchtet wurden) und lassen sich nicht viel sagen. Dafür brauchst du viel Ausdauer und unbedingt Konsequenz!
Also bleib bei den Jägern. Wie gesagt ein Labrador wäre glaub ich am ehesten was für dich und deine Kinder :smile:

Danke viel mals! Ein Border Collie auch eine Idee?
Guten Abend!

Erst einmal ein Dankeschön an die vielen Tipps!
Ich weiß das ich noch nicht der erfahrenste Hundebesitzer sein werde, aber irgendwo /-wann muss man doch mal beginnen?! Natürlich werde ich versuchen wie ich es schon seit Jahren tue mich in Theorie & Praxis fit für den Hund zu machen. Was ich ebenfalls hier auch versuche, durch euere praxisnahe Erfahrung :smile:

@ franzi: Zu dem Teil das ein Lapi die ruhigeren und Goldis eher die zickigeren sind, kann ich nur sagen hab bislang nur vom Gegenteil gelesen?!?! Das mit den Krankheiten wegen überzüchtung liegt nahe. Ich habe nun auch die Rasse Border Collie mit in meine Überlegungen mit einbezogen, was meinst du / ihr dazu?

MfG eure Anna P.
alias Pocahontas

Hallo Anna,

wenn Du Dich in der Lage siehst, den Bedürfnissen eines Borders gerecht zu werden, warum nicht - aber auch nur dann!! Ein unausgelasteter arbeitswilliger und -wütiger Border bringt Dich und sich zur Verzweiflung. Ich kopier Dir weiter unten hin, was hundund über Border Collies schreibt.

Ich hab gelesen und wahrgenommen, dass Du Dich bereits für einen Welpen und gegen einen „äteren“ Hund entschieden hast. Lass mich trotzdem noch was dazu sagen :wink: Mir gehts da genauso wie Dir, und ich freu mich sehr drauf, einmal den eigenen Welpen aufwachsen zu sehen und erziehen zu können, eben von klein auf mitzuerleben. Und gerade dem Welpen zuliebe habe ich mich dafür entschieden, zuerst einen erwachsenen Hund aufzunehmen (war mein erster Hund, der zweite ist dann auch erwachsen dazugekommen). Im Nachhinein kann ich das nur wärmstens empfehlen! Es erspart dem Welpen manchen Erziehungsfehler, der ohne Erfahrung trotz ausgiebigen Studierens von Hundeerziehungslektüre einfach schneller unterlaufen kann, und der sich beim Welpen eben deutlich mehr auswirkt als bei einem schon gefestigteren, erwachsenen Hund. Dass Du laut Vika gerade in der Ausbildung bist, lässt mich vermuten, dass Du noch viele Jahre Hundehaltung vor Dir hast :wink: Vielleicht gibst Du Dir zugunsten des Welpen ja doch noch die Chance, mit einem älteren Hund erst in die eigene praktische „Ausbildung“ bezüglich Hundeerziehung zu investieren, bevor der Welpe ins Haus kommt. :smile:

Gruß,
auch Anna

http://www.hundund.de/rassen/border-collie/
Charaktermerkmale des Border Collie

„Der Border-Collie zählt aufgrund seiner Intelligenz und seines Arbeitstriebes sicherlich zu den faszinierendsten Hunderassen der Welt.Der Border Collie ist gewöhnlicherweise ein menschenfreundlicher Hund, solange er artgerecht gehalten und beschäftigt wird. Mit einem Border Collie, so sagt man, sei es als hätte man ständig einen Schatten neben sich.Er braucht jedoch eher geistige Beschäftigung.zumindest mehr als körperliche.
Lange wurde der Border-Collie fast ausschließlich als Hütehund für Schafe auf den Britischen Inseln gehalten. Durch das rasche Ansteigen der Popularität des Agility-Sports in England und Europa wurde diese Rasse auch abseits von Farmen immer beliebter. In den letzten Jahren wurde diese Hunderasse, nicht zuletzt durch Filme wie „Ein Schweinchen namens Babe“, auch als Familienhund immer gefragter.
In Deutschland benutzen ihn auch viele Leute als „Kuhholer“.Es gibt in Deutschland heute noch einige Züchter, die diese arbeitsreichen Hunde züchten. Leider werden die Welpen von diesen Züchtern teilweise in falsche Hände abgegeben und dort wird nicht genügend mit ihnen gearbeitet. Als „Ausgleich“ werden Autos, Kinder oder Ähnliches gehütet, was natürlich fatale Folgen hat. Ebenso kann der Mangel an Arbeit zur „Selbstverstümmelung“ des Hundes führen. Aufgrund dieser Tatsache ist der Border-Collie als Familienhund kaum geeignet. Sein angeborener Arbeitstrieb ist selbst durch längste Spaziergänge nicht zu befriedigen; er muss geistig gefordert werden. Der Border-Collie gehört demnach in Profihände (Schäfer usw.) oder zu Menschen, die über sehr viel Zeit (mindestens 5 Stunden täglich) verfügen, sehr sportlich/aktiv und bereit sind, die meiste Zeit des Tages den Hund geistig zu fordern.“

