Ich überlege jetzt schon seit Wochen, ob ich das hier poste. Jetzt habe ich mich doch entschlossen. Vielleicht hilft´s ja.
es könnte alles so schön sein…
die Kinder verstehen sich super (ja, das gibt es!)
wir lieben uns
und sind oft doch so hilflos und aufgebracht.
Rahmendaten zur Geschichte: Die Kindsmutter (2 Jungen) hat sich vor fast 5 Jahren von meinem Liebsten getrennt. Wir sind jetzt 2,5 Jahre zusammen, leben auch zusammen. Meine Tochter ist (fast) die ganze Zeit bei uns, die Jungen zwei mal im Monat Mittwoch bis Sonntag und die Ferien. Es gibt ein gemeinsames Sorgerecht.
Die materielle Seite der Geschichte:
Seine Exfrau bekommt deutlich mehr als das Durchschnittseinkommen in Deutschland an monatlichem (netto-)Unterhalt und geht auch noch arbeiten. Wir zahlen zusätzlich die Versicherungen der Kinder, weil sie sich weigert.
Sie weigert sich auch, den Kindern Kleidung etc. mitzugeben, wenn sie zu uns kommen. Sprich zusätzlich zu den oben genannten Kosten kleiden wir gezwungenermassen die Kinder auch noch ein. Landen die neuen Sachen mal bei ihr, weil die Kinder sie bei der „Übergabe“ tragen, bekommen wir sie grundsätzlich nicht zurück. Wenn mal Kleidung mitkommt, ist diese extrem „vergammelt“, Risse, Löcher, zu klein, dreckig.
Das geht so weit, dass die Kinder zu kleine Schuhe tragen. Ihr Argument gegenüber den Kindern: Euer Vater zahlt so wenig. Das können wir uns nicht erlauben. (ich glaube das reicht an Beispielen)
Die emotionale Seite:
Die Kinder werden so unter Druck gesetzt, dass sie sich z.B. nicht trauen, uns bzw. ihren Vater zwischendurch mal anzurufen. Die Härte ist es, wenn wir uns in der Stadt begegnen, dürfen sie mich und meine Tochter nicht begrüssen!!! Wenn die Kinder bei uns sind ruft sie regelmäßig an und kontrolliert, ob sie auch für die Schule geübt haben oder ähnliches. Sie wohnen in der Nähe, sind häufig bei Freunden in der Nachbarschaft und trauen sich dann nicht, hier mal eben Hallo zu sagen. Werden dauernd bei anderen Freunden untergebracht, weil die Mutter etwas vorhat, dürfen aber nicht hier hin.
Klärungsversuche hat es endlos gegeben. Mit Mediation (mehrere Termine hat sie platzen lassen), Jugendamt macht die Aussage: das ist alles schrecklich, aber da können sie nur den Antrag auf alleiniges Sorgerecht stellen und das geht eventuell nach hinten los. (Väter das alleinige Sorgerecht? wo gibt es denn sowas?)
Wir haben die Mutter und ihren Partner mehrfach eingeladen, zu uns, ins Restaurant etc: Abgelehnt.
Anrufe um etwas zu klären: Hörer aufgelegt.
Briefe: vor den Augen der Kinder ungelesen zerrissen mit dem Kommentar: sowas lese ich nicht. (also es reicht jetzt mit diesen Beispielen.)
Meine Frage an Euch: Was können wir tun, damit dieses Entsetzen und die Hilflosigkeit nicht ganz so viel von unserer Kraft kostet? Wie können wir die Kinder stärken, ohne sie in einen Loyalitätskonflikt zu bringen?
Und: wie kann ich mit meiner Wut umgehen, dass uns das so viel von unserer Zeit kostet? Das ist ja fast so, als wäre die Ex mit eingezogen…
Seufz. Ich bin mal gespannt auf Eure Antworten.
(falls ich nicht sofort reagiere, ich bin Freitag bis Sonntag unterwegs:smile:
Sylvia