Passwörter

Hallo zusammen,

wir haben einen neuen Chef der von uns verlangt alle Lotus und Windowspasswörter an Ihn zu übergeben !
Müssen wir das tun ???

Bitte um schnelle Hilfe !!!

Warum nicht?
… und danach gleich ändern.

Gruß

Stefan

Weil das nicht so einfach ist ! :frowning:
Weiß niemand wie die rechtliche Lage ist ???

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Hallo,

na und. Wenn dir etwas passiert oder im Urlaub kann trotzdem jemand damit arbeiten und an wichtige Daten kommen. Du solltest keine vertraulichen Dinge auf dem Rechner haben (oder wenigstens nicht unverschlüsselt).

Im Übrigen brauchet man keine 10 Minuten, um in einen Windowsrechner reinzukommen.

Gruß

Peter

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Weiß niemand wie die rechtliche Lage ist ???

Vermutlich die Experten im Forum Arbeits recht. (unter Beachtung der Formulierungsregeln, die man bestätigt bei neuposting dort und unter dem Hinweis, dass man das hier schon mal gepostet hat und leider nicht in der richtigen Rubrik gelandet ist)

MfG

Hallo.

wir haben einen neuen Chef der von uns verlangt alle Lotus und
Windowspasswörter an Ihn zu übergeben !

Müssen wir das tun ???

Da dem Chef, sagen wir das mal vereinfachterweise, die Firma gehört und damit auch die Rechner mit allem, was darauf herumkreucht und -fleucht, darf er das fordern. Wenn es einen BR in der Firma gibt, hat der vorher mitzuschnabeln.

Sinn und Zweck der Übung kann zweierlei sein : Erstens die Möglichkeit, auch bei Abwesenheit, besonders ungeplanter, auf die Daten zugreifen zu können (für derlei Notfälle hält man sich aber normalerweise ein Haustierchen der Spezies administrator fenestrii simplex). Zweitens natürlich die Totalkontrolle über das, was die lieben Mitarbeiter/innen/ümmer so am Computer treiben. Und da schießt sich der Chef mit dieser Maßnahme das Tor des Monats!

Gesotzen den Fall, Cheffe findet bei einer Kontrolltour eine unanständige Datei auf dem Rechner des Anwenders XY (und hat sich mit der ID des Anwenders XY eingeloggt). Jetzt betreibt er ganz dolle Disziplinarmaßnahmen, und vor dem Arbeitsgericht kommt der Vorgang so zur Sprache. Wäre ich Anwalt, wäre meine nächste Frage, ob denn der Herr Allepasswörterhaber nicht ggf. selbst den Schmutz auf den Rechner gebeamt hätte. Schließlich war er zur fraglichen Zeit mit der entsprechenden ID eingeloggt … und den Timestamp im Dateieintrag zu ändern, ist eine der leichtesten Übungen …

Unabhängig davon, wie das Verfahren ausgeht (und ein Chef, der ein Ansinnen wie das von Dir beschrobene stellt, ist vermutlich nur ein flüchtiger Bekannter der IT, ergo entsprechend leicht im obigen Sinne angreifbar) : Einen leichten Stand hätte der gute Mann bei mir nicht.

Soweit meine gemeine Seite (dunkel sie ist, hä, hä!).

Ganz objektiv gesehen besteht keine Notwendigkeit, Passwörter aufzuschreiben; es läuft dem Grundgedanken sogar diametral zwiderwurzen. Allenfalls könnte man für besonders gesicherte / sensible Bereiche, die im Normalfall an eine Person gebunden sind, die entsprechenden Passwörter im verschlossenen Umschlag aufbewahren und nur im zu definierenden Notfall davon Gebrauch machen. Sagen wir mal, die Lohnbuchhalterin erkrankt plötzlich und ist die einzige Person mit Zugriff auf die zugrunde liegenden Daten; dann wäre das Verfahren so zu betreiben. Aber alle Passwörter an eine Person auszuhändigen, heißt die Personalisierung aufzugeben. Schließlich hat der Chef Meisenknödel dann immer Zugriffsrecht - das heißt : passiert irgendein Scheiß, war es (Schmidt - oder Meisenknödel) oder (Müller - oder Meisenknödel).

Datenschutzschulung bei Bedarf; Angebot bitte einholen unter [email protected]. Nötig hat das jemand bei euch …

Gruß Eillicht zu Vensre