hi

Ich habe nun auch die Rasse Border
Collie mit in meine Überlegungen mit einbezogen, was meinst du
/ ihr dazu?

NUR wenn du eine Schaf- oder Gänseherde o.ä. hast ! Ansonsten kannst du diesen Hunden nicht gerecht werden, die sind nicht mit 5 stunden Spazierengehen und Radfahren udn bällchenwerfen ausgelastet die brauchen ganz extrem viel arbeit für den KOPF und das kann Otto-Normalmensch nicht leisten.

Gruß H.

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@ franzi: Zu dem Teil das ein Lapi die ruhigeren und Goldis
eher die zickigeren sind, kann ich nur sagen hab bislang nur
vom Gegenteil gelesen?!?!

Das kann sein. Ich kann nur aus Erfahrung sprechen. Ich kenne 4 Goldis und 2 Goldi-Mixe und 3 Labradors. Bisher hat sich immer das herausgestellt, was ich bereits geschrieben habe.

Das mit den Krankheiten wegen
überzüchtung liegt nahe.

Labradors können auch überzüchtet sein (habe ich vergessen zu erwähnen). Der Labi meiner Tante hatte schon mit einem Jahr HD und man riet ihr mit 2 Jahren in einschläfern zu lassen. Ich weiß aber nicht woher sie den Hund hat… wahrscheinlich von keiner seriösen Zucht.
Aufgrund der Vermehrung und Überzüchtung würde ich dir deswegen zu einer weniger bekannten Rasse raten. Die haben oft auch einen gefestigteren Charakter als die „Modehunde“.

Ich habe nun auch die Rasse Border

Collie mit in meine Überlegungen mit einbezogen, was meinst du
/ ihr dazu?

Oh!! Also wie schon gesagt würde ich dir als „Anfänger“ eher zu einem Jagdhund raten. Klar fängt jeder Mal an aber man muss es sich ja nicht unnötig schwer machen.
Da ich selbst einen Border Collie habe kann ich einiges darüber erzählen, aber das würde wohl zu lange dauern… wenn du doch willst sag nochmal Bescheid :wink:
Zusammenfassend kann man sagen, dass man sich bewusst sein muss, dass ein Border Collie (egal ob Arbeits- oder Showlinie) nie NUR als Familienhund gehalten werden sollte/kann. Er ist nunmal ein höchst intelligentes Arbeitstier, das viel Zeit und Aufmerksamkeit fordert. Wenn der Hund das nicht bekommt, sucht er sich einfach eine Aufgabe und die wird nicht gerade nützlich sein. Das könnten zum Beispiel Möbel anfressen, Türen zerkratzen, Autos, Kinder oder andere (Haus-)tiere hüten (oder Nachbars Katze). Wenn die Leute dann nicht mehr klar kommen landen diese Tiere häufig in der Notvermittlung.
Ich möchte es dir nicht ausreden (meiner Meinung nach ist der Border Collie der tollste und liebste Hund der Welt - aber das denkt wohl eh jeder von seinem Hund) aber ich möchte zum Nachdenken anregen.

Ich habe mit Jody die Welpenspielgruppe, den Welpenkurs, den Junghundkurs, den Familienhundkurs gemacht. Jetzt bin ich mit ihr auf dem Hundeplatz bei einem Verein um uns auf die „Begleihundprüfung“ vorzubereiten. Demnächst (wenn die Trainerin Zeit hat) startet auch unser Agility Training. Um sie alltags zu beschäftigen bringe ich ihr viele Tricks und nützliche Dinge bei (zB Tür zu machen, Müll in Mülleimer bringen etc.). Außerdem gehen wir viel spazieren um sie auch körperlich auszulasten. Dabei läuft sie immer frei.

Natürlich brauchst du für jeden Hund (gerade wenn es ein Welpe ist) viel Zeit und Hundeschule ist eh Pflicht! Aber manche Rassen verlangen mehr zu ihrem Glück, wenn du verstehst, was ich meine.

Wenn du noch Fragen hast… immer her damit :wink:
Einen schönen Abend noch

Liebe Grüße,
Franzi

Naja sooo schlimm sind sie nun auch nicht…
Ich habe selbst einen.
Natürlich keinen aus einer reinen Arbeitslinie. Das kann man wirklich nur mit Schafen.
Ich habe Jody einmal an Schafe rangeführt und es war eine Katastrophe.
Hab es dann auch gelassen.
Wenn man sich einen Border für den Hundesport holen will (und natürlich zusätzlich als Familienmitglied und betsen Freund) dann sollte man aber schon darauf achten, was die Vorfahren gearbeitet haben. Sonst kriegt man schnell ein Problem. Da gebe ich dir recht.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

oder zu Menschen, die über sehr viel Zeit
(mindestens 5 Stunden täglich) verfügen, sehr sportlich/aktiv
und bereit sind, die meiste Zeit des Tages den Hund geistig zu
fordern."

5 Stunden? Dass ich nicht lache! 5 Studen am Tag beschäftigen trifft es schon eher. Also ich habe 24 Stunden des Tages mit meinem Border Mädchen verbracht(sie schläft neben mir in meinem Bett). Ich kann nicht ohne sie und sie nicht ohne mich. Hört sich blöd an, aber das ist so. Sie ist immer bei mir. Egal ob Klo, Badewanne oder Dusche (okay… sie liegt nur davor :wink: ) Es gab keine Zeit in meinem Leben ohne sie.
Ich schreibe „gab“ weil ich seit dem 01. eine Ausbildung mache und mich deshalb von 08-17 Uhr schweren Herzens von ihr trennen muss. Natürlich ist sie nicht alleine!! Ich wohne noch bei meinen Eltern und die kümmern sich dann um sie. Überhaupt würde ich arbeitstätigen Menschen NICHT zu einem Border raten, es sei denn sie teilen ihre Arbeit (Schäfer etc).
Ich bin mit Hunden aufgewachsen und trotzdem hatte ich noch NIE so ein Verhältnis zu einem Hund so wie jetzt zu Jody: Sie ist wirklich meine beste Freundin, mein Ein und Alles.
Mit einem Border hat man keine Privatsphäre mehr. Es gibt genug Leute die diese „Schatten“ nicht mögen, aber genau das sind sie: Schatten.

Radeln erst ab einem Jahr.

Nein. Bitte erst am 18 Monaten anfangen, wegen der Knochen und Gelenke. Sonst können Schäden entstehen. Es wurde früher immer die „1 Jahr Regel“ für alles genannt, aber Fahrrad bitte dann noch nicht.

Die kleinen sind nicht frecher, das ist nur Erziehungssache

kann dir nur zustimmen

Pudel

Gute Idee!!! Vor allem haaren die nicht. Deswegen muss man die ja auch scheren (habe ich auch erste letztens erfahren).

Hallo Franzi,

5 Stunden? Dass ich nicht lache! 5 Studen am Tag beschäftigen
trifft es schon eher.

genauso habe ich den hundund-Artikel verstanden. „mindestens 5 Stunden täglich“ beschäftigen, „die meiste Zeit des Tages den Hund geistig zu fordern“, wir sprechen denke ich über das gleiche.

Gruß,
Anna

Ach so, na dann ist ja alles in Ordnung :wink:
Ich dachte, die meinen 5 Stunden am Tag um den Hund KÜMMERN also Spaziergänge, Fressen geben inkl. Aber dann ist ja gut

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

NEIN
Hallo,

Ich habe nun auch die Rasse Border
Collie mit in meine Überlegungen mit einbezogen, was meinst du
/ ihr dazu?

Vergiss es ganz schnell wieder!!!
Ein BC ist lieb und gelehrig und aufmerksam, aber kein Anfängerhund und kein reiner Familienhund! Es sollte mindestens eine Person in der Familie sein, die ganz viel Zeit für den Hund hat und bereit ist, für ihn Aufgaben zu finden, und das ein ganzes Hundeleben lang. Ich denke, die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass du das bieten kannst. Eine Schafherde nützt übrigens auch überhaupt nichts, wenn du das Hüten nicht mit dem Hund von Anfang an trainierst.

