Passivhaus selber bauen? Erfahrungen?

Hallo,

ich habe vor ein Passivhaus zu bauen, möglichst in Eigenrechie.
Dabei stellen sich mir so einige Fragen.

Was sind für Ziegelsteine notwendig?
Ist bei einem 50cm Ziegel noch ein Vollwärmeschutz notwendig?
Wie groß müssen die an- und abluftrohre sein?
Was für wände (tragend und nichttragend) sind im Inneren zu verwenden? (hinsichtlich auch der An- und Abluftrohre in den Wänden.

Mit was für Kosten muss ich rechnen (Haus: ca. 15*10m - zweistöckig)

Die Frage noch den kosten ist sehr wichtig, damit ich eine Rechnungsgrundlage habe.

Ich danke euch

Mit freundlchen Grüßen
Christian

Hallo Christian,

ich rate dringend davon ab, ein Passivhaus „einfach so“ selbst zu bauen. Ein Passivhaus ist nicht durch die Summe seiner Einzelteile (Dämmung + Lüftung +…) gekennzeichnet, sondern erfordert detaillierte Planung und Berechnung die nur durch erfahrene Erachitekten/Fachplaner vorgenommen werden können. Selbst unter den Architekten hat derzeit nur ein relativ geringer Teil die Qualifikation ein Passivhaus zu planen. Für Laien also ohne fachliche Unterstützung unmöglich. Nicht vergessen: Das Passivhaus ist in aller Regel im Grenzbereich des Machbaren angesiedelt. Da muss alles stimmen, damit es funktioniert! Das betrifft z.B. auch externe Faktoren wie das Klima: Ein Haus, das in München noch ein Passivhaus ist, kann möglicherweise in Dreden schon nicht mehr funktionieren.
Ich sage es ganz deutlich, Sie sind damit sicher überfordert, das zeigen schon die Fragestellungen. Der Querschnitt der Rohre etwa ist überhaupt nicht entscheidend. Ziegel brauchen immer Vollwärmeschutz, es sei denn, Sie benutzen Hochwärmegedämmte Ziegel.

Allerdings gibt es Bausysteme, die maximale EIgenleistung ermöglichen (v.a. Schalungssteine, z.B. Isorast). Und auch beim Innenausbau oder beim Dach gibt es viele Möglichkeiten der Eigenleistung.
Meine Empfehlung also: Das Haus vom Fachmann planen und berechnen lassen und mit ihm darüber reden, wie Sie Ihre Muskelhypothek einbringen können.

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sorry, so einfach geht’s wohl nicht.
da die beantwortung solcher fragestellung - insbesondere hinsichtlich des bauens in selbsthilfe - meinen broterwerb darstellt, kann ich diese hier natürlich nicht anbieten.
ihre fragenzusammenstellung (thematisch gesehen völlig bedeutungslos) lässt erkennen, dass sie mit der materie absolut nicht vertraut sind.
das kann nur in die hose gehen.
ihre planung muss unbedingt sachkundig erfolgen - hier liegt auch das grösste einsparungspotential an gesamtkosten. wenn das kind erst in den brunnen gefallen ist, ist beim passivhaus kaum nachzubessern.

gruss - manfred hümpfer

Hallo,

ich habe vor ein Passivhaus zu bauen, möglichst in Eigenrechie.
Dabei stellen sich mir so einige Fragen.
Was sind für Ziegelsteine notwendig?
Wie groß müssen die an- und abluftrohre sein?
Was für wände (tragend und nichttragend) sind im Inneren zu verwenden?
Mit was für Kosten muss ich rechnen …

Hallo Christian,
schön, dass Du ein Passivhaus bauen willst.
Deine Fragen kann man aber nicht mit zwei, drei Worten beantworten.