Wenn du einen BC als reinen Familienhund mit ein bissl Gassi und zweimal die Woche Hundeplatz halten willst, dann stell dich darauf ein, dass er sich irgendwann selber was Interessanteres sucht, z.B. Wohnung zerlegen, streunen, Besucher vertreiben usw.

Ich persönlich halte auch nichts davon, sich einen Hund als „Schatten“ zu halten, auch nicht wenn er es von sich aus anbietet. Es ist sicher recht schön für beide Seiten und sehr schmeichelhaft für den Menschen, aber man tut seinem Hund keinen Gefallen, wenn man ihn zu sehr auf Herrchen oder Frauchen fixiert, da immer mal Lebensumstände eintreten können, bei denen man sich trennen muss, und sei es nur vorübergehend. Da wird ein solcher Schattenhund extrem leiden. Dann doch lieber einen Hund, der auch ein wenig Selbständigkeit oder zumindest mehrere enge Bezugspersonen hat (meine persönliche Meinung).

Also, auch wenn Border Collies wunderschöne Hunde und leider auch sehr in Mode sind, lass es sein, dir und dem Hund zuliebe. Vielleicht denkst du doch lieber mal über den Pudel nach.

Julia

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Hallo Franzi,

Naja sooo schlimm sind sie nun auch nicht…

da kann ich Dir nur zustimmen!

Ich habe selbst einen.

Ich auch (auch wenn vermutet wird, dass beim ihm noch andere „Urgene“ im Spiel sein müssen)!

Natürlich keinen aus einer reinen Arbeitslinie. Das kann man
wirklich nur mit Schafen.

Selbst der ABCD e.V. resp. BCiN unterscheidet bei den Borders zwischen den Kategorien „Hütehunde“ und „Familie-/ Sport- und Freizeithunde bei ausreichender Ersatzarbeit“.

Viele Grüße

Kathleen

Hallo Julia!

aber man tut seinem Hund
keinen Gefallen, wenn man ihn zu sehr auf Herrchen oder
Frauchen fixiert, da immer mal Lebensumstände eintreten
können, bei denen man sich trennen muss, und sei es nur
vorübergehend. Da wird ein solcher Schattenhund extrem leiden.

Also Jody ist sehr auf mich fixiert und ich auf sie. Ich kann mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen und will das auch gar nicht. Irgendwann kommt der Tag dann doch und dann werde ich wohl heulen bis zum geht nicht mehr. (Ich tu es jetzt schon, bei dem Gedanken daran…) Aber bis dahin will und werde ich jede Minute mit ihr teilen.
Rein vernufttechnisch hast du natürlich recht, aber man kann nicht immer nur vernünftig handeln. Man kann sich nicht aussuchen wen man wie sehr liebt. Ich könnte weniger mit ihr machen um es mir später nicht so schwer zu machen, aber das würde ich mir ewig vorwerfen.
Und was den Hund angeht. Eher würde ich auf der Straße leben als sie wegzugeben, aber wenn es doch aus irgendeinem Grund (ich kenne KEINEN) nicht mehr gehen sollte, dann wird es nicht nur für den Hund schwer… das glaub mal^^
Naja zum Abschluss vielleicht was erheiterndes um es auf den Punkt zu bringen: NO RISK NO FUN… (meine Meinung… aber deine ist auf jeden Fall vernünftiger!)

DEN Familienhund gibt es nicht ABER…
Hallo!
Ich möchte mich gerne nochmal zu Wort melden^^
Dazu möchte ich gerne etwas erzählen, was ich aus dem Buch „Hunde“ von Yvonne Kejcz und Viviane Theby gelernt habe:

Wenn du den „Beruf“ kennst, für den die Rasse (damals oder immer noch) gezüchtet wurde/wird hast du das wichtigste Kriterium nach dem du dich entscheiden solltest.Größe, Farbe, Fell und Ohren sind zweitrangig!
Es gibt 4 große Gruppe in die man Hunde grob einteilen kann. Diese kann man dann noch vielfach unterteilen:
OBJEKTSCHÜTZER:

  • dafür gezüchtet um Haus und Herden zu beschützen
  • deswegen meist groß, beeindruckend und stark (zur Abschreckung)
  • selbstständig (ohne Anweisung des Menschen arbeiten)
  • klug (nicht jede Katze und jeder Briefträger ist eine Bedrohung)
  • den Besitzern ein Freund und Beschützer und den „Bösen“ ein Feind
  • ist gerne zu Hause / am Haus
  • Fremden gegenüber eher abweisend
  • großes Selbstbewusstsein -> Dominanz
  • perfekter Gehorsam ist nur schwer zu erreichen
  • brauchen einen Menschen, der sie konsequent und ohne Gewalt erzieht und ihnen einen klaren Platz zuweist
  • Gelingt das nicht, kann er schnell, entschlossen und kompromisslos zum Boss und zum Problem werden.
  • deswegen völlig ungeeignet für Anfänger
  • Hofhunde (zB): Leonberger, Bernhardiner, Hovawart, Berner Sennenhund, Spitze, Rottweiler, Doggen, Boxer, Landseer, Schnauzer
  • Herdenschutzhund (zB): Kuvacz, Owtcharki, Pyrenäenberghunde, Komondor

JAGDHELFER:

  • Wild aufspüren, zutreiben, apportieren, nachsuchen und anzeigen
  • Alle Jagdhunde (Ausnahme: Terrier&Dackel die selbstständig auf Beute geschickt werden) sind führig, also leicht zu erziehen (das mussten sie, da sie bei der Jagd unter Kontrolle gehalten werden mussten)
  • idR nett zu anderen Menschen und Hunden (bei Jagdgesellscaften wurden Hunde verliehen oder getauscht)
  • gute Hunde für Anfänger
  • sie sond nur dann gute Partner, wenn sie gefordert werden. („Ersatzjagen“ -> viel spielen… ball apportieren lassen, Fährte etc)
  • tut man das nicht geht der Hund seiner Bestimmung nach und geht alleine auf Jagd (und es gibt mehr als nur Kanninchen zu jagen…)
  • als Familienhund geeignet
  • fast alle Kleinhunde (zB Dackel, Terriern Beagles), Setter, Pudel, Spaniels, Retriever (Golden und Labrador)

SCHÄFERHUNDE:

  • Weidetiere zusammenhalten, verirrte Tiere finden, die Herde über Land bewegen/treiben
  • mussten mitdenken können -> klug
  • auf Wink und Zuruf perfekt gehorchen
  • kein jagdtrieb (sie durften sich nicht durch Wild von ihrer Aufgabe abbringen lassen)
  • absolute Workaholics
  • Sie und ihr Mensch und ihr Job, dann sind sie in ihrem Element
  • lernen leicht
  • sind schnell zu beeindrucken / man kann schnell ihr Aufmerksamkeit erregen
  • fast immer gute Familienhunde (wenn man sie auslastet!)
  • machen gerne Hundesport
  • arbeiten für ihr Leben gerne
  • mögen Familien
  • seher lauffreudig
  • Wenn man ihnen Arbeit, Bewegung und Führung gibt, hat man einen wunderbaren Hund
  • Wenn nicht werden sie zum Problem, können sogar sich selbst
  • Hirtenhunde (zB): Collie, Border Collie, Sheltie, Australian Shepherd, Deutscher Schäferhund, Belgische Schäferhunde, Holländische Schäferhunde, Pyrenäen-Schäferhund, Beauceron

SPEZIALISTEN:
Manche Hunderassen mögen nur „das eine“.
ZB: Bestimmte Schlittenhunde oder Windhunde

  • man sollte sie nur halten, wenn man ihnen ein rassegerechtes Leben bieten kann und will

Dir würde ich zu einem Hund aus der Spate Jagdhelfer empfehlen. Du bist also bei deiner Wahl schonmal nicht schlecht (intuitiv richtig=Frau *grins*)
Tortzdem ist jeder Jagdhelfer anders. Eh klar. Manche jagen und hetzen gerne, andere apportieren lieber (Labbis am liebsten im Wasser).
Ich würde dir nicht zu einem Jagdhund durch und durch raten (Weimarer, Deutsch Drahthaar, Münsterländer etc)
Auch wenn ich vielleicht gleich einen von anderen auf den Deckel kriege fänd ich Mops, Pudel aber auch Labrador gut. Kümmern musst du dich eh um jeden Hund. Und wenn du dich mit ihm beschäftigst bist du mit diesen Exemplaren ganz gut bedient. (meiner Meinung nach) - vor allem mit Kindern.

Liebe Grüße, Franzi