Am besten wäre, Du informierst Dich als Erstes bei http://www.passivhaustagung.de/Passivhaus_D/Passivha…

Was den Selbstbau angeht, findest Du unter http://passivhausgruppe24.de/index.php/de/bausysteme… eine Menge Informationen.

freundliche Gruesse
Jürgen

Halo Christian,

also das ist so alles nicht seriös beantwortbar. Das Haus sollte, wenn der Grundriss steht erst einmal mithilfe des PHPP (Passivhaus-Projektierungs-Paketes gerechnet werden. Ich bin auch sehr für Kosten sparen (siehe www.degwer.de ) , aber nichts ist teurer als auf eine gute Planung zu verzichten. Wenn ansonsten das Ergebnis nicht dem gewollten (Passivhaus) entspricht ist später die Nachbesserung seeehr teuer oder auch gar nicht machbar.
Schau Dir mal meine homepage an. Ich war selbst „Selbstbauer“ habe aber alles vorher berechnet bzw. berechnen lassen. Ich kann die sowohl die Berechnung gem. PHPP, wie auch die Lüftungsplanung anbieten, kostet auch nicht wirklich viel. AUßerdem nenne ich DIr dann Bezugsquellen für das Material bei denen Du wahrscheinlich mehr sparst als ich koste…
Schau einfach mal auf meiner homepage nach. www.degwer.de (unter Passivhaus)
Grüße Bernd Degwer
[email protected]
www.degwer.de

Hallo,

Ich sehe an deinen fragen dass du dich nicht mit bauphysik/statik auskennst.

Du solltest dich deshalb auf jeden fall mit einem Bauingenieur oder Architekten zusammensetzen
der erfahrung im passivhausbau hat und dir die planung macht.das thema ist ansonstn zu komplex und du könntest zuviele fehler machen die im nachhinein sehr teuer werden könnten. bauen kannst du es ja dann ggf. selber.
Für eine genaue Kostenberechnung müssten auch alle Details mit einbezogen werden. das lässt sich so pauschal kaum sagen.

In meiner Diplomarbeit vor 10 Jahren diesbzgl. habe ich einen Mehrpreis für ein Passivhaus ggü. einem Niedrigenergiehaus
von ca. 50.000€ berechnet. das wird mittlerweile weniger geworden sein.

gruß, Jürgen

Hallo Christian,

ich kann Dir nur ganz dringend davon abraten, ein PAssivhaus ohne die Unterstützung eines kompetenten Architekten/Planers und eines kompetenten und erfahrenen Baumeisters (Hausbaufirma) zu machen. Der kleinste Fehler in Auslegung und Ausführung kann Dich ins Unglück stürzen und riesige Folgeschäden verursachen.
Die Betonung liegt dabei wirklich auf KOMPETENT UND ERFAHREN. Nicht jeder Hausbauprofi kennt nämlich zwangsläufig die spezifischen Besonderheiten eines Passivhauses.
Deine Fragen sind ohnehin nicht pauschal zu beantworten und ergeben sich aus der detailierten Planung, Raumaufteilung, Nutzungsvorhaben, Anzahl der Bewohner, Lage des Hauses, … und 1000 Dingen mehr.

Als Tip für den Anfang um eine Ahnung davon zu bekommen wie komplex das Thema ist, solltest Du Dich mal unter www.passiv.de grundsätzlich und anhand des „PHPP Passivhaus Projektierungs Pakets“ im speziellen informieren.

Gruß,
Markus

Hallo,
wir haben vor 2 Jahren ein Passivhaus in Holzständerbauweise mit einem Architekten gebaut.
Kann dir in Punkto Ziegel nicht helfen, unsere Holzwand, die innen beflockt wurde ist ca. 45 cm breit.

Unsere Abluftrohre haben einen Durchmesser von 12 cm.

Innen haben wir auch Holzwände bzw Rigipswände (Die An und Abluft läuft nur über die Decke und die Außenwände.

Unser Architekt sagte damals, ein Passivhaus kostet ca. 10-15 % mehr, als ein anderes, das kam ungefähr hin. Komplett belief sich unser Haus (2-stöckig, 180qm) auf ca. 500.000€

Gruß Tina

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lieber einen fachlich kompetenten Berater hinzuziehen.
Der kann sämtliche Fagen lösen.
DIE INVESTITION LOHNT SICH!!!

Leiber einen Fachman beauftragen.
Der kann alle fragen vernünftig beantworten.
DIESE INVESTITION LOHNT SICH!!!

Hallo Christian,

es ist sehr zu begrüßen, daß Sie ein Passivhaus bauen wollen. Denn dieser Gebäudestandard ist greift vorweg was spätestens in 10 Jahren der vom Gesetzgeber geforderte Baustandard sein wird. Also warum heute so bauen, daß es morgen schon veraltet ist. Auch wenn der Passivhausstandard eigentlich nichts neues ist, denn wir selbst wohnen nun schon seit fast 10 Jahren im Passivhaus.

Wichtig ist es einen Architekten zu finden, der Passivhauserfahrung hat - am Besten ein zertifizierte Passivhausplaner (siehe bei http://www.passivhausplaner.eu/). Von dieser Webside auch können Sie sich auch noch detaillierte Informationen über Passivhäuser holen. Sie können nicht ohne Passivhausplaner ein Passivhaus realisieren, daß kann nicht einmal jeder Architekt. Die Passivhausprojektierung ist eine Art Soll-und-Haben-Bilanzierung von Wärmeverluste und Wärmegewinne, die einiges an speziellem Know-how erfordert, welches ohne spezifischen Zusatzqualifikationen selbst Bauschaffende überfordert.

Weil für die Passivhausprojektierung das gesamte Haus zu beachten ist, kann keine pauschale Aussage zur Wahl des richtigen Mauersteines getroffen werden. Inzwischen gibt es von einigen Herstellern sowohl zweilagige Porenbetonsteine (http://www.greisel.de/Twinstone-light.40055.0.html) als auch Hochlochziegelsteine mit zusätzlicher Dämmung in den Hohlkammern (http://www.wienerberger.de/servlet/Satellite?pagenam…) die prinzipiell als Passivhauskomponente geeignet sind. Bei kleinen Passivhaushäuser in verschatteter Lage können diese Steine aber eventuell nicht ausreichen bezüglich der Wärmedämmeigenschaften und auch nicht durch ander Bauteile in der Dämmwirkung kompensiert werden. Deshalb kann es die kostengünstigere Variante sein, z.B. einen klassischen Stein zu nehmen und mit einem Wärmedämmverbundsystem zu versehen. Auch zu den Innenwände gibt es keine Pauschalanwort. Die Lüftung ist zudem ein Thema mit vielen Variationsmöglichkeiten. Auch sie muss in Gesamtgefüge Haus eingepasst sein. Ein Passivhaus kann prinzipiell aus allen Baumateralien gebaut werden - Holzbau, Massivbau, Stahlbau.

Die Kosten eines Passivhauses werden weniger durch die eigentlichen Passivhauskomponenten festgelegt, sondern wie bei jedem Gebäude durch die Grundstückssituation (Bodenqualität - Gründung, gewünschter Ausstattungsstandard, regionaler Standort - Baukosten, Erschließung). Prinzipiell sage ich bei Einfamilienhäusern immer, daß ein Gesamtbudget für die Baukosten ohne Grundstück (KG 200, 300, 400, rudimentär 500 und 700) unter 300.000,- € unrealistisch ist, um ein Passivhaus zu bauen. Für die Kostengruppen 300 und 400 (Baukonstruktion und Haustechnik) ist beim Einfamilienhaus ein Kostenansatz von 1.500,- € / m² oder 350,- € / m³ in der Regel die Untergrenze.

Mit freundlichen Grüßen

Heidrun Hausch
Dipl.-Ing.(FH) Freie Architektin
Zertifizierte Passivhausplanerin

Lützowstraße 2a
76199 Karlsruhe
Fon 0721 / 598 47 47
Fax 0721 / 989 64 930

[email protected]
www.hh-passivhaus.de

Hallo Christian,

ein Passivhaus selbst zu bauen ist eigentlich kein Problem, aber welche Leistungen können Sie wirklich erbringen? Viele Bauherren überschätzen Ihre Möglichkeiten oder haben überhaupt nicht die Zeit.

Über die Kosten eines Passivhauses kann ich so pauschal keine Angaben machen, da Ihre Angaben viel zu ungenau sind.

Ein Passivhaus benötigt die richtige Haustechnik und es müssen alle Außenbauteile (Wände, Dach, Keller, Fenster, etc. optimal und ausreichend wärmegedämmt sein).

Ich kann Ihnen ein unverbindliches Telefonat anbieten, um erste Fragen zu beantworten. Sie können mich gerne anrufen.

Mit freundlichem Gruss

jens seubert - freier architekt
architekturbüro raum-schliff

schriesheimer str. 16
68549 ilvesheim

fon 0621 - 43 74 77 00
fax 0621 - 43 74 77 01
mobil 0163 - 57 78 280

http://www.raum-schliff.de
[email protected]